Deutscher Journalisten-verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

Der DJV im DLR / Funkhaus Köln

Gewerkschaften kritisieren Honorareinbußen bei den freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Zum 1. Januar 2018 hätten alle Redaktions-/Sendungsetats für die Honorierung von freien Mitarbeitern um 4,6 % erhöht werden müssen – so ist es im Tarifabschluss vereinbart worden. Allerdings wird festen und freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern derzeit erklärt, es müsse gespart werden, weil die Gewerkschaften so hohe Tarifsteigerungen ausgehandelt hätten.  Das ist absurd und falsch. Das Geld für die Honorarerhöhungen ist da, die Geschäftsleitung hat sie in der Finanzplanung berücksichtigt, bei der KEF angemeldet und genehmigt bekommen.

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DJV-Bundesvorsitzender unterstützt Personalratswahlkampf in Berlin und Köln

Einen rasenden DJV-Chef erlebten die engagierten Wahlkämpfer bei Deutschlandfunk und Deutschlandradio in dieser Woche: Am Montag, 9. Mai, war Bundesvorsitzender Frank Überall in Berlin, am Dienstag, 10. Mai, in Köln, um die Kolleginnen und Kollegen des DJV kurz vor der Personalratswahl am 11. Mai zu unterstützen. In beiden Häusern galt natürlich die Devise: Liste 2 - DJV and Friends wählen. Das Foto zeigt die fleißigen Kuchenverteiler in Köln. Foto: privat

Die Kandidaten zur Personalratswahl des Deutschlandradios: Liste 2 DJV AND FRIENDS

Für den DJV in den Tarifkommissionen unterwegs: (v.l.) Martin Steinhage, Christel Boßbach und Matthias Thiel. Foto: Screenshot

FAIR - KLAR - GEMEINSAM

Der DJV ist in allen Bereichen vertreten und setzt sich für alle Kolleginnen und Kollegen in der Technik, in der Verwaltung und im Programm an allen Standorten ein. Nur gemeinsam geht es auch in der neuen Personalvertretung. Alle Bereiche heißt für uns immer auch: Online und DLF und DLRK und DLRW.

Reformen oder Modernisierungen – ja! Aber sie müssen sinnvoll sein und nach Idee und Konzept erfolgen. Das heißt: nicht überfordern durch immer größere Arbeitsverdichtung in allen Abteilungen oder total verunsichern durch "zu viel auf einmal". Deshalb fordert der DJV, dass Ziele transparent definiert und nicht verschleiert werden. Wir verlangen eine faire Kommunikation, wie sie schon das Achterteam in seiner allseits gelobten Roadmap beschrieben hat. Glaubwürdigkeit, verlässliches Handeln muss wieder die Prämisse im Deutschlandradio werden. Ein Leitbild nicht nur drucken, sondern vorleben!

Dazu werden wir beitragen und alle Kolleginnen und Kollegen mitnehmen. Berufliche Perspektiven brauchen zum Beispiel besonders unsere Sachbearbeiter/-innen und Techniker/-innen. Ihre Erfahrungen und Ideen sind von unschätzbarem Wert und dürfen nicht durch unsinnige und oftmals überflüssige Organisationsentscheidungen "weggedrückt" werden. Und wenn Burnout oder Rückenleiden zunehmen, müssen wir aktiv die Ursachen bekämpfen.

Der DJV stellt sich der veränderten Medienwelt, die auch in unserem Haus nicht mehr nur bi-medial ist, sondern bald auch tri-medial sein wird. So will der DJV die neuen/zeitgemäßen Berufsbilder endlich auch in neue und gerechte Tätigkeitsbeschreibungen umsetzen. Der Versuch der Geschäftsleitung, geltende Tarifverträge systematisch zu unterlaufen, muss beendet werden. Der Einsatz von studentischen Hilfskräften für Tätigkeiten, die laut Ausschreibung eben genau keine "Hilfsaufgaben" sind, darf nicht fortgeführt werden.

Dabei vergessen wir nicht die freien Mitarbeiter/-innen, ohne die Deutschlandradio nicht mehr existieren könnte. Sie müssen im wahrsten Sinne des Wortes mit "ins Boot geholt" werden. Unterschiedliche Bezahlungen für vergleichbare Tätigkeiten betreffen nicht nur die festen, sondern auch die freien Mitarbeiter. Unsichere Arbeits-und Beschäftigungsverträge abseits der Tarifverträge, schlechtere Arbeitszeiten und das "Downsizing" der Honorare müssen beendet werden.

