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Tarifabschluss beim WDR: bis zu 5,73 % mehr

„Wir sind erleichtert, aber nicht zufrieden“

30.07.2026
Ansprechpartner*in
Carmen Molitor

Bekräftigten ihre Tarifforderungen im Streik: WDR-Beschäftigte in Köln.

Nach zehn Stunden Verhandlungsmarathon kam in der gestrigen siebten Tarifrunde der Durchbruch: Die Gewerkschaften DJV, ver.di und Unisono haben am Mittwochabend mit dem WDR einen Tarifabschluss erzielt. Für Festangestellte, Azubis und die Beschäftigten in den Orchestern steigen die Gehälter in drei Stufen um insgesamt bis zu 5,73 %.

„Wir sind angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk erleichtert über diesen Kompromiss. Die Verhandlungen waren ein sehr hartes Stück Arbeit. Aber es ist nach zähem Ringen ein Tarifabschluss geworden, der sich sehen lassen kann“, kommentiert der Geschäftsführer des Deutschen Journalisten-Verbandes in NRW (DJV-NRW) und DJV-Verhandlungsführer Volkmar Kah. „Wir haben bessere und vor allem verlässlichere Konditionen für die festangestellten und freien Kolleg:innen erzielen können, als jene, die der WDR mit anderen Organisationen abgeschlossen hatte. Ohne deren Vorpreschen wäre für alle deutlich mehr drin gewesen. Absolut zufrieden sind wir deshalb nicht.“

Die Tarifeinigung beinhaltet eine Steigerung der Gehälter von Festangestellten, Azubis und den Beschäftigten in den Orchestern in drei Stufen um insgesamt bis zu 5,73 %: Rückwirkend zum 1. Februar 2026 gibt es 1,23 % mehr Geld, zum 1. Februar steigen die Gehälter um weitere 2 % und zum 1. Februar 2028 gibt es bis zu 2,5 % mehr. Dabei ist 1 Prozent garantiert, 0,5 % Steigerung sind abhängig von einer ARD-weiten Einigung zur Personalgestellung und weitere 0,5 % gibt es nur bei einer Erhöhung des Rundfunkbeitrages. 

Die Honorare der Freien steigen in gleichem Umfang. Hier ist es den Gewerkschaften sogar gelungen, den Auszahlungsvorbehalt bezüglich der Einigung zur Personalgestellung weg zu verhandeln. Zudem gibt es eine Einmalzahlung für arbeitnehmerähnliche Freie von 600 Euro. „Wir sind stolz darauf, dass es uns trotz vieler Blockaden des Senders gelungen ist, auch viel für die Freien und die Azubis herauszuholen“, betont Kah. „Erstmals haben wir auch für Freie in der Produktion Effektivhonorare vereinbaren können; ihre Honorare steigen ab jetzt also bei allen Gehaltsverbesserungen mit.“

Auch die Azubis profitieren: Der Sender verlängert seine Übernahmegarantie für sie um ein Jahr, es gibt einen weiteren Urlaubstag und der vom WDR gekündigte Manteltarifvertrag für Auszubildende wird wieder in Kraft gesetzt.

Das Verhandlungsergebnis steht auf beiden Seiten noch unter Gremienvorbehalt.

Kontakt für Rückfragen: Carmen Molitor, Referat für Kommunikation und Marketing, Tel: 0171-1417269

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