Deutscher Journalisten-verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

Der DJV im WDR

Erste Bilder vom WDR-Warnstreik am 15. November 2019

Hubert von Venn
Antje de Levie
Stephanie Funk-Hajdamowicz
Stephanie Funk-Hajdamowicz

Weitere Impressionen veröffentlichen wir in Kürze. 

AUFRUF ZUM WARNSTREIK - KOMMT MIT! MACHT MIT!

 

Der DJV-NRW ruft alle festangestellten und freien Journalistinnen und Journalisten des Westdeutschen Rundfunks am

 

Freitag, 15.11.,von 4:00 Uhr

bis zum 16.11., 3:00 Uhr

 

zur Durchsetzung unserer Forderungen zu einem Warnstreik auf!

Aufgerufen sind neben Redakteurinnen und Redakteuren, Volontärinnen und Volontären auch alle Kolleginnen und Kollegen in technischen Berufen, wie Kameraleute, Cutterinnen und Cutter.

Die Streikenden treffen sich zur zentralen Veranstaltung in Köln im

 

Theater am Dom, Opern Passagen

15.11.2019

ab 9:30 Uhr

Glockengasse 11

50667 Köln

 

An einigen Studio-Standorten wird es zudem Aktionen vor Ort geben:

Zur Streikwache treffen sich die Kolleg*innen aus Duisburg, Dortmund und Essen vor dem Studio Essen.

In Aachen treffen sich die Streikenden vor dem Studio.

In Bielefeld treffen sich die Streikenden vor dem Studio zur Streikwache.

In Münster treffen sich die Streikenden vor dem Studio.

In Siegen und Arnsberg werden Streikbüros eingerichtet.

In Wuppertal wird es ein Streikcafé in der Bäckerei Oebel geben.

An allen Standorten, an denen Aktionen des DJV-NRW stattfinden, liegen Streiklisten aus.

 

Wir lassen uns nicht abhängen!

Am kommenden Dienstag, 19.11., findet die nächste Verhandlungsrunde statt.
Fünf Tarifrunden haben bereits stattgefunden. Noch immer liegt kein angemessenes Ange-bot des WDR vor. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des WDR leisten viel. Das muss ho-noriert werden!

Wir fordern ein Angebot, dass die Wertschätzung für die sehr gute Arbeit aller festen und freien beim WDR ausdrückt!

Wir fordern

⇒ Keine Abkoppelung vom öffentlichen Dienst!

⇒ Gleichbehandlung von Festen und Freien.

⇒ Eine effektive Erhöhung der Honorare der Freien.

⇒ NEIN zu Verschlechterungen bei Tarifverträgen! 

 

WIR LASSEN UNS VON DER ARD NICHT ABHÄNGEN. AUCH NICHT BEIM WDR.

 

In den laufenden Tarifverhandlungen für angemessene Gehälter und Honorare wollen sich BR, MDR, NDR, SR, SWR und WDR vom Abschluss für den öffentlichen Dienst der Länder verabschieden. Nicht nur beim WDR, sondern auch in den anderen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten laufen die Tarifverhandlungen deutlich anders als gewünscht. Anstatt für eine gute Bezahlung der festen und freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerade zu stehen, machen die Sender Zugeständnisse an die, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk klein und unbedeutend sparen wollen. "Künftig nur noch ungefährer Inflationsausgleich" ist die Devise.

Am 25. Oktober 2019 hat auf Initiative des ARD-Vorsitzenden Wilhelm ein Spitzengespräch auf ARD-Ebene zu den Tarifverhandlungen stattgefunden. Das ließ zunächst auf erfreulich konstruktiv weiterlaufende Verhandlungen hoffen. Nun gibt es aktuell die Rückmeldungen aus anderen Sendern, die bereits diese Woche weiterverhandelt haben. Die Kolleginnen und Kollegen haben wenig Erfreuliches zu berichten. Die Angebote der Sendergeschäftsführungen bleiben überall gleich zurückhaltend: In den anderen Senderanstalten bietet die ARD derzeit eine lineare Erhöhung im Volumen von 6,2 Prozent über 33 Monate an.