Wählt Liste 2: DJV AND FRIENDS

Kandidaten für den Örtlichen Personalrat Köln

Christel Boßbach, Zentrale Nachrichten
Rüdiger Hagelstein,
Schaltraum
Frank Kämpfer,
Musikabteilung
Irene Groh,
Schaltraum
Gerda Bergs,
Buchredaktion
Andreas Räder,
DRadio Wissen
Sandra Schulz,
Zeitfunk
Andrea Van der Coelen,
Musikabteilung
Siegfried Klaus, Systemservice
Katrin Fidorra,
Studiotechnik

Kandidaten für den Örtlichen Personalrat Berlin

Matthias Thiel, Hintergrund Kultur und Politik
Martin Steinhage, Hintergrund Kultur und Politik
Margarete Wohlan, Hintergrund Kultur und Politik
Tommy Wheeler, Aktuelle Kultur und Politik
Britta Windhorst, Informations- und Systemtechnik
Roland Krüger, Hintergrund Kultur und Politik
Matthias Horn, Multimedia-Online
Jörg Degenhardt, Aktuelle Kultur und Politik

Kandidaten für den Gesamtpersonalrat

Christel Boßbach, Köln
Matthias Thiel, Berlin
Rüdiger Hagelstein, Köln
Martin Steinhage, Berlin
Margarete Wohlan, Berlin
Frank Kämpfer, Köln
Britta Windhorst, Berlin
Irene Groh, Köln
Tommy Wheeler, Berlin
Andreas Räder, Köln
Roland Krüger, Berlin
Sandra Schulz, Köln
Matthias Horn, Berlin
Andrea Van der Coelen, Köln
Jörg Degenhardt, Berlin
Siegfried Klaus, Köln
Katrin Fidorra, Köln

Wenn die KEF fordert …

… den Personalbestand auch in der nächsten Beitragsperiode zu reduzieren, weitere Konsolidierungskonzepte umzusetzen, Maßnahmen des Outsourcing und der Kooperation zu nutzen, also strukturelle Kosten zu senken, dann heißt das: Personalkosten und Honorarzahlungen runter, Stellenabbau, immer größere Verunsicherung fester wie freier Kolleginnen und Kollegen.

Dagegen werden wir mit einem starken Team in den Personalräten kämpfen. Denn gerade im gesamten Deutschlandradio haben wir in den letzten Jahren umfangreiche Wirtschaftlichkeitsreserven "gehoben". Das haben wir alle am eigenen Leib durch eine extreme Arbeitsverdichtung erlebt und mitgetragen. In jedem Bereich, besonders in den Archiven, in der Audiotechnik, in der IT, aber auch in der Verwaltung und in den Redaktionen ist das täglich zu spüren.

Doch damit muss Schluss sein. Gerade in Zeiten der heftigen Diskussionen über das öffentlich-rechtliche Rundfunksystem in Deutschland setzen wir auf die anerkannte Qualität unserer Arbeit. Die darf nicht leiden! Aber eben auch nicht die Menschen, die diese sehr gute Arbeit tagtäglich leisten. Nicht alles, was und wie bisher gearbeitet wurde, war schlecht. Die Kompetenz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter muss wieder gehört werden. Denn neue Vorgaben sind tatsächlich nicht immer umsetzbar.

DJV AND FRIENDS - Liste 2

Wir werden in den Personalräten für einen fairen und sozialen Interessensausgleich sorgen. Übertriebene Wirtschaftlichkeitsinteressen dürfen nicht die Menschen kaputt machen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen in Köln!

Setzt sich für faire und soziale Arbeitsbedingungen ein: DJV-Kandidatin Christel Boßbach. Foto: Screenshot

„Alles neu macht der Mai“ – das ist nicht mehr als ein Spruch. Die Veränderungen in der großen bunten Medienwelt und natürlich auch in den beiden Funkhäusern bedeuten einfach viel Arbeit für die Personalräte im Rahmen von Mitbestimmung und Mitwirkung. Manches lässt sich geräuschlos klären, manchmal knirscht es gehörig bis ein akzeptabler Interessensausgleich gefunden wird. DRadio Wissen hat sein Programm umgekrempelt und steht vor weiteren Veränderungen. Social Media und Online beanspruchen ihren Platz, Hörfunk ist bebildert, bimedialer Darstellung folgt vielleicht bald Trimedialität. Verwaltungsabläufe werden optimiert. Da sucht der DJV auch bei dieser Wahl den Schulterschluss und tritt mit der Liste „DJV AND FRIENDS“ an. Wie Sie sehen kandidieren KollegInnen mit ganz verschiedenen Kenntnissen, Talenten und Arbeitsbereichen (und – nicht unwichtig - mit Humor). Wählen Sie uns, damit wir im Personalrat stark vertreten sind und uns für Sie einsetzen können.||Christel Boßbach

Von Relevanz: Die Grenzen der Belastbarkeit

„Alles von Relevanz“ lautet einer der DLF-Slogans – klingt gut, wirft im Alltag des Funkhauses aber Fragen auf: Wie soll das zu schaffen sein? Was hat oberste Priorität und warum? Wer entscheidet darüber und vermittelt es den KollegInnen, die für die Umsetzungen im Alltag zuständig sind? Zeit und Raum für die Fragen, die nicht gleich als Verweigerung diffamiert werden dürfen,- sind ein rar gewordenes Gut. Wie das Leitbild konkret gelebt werden kann in den einzelnen Bereichen - das wird dann eben auf die lange Bank geschoben. Wie die Entscheidungsprozesse, was nicht mehr von Relevanz ist. Dabei ließe sich so etwas Luft schaffen.

