Deutscher Journalisten-verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

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Erneute Warnstreiks in NRW

Die Tarifverhandlungen für die bundesweit 13.000 Tageszeitungsjournalistinnen und –journalisten sind ins Stocken geraten. Bei der fünften Verhandlungsrunde am 25. April hatten die Arbeitgeber erneut ein Angebot unterhalb der Teuerungsrate vorgelegt. Für den DJV ist das nicht akzeptabel. „Arbeitskampf scheint die einzige Sprache zu sein, die die Arbeitgeber verstehen“, erklärt Frank Stach, Landesvorsitzender des DJV-NRW. „Deshalb rufen wir zu weiteren Warnstreiks auf! So zeigen die Redakteurinnen und Redakteure, dass sie sich nicht von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung abkoppeln lassen.“ 

 

Von morgen bis Dienstag wird gestreikt, am Dienstag wird es eine Demonstration durch Unna bis zum Verlagsgebäude des Hellweger Anzeigers geben. An den anderen Tagen sind dezentrale Treffen in Düsseldorf, Essen, Hagen, Köln und Lippstadt geplant.

 

Über Pfingsten (vom 18. bis zum 22. Mai) sind die Beschäftigten folgender Titel dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen: 

 

Hellweger Anzeiger, Iserlohner Kreisanzeiger, Kölner Stadt-Anzeiger, Kölnische Rundschau, Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung, Rheinische Post, Westdeutsche Allgemeine Zeitung,  Westdeutsche Zeitung, Westfalenpost, Düsseldorfer und Kölner Express sowie die NRW-Redaktion der Bild.

Die Journalistinnen und Journalisten der tariflosen Funke Online NRW GmbH, Funke Sport GmbH, Funke Redaktions Services GmbH sowie Funke Foto Services GmbH sind aufgerufen, aus Solidarität ebenfalls die Arbeit niederzulegen. 

 

Zusätzlich sind die Kolleginnen und Kollegen des Patrioten für morgen (18. Mai) ganztägig zum Warnstreik aufgerufen.

 

Für die zentrale Kundgebung treffen sich die Streikenden

 

am Dienstag, 22. Mai, um 11.30 Uhr

vor der Lindenbrauerei, Rio Reiser-Weg 1 in 59423 Unna.

 

Die Streikroute geht von der Lindenbrauerei über den Marktplatz zum Verlagsgebäude des Hellweger Anzeigers in der Wasserstraße 20, wo eine Kundgebung geplant ist. Dann geht es denselben Weg zurück zur Lindenbrauerei. 

 

Die Verleger boten bei der letzten Tarifrunde 1,7 Prozent mehr Gehalt ab 1. Mai 2018 und weitere 1,5 Prozent ab 1. Mai 2019 bei einer Laufzeit von 30 Monaten an und liegen damit deutlich unter der Teuerungsrate. Die Einkommen der Jungredakteure sollten einmalig um 120 Euro, die Vergütungen der Volontäre um 80 Euro angehoben werden.

DJV und dju in ver.di fordern 4,5 Prozent mehr Einkommen für Redakteure und feste Freie sowie mindestens 200 Euro mehr für Volontäre und Jungredakteure bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von 12 Monaten.