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Ausstand in Köln und allen Regionalstudios

Gelungener Streikauftakt beim WDR

17.06.2026
Ansprechpartner*in
Carmen Molitor

Dirk Groß-Langenhoff

Erfolgreicher Auftakt des zweitägigen Warnstreiks beim WDR: In allen Regionalstudios und vor der Zentrale in Köln gab es heute erste Streikaktionen der Beschäftigten, zu denen der DJV-NRW gemeinsam mit ver.di und UNISONO aufgerufen hat.

Die Atmosphäre war kämpferisch, aber solidarisch. Großes Unverständnis zeigen sich die Streikenden über die Entscheidung des WDR, einen Einzelabschluss mit der kleinsten Gewerkschaft im Sender zu treffen - um damit eine Spaltung in der Belegschaft zu provozieren. Wie die Streikbilder zeigen, hat das sichtbar nicht geklappt! Denn ganz im Gegenteil streiten die Kolleg:innen jetzt zusammen für einen Tarifabschluss, der Festangestellte, Freie und Musiker:innen gleichermaßen nutzt.

In Köln gaben die Gewerkschafter:innen – darunter DJV-NRW-Geschäftsführer Volkmar Kah – am Vormittag in mehreren Talkrunden den Versammelten ein Update zu den Tarifverhandlungen und den bisherigen Knackpunkten. Auch in den Regionalstudios gab es viel Diskussionsbedarf zur aktuellen Situation. In Bonn ist ein kraftvolles Frauenteam beim Streik am Start, in Bielefeld sind alle Freien in den Ausstand getreten, die Teams aus Arnsberg und Siegen tun sich für den Protest zusammen. Auch in Essen, Münster, Wuppertal und Aachen versammelten sich Journalist:innen in Streiklokalen oder vor den Studios.

“Das ist ein deutliches Signal an den Sender. Wer nicht mit uns gemeinsam abschließt, schließt halt in diesem Hause keinen tragfähigen Tarifvertrag ab”, betonte Kah. 

Solidarische Grüße sandten unter anderem Kolleg:innen von DJV. ver.di und UNISONO aus dem ebenfalls in Tarifverhandlungen stehenden NDR, sowie die Mitglieder des Freienrates im Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk und eine GEW-Delegation aus Frankfurt, die zufällig von dem Streik erfahren hatte. Auch Solidarität von Vierbeinern gab es: In Köln, Wuppertal und Essen unterstützten „Streikhunde“ die Proteste vor Ort. 

Die Verhandlungen der Gewerkschaften mit dem Sender gehen morgen bereits weiter. Alles dreht sich dabei um den Honorarrahmen für die Freien, der vom WDR immer wieder unterlaufen wird. Vor allem jetzt, bei der Einführung der neuen Infostrategie ist es oft zu Unstimmigkeiten gekommen. Das wollen wir offen auf den Tisch legen und gemeinsame verbindliche Lösungen im Sinne der Freien finden.

Wo und wann im WDR-Land am 18.6.2026 weitere Streikversammlungen geplant sind, steht auf unserer Tariflandigpage djv-nrw.de/wdr-tarifrunde2026 . Der Streik geht bis Freitagmorgen, 2 Uhr, weiter. Alle Infos unter djv-nrw.de/wdr-tarifrunde2026 

Landesverband NRW Öffentlich-rechtlicher Rundfunk Streik Tarifverhandlungen