Die KandidatInnen von „DJV AND FRIENDS“ setzen bewusst auf den Team-Gedanken und die Chancen der Zusammenarbeit von KollegInnen aus Technik, Verwaltung und Programm auch in der Personalvertretung. Nur so lassen sich die teilweise rasanten Veränderungen verstehen und neue berufliche Chancen entdecken auch im Online-Bereich. Alle wissen: die Zeiten von Notizblock und Trenchcoat, Kaffeekochen und Bandmaschinen sind vorbei.

„DJV AND FRIENDS“ wollen deshalb endlich neue Tätigkeitsbeschreibungen erreichen. Ob es nun um neue Software-Systeme, Drucker, Online-Projekte, die Bedingungen bi- und trimedialer Programmpräsentation oder das „Ausprobieren“ neuer Dienstpläne geht – das Ausmaß der Veränderungen und der damit verbundene zeitliche Druck, hat auch die Arbeit des Örtlichen Personalrats verändert. Immer mehr Mitglieder werden immer öfter freigestellt, um in den entsprechenden Arbeitsgruppen darauf zu achten, dass tarifvertragliche Bestimmungen eingehalten werden – eine wichtige Wächterfunktion. Der Personalrat ist zwar leider nicht für die Freien zuständig, hat aber deren Situation im Blick, zum Beispiel was Einsatzmöglichkeiten und Honorierung betrifft. Dabei geht es auch darum, Lohndumping zu vermeiden.

Dass sich inzwischen im DLR die Erkenntnis durchsetzt, dass niemand zur Führungskraft geboren ist, lässt hoffen, dass die notwendigen Kenntnisse bald auch systematisch vermittelt werden. Zum Beispiel haben wir erfahren, wie unterschiedlich die Jahres-Feedbackgespräche verlaufen sind.

Leider haben nicht alle die Chance nutzen können, abseits aktueller Themen einzelne KollegInnen, ihre Persönlichkeit, ihre Kritik wie ihre Ideen wahrzunehmen. In Einzelgesprächen oder in der Mitwirkung beim „Betrieblichen Eingliederungsmanagement“ (BEM) wird für uns auch die Belastung der einzelnen KollegInnen deutlich.. „Rund um die Uhr“ erreichbar zu sein, am freien Wochenende mailen, vor oder nach der Schicht online gehen- was können die Vorgesetzten erwarten und wo sind die Grenzen? Welche Entlastungsmöglichkeiten gibt es in familiären Notzeiten wie der Pflege eines Angehörigen? Ein Konzept, das die gesundheitlichen Risiken benennt und minimiert, fehlt. Wie lassen sich Kompetenzen älterer KollegInnen nutzen oder zählt nur noch der schnellste Tweet? Wann werden mehr faire Kommunikation und gegenseitiger Respekt für immer mehr erfahrbar?

Workshop des DJV-NRW für interessierte Rundfunk-Freie

Kürzen, Schneiden, Umgestalten:

Ist erlaubt, was dem Sender gefällt?

Immer häufiger arbeitet der öffentlich-rechtliche Rundfunk Beiträge von freien Mitarbeitern um und verwendet sie ganz oder in Ausschnitten in anderen Medien. Und immer häufiger passiert dies, ohne dass der Autor eingebunden ist. Betroffen sind nicht nur die Beiträge selbst, sondern manchmal auch nicht verwendete Materialien. Wann stößt diese Praxis an urheberrechtliche Grenzen?

Um das zu diskutieren lädt der DJV-NRW am Mittwoch, 11. Mai 2016, von 18 bis 22 Uhr, zu einem urheberrechtlichen Workshop ein. Er findet in der Jugendherberge Düsseldorf (Düsseldorfer Str. 1, 40545 Düsseldorf) statt.

Zu den Inhalten des Workshops zählen auch urheberrechtliche Grundlagen sowie einschlägige Urteile der Gerichte, die in diesem Zusammenhang eine wesentliche Rolle spielen (Bearbeitungsrecht, Urheberpersönlichkeitsrechte, Tarifverträge der Sender). Die Teilnehmer erhalten zudem ausreichend Gelegenheit, ihre eigenen Erfahrungen und Fragen einzubringen.

Referentin des Seminars ist Renate Schmid, Rechtsanwältin in der Medienrechtskanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE (www.wbs-law.de), die zuvor als Justiziarin für ARTE und die Produktionsfirma Sony Pictures Film und Fernseh GmbH tätig war.

Die Einladung richtet sich an alle DJV-Mitglieder (und solche, die es werden wollen) sowie an interessierte Freie, die für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk arbeiten. Das Seminar ist inkl. Getränke und Imbiss für alle Teilnehmer kostenlos, allerdings ist eine Anmeldung erforderlich.

"Freie" jetzt auch im Sprecherteam der Betriebsgruppe

In der letzten Betriebsgruppenversammlung Ende Januar 2016 ging es auch um einen Wechsel im Sprecherteam: Dirk-Oliver Heckmann, Redakteur im Zeitfunk, ist ausgeschieden. Er steht uns aber weiterhin fürs "Mitdenken" zur Verfügung und wenn es z.B. darum geht, eine Veranstaltung zu moderieren. Neu hinzugekommen ist Kathrin Sielker, die für DRadio Wissen arbeitet. Sie senkt nicht nur den Altersdurchschnitt. Sie kann auch ungeschminkt die Perspektive einer "Freien" einbringen und die Sichtweisen von Frank Kämpfer, Musikredakteur und Personalratsmitglied, und Christel Boßbach, Nachrichtenredakteurin und Personalratsmitglied, ergänzen.//cb

Personalratswahlen im Deutschlandradio am 25. Mai 2016

Im Deutschlandradio mit seinen beiden Standorten Köln und Berlin werden am 25. Mai die Örtlichen Personalräte (ÖPR) und der Gesamtpersonalrat (GPR) neu gewählt. In Köln hat die DJV-Betriebsgruppe vereinbart, wieder mit einer Liste „DJV und Freunde“ anzutreten und für die Teamarbeit zwischen Verwaltung, Technik und Redaktionen zu stehen.

