Deutscher Journalisten-verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

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28. Juni 2019

DJV-NRW bei der Expertenkonferenz #MedienvielfaltRuhr

Aus Ideen sollen Projekte werden

„Das Ruhrgebiet ist voller Kreativität. Und wenn wir diese Kreativität nutzen, hat lokaler Journalismus auch in unserer Region eine Zukunft.“ Am Ende der ersten Expertenkonferenz #Medienvielfalt Ruhr am heutigen Freitag im Wissenschaftspark Gelsenkirchen zeigt sich Frank Stach, Vorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV-NRW), von den Ergebnissen begeistert.

 

Im Rahmen der „Ruhrkonferenz“ der Landesregierung diskutierten heute fast einhundert Expertinnen und Experten über die Zukunft des Journalismus im Ruhrgebiet. In sechs verschiedenen Workshops wurden Ideen zu ganz konkreten Projekten weiterentwickelt. Darunter auch eine Idee des DJV-NRW: Der „Experimentierraum für Journalismus der Zukunft“ könnte im Rahmen einer Projektgesellschaft starten. Hierzu hat die Arbeitsgruppe bereits erste sehr konkrete Vorschläge gemacht, um die lokale Medienvielfalt zu stärken.

 

Weitere Projektideen sind eine crossmediale Lehrredaktion an der Schnittstelle Schule-Studium, ein Mentor*innen-Programm zur Förderung von Diversität im Journalismus, eine Jugendredaktion Ruhr in Duisburg, die Schaffung einer Online-Plattform für regionale Medien sowie die Entwicklung einer Community-Relations-Software.

 

In der kommenden Woche diskutiert eine 16-köpfige Expertengruppe als beratendes Gremium der Landesregierung die Ergebnisse der heutigen Konferenz. Die Entscheidung, wer am Ende eine Förderung bekommt, entscheidet die Landesregierung im Herbst. „Es ist toll, diese Aufbruchstimmung zu erleben. Jetzt muss es gelingen, Projekte gegebenenfalls auch vernetzt auf die Straße zu bringen“, so Andrea Donat. Die Chefredakteurin von Radio Bochum und Beisitzerin im Landesvorstand des DJV-NRW zeichnet als Co-Moderatorin gemeinsam mit Staatssekretär Nathanel Liminski für das Gesamtprojekt verantwortlich. „Bei den verschiedenen, jetzt auf dem Tisch liegenden Projetideen ist mir besonders wichtig, dass sie alle eine integrative Funktion haben, und dass ganz konkret die Bedürfnisse der Menschen im Fokus stehen. Denn die journalistische Herausforderung der Zukunft wird ja sein, möglichst viele Menschen an lokale Medienangebote  heranzuführen, die zurzeit überhaupt nicht erreicht werden.“

 

Besonders erfreut zeigten sich Donat und Stach über die rege Beteiligung von Aktiven aus dem DJV-NRW an den sechs Workshops: „Das zeigt auch welches Potenzial wir im DJV haben “, so Stach. Der Journalismus in NRW bekomme so eine deutliche Stimme.

 

Mehr zur Ruhrkonferenz gibt es auch hier: www.land.nrw/de/themenforen-der-ruhrkonferenz

 

Kontakt: Volkmar Kah, Geschäftsführung,  0211 233 99-0