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27. Juni 2019

DJV-NRW zu Gast bei der Digitalwoche bei der SIHK

Ethik und praktischer Umgang mit Bots im Journalismus

„Journalistinnen und Journalisten auf dem Weg zur Digitalisierung professionell zu begleiten, das ist unsere Aufgabe“, erklärt Volkmar Kah, Landesgeschäftsführer NRW des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV-NRW). „Gleichzeitig müssen wir aber auch auf Unternehmerseite Verständnis schaffen für wachsenden Anforderungen der Digitalisierung, die auch gerade in mittelständischen Unternehmen einer Professionalisierung der Kommunikation bedürfen.“  Im Rahmen der Digitalwoche, die die Südwestfälische Industrie – und Handelskammer zu Hagen (SIHK)  anlässlich ihres 175-jährigen Jubiläums veranstaltet, unterstützte der DJV-NRW am Mittwoch (26.6.) die Veranstaltungsreihe in Hagen mit einem ganzen Workshop-Paket zu Künstlicher Intelligenz und Bots, zu Mindfulness und digitaler Biographie. Die Workshops richteten sich an Unternehmer, Pressesprecher und freie Journalisten.

Künstliche Intelligenz und Bots funktionieren nicht ohne die Unterstützung durch Menschen. Denn Inhalte müssen vorab sinnvoll strukturiert werden, um sie per digitale Technologien und Algorithmen auf verschiedenen Plattformen zu Online-Dialogen zu machen. Das war der Erkenntnisse des Workshops von Ute Korinth (Bundesfachausschuss Online) und Kai Heddergott (Fachausschusses Online des DJV-NRW), die  zunächst in das Thema "Künstliche Intelligenz und Bots" einführten. Dabei wurde einerseits der Status Quo der künstlichen Intelligenz für die Produktion von Inhalten in Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit dargestellt. Darüber hinaus erfuhren die Teilnehmer, worauf bei Konzeption und Einsatz von automatisierten Dialogen zu achten ist und wie sich die Praxis im Detail darstellt.

Beide Referent*innen arbeiteten heraus, dass automatisiert erstellte Inhalte als solche kenntlich gemacht werden müssen, gleichfalls eine der aktuellen Forderungen des DJV-NRW. Diskutiert wurde aber auch die Frage, wie sich die Zunahme automatisiert erstellter Inhalte auf das Berufsfeld des Journalisten auswirkt.

Wie kann eine digitalisierte und sich ständig verändernde Arbeitswelt erfolgreich, gelassen und kreativ gestaltet werden? Was die Ansätze von agilem Mindset und Achtsamkeit dabei leisten können, stellte Ute Korinth im zweiten Teil der Veranstaltung dar. In gemeinsamen Übungen mit den Teilnehmern zeigte sie auf, mit welchen Methoden und Instrumenten nicht nur mehr Fokus und Flow entstehen, sondern auch Führungsqualitäten völlig neu betrachtet und gelebt werden können.

Im dritten Workshop zeigte Kai Heddergott mit dem Instrument der digitalen Biografie auf, wie sich die unterschiedlich geprägten Mitarbeiter- aber auch Zielgruppen-Generationen zielgerichtet differenzieren lassen. Im Mittelpunkt standen dabei aber nicht die Unterschiede, sondern die Frage, wie sich unterschiedliche Erfahrungen mit Computer, Internet und Co. tatsächlich kombinieren lassen. Diskutiert wurde mit den Teilnehmern, wie sich das mit Blick auf digitale Transformationsprozesse und auf den passgenauen Zuschnitt von digitalen Inhalten gestalten lässt.

Thomas Marotzke, Pressesprecher der SIHK zu Hagen sagte zur Veranstaltungsreihe: „Das war ein gelungenes Workshop-Paket. Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass uns der DJV-NRW als Kooperationspartner bei der Digitalwoche unterstützt hat. Und wir nehmen den Impuls auf und überlegen nun gemeinsam, welche Veranstaltungen wir an der Schnittstelle von Medienschaffenden und Unternehmen künftig gemeinsam anpacken können.“

Kontakt: Beate Krämer, Pressereferentin,  0211 233 9 9-200