Mitglied werden
Login Logout Mitglied werden
Warenkorb

Tarifrunde 2026 bei ARD, ZDF, Deutschlandradio

DJV fordert 7% Erhöhung bei Gehalt und Honorar

05.12.2025
Ansprechpartner*in
Carmen Molitor

Volkmar Kah, DJV-NRW Geschäftsführer.

Mit einer Tarifforderung von 7% geht der DJV in die 2026 anstehenden Tarifverhandlungen bei ARD, ZDF und Deutschlandradio. Das hat der Gesamtvorstand als Große Tarifkommission des DJV am Donnerstag beschlossen. Die DJV-Forderung orientiert sich an der Forderung der laufenden Tarifrunde im Öffentlichen Dienst.

Der DJV strebt eine im Gesamtvolumen siebenprozentige Erhöhung von Gehältern und Honoraren im öffentlich-rechtlichen Rundfunk an. Mindestens sollen die Beschäftigten aber 300 Euro mehr bei zwölf Monaten Laufzeit erhalten. Die Vergütung für Volontär:innen soll um einen Festbetrag von 200 Euro steigen.

„Wir gehen mit einer vernünftigen und für die Arbeitgeber durchaus machbaren Forderung in die kommende Tarifrunde im ÖRR. Es muss sich für die Beschäftigten auszahlen, dass sie in den Redaktionen immer mehr gefordert werden und durch die Strukturreformen in den Häusern großen Mehrbelastungen ausgesetzt sind“, kommentiert DJV-NRW Geschäftsführer Volkmar Kah.

Mit in die Verhandlungen nehmen die Gewerkschaften auch Forderungen zu vergütungswirksamen Regelungen. Darunter ist eine Angleichung des Zuschusses der Rundfunkanstalten für die betriebliche Altersversorgung (Pensionskasse Rundfunk/Presseversorgung) auf 7,38 % für arbeitnehmerähnliche Freie. Auch senderspezifische soziale Komponenten und weitere anstaltsspezifische Zusatzvereinbarungen, die nach eigenständigen Forderungen oder Gesprächsvorschlägen der Senderverbände verhandelt werden, gehören zum Forderungspaket. Insbesondere geht es dabei um Regelungen zu „Zeit statt Geld“ oder Sonderurlaube bzw. Ausgleich für Eltern- und Pflegezeiten.

Der DJV wird zeitnah die senderspezifischen Forderungen mit den Kolleg:innen in den Häusern abstimmen.

DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster hält die Forderungen für „angemessen und notwendig“. Steigende Lebenshaltungskosten und permanent wachsender Leistungsdruck müssten für die Medienschaffenden der Sender finanziell kompensiert werden. Außerdem hätten die zurückliegenden Tarifabschlüsse nicht ausgereicht, um die Inflationsrate abzudecken. Beuster: „Reallohnverlust geht auf Dauer nicht.“

Der DJV-Vorsitzende weist in dem Zusammenhang auf harte und schwierige Verhandlungen mit den Sendern in der letzten Tarifrunde hin: „Zahlreiche Warnstreiks mit Programmausfällen waren notwendig, um nach monatelangem Ringen zu einer Einigung zu gelangen.“ Er hoffe in der jetzt beginnenden Tarifrunde auf „deutlich konstruktivere Verhandlungen“.

Landesverband NRW Öffenlich-rechtlicher Rundfunk Vergütung Tarifverhandlungen Tarife