Deutscher Journalisten-verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

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17. August 2017

"Foto-Pool" wird aufgelöst

Fire and hire bei Funke

Die Funke-Mediengruppe setzt 24 Fotografen den Stuhl vor die Tür. In einer Info-Veranstaltung teilte die Geschäftsleitung den Mitarbeitern heute mit, sie könnten sich aber auf Stellen in einer neu zu schaffenden Gesellschaft bewerben. Wie viele Stellen dort ab Januar entstehen werden, steht noch nicht fest.

Offiziell spricht Funke Medien davon, ihr Foto- und Videogeschäft neu aufzustellen. Dies will man aber nicht in der bestehenden Struktur tun, sondern gründet dafür die Agentur FUNKE Foto Services GmbH, die spätestens im Januar 2018 ihr Geschäft aufnehmen soll. Der bisherige "Foto-Pool" werde aufgelöst.

„Das hat nichts mit Neuausrichtung oder Qualitätssteigerung zu tun. Das ist „fire and hire“ und der untaugliche Versuch, Kolleginnen und Kollegen unter Druck zu setzen. So will man sich von unliebsamen, teuren Mitarbeitern trennen“, kritisiert Volkmar Kah, Geschäftsführer des DJV-NRW. „Wir fordern die Geschäftsführung auf, einen ordentlichen Betriebsübergang in die neue Gesellschaft durchzuführen und die Arbeitsplätze zu erhalten.“

Der so genannte Foto-Pool war bereits Ergebnis einer Auslagerung teilweise langjähriger Fotoredakteure der Funke-Titel WAZ, NRZ und WR gewesen. „Schon damals haben die Kolleginnen und Kollegen für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze auf tarifliche Leistungen verzichten müssen. Dass ihnen jetzt der Stuhl vor die Tür gesetzt wird, ist unerträglich“, so Kah weiter.

Kontakt: Pressereferentin Carmen Molitor, Tel. 0171-14 17 269