 

Noch wird an der Aufstellung der Listen gearbeitet. „Schließlich wollen wir aus möglichst vielen Bereichen und Berufsfeldern kompetente Kandidatinnen und Kandidaten gewinnen“, meint Christel Boßbach, derzeit stellvertretende PR- und GPR-Vorsitzende, Mitglied der Tarifkommission und Nachrichtenredakteurin. Sie will erneut antreten. „Angesichts des Wandels der Arbeit nicht zuletzt durch die Ergänzung der Hörfunkprogramme durch Online und Social Media sind wir alle noch mehr als bisher aufeinander angewiesen. Wir wollen uns als DJV nicht um den Kuchen streiten, sondern teilen.“

 

Boßbach, die auch Sprecherin der Betriebsgruppe ist, bedauert, dass die Kölner Personalvertretung im Deutschlandradio anders als der auf dem Landespersonalvertretungsgesetz fußende WDR nicht auch für „Freie“ zuständig ist. „Aber ich sehe es auch als Aufgabe der Festen, fair mit den freien Kolleginnen und Kollegen zusammenzuarbeiten.“

EINLADUNG ZUM VORTRAG

Social Media & Recht

Vortrag von DJV-NRW-Justiziar Christian Weihe

Die DJV-Betriebsgruppe Deutschlandradio Funkhaus Köln lädt alle festen und freien Kolleginnen und Kollegen zu dem Referat von Christian Weihe, Justiziar des DJV-Landesverbandes NRW, über "Social Media & Recht" ein. Worum geht es? Die rasante Entwicklung sozialer Medien hat die Veröffentlichung von Inhalten extrem vereinfacht. Dienste wie Facebook, Twitter und Co. haben große praktische Bedeutung erreicht. Gleichzeitig sind auch die Rechtsstreitigkeiten im Social Web rasant angestiegen. Beim Umgang mit Bildern, Texten und Videos sind fremde Rechte schnell verletzt. Der Vortrag vermittelt ein Gefühl für die rechtliche Relevanz journalistischer Aktivitäten in und mit sozialen Medien.

Dienstag, 26. Januar 2016, um 18 Uhr im Konferenzraum R 182

Nikolaus-Aktion im Kölner Funkhaus

Machten sich an ihrem Namenstag auf den Weg ins Kölner Funkaus: die Nikoläuse. Foto: ChrB

Eine Reihe von Nikoläusen hatten sich an ihrem Namensfest, dem 6. Dezember 2015, auf den Weg ins Kölner Funkhaus gemacht. Die Nikoläuse, die sich nach einem türkischen Bischof nennen, kamen bis in die Flure des Funkhauses und hofften dann auf Einlass in die Büros und Studios...

Dafür drückte die DJV-Betriebsgruppe alle Daumen - und wünschte den Mitarbeitern im Sender eine friedvolle Advents- und Weihnachtszeit mit vielen versöhnlichen Momenten. An die Tage, an denen hierzulande ein aramäischer Wanderprediger, einige jüdische Hirten und drei persisch-arabische Sterndeuter gefeiert werden, erinnerten Christel Boßbach, Irene Groh, Rüdiger Hagelsstein, Dirk-Oliver Heckmann und Frank Kämpfer.

Immer mehr Einschränkungsmitteilungen: Jetzt geht es bei den Freien an die Substanz!

Es heißt zwar, die Etats würden nicht verändert – doch in den Redaktionen sieht die Realität ganz anders aus. Überall wird umstrukturiert und gestrichen. Und als erstes bekommen die freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Rotstift zu spüren.

 

Vielen freien Kolleginnen und Kollegen werden nun Einschränkungsmitteilungen ins Haus geschickt. Darin steht, dass sie demnächst weniger Aufträge erhalten werden. Was tun, wenn die Mitteilung auf dem Tisch liegt? Wie funktionieren
Ausgleichszahlung und Bestandsschutz?

 

Diese Fragen beantworten Christian Weihe, Justiziar des DJV-NRW, und Christof Büttner, Landesmediensekretär ver.di NRW, am Montag, 31. August 2013, um 13 Uhr im Sitzungsraum des Personalrates (6. Etg./Raum 06.004).

 

Alle freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind herzlich eingeladen.

Dreistündiger Austausch "unter drei"

„Frag doch den Programmdirektor“: Dazu hatten im März zum zweiten Mal die Deutschlandradio-Betriebsgruppen von DJV und ver.di die freien Kolleginnen und Kollegen in Köln eingeladen. Mit Programmdirektor Andreas Weber diskutierten sie außerhalb des Funkhauses „unter drei“. Moderiert wurde der fast dreistündige Austausch von Journalistik-Professor und Fernsehautor Hektor Haarkötter.

