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Zur Schließung des Druckzentrums in Hagen

Funke schwächt Umsatzbringer Nummer Eins

29.07.2026
Ansprechpartner*in
Carmen Molitor

Volkmar Kah ist Geschäftsführer des DJV-NRW.

Als „absolute Tragödie für die betroffenen Kolleg:innen“ hat der Deutsche Journalisten-Verband in NRW (DJV-NRW) die am Dienstag angekündigte Schließung des Druckzentrums Hagen bezeichnet. DJV-NRW-Geschäftsführer Volkmar Kah fordert die Funke Mediengruppe auf, „der Verantwortung als Arbeitgeber gerecht zu werden und alle Hebel zu nutzen, um den Betroffenen eine dauerhafte Perspektive auf einem schwieriger werdenden Arbeitsmarkt zu bieten“.

„Wir drücken unsere uneingeschränkte Solidarität für die Kolleg:innen aus“, betont Kah. „Sie haben teilweise seit Jahrzehnten im Schichtbetrieb die Versorgung der Menschen in der Region mit tagesaktuellem Journalismus sichergestellt und stehen jetzt dennoch vor dem Aus.“ Dem Vernehmen nach werden 70 Mitarbeiter:innen von Funke und ca. 150 Beschäftigte von externen Dienstleistern ihre Arbeit verlieren. Es sei nun die Pflicht des Arbeitgebers, einen fairen Sozialplan auszuhandeln und den Beschäftigten des Druckzentrums in Hagen-Bathey Zukunftsaussichten aufzuzeigen, so der DJV-NRW. Auch der Konzernbetriebsrat hält die Schließung des Druckzentrums für falsch und stellt sich solidarisch an die Seite der Kolleg:innen. 

Die Funke Mediengruppe stellt die für Mitte 2027 angepeilte Schließung als weiteren Schritt ihrer „digitalen Wachstumsstrategie“ dar, die notwendig sei, weil Menschen Medien immer stärker digital und nicht als gedrucktes Produkt konsumieren. Die Funke-Zeitungen WAZ, NRZ und WP sowie die Wochenblätter sollen künftig in Düsseldorf und Münster bei Fremdfirmen gedruckt werden. Möglicherweise übernehme auch das Druckzentrum Niedersachsen in Braunschweig einen Teil des Hagener Druckvolumens, hieß es. 

Der DJV-NRW sieht die Entwicklung mit gemischten Gefühlen: „Auch wenn man – angesichts hoher, zunehmend schwieriger zu refinanzierender Kosten für Print und dem notwendigen Weg ins digitale Informationsgeschäft – perspektivisch mit solchen Schritten rechnen musste, erfüllt er uns zum jetzigen Zeitpunkt mit Sorge“, sagt er. „Mit der Entscheidung, nicht mehr in Hagen-Bathey zu drucken schwächt Funke vor allem das eigene Produkt, denn die Aktualität der gedruckten Zeitung wird darunter leiden“, prognostiziert Kah und stellt klar: „Gedrucktes ist auch bei Funke immer noch Umsatzbringer Nummer Eins.“

Kontakt für Rückfragen: Carmen Molitor, Referat für Kommunikation und Marketing, Tel: 0171-1417269

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