Deutscher Journalisten-verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

Online-Meldungen

20. August 2019

DJV-NRW ruft zum Warnstreik beim WDR auf

Über 300 Beschäftigte streiken am Standort Köln

Über 300 angestellte und freie Beschäftigte des WDR sind heute nach Köln gekommen, um zu zeigen, was sie von der Verweigerungshaltung der Geschäftsführung in den derzeit laufenden Tarifverhandlungen halten. 

Die zeitlich befristeten Arbeitsniederlegungen stehen im Zusammenhang mit der vierten Runde der Tarifverhandlungen von DJV-NRW und dju mit dem WDR am Freitag, den 23. August 2019 in Köln. Der DJV-NRW ruft heute, Dienstag, den 20. August 2019 von 6 bis 24 Uhr zur Durchsetzung seiner Forderungen und zur Unterstützung der in Köln geplanten Aktionen zu einem Warnstreik auf. Aufgerufen sind alle am Standort Köln festangestellten und freien Journalistinnen und Journalisten des WDR. Aufgerufen sind neben Redakteurinnen und Redakteuren, Volontärinnen und Volontären auch alle Kolleginnen und Kollegen in technischen Berufen, wie Kameraleute oder Cutterinnen und Cutter.

„Heute zeigen die Kolleginnen und Kollegen des WDR in Köln zum Auftakt dieser Woche, was sie von der Verweigerungshaltung des Senders halten. Der Streik wirkt. Auswirkungen zeigen sich bereits zum jetzigen Zeitpunkt durch Programmverschiebungen unter anderem im Morgenmagazin, bei WDR3 und WDR5. Ich setze darauf, dass es uns im Laufe der Woche gelingt, den WDR davon zu überzeugen, ein angemessenes Tarifangebot für die angestellten und frei Beschäftigten des WDR vorzulegen“, sagte DJV-Verhandlungsführer Volkmar Kah. Der Sender legte bislang nicht nur ein völlig unzureichendes Angebot vor, sondern fordert seinerseits sogar Eingriffe in die Vergütungsstruktur, die erhebliche Verschlechterungen bedeuten. Für den DJV-NRW ist der aktuelle Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) weiterhin die anzustrebende Orientierungsmarke. Die von der WDR-Geschäftsführung geplante Abkopplung der Einkommen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird den Leistungen und dem Engagement der Beschäftigten nicht gerecht. „Die Tarifsteigerungen im WDR  haben sich in der Vergangenheit immer am öffentlichen Dienst orientiert. Es gibt keinen Grund das jetzt zu ändern“, sagt DJV-NRW Geschäftsführer Volkmar Kah. „Die Beschäftigten des WDR müssen von der guten Entwicklung im öffentlichen Dienst profitieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des WDR leisten jeden Tag mit Herzblut sehr gute Arbeit. Sie dürfen von der allgemeinen Entwicklung nicht abgekoppelt werden.“

 

 Die Streikenden treffen sich heute,


20. August 2019

seit 10 Uhr

vor dem Museum für Angewandte Kunst,
An der Rechtschule 1 , 50667 Köln.

 

Der DJV-NRW fordert:

  • 6% mehr für Feste und Freie!
  • Deutlich höhere Einmalzahlungen für Freie!
  • Keine Abkopplung vom öffentlichen Dienst!
  • NEIN zu Verschlechterungen bei Tarifverträgen!

 

Pressekontakt:

Volkmar Kah, Geschäftsführer

Bei Rückfragen: Tel. 0171/7466505

 

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