Deutscher Journalisten-verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

Online-Meldungen

15. November 2014

630 Journalisten in Dortmund

Kommunizieren auf allen Kanälen

Frank Stach bei seiner Eröffnungsrede. Foto: Udo Geisler

Volles Haus beim ersten Forum. Foto: Udo Geisler

Moderator Frank Überall im Gespräch mit Medienjournalist Richard Gutjahr. Foto: Udo Geisler

Dortmund war heute das Mekka der Journalisten: Im Dortmunder U lief der Journalistentag NRW mit 630 Teilnehmern. In insgesamt 23 Gesprächsrunden wurde intensiv über Journalismus diskutiert: wo es aktuell hakt und was derzeit boomt.

 

Zum zehnjährigen Bestehen erinnerte Landesvorsitzender Frank Stach an den ersten Journalistentag NRW im Jahr 2004: Der Ausblick in die Zukunft des Journalismus war damals nicht nur optimistisch, die rasant folgenden radikalen Einschnitte hatte man aber auch nicht erwartet. „Für mich ist gerade Dortmund immer noch das Mahnmal einer verwüsteten Zeitungslandschaft“, sagte Stach in Hinblick auf das Aus der Westfälischen Rundschau.

 

Ansonsten hieß die Devise des Journalistentags 2014: nach vorne schauen. Das Auftakt-Panel drehte sich um die Auswirkungen von partizipativem Journalismus. Beim Deutschlandfunk sei die Nachrichten-Redaktion früher extrem weit weg vom Hörer gewesen, berichtete Dr. Nicola Balkenhol. Durch die stark angestiegenen Online-Reaktionen habe sich das komplett gewandelt.“ YouTuberin Marie Meimberg vom Verein 301+ forderte dazu auf, in den Internetmedien selbst zu gestalten: „Alles ist möglich, man muss es nur machen.“ Die Stimmung in der Szene sei gut. Das bestätigte der zweite YouTuber in der Runde, Philipp Steuer. Er ermunterte dazu, frohen Mutes rauszumarschieren – mit der Überzeugung, ich mache etwas ganz Tolles. Für sein Nachrichten-Format „Was geht ab?“ macht er regelmäßig Community-Checks, die ihm viele Anregungen und Themen liefern. Reaktionen von Nutzern sind auch für Medienjournalist Richard Gutjahr ein wesentlicher Feedback-Kanal. „Seitdem ich mit meinem Publikum in Dialog bin, bin ich ein besserer Journalist geworden.“ Er unterscheidet nicht zwischen Nutzern und Journalisten, Amateuren und Profis. „Das ist alles eins. Das ist Kommunikation.“

 

Großes Lob zum zehnten Journalistentag kam von Kurt Eichler, Geschäftsführer des Dortmunder U: „Ich freue mich, dass Sie hier sind, dass Sie so viele sind und dass Sie so jung sind.“ Nicht zu Unrecht zwitscherte Twitterer @Zweiradreporter am Morgen: „Lichtblick des Tages: Journalistentag NRW.“

 

Kontakt: Silke Bender, Pressereferentin DJV-NRW