Am kommenden Dienstag, 19. November, gehen die Tarifverhandlungen auch beim WDR in die nächste Runde. Hier stehen als Angebot immer noch nur 3,6 Prozent Erhöhung verteilt auf 24 Monate im Raum. Und selbst die werden von den zahlreichen Gegenforderungen wieder aufgefressen.

Wir wollen, dass sich die Senderanstalten am Abschluss des öffentlichen Dienstes orientiert. Dieser liegt bei 7,8 Prozent bei einer Laufzeit von 33 Monaten.

Denn die Mitarbeiter*innen des WDR und auch bei allen andern ARD-Sendern leisten viel. Viele von Euch noch mehr als früher. Das muss honoriert werden.

Deswegen wollen wir in Zukunft bundesweit noch stärker für einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk einstehen und die Kolleginnen und Kollegen unterstützen – zu unseren Verhandlungen beim WDR am 19. November, aber auch bei Radio Bremen am 13., beim Deutschlandradio (DLR) am 18., beim Saarländischen Rundfunk (SR) am 20., beim NDR am 26. sowie beim Bayerischen Rundfunk (BR) und beim MDR am 27. November.

EINLADUNG ZUM INFORMATIONSABEND ZU DEN WDR-TARIFVERHANDLUNGEN 2019

Liebe Kolleginnen und Kollegen im WDR,

wir lassen uns nicht abhängen. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 19. November statt. Am 25.10. hat ein konstruktives Spitzengespräch mit der ARD zur Vergütungsrunde im ö-r Rundfunk stattgefunden. Vertreter*innen von DJV, ver.di und DOV und vier Verwaltungsdirektor*innen haben bei diesem Gespräch ihre Standpunkte ausgetauscht.

Um Euch auf den aktuellen Stand der Verhandlungen zu bringen, möchten wir Euch nun kurzfristig zu einem Informationsabend nach Köln einladen. Dort wollen wir uns mit Euch austauschen und Euren Fragen Rede und Antwort stehen. Für einen kleinen Snack und Getränke wird gesorgt.

Wir freuen uns auf Euren Besuch

am Dienstag, 12. November, 19:00 Uhr

im Restaurant „Stadtgarten“, Venloer Straße 40, 50672 Köln


Mehr zum Restaurant und die Anfahrtsbeschreibung findet Ihr hier: https://www.stadtgarten.de/restaurant

Wir haben folgende Themen auf der Tagesordnung: 

1.       Begrüßung

2.       Einführung in den aktuellen Stand der Tarifverhandlungen

2.1.    Forderungen der Gewerkschaften

2.2.    Forderungen der ARD-Sender, speziell dem WDR

3.       Austausch und Diskussion / Zeit für Eure Fragen

4.       Ausblick und weiteres Vorgehen

5.       Sonstiges 

Gerne kann die Tagesordnung vor Ort erweitert werden.

Solltet Ihr am Dienstag nicht dabei sein können, aber trotzdem Fragen oder Anregungen haben, laden wir Euch herzlich zu den Treffen unseren DJV-NRW-Betriebsgruppen ein. Dort könnt Ihr Euch für den Journalismus und die Kolleg*innen im WDR engagieren und Euren Beruf aktiv mitgestalten. Mehr Informationen zur Betriebsgruppe gibt’s auch djv-nrw.de/wdr. Ihr könnt Euch aber auch an Beate Krämer (beate.kraemer@djv-nrw.de) aus der DJV-Landesgeschäftsstelle werden. Sie teilt Euch gerne mit, wann sich die Gruppe das nächste Mal trifft.

Wenn Ihr Fragen und Anregungen vorab habt, schreibt uns eine E-Mail oder ruft an.

Wir freuen uns auf Euch und das persönliche Gespräch.

Wir machen den Unterschied - Werde Mitglied im DJV-NRW!

Liebe Kolleginnen und Kollegen im WDR,

Euer Engagement bei den Warnstreiks für bessere Arbeitsbedingungen, angemessene Entlohnung, die Stärkung der Regionalstudios und gleiche Rechte für Freie hat Wirkung gezeigt.
Wir Ihr wisst, verschärft der WDR deswegen aktuell seinen Ton und kürzt den Streikenden das Gehalt. Das ist vor allem ärgerlich für diejenigen, die nicht gewerkschaftlich organisiert sind und kein Streikgeld erhalten.