Viele Fragen der rund 35 Freien drehten sich um die Konsequenzen aus den anstehenden Veränderungen und Sparmaßnahmen im Sender. Andreas Weber machte keinen Hehl daraus, dass es bei allen Plänen immer auch um die Finanzierbarkeit gehe. Er betonte gleichzeitig aber die Bedeutung der Freien für die journalistische Qualität der Programme. Weber berichtete von den Erfahrungen, die man mit der Reform von Deutschlandradio Kultur in Berlin gemacht habe, und räumte ein, dass der neu hinzu gekommene Online-Bereich personell unzureichend ausgestattet ist.
Christel Boßbach

Freientreffen am 9. März 2015

Frag doch den Programmdirektor ...

... wenn Du wissen willst, wie es für Dich als freie Mitarbeiterin oder Mitarbeiter im Deutschlandradio weitergeht ... ob der Spardruck demnächst auch Auswirkungen auf Deine Honorare oder Deine Beschäftigung haben wird ... oder ob Deutschlandradio bei der Neuausrichtung seiner Unternehmenskultur auch an die Freien denkt.

 
DJV und ver.di haben Deutschlandradio-Programmdirektor Andreas Peter Weber eingeladen, über den Sender, den Veränderungsprozess und über freie Mitarbeit zu diskutieren. Das Treffen mit dem Programmdirektor ist exklusiv nur für freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Deutschlandradio und findet statt am:
 
Montag, 9. März 2015, um 18:30 Uhr

im Saal Alteburger Biergarten, Alteburger Str. 139, 50968 Köln

 

Moderation: Hektor Haarkötter, freier Fernsehautor und Journalistik-Professor


Bitte meldet Euch zur Teilnahme per E-Mail an freientreffenspamfilter@klick-koelnspamfilter.de an und teilt uns dabei mit, ob Ihr Mitglied im DJV oder in ver.di (bzw. dju in ver.di) seid! Selbstverständlich sind auch freie Kolleginnen und Kollegen herzlich willkommen, die erst noch Gewerkschafts-Mitglied werden wollen.

Soli-Grüße von einem Sender zum anderen

Soli-Grüße aus Köln zur Deutschen Welle nach Bonn: Vertreter der beiden Gewerkschaften ver.di und DJV im Funkhaus Köln des Deutschlandradios zeigen ihre Sympathie und Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen der DW. Die protestieren am 23. Februar gegen die Sparpläne von Intendant Limbourg - und vor allem gegen den Abbau zahlreicher Sprachangebote. Foto: Thomas Valder

Erfolgreicher Auftakt der Reihe "DJV-KollegInnen im Gespräch"

Wie gehen Medien mit den Themen Islam, Islamismus und Salafismus um und wie berichtet man angemessen? Die Aktualität dieser Fragen sorgte für großes Interesse am Auftakt der Reihe "DJV-KollegInnen im Gespräch" - organisiert von der DJV-Betriebsgruppe im DLR-Funkhaus Köln. Viele Mitglieder der Kölner Journalisten-Vereinigung (KJV) kamen zum Gespräch, die KJV-Vorsitzende Corinna Blümel berichtete über den Abend im JOURNAL des DJV-NRW (siehe unten).

 

Der Vorstand der Betriebsgruppe hat im Nachgang noch eine Bitte: Wer von weiteren Kolleginnen und Kollegen mit Spezialkenntnissen weiß, die ihr Wissen mit anderen teilen möchten wie etwa der Islamwissenschaftler Thorsten Gerald Schneiders, möge sich bei Christel Bossbach melden!

Über Islam und Islamismus schreiben

Vykinta Ajami, Dirk-Oliver Heckmann und Thorsten Gerald Schneiders widmeten sich der Berichterstattung über den Islam und über Gewalttaten im Namen der Religion. Foto: Corinna Blümel

 

Medien müssen differenzieren – und sich um echte Experten bemühen

Die Anschläge von Paris haben Fanatiker im Namen des Islam begangen, genau wie die Gräueltaten der Terrororganisationen Islamischer Staat oder Boko Haram. Wohnt die Gewalt also dem Islam inne? Oder stimmt die Gegenthese: dass Salafismus und Islamismus mit der eigentlichen Religion nichts zu tun haben? Das wurde in den Wochen „nach Charlie“ in Talkshows, auf Politik- und Hintergrundseiten oder im Feuilleton diskutiert. Dass man dabei Zweifel an der Expertise mancher Experten haben durfte, wirft ein Schlaglicht auf das Problem, das Medien schon länger plagt: Bei den Themen Islam, Islamismus und Salafismus ist häufig deutlich mehr Meinung als Wissen im Spiel.

