Deutscher Journalisten-verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

Online-Meldungen

04. September 2015

DJV-Bundesvorstandswahlen im November

Zwei starke Kandidaturen aus NRW

Prof. Dr. Frank Überall - Foto: HMKW

 

Der DJV-NRW geht mit zwei Kandidaten in die Bundesvorstandswahlen im November. Der Journalist, Autor und Politologe Prof. Dr. Frank Überall (44) hat heute seine Kandidatur für das Amt des Bundesvorsitzenden bekanntgegeben. Die freie Journalistin Katrin Kroemer (55) hatte bereits vor einigen Wochen entschieden, für den Bundesvorstand zu kandidieren. Der NRW-Landesvorstand unterstützt die beiden Kandidaturen ausdrücklich.

Frank Überall arbeitet als freier Journalist unter anderem für den Westdeutschen Rundfunk (Hörfunk und Fernsehen) sowie für Print- und andere Medien. Zudem lehrt er Journalistik und Politologie/Soziologie an der privaten Hochschule HMKW Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. Die Arbeit im Bundesvorstand kennt Überall gut: Zwei Amtsperioden lang war er Schatzmeister. Im Landesverband NRW engagiert er sich unter anderem in der Tarifpolitik beim WDR.

Der Kölner tritt gegen den freien Journalisten Alexander Fritsch (49) an, der unter anderem als Chef vom Dienst für die Deutsche Welle in Berlin und als Dozent an der Uni Leipzig arbeitet. Fritsch leitet den Journalistenverband Berlin-Brandenburg (jvbb), einen der beiden Berliner Verbände. Der bisherige DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken (61) hat vor wenigen Tagen erklärt, dass er nach zwölf Jahren nicht mehr zur Wahl antreten wird.

„Im derzeitigen Medienwandel steht der DJV in seiner doppelten Funktion als Gewerkschaft und Berufsverband vor riesigen Herausforderungen“, erklärt Frank Überall. „Ich möchte gerne dazu beitragen, dass journalistische Arbeit wieder mehr wertgeschätzt wird. Das fängt bei der Tarifpolitik an, wo wir auch über neue Wege der Durchsetzung nachdenken müssen, geht über die Interessenvertretung der Freien und anderer nicht-tarifgebundener Kolleginnen und Kollegen und hört beim politischen Einsatz zum Beispiel gegen das Tarifeinheitsgesetz oder die staatliche Überwachung von Journalistinnen und Journalisten nicht auf."

Wichtig ist ihm auch, ein gutes Team für die Vorstandsarbeit zu bilden. Dabei kann er unter anderem auf einige Mitglieder des derzeitigen Bundesvorstands zählen, aber auch auf die Kandidatur von Katrin Kroemer, Beisitzerin dem DJV-Landesvorstand NRW und ehemalige Redakteurin der Westfälischen Rundschau (WR). Nachdem die Funke-Mediengruppe alle WR-Redaktionen Anfang 2013 abgewickelt hatte, arbeitet die Dortmunderin heute als freie Journalistin im Magazin-Bereich und als Dozentin an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen.

Dass sich diesmal zwei Journalisten um den Vorsitz des Bundesverbands bewerben, begrüßt der NRW-Landesvorsitzende Frank Stach: „Ich freue mich, dass wir als Delegierte im November eine echte Wahl haben werden“, erklärte er. „Beide Kandidaten stehen für einen Generationswechsel und für Offenheit gegenüber den rasanten Entwicklungen in unserer Branche.“

Überall und Fritsch sind eingeladen, sich bei der NRW-Delegiertenversammlung im Oktober vorzustellen und für ihre Positionen zu werben.