Werde Mitglied im DJV-NRW,
erhalte Streikgeld
und setze Dich mit uns für gerechte Tarife und Arbeitsbedingungen ein.

Im DJV kannst Du Dich für den Journalismus und die Kolleg*innen im WDR engagieren und Deinen Beruf aktiv mitgestalten. Hilf mit, Grundwerte und Ziele des Journalismus im WDR weiter zu entwickeln. Und nehme die Dienstleistungen in Anspruch, die der DJV seinen 33.000 Mitgliedern anbietet.

5 Gründe für WDR-Kolleg*innen, jetzt dem DJV-NRW beizutreten

1. Wir vertreten Eure Anliegen konsequent und werden nicht davon abrücken, uns für Euch einzusetzen.
2. Unsere Mitglieder – egal ob fest oder frei im WDR - erhalten Streikgeld.
3. Unsere Mitglieder erhalten jederzeit juristische Beratung!
4. Bei uns bleibt kein Standort zurück. Wir werden auch in Zukunft alle Kolleg*innen rechtzeitig über Warnstreiks informieren und alle miteinbeziehen - sowohl am Hauptstandort Köln als auch in den Regionalstudios.
5. Sondieren steht bei uns vor Aktionismus. Wir agieren individuell so, wie es für die Beschäftigten am besten ist.

Ansprechpartner*innen und Sprechstunden

Wenn Du Fragen hast, wende Dich an die

 

DJV-NRW-Geschäftsstelle Düsseldorf,
Tel.: +49 211 233 99-0,
E-Mail: zentralespamfilter@djv-nrwspamfilter.de.

 

 

Der Personalrat bietet außerdem Sprechstunden für Freie an:


am Mittwoch 15-17 Uhr und Freitag 10-15 Uhr

 

im Vierscheibenhaus
Raum 459
Tel. 0221 220- 3733
personalratspamfilter@wdrspamfilter.de

 

Die Beratung übernehmen freie Kollegen aus dem Personalrat:
im Wechsel Stephanie Funk-Hajdamowicz und Frank Stach vom DJV-NRW.



Downloadbereich: Tarifinformationen, Mitgliedschaft, Anträge, Verträge

Bild-Impressionen der WDR-Warnstreiks 2019

Von den Warnstreiks aus Köln erreichten uns Bilder von von Thomas Becker, Corinna Blümel, Andrea Groß, Peter Hild, Volkmar Kah, David Ohrndorf und Hubert von Venn.

Aus Aachen, Bielefeld, Bonn, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Köln, Münster, Siegen/Arnsberg und Wuppertal erreichten uns außerdem Bilder von den überregionalen Streiks von Hubert vom Venn, Jan-Ole Niermann, Frank Stach, Stephanie Hajdamowicz, Volkmar Kah, Daniela Junghans, Thomas Becker, Corinna Blümel. David Ohrndorf, Andrea Hansen, Anke Bösenberg, Rene Rabenschlag.

Durch den Klick auf ein Bild, gelangen Sie in die Galerie. Mit den Pfeiltasten gelangen Sie direkt von einem zum anderen Bild. 

NRW 22.08.19

Köln 18.09.19


Köln 19.07.19

Die nächste WDR-Verhandlungsrunde findet am 19. November statt. Um Euch auf den aktuellen Stand der Verhandlungen zu bringen und mit Euch zu diskutieren, laden wir alle DJVler*innen im WDR zu einer *Infoveranstaltung* am Dienstag den 12.11 um 19:00 Uhr ins Restaurant „Stadtgarten“ nach Köln ein. In den kommenden Tagen finden Sie hier fortlaufend mehr Informationen zur Veranstaltung in Köln und zu den Tarifverhandlungen. Ein erneuter Besucht hier auf unserer Seite lohnt sich. 

Was uns beim DJV im WDR bewegt

Über 500 WDR-Mitarbeiter*innen setzen in NRW starkes Signal bei deutschlandweitem Streiktag

Die Streikenden haben heute in ganz Deutschland und auch hier in NRW ein Zeichen gesetzt, dass die Sendergeschäftsleitungen nicht ignorieren können. Qualitätsjournalismus muss finanziell attraktiv bleiben, damit unsere Journalist*innen ihrer Aufgabe gerecht werden können, die Meinungsvielfalt zu erhalten und die Demokratie zu schützen. Für den DJV-NRW sind faire Arbeitsbedingungen und eine angemessene Honorierung Voraussetzung für einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Mehr als 3000 Beschäftigte im ganzen Bundesgebiet, 530 davon beim WDR, sind dem Aufruf des Deutschen Journalisten-Verbandes zu einem 24-stündigen gewerkschaftlichen Aktionstag mit Warnstreiks bei den ARD-Anstalten nachgekommen.

