Deutscher Journalisten-Verband Landesverband Nordrhein-Westfalen

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Debatte im Landtag NRW

DJV-NRW begrüßt Unterstützung für Lokalsender

09.10.2021

Der DJV-NRW begrüßt, dass sich der Landtag in seiner Sitzung am Mittwoch (6. Oktober 2021) mit der Rolle des Lokalfunks in Katastrophenfällen auseinandergesetzt hat. „Das unterstreicht einmal mehr die Bedeutung der Lokalfunksender für die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen“, betont DJV-Landesvorsitzender Frank Stach.

 

Der DJV unterstützt ausdrücklich die Initiative von CDU und FDP, die Landesregierung zu beauftragen zu prüfen, wie schnelle, zuverlässige Warnhinweise bei Gefahrenlagen via Radio zu gewährleisten sind. „Der Einsatz unserer journalistischen Kolleg:innen, nicht nur bei Radio Wuppertal, hatte im Rahmen der Flutnacht vom 14. auf den 15. Juli, beeindruckend unter den Beweis gestellt, wie wichtig der Lokalfunk in Ausnahmesituationen für die Bürger:innen ist. Die Berichterstattung des Senders hat maßgeblich dazu beigetragen, dass in der bergischen Stadt „nur“ Sachschaden entstanden ist und Menschen vor den Wassermassen gerettet werden konnten“, so Stach weiter.

 

Zahlreiche Lokalfunker:innen hatten im Nachgang der Katastrophennacht darauf hingewiesen, dass sie zukünftig besser ausgestattet werden müssen, um für den Extremfall vorbereitet zu sein. Der DJV-NRW erkennt deswegen das wichtige Anliegen der NRW-Politiker:innen an, Radiosender zukünftig mit deutlich größeren Notstromaggregaten auszustatten. Auch zu prüfen, inwieweit die Lokalstationen bereits heute Teil der Katastrophenpläne der kreisfreien Städte und Kreise sind, ist überfällig.

 

Mit ausdrücklichem Bedauern nimmt der DJV-NRW zur Kenntnis, dass ein zusätzlicher, weitergehender Entschließungsantrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen keine Mehrheit gefunden hat. Die Sozialdemokraten hatten mit Blick auf die Systemrelevanz des Lokalfunks unter anderem eine finanzielle Unterstützung bei der flächendeckenden DAB+-Abdeckung für den Lokalfunk gefordert, da mit Hilfe des Digitalradiostandards über das Emergency Warning Functionality (EWF)-System schneller und zuverlässiger gewarnt werden kann: Das laufende Radioprogramm wird im Falle einer Notfallalarmierung unterbrochen und die Radiogeräte schalten selbstständig auf den Warn- und Informationskanal um.

 

Kontakt: Volkmar Kah, Geschäftsführer, Tel: 0211/23399-210, Email: volkmar.kah@djv-nrw.de

 

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