Deutscher Journalisten-verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

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13. Dezember 2017

Mahnwache und Plakataktion bei Funke Mediengruppe in Essen

Fotografen nicht im Regen stehen lassen

Regen und Sturm getrotzt: DJV-Mitglieder, Funke-Betriebsräte und Beschäftigte zeigten vor dem WAZ-Mutterhaus in Essen ein Zeichen der Solidarität mit den entlassenen Funke-Fotografen. Foto: C. Molitor

Mit einer zweiwöchigen Plakataktion vor dem WAZ-Mutterhaus in Essen prangert der DJV-NRW die Entlassung von 24 Beschäftigten des Fotopools der Funke Mediengruppe an, der zum Jahresende geschlossen wird. Zum Auftakt gab es heute eine kurze Mahnwache vor der Zentrale in der Friedrichstraße, bei dem Journalistinnen und Journalisten trotz heftigen Regens und Sturms ein Zeichen der Solidarität mit den Funke-Fotografen setzten.


„Wir haben heute gezeigt, dass wir die Kollegen des ehemaligen Fotopools nicht allein im Regen stehen lassen, sondern sie aktiv unterstützen“, kommentierte der Geschäftsführer des DJV Landesverbands NRW, Volkmar Kah, die Aktion. An der Mahnwache beteiligten sich Mitglieder des DJV-NRW, Betriebsräte der Funke Mediengruppe und Beschäftigte.


Der bisherige Funke-Fotopool wird durch die neu gegründete Funke Foto Services GmbH ersetzt. Von den 24 Beschäftigten wurden elf direkt angesprochen, die bei der neugegründeten GmbH – zu schlechteren Konditionen als bisher - anfangen können. Die übrigen Fotografen mussten sich in Konkurrenz zu Bewerbungen von außen um die restlichen vier Stellen neu bewerben. Neun verlieren den Job.

„Wir vom DJV finden die Art und Weise, wie Funke hier mit langjährigen Beschäftigten umgeht, höchst unanständig“, betont Volkmar Kah. Das sollen auch die Plakataktion und der heutige Protest klar machen. Unter dem Titel „Kein Funke Anstand“ hat der DJV-NRW auf youtube dazu außerdem das Video eines eigens geschriebenen Kasperletheaters veröffentlicht: https://www.youtube.com/watch?v=3hFxt0r7HHk

„Leider hat das Verlagshaus in der Geringschätzung seiner Beschäftigten ja schon eine gewisse Tradition entwickelt. Das muss sich dringend ändern“, fordert Geschäftsführer Kah.