Die große Zahl der Streikteilnehmer*innen bringt die ARD in Schwierigkeiten. Auch der WDR ist von vielen Programmausfällen und Programmverschiebungen betroffen. So musste unter anderem bereits in den frühen Morgenstunden das vom WDR produzierte ARD-Morgenmagazin früher aufgenommen werden. Die Zuschauer*innen konnten aus diesem Grund die Sendung nicht wie gewohnt live verfolgen. Auch Live nach neun wurde aus der Konserve gesendet. In Köln und in den Außenstudios fehlt es an Moderator*innen, Redakteur*innen und Techniker*innen. Im Laufe des Nachmittags und Abends werden noch mehr Ausfälle und Verschiebungen erwartet. Die Sendergeschäftsführung bekommt es heute so richtig zu spüren: Ohne die Beschäftigten geht es nicht!

In NRW treffen sich die WDR-Mitarbeiter*innen aller Senderstandorte des Bundeslandes bereits seit heute Morgen auf dem Kölner L.-Fritz-Gruber-Platz und ziehen lautstark mit Trillerpfeifen, Transparenten und Schildern durch die WDR-Studios. Zahlreiche Streikende sind auch aus den Außenstudios des Senders angereist. Die Sonne scheint, die Stimmung ist kämpferisch. Die Streikenden sind sich sicher: Gemessen an den vielen Störungen im Programm, die auch der heutige Streik wieder verursacht hat, müssen die Geschäftsleitungen der ARD-Sender auf die  berechtigten Forderungen nach angemessenen Gehältern und Honoraren, guten Arbeitsbedingungen und mehr Wertschätzung eingehen. 

Aufruf zum Warnstreik im WDR am 18. und 19. September - DJV im WDR beteiligt sich an bundesweitem Protesttag

Wir streiken unsere Sender bundesweit stark! 

In den laufenden Tarifverhandlungen für höhere Gehälter und Honorare wollen sich BR, MDR, NDR, SR, SWR und WDR vom Abschluss für den öffentlichen Dienst der Länder verabschieden. Zur Durchsetzung unserer Forderungen und zur Abwehr der Gegenforderungen der Sender rufen die Gewerkschaften bundesweit zu Streiks und Aktionen an ARD-Senderstandorten auf.

Anstatt für eine gute Bezahlung der festen und freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerade zu stehen, machen die Sender Zugeständnisse an die, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk klein und unbedeutend sparen wollen. "Künftig nur noch ungefährer Inflationsausgleich" ist die Devise.

Der DJV-NRW ruft die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des WDR

von Mittwoch, den 18. September 2019, 4 Uhr morgens 
bis Donnerstag 19. September 2019 4 Uhr morgens,

zu einem Warnstreik auf! Aufgerufen sind alle festangestellten und arbeitnehmerähnlichen freien Journalistinnen und Journalisten des WDR. Aufgerufen sind neben Redakteurinnen und Redakteuren, Volontärinnen und Volontären auch Kameraleute und Cutterinnen und Cutter.

Die Streikenden treffen sich

am 18.09.2019 ab 10:30 Uhr auf dem L.-Fritz-Gruber-Platz in Köln.

Ab Duisburg, Düsseldorf und Essen fahren gemeinsame Busse von DJV und ver.di zum Streikstandort nach Köln. 

Dort liegen auch die Streiklisten aus. 

Das Bühnenprogramm mit Live-Musik und Kabarett beginnt um 11:00 Uhr. Das Veranstaltungsprogramm endet gegen 16:30 Uhr.

Die Intendant*innen sollten sich für eine angemessene Finanzierung stark machen, anstatt bei den Mitarbeiter*innen und damit auch am Programm zu sparen. In den Sendern leisten die Beschäftigten viel – und leisten immer mehr. Das muss honoriert werden. Die Arbeit muss auch für künftige Kolleginnen und Kollegen finanziell attraktiv sein.

