Aufruf zum Warnstreik beim WDR am 8. Juni
„Lichtjahre entfernt von angemessen“
Ansprechpartner*in
Carmen Molitor
„Der WDR hat in der laufenden Tarifrunde ein absolut unzureichendes Angebot gemacht und bleibt weiter Lichtjahre hinter unseren Forderungen und den Vereinbarungen, die im Öffentlichen Dienst längst getroffen wurden“, sagt Volkmar Kah, Geschäftsführer des Deutschen Journalisten-Verbands in NRW (DJV-NRW). „Gleichzeitig stellt er aber Gegenforderungen, beispielsweise weil künftig ARD-weit nach Bedarf Personal von Sender zu Sender verschoben werden soll.“ Der DJV-NRW ruft gemeinsam mit anderen Gewerkschaften zu einem Warnstreik am Montag, 8. Juni, auf.
Pressemitteilung vom 3. Juni 2026
Der WDR muss mit den anderen ARD-Sendern künftig enger zusammenarbeiten – unter anderem im Bereich Shared Services, erläutert Kah. „Die Sender suchen nach Wegen, Personal zwischen den Anstalten zu verschieben“, erläutert Kah. Juristisch ist das durch Versetzung, Abordnung und Personalgestellung möglich. „Das kann jeden treffen und ist auch prinzipiell verständlich“, stellt der Geschäftsführer klar. „Aber es darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten passieren!“
Der DJV-NRW wehrt sich auch gegen die Bestrebungen des WDR, Veränderungen im journalistischen Berufsbild einzuführen. „Redaktionelle Arbeit darf nicht unterhalb der Vergütungsgruppe 4 bezahlt werden“, betont Volkmar Kah. „Billigredakteur:innen wird es mit uns nicht geben!“
Bei den Bedingungen für die Freien sieht der DJV-NRW ebenfalls dringenden Verhandlungsbedarf. „Wir stellen fest, dass der WDR die im Rahmen der neuen Info-Strategie gerade getroffenen Vereinbarungen zur Honorierung der Freien teilweise sehr weit auslegt oder sogar unterläuft“, betont Kah. „So kann das nicht weitergehen. Deshalb fordern wir für die Freien einen fairen Umgang bei der Einführung der neuen Infostrategie – und faire Honorierung!“
Der 24stündige Streik findet am Tag vor der fünften Verhandlungsrunde statt – von 2 Uhr in der Nacht am 8. Juni bis 2 Uhr in der Nacht am 9. Juni. „Wir brauchen für die Gespräche jetzt den sichtbaren Rückhalt der Belegschaft“, erklärt Volkmar Kah. „Und der Sender muss deutlich merken, dass er so nicht mit den Beschäftigten umgehen kann.“
Kontakt für Rückfragen: Carmen Molitor, Referat für Kommunikation und Marketing, Tel: 0171-1417269, Email: information@djv-nrw.de .
Deutscher Journalisten-Verband, Landesverband NRW e.V.
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