Wie aber berichtet man angemessen, und wie gut gelingt das den Medien derzeit? Damit beschäftigte sich eine Diskussion der DJV-Betriebsgruppe im Deutschlandfunk (DLF). Geplant war das Hintergrundgespräch längerfristig, um Fachwissen aus den eigenen Reihen abzurufen. Nun im Januar hatte die Veranstaltung, die von Zeitfunk-Redakteur Dirk-Oliver Heckmann moderiert wurde, hohe Aktualität. Als interner Experte saß Thorsten Gerald Schneiders auf dem Podium – DLF-Nachrichtenredakteur, Islamwissenschaftler und Herausgeber des Buchs „Salafismus in Deutschland“ (transcript-Verlag). Von außen kam Vykinta Ajami hinzu, Muslima mit litauischen Wurzeln, die 1998 zum Studium nach Deutschland kam und blieb. Heute arbeitet die Linguistin und Arabistin als freie Journalistin und Autorin sowie für ein muslimisches Begegnungs- und Fortbildungszentrum. Wachsende Feindseligkeit gegenüber Muslimen bekomme sie in ihrem Umfeld nicht zu spüren, erklärte sie. Da sei Köln „anders als andere Städte“.

Chiffre für „das Fremde“
Trotzdem, die Spaltung schreitet voran, beobachtet Schneiders: „Die Anschläge von 9/11, die Sarrazin-Debatte usw. – mit jeder Welle bekommen Muslime das stärker zu spüren.“ Dass Menschen zwischen sich und „den anderen“ unterscheiden, sei ein Grundbedürfnis, referierte er aus der Vorurteilsforschung. Für viele sei der Islam einfach nur Chiffre für „das Fremde“. Im Übrigen brauche Islamophobie keine Muslime, so wie Antisemitismus keine Juden brauche.

Islamismus definiert Schneiders als „politisches Phänomen, das sich auf den Islam beruft“, aber eben nicht mit ihm identisch ist. Oder wie Ajami sagt: „Sich auf Gott zu berufen ist das einfachste: Dann braucht man keine weitere Begründung.“
Das sinkende Ansehen der Muslime in der restlichen Bevölkerung hängt Schneiders zufolge auch damit zusammen, dass über den Islam vorwiegend im negativen Zusammenhang berichtet werde, etwa wegen so genannter Ehrenmorde. Das verschränke sich damit, dass es eben tatsächlich mehr Gewalttaten im Namen der Religion gebe. Insofern könne man „das negative Bild nicht den Medien allein anlasten“. Klar ist aber auch: Alarmistische Titel und Themen bringen Auflage bzw. Quote. „Dieser Schlagzeilen-Islam würde mir auch Angst machen, wenn ich nicht Muslima wäre“, sagt Vykinta Ajami dazu. Dabei weiß sie, dass die negative Abweichung für Medien interessant ist. Der Pressekodex biete aber eine gute Grundlage, um auch mit schwierigen Themen umzugehen.

Fragwürdige Auswahl
Insgesamt berichten Medien nach Ajamis Einschätzung heute differenzierter über den Islam als vor einigen Jahren. Aber gerade in Talkshows findet sie es oft schwierig, zwischen Show und Information zu unterscheiden. Die Auswahl der Diskutanten hält nicht nur sie für fragwürdig. Schneiders verwies auf „Islamkritiker“ wie den jüngst verstorbenen Ralph Giordano oder Udo Ulfkotte, „ursprünglich durchaus unverdächtig in Biografie und Auftreten“, die die Islamfeindlichkeit in die Mitte der Gesellschaft tragen – ohne einen wissenschaftlichen Hintergrund zu haben: „Das ist, als würden Sie einen Bauarbeiter bitten, das Alte Testament auszulegen.“

Auch Ajami plädiert dafür, dass Medien den Laien und selbsternannten Islamexperten seltener ein Forum bieten. „Für Muslime ist es klar, dass der Islam nichts mit Gewalt zu tun hat, und das betonen wir unermüdlich. Oft klingt das aber für Nicht-Muslime zu pauschal. Daher stehen hier sowohl die Islamwissenschaftler in der Pflicht, entstehende Fragen zu beantworten, als auch die Medien.“

Corinna Blümel
JOURNAL 1/15

Flugblatt: 2015 - Tarifverträge müssen eingehalten werden

Die Geschäftsleitung von Deutschlandradio spielt auf Zeit und will damit viel Geld sparen. Seit der Programmreform von Deutschlandradio Kultur vor sechs Monaten werden geltende Honorartarifvertragsregelungen nicht eingehalten, obwohl wir seit September detailliert darauf hinweisen. Bei DR Wissen müssen wir sogar feststellen, dass mit uns getroffene Absprachen über Sonderhonorare unterlaufen werden.

 

Die Gewerkschaften haben Programmveränderungen im Deutschlandradio immer konstruktiv begleitet, auch wenn diese zu erheblichen Veränderungen für freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führten. Gerade bei der Einführung der DLF-Wortnacht oder bei DR Wissen wurden nach schwierigen Verhandlungen programmatische Lösungen bei den Tarif-Honoraren gefunden, die sowohl für die Geschäftsleitung als auch für die freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragbar sind.

 

Verdi und der DJV wollen und werden nicht durch Beharren auf überholten Tarifvertragsregelungen Veränderungen des Programms im Deutschlandradio verhindern. Das haben wir jederzeit durch Gespräche und Verhandlungsangebote bewiesen.

 

Wie im Tarifvertrag geregelt, müssen redaktionelle Tätigkeiten als redaktionelle Tätigkeit bezahlt werden. EP-Zuschläge stehen im Fall von Eigenproduktionen den freien Kolleginnen und Kollegen zu und können nicht nach Kassenlage gestrichen werden. Beiträge mit erhöhtem Aufwand (z.B. Recherchen im Ausland o.ä.) sind auch in Zeiten knapper Etats Beiträge mit erhöhtem Aufwand. Vergleichbare, klar definierte Moderationsleistungen dürfen nicht von Redaktion zu Redaktion unterschiedlich honoriert werden.

 

Seit September 2014 liegen der Geschäftsleitung 20 – in Worten: zwanzig - Einzelfragen schriftlich vor. Darüber hinaus gibt es konstruktive Vorschläge der Gewerkschaften für „zeitgemäße“ Honorierungen; diese kennt die Geschäftsleitung auch schon seit Monaten. Antworten oder Gespräche dazu: Fehlanzeige! Deshalb fordern wir Deutschlandradio auf:

HALTEN SIE 2015 DIE TARIFVERTRÄGE WIEDER EIN

 

KEHREN SIE ZURÜCK ZUR GEREGELTEN HONORIERUNG FÜR FREIE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER

 

Klaus-Michael Klingsporn, Manfred Kloiber, Jörg Sucker (verdi), Christel Bossbach, Martin Steinhage, Matthias Thiel (DJV)

Neues DRadio Wissen: Neue Arbeit für die Gewerkschaften bei den Tarifverhandlungen

Die Stärkung beim Freien-Treffen bestand aus DJV-Keksen aus der FAIRhaltenskampagne. Foto: DJV-NRW / Bertold Fernkorn

Am 19. Februar 2014 geht DRadio Wissen mit einem veränderten Programmschema auf Sendung. Davor gab es eine Menge Arbeit nicht nur für die MacherInnen, sondern auch für die Gewerkschaften. Es ging um die geänderten Aufgaben und Arbeitszeiten der vielen Freien. Auf deren Mitarbeit sind die wenigen festangestellten RedakteurInnen angewiesen.

Tarifverhandlungen
Anfang Februar konnten dann bei den Tarifverhandlungen neue Honorare für die Freien vereinbart werden - zum Beispiel, was die Redaktionsdienste, die Moderationen und andere Aufgaben betrifft. Für den DJV saß ein Berliner Kollege am Verhandlungstisch: Matthias Thiel aus dem Hintergrund, seit Jahren unser Experte für die Freien.

Infotreffen
Eine gemeinsame Informationsveranstaltung, auf der die Vereinbarungen erläutert wurden, stemmten dann am 6. Februar im Kölner Funkhaus Christel Boßbach für die DJV-Betriebsgruppe und Manfred Kloiber, der als einer der ver.di-Vertreter an den Tarifverhandlungen teilgenommen hatte. Wichtiges Fazit der über zweistündigen Veranstaltung: Die tarifvertraglichen Regelungen müssen nach dem Start des „neuen“ DRadio Wissen-Programms mit der Wirklichkeit abgeglichen werden.

Appell an die Freien
Deshalb folgender Appell an die freien DJV-Kolleginnen und -Kollgen bei DRadio Wissen: Notiert möglichst konket Eure Arbeiten, also z.B. während der Redaktionsdienste die Abläufe und Aufgaben, was im Team und was eigenverantwortlich gemacht wird, damit die Anforderungen deutlich werden. Anonymisiert sollen die Angaben dann in weitere Tarifgespräche Mitte des Jahres einfließen. Spätestens dann wird es auch ein weiteres Treffen der Freien bei DRadio Wissen geben. Versprochen!
Christel Boßbach

Die DJV-AnsprechpartnerInnen

Tarifbeauftragte des DJV sind derzeit Matthias Thiel, Christel Boßbach und Martin Steinhage sowie als Freienvertreter Oliver Thoma.

 

Betriebsgruppen-Vorstand Köln

Christel Boßbach, stellvertretende Vorsitzende des Kölner Personalrats und im Gesamtpersonalrat, Redakteurin in den Zentralen Nachrichten

Frank Kämpfer, Mitglied im Kölner Personalrat, Musikredakteur

Dirk-Oliver Heckmann, Redakteur im Zeitfunk

 

Betriebsgruppenvorstand Berlin

Martin Steinhage
Margarethe Wohlan
Tommy Wheeler

Wer zählt zur DJV-Betriebsgruppe?

Zur DJV-Betriebsgruppe zählen wir alle Festen und Freien, die DJV-Mitglieder sind und in Köln oder Berlin für die Programme Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur, DRadio Wissen und unseren Online-Auftritt arbeiten.

 

Damit wir überhaupt wissen, wer dazugehört, sind wir darauf angewiesen, dass sich der/die Einzelne kurz meldet und uns seine E-Mail-Adresse mitteilt (die private oder @deutschlandradio.de). So können wir unseren E-Mail-Verteiler aktualisieren.

WEITERE MELDUNGEN

14.10.2013: Frag doch den Programmdirektor

Etwa 50 freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Deutschlandfunk und DRadio Wissen folgten am 14. Oktober der Aufforderung von DJV und ver.di: "Frag doch den Programmdirektor".

 

Andreas-Peter Weber antwortete in dem Gespräch auf Einladung der Gewerkschaften in einem Kölner Biergarten "unter Drei" auf Fragen nach den Folgen von Programmänderungen für Freie, die finanzielle Ausstattung der Redaktionen und dem Verhältnis von Festen und Freien. Journalisten schilderten teils sehr offen ihren Alltag im Umgang mit Redaktionen und Verwaltung. Weber bedankte sich am Ende des eineinhalbstündigen Treffens für diese Offenheit und bot an, den gegenseitigen Austausch fest zu etablieren. Gewerkschaften und Freie wollen darauf zurückkommen.

Tarif-News: Neuer Tarifabschluss bei DLF/DLR

Für die Beschäftigten von Deutschlandradio/Deutschlandfunk gibt es einen neuen Tarifabschluss. Nachdem am 23. Mai eine grundlegende Einigung erzielt wurde, haben die Gewerkschaften DJV und ver.di mit dem Arbeitgeber am 29. Mai letzte Punkte geklärt.

 

Die Gehälter der Festangestellten steigen rückwirkend zum 1. April 2013 um 2,65 Prozent. Zum 1. April 2014 folgt eine weitere Erhöhung um 2,95 Prozent. Die Vergütungen der Auszubildenden, Volontäre und Trainees erhöhen sich entsprechend. Die angehobenen Gehälter werden ab Juli überwiesen – zusammen mit den Nachzahlungen für die Monate April bis Juni.

 

Damit ist bei einer Laufzeit von 24 Monaten (wie bei NDR, SWR und WDR) eine Steigerung um 5,6 Prozent erreicht. Dieses Erhöhungsvolumen wird auch auf die Ruheständler sowie die freien Mitarbeiter übertragen.

 

Die arbeitnehmerähnlichen freien Mitarbeiter sowie die Honorarzeit-Verträgler und Juniorprogramm-Mitarbeiter erhalten für die Monate April bis Juni eine Einmalzahlung in Höhe von 317 Euro. Ab 1. Juli 2013 steigen die Honorare um 2,65 Prozent, ab 1. April 2014 um weitere 2,95 Prozent.

 

Eine Vereinbarung wurde auch zum Urlaub für jüngere Mitarbeiter (Feste und Freie) getroffen, wo eine Gesetzesregelung ins Tarifrecht übernommen wurde: Sie erhalten rückwirkend ab 2012 auch 31 Tage Urlaub. Davon ausgenommen sind die Auszubildenden, bei denen es bei den vertraglichen Regelungen bleibt.

 

In Sachen flexible Lebensarbeitszeit gab es noch keine endgültige Klärung, aber man ist etwas weitergekommen: Für Kolleginnen und Kollegen, die vor dem 1. Januar 1995 beim Deutschlandradio beschäftigt waren und zwischen Januar 2012 und Mai 2013 mit Abschlägen in den vorzeitigen Ruhestand gegangen sind, wird ein Pauschalausgleich für die entstandenen Abschläge geleistet. Und zwar bis zu dem Zeitpunkt, wo sie ohne Abschläge in Rente hätten gehen können.

 

Wenn das Gutachten vorliegt, das bezüglich des 1-Prozent-Gehaltsverzichts strittige rechtliche Fragen klären soll, wird weiterverhandelt. Die jetzt gefundene Regelung für die genannten Fälle ist keine Vorfestlegung für eine anstehende Gesamtlösung. Sie schafft zumindest aber Klarheit für die ausgeschiedenen Kolleginnen und Kollegen.

 

Eine von den ARD-Anstalten und Deutschlandradio geforderte Abkopplung der Erhöhung der Betriebsrenten von den Vergütungsanhebungen ist für diese Tarifrunde vom Tisch. Darüber soll auf ARD-Ebene gesprochen werden.

 

Vereinbart wurde darüber hinaus, dass das Deutschlandradio während der Laufzeit dieses Tarifvertrags neu ausgeschriebene Stellen zwei Jahre lang sachgrundlos befristet besetzen kann. Das ist nicht zuletzt dem Umstrukturierungsprozess geschuldet. Der Sender hat erklärt, dass nicht die Absicht besteht, Arbeitsverhältnisse künftig grundsätzlich zu befristen.

DAS ERGEBNIS DER PERSONALRATSWAHL

Deutschlandradio/Deutschlandfunk

Hohe Wahlbeteiligung bei den Personalratswahlen

Die Ergebnisse der Personalratswahlen bei Deutschlandradio/Deutschlandfunk liegen vor. Gewählt wurden am 9. Mai die Personalräte für die örtlichen Personalvertretungen in Köln und Berlin sowie für den Gesamtpersonalrat. An beiden Standorten konnten sich die Gewerkschaften über eine hohe Wahlbeteiligung freuen: 71,7 Prozent der Wahlberechtigten stimmten in Köln ab, in Berlin waren es sogar 86,4 Prozent. Die Sitze im Örtlichen Personalrat (ÖPR) Köln [...]
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MATERIALIEN ZUR PERSONALRATSWAHL IM APRIL 2012

Das Plakat

Das Gewinnspiel

Die Streukarte