Macht mit und setzt an diesem Tag gemeinsam mit den Kolleg*innen von BR, MDR, NDR, SR und SWR ein Zeichen an die Geschäftsleitungen der Sender.

Die Streikinformationen zum Download finden Sie hier

Die Tarifinformation des Bundes zum Download finden Sie hier

Ihr als Mitarbeiter*innen des WDR leistet viel – viele von Euch noch viel mehr als früher. Das muss honoriert werden. Deswegen wollen wir in Zukunft bundesweit noch stärker für einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk einstehen. Macht mit uns gemeinsam Druck, damit endlich Bewegung in die Tarifverhandlungen kommt! 

Der DJV fordert:

• NEIN zu Verschlechterungen bei Tarifverträgen!
• NEIN zur Abkopplung vom öffentlichen Dienst!
• Deutliche Gehaltserhöhungen für Feste und Freie, die auch ankommen!
• Deutlich höhere Einmalzahlungen für Freie!

Keinen Schritt in unsere Richtung - weder beim WDR noch anderswo!

Nicht nur beim WDR, sondern auch in den anderen deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten laufen die Tarifverhandlungen deutlich anders als gewünscht. In den laufenden Verhandlungen für höhere Gehälter und Honorare wollen sich auch der BR, MDR, NDR, SR und SWR vom Abschluss für den Öffentlichen Dienst der Länder verabschieden.

Anstatt für eine gute Bezahlung für feste und freie Mitarbeiter*innen gerade zu stehen, stellen die Sender sogar Gegenforderungen auf. "Künftig nur noch ungefährer Inflationsausgleich" ist die Devise - dabei wissen die Intendanten natürlich, dass das Bundesverfassungsgericht mehrfach entschieden hat, dass die Pflicht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zur Grundversorgung nur erfüllt werden kann, wenn nicht nur Bestand, sondern auch künftige Entwicklung der Sender gesichert sind, in Hinblick auf Arbeitsbedingungen, Wertschätzung und Finanzen. Die Intendanten sollten sich für eine angemessene Finanzierung stark machen, statt bei den Mitarbeiter*innen und damit auch am Programm zu sparen.

Die Mitarbeiter*innen des WDR leistet viel – viele von Euch noch viel mehr als früher. Das muss honoriert werden. Deswegen wollen wir in Zukunft bundesweit noch stärker für einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk einstehen.

Warnstreik beim WDR in Essen – eine nachdenkliche Nachlese

Wofür lohnt es sich, auf die Straße zu gehen? Tom Becker, der als freier Journalist für das WDR-Studio Essen arbeitet, hat eine persönliche und nachdenkliche Nachlese zum Warnstreik am 22. August geschrieben und ein paar Stimmen von Kolleginnen und Kollegen eingeholt.

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Wir haben gestreikt, im WDR-Studio Essen. Ich reibe mir immer noch die Augen, aber es stimmt. Zum allerersten Mal ein Warnstreik. Nicht symbolisch, ein kleines bisschen, sondern richtig, einen Tag lang. Alle Freien, ausnahmslos, inklusive Moderator, keine/r von uns hat an diesem Tag das Studio zum Arbeiten betreten. Fast alle Redakteure sind draußen vor der Tür geblieben, mit einer Ausnahme: einer Kollegin, der die Angst im Nacken saß - am Ende ihres allerersten Zeitvertrags.

Im Lauf des Tages haben sich uns mehrere Techniker angeschlossen, aus Solidarität, obwohl die seltsame Gewerkschaft, die sich für sie zuständig erklärt, ihre Leute in unserem Studio weder informiert noch agitiert, noch zum Streik aufgerufen hat.

Wir standen kurz davor, die Lokalzeit Ruhr an diesem Tag platzen zu lassen. Am Ende hat der WDR sich soeben gerettet. Sie haben eine Redakteurin aus Düsseldorf geholt, einen Techniker aus Dortmund, der Studioleiter hat das Moderatorensacko angezogen, die Aushilfsredakteurin hat sich zerrissen, und so haben sie gerade noch eine Notsendung zusammenbekommen.

Aber wir haben ein Zeichen gesetzt, das nachhallt - bei uns, weil wir gesehen und gespürt haben, was für ein geiles, starkes Team wir sind und was wir zusammen schaffen können. Und beim WDR, weil er das auch gesehen hat.

Warum haben wir das gemacht? Was hat uns angetrieben, dem Streikaufruf des DJV zu folgen und das Studio, für das wir arbeiten - und meistens gerne arbeiten -, einen Tag lang lahm zu legen?

Das ist keine rhetorische Frage!

Denn es sind nicht in erster Linie die Tarifforderungen der Gewerkschaften, die uns vor die Studiotür getrieben haben. Ich glaube, diese Forderungen sind den meisten von uns nicht so wichtig, dass sie dafür gestreikt hätten. Ich persönlich finde zudem manche dieser Forderungen falsch und ärgerlich.

Wofür wir nicht gestreikt haben: Zweifelhafte Forderungen

Fangen wir ganz oben an: Für 6 Prozent mehr hat keiner von uns die Arbeit liegen lassen. Manch einem ist diese Forderung eher peinlich. Wir sind Journalisten. Wir berichten über Tarifauseinandersetzungen und Streiks in anderen Wirtschaftszweigen, etwa in der Metallbranche oder im öffentlichen Dienst. Da nehmen wir die 6 Prozent auf den Streikplakaten auch nicht ernst und fragen uns bisweilen, ob diese Schaukämpfe wirklich sein müssen. Und Journalisten bleiben wir auch dann, wenn es um uns selber geht. Deshalb können wir die Frage nicht ignorieren, was eine Tarifsteigerung bei einem gedeckelten Etat womöglich an Stellenstreichungen und Honorareinsparungen nach sich zieht.

Wir alle freuen uns über mehr Geld. Aber als aktuell arbeitende freie Mitarbeiter/innen in einem WDR-Regionalstudio wissen wir auch, dass wir gut bezahlt werden - wenn wir Arbeit haben. Besser als manche anderen freien Mitarbeiter im WDR. Und deshalb ist es für uns auch nicht entscheidend, ob am Ende eine 2 oder eine 3 vor dem Komma steht.

Freie Mitarbeiter/innen bekommen beim WDR eine jährliche Einmalzahlung. Deren Höhe ist auch Gegenstand der Tarifverhandlungen. In der Vergangenheit gab es einen Festbetrag, der für alle gleich hoch war, egal, was sie im Vorjahr verdient haben. Das bevorzugt die Geringverdiener, und das finde ich gut so. Diesmal fordert der DJV eine Einmalzahlung von 2 Prozent des letzten Bruttogehalts, also: Wer viel verdient, soll mehr bekommen. Wer kommt auf so eine Idee? Welche Diskussion liegt dem zugrunde?

Der WDR hat in den Verhandlungen eine „differenzierte Steigerung der Honorare“ vorgeschlagen. Er will die Honorare für längere künstlerisch-journalistische Werke überproportional anheben und dafür unsere tagesaktuellen Honorare geringer steigen lassen. Im Prinzip finde ich das richtig, auch wenn es in der Praxis sicher eine knifflige Angelegenheit ist, die genau durchdacht werden muss. Der Vorschlag kommt Journalisten zugute, die tendenziell weniger verdienen. Die Gewerkschaften lehnen diesen Vorschlag aber kategorisch ab. Teils sprechen sie sogar davon, dass hier ein Keil zwischen die Freien getrieben werden solle. Das sehe ich ganz anders.  

Für diese zweifelhaften Gewerkschaftspositionen habe ich nicht gestreikt.

Was uns auf den Nägeln brennt: Gegen die Entwertung unserer Arbeit

Wofür waren wir also dann auf der Straße? Wir haben uns am Warnstreik beteiligt, weil wir auch in Zukunft seriös und kompetent als Journalisten arbeiten wollen - mit einer klaren Verankerung in der Region. Wir machen gute Arbeit, aber die Sorge wächst, dass der WDR uns schleichend die Grundlagen dafür entzieht.

Wir erleben im Moment einen tiefgreifende Veränderungsprozess. Unter dem Schlagwort „Crossmedialität“ werden Studios komplett umgekrempelt, baulich genauso wie organisatorisch, Arbeitsbereiche für Redakteure und Freie werden neu zugeschnitten. Das alles wird zentral beschlossen, gesteuert und - z.B. was den Studioumbau betrifft - ