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Nullrunde bei Tarifen und Honoraren? Nein!

Gewerkschaften rufen zu Warnstreik im WDR auf

29.04.2026
Ansprechpartner*in
Carmen Molitor

Der DJV-NRW ruft seine Mitglieder ab Donnerstag, 30.4.2026, 2 Uhr nachts, zu einem 24-stündigen Warnstreik im Westdeutschen Rundfunk auf. Das geschieht auch aus Solidarität mit den anderen Gewerkschaften, die ebenfalls für morgen zum Warnstreik aufrufen und zur Durchsetzung der Forderungen in der aktuellen Tarifrunde.

Vor dem Streikaufruf endete die vierte Verhandlungsrunde 2026 ohne ein erneuertes Angebot des Senders. 
Es bleibt also bei dem beschämenden Auftaktangebot des WDR: Nullrunde für dieses Jahr, wahrscheinlich je ein Prozent mehr für 2027 und 2028, nur im Falle einer Beitragserhöhung je zwei Prozent, Laufzeit unglaubliche 35 Monate. Das ist für die Gewerkschaften Verdi, DJV und UNISONO nicht hinnehmbar. Wir fordern weiterhin 7 Prozent Einkommensverbesserungen für Feste und Freie, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Außerdem soziale Verbesserungen für alle Beschäftigten.
DJV, Verdi und UNISONO sagen dazu: So läuft das nicht! So kann man mit den Interessen der Beschäftigten nicht umgehen. Die Gewerkschaften haben die wesentlichen Informationen geliefert und die Fragen des Hauses dazu beantwortet, der WDR kann den Kostenrahmen nun realistisch einschätzen. Offenbar will er aber nicht. 

Der Streikaufruf des Deutschen Journalisten-Verbandes NRW geht an alle festangestellten und arbeitnehmerähnlichen freien Journalist:innen sowie die Volontär:innen des Westdeutschen Rundfunks an allen Standorten und in allen Redaktionen. Aufgerufen sind auch alle journalistischen Kolleg:innen in technischen Berufen, wie Kameraleute oder Cutter:innen.

Der Warnstreik beginnt am Donnerstag, 30. April 2026 um 2 Uhr in der Nacht und dauert bis Freitag, 1. Mai, ebenfalls 2 Uhr nachts. Ziel ist die Durchsetzung insbesondere der Tarifforderung einer fairen Vergütung für Feste und Freie. 

Die Streikenden treffen sich am Donnerstag, 30.04., zu einer zentralen Streik-Versammlung in Köln vor dem 1LIVE-Haus. Sie beginnt um 9:00 Uhr mit einem Streik-Frühstück. Ab 10:00 Uhr folgen Ansprachen und Erfahrungsberichte von WDR-Mitarbeitenden. 

Dort liegen auch die Streiklisten aus. Wer nicht an einer Versammlung teilnehmen kann, kann sich ebenfalls per E-Mail an information@djv-nrw.de in die Streikliste eintragen. Gebt auf diesem Wege Bescheid, dass Ihr Eure Arbeit niederlegt. Wichtig ist, sich am Streiktag beim DJV zu melden. Nur dann kann Streikgeld ausgezahlt werden.
Weitere aktuelle Informationen sowie Links zu den DJV-Signal-Gruppen für Informationen in Echtzeit gibt es unter www.djv-nrw.de/wdr-tarifrunde2026.
Für Rückfragen steht der DJV-NRW seinen Mitgliedern jederzeit zur Verfügung (Tel: 0211/233 99-0, 
E-Mail: information@djv-nrw.de )

Landesverband NRW