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Zwei Tage Warnstreik ab Mittwoch

„WDR setzt Betriebsfrieden aufs Spiel“

16.06.2026
Ansprechpartner*in
Carmen Molitor

„Der WDR versucht mit einem kargen Tarifabschluss, den er ausschließlich mit der Gewerkschaft VRFF getroffen hat, die Belegschaft zu spalten. Sowohl freie Mitarbeiter:innen als auch Musiker:innen gehen dabei komplett leer aus und Festangestellte müssen befürchten, bald zu bedenklichen Konditionen in andere ARD-Anstalten ausgeliehen zu werden.“ So kommentiert Volkmar Kah, Geschäftsführer des Deutschen Journalisten-Verbandes in NRW und DJV-Verhandlungsführer die jüngsten Entwicklungen im WDR. Der DJV-NRW ruft gemeinsam mit ver.di und UNISONSO zu einem zweitägigen Warnstreik ab Mittwoch auf.

„Wir fordern den WDR-Verwaltungsrat dringend dazu auf, im Interesse des Betriebsfriedens im WDR dem vorliegenden „Abschluss“ nicht zuzustimmen“, betont Kah. Während DJV-NRW, ver.di und UNISONO noch gemeinsam mit dem WDR verhandeln, hatte der Sender überraschend einen Einzelabschluss mit der kleineren Gewerkschaft VRFF bekanntgegeben, den er auf seine festangestellten Beschäftigten anwenden will. Weder Freie noch Musiker:innen profitieren davon. „Wir sind einerseits konsterniert von diesem beispiellosen Tabubruch“, betont Volkmar Kah. „Klar ist aber auch: Wir verhandeln gemeinsam mit den beiden anderen Gewerkschaften weiter mit dem WDR und streiken ab Mittwoch für ein erheblich besseres Tarifergebnis, von dem alle Beschäftigten etwas haben.“

Zu einem zentralen Konfliktthema der laufenden Tarifrunde hat sich die vom WDR angestrebte Regelung zur Entsendung von festangestellten Beschäftigten in andere ARD-Anstalten entwickelt. „Wir fordern dafür eine ARD-weite Regelung, die den Mitarbeiter:innen Schutz gegen Missbrauch beim Outsourcing garantiert“, betont Kah. Die drei Gewerkschaften kämpfen auch für eine lineare Entgelterhöhung für Festangestellte und Freie, die sich am Abschluss im Öffentlichen Dienst orientiert. Außerdem wollen sie für die arbeitnehmerähnlichen Freien Honorarabsenkungen durch die Hintertür verhindern. „Der WDR unterläuft bei der Einführung der neuen Infostrategie regelmäßig die Regeln des neuen Honorarrahmens. Das muss aufhören!“

„Wir vertreten mit den anderen beiden Gewerkschaften den Großteil der Belegschaft“, erinnert Volkmar Kah. „Mit dem Warnstreik setzen die Beschäftigten auch ein Signal dafür, dass sie sich nicht gegeneinander ausspielen lassen.“ Der zweitägige Warnstreik beginnt um 2 Uhr in der Nacht zum Mittwoch und dauert bis Freitag, 2 Uhr.

Kontakt für Rückfragen: Carmen Molitor, Referat für Kommunikation und Marketing, Tel: 0171-1417269, Email: information@djv-nrw.de .  

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