Deutscher Journalisten-verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

Pressemitteilungen

17. November 2018

Landesregierung stellt Lokalfunkmodell nicht in Frage

Diskussion zu Radio 2022 als Abschluss des Journalistentages NRW 2018

Podium Radiokonzept 2022: Ein klares Bekenntnis zum Zwei-Säulenmodell gab es zum Abschluss des Journalistentages vom Chef der NRW-Staatskanzlei Nathanael Liminksi (re.). Mit ihm diskutierten Dr. Tobias Schmid, Direktor der Landesmedienanstalt NRW und der medienpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Alexander Vogt (v. re.) moderiert von Alexandra Fobbe. (Foto: Alexander Schneider/DJV-NRW)

"Gedanke und Prinzip des Zwei-Säulen-Modell stellt die Landesregierung nicht in Frage“, sagte Nathanael Liminski, Medien-Staatssekretär und Chef der NRW-Staatskanzlei auf dem DJV-Journalistentag 2018. Die Zukunft des öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunks wurden in den Foren und Workshops breit diskutiert. Fast 500 Journalist*innen waren heute an den Phoenix See in Dortmund gekommen.

 

Liminski wies zurück, dass die Landesregierung versuche, mit ihrem Radiokonzept 2022 ein Lokalfunksystem nach ihren Wünschen zu schaffen. Vielmehr wolle die Landesregierung mit allen Beteiligten untersuchen, wie der Lokalrundfunk in NRW sich auf technischen Wandel einstellen müsse. Dr. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien in NRW, forderte ein, dass bei der Vergabe von Lizenzen, lokale journalistische Inhalte breiten Raum in den Medien haben. Dabei müssten die Veranstaltergemeinschaften (VG) den Ausschlag geben, unterstrich der medienpolitische Sprecher der SPD- Landtagsfraktion Alexander Vogt in der engagiert geführten Podiumsdiskussion. Frank Stach, DJV-Landesvorsitzende NRW, unterstützt diese Forderung nachdrücklich.

 

Das Zwei-Säulen-Modell sichert die lokale Pluralität, stellte Klaus Schrotthofer, Geschäftsführer der Neuen Westfälischen in Bielefeld, in einem Forum zum zukunftsfähigen Lokalradio heraus.

 

Bereits am Morgen hatte Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth die Journalisten zur Wachsamkeit gemahnt. Insgesamt diskutierten die Teilnehmer beim größten Branchentreff der Journalist*innen mehr als 20 aktuelle Themen, darunter die Rolle von Künstlicher Intelligenz im Journalismus, wie "frei darf institutionelle Berichterstattung sein“, „was Pressekonzentration und die Ausrichtung des Öffentlich-Rechtlichen in Zeiten der Digitalisierung bedeuten“ und vieles mehr.

 

Der Deutsche Journalisten-Verband ist mit 35.000 Mitgliedern die größte deutsche Journalistengewerkschaft, die sich auch als Berufsverband für die Interessen seiner Mitglieder engagiert. Der Verband wurde 1949 gegründet.

 

 

Kontakt: Beate Krämer, Pressereferentin,  0211 233 99-200 oder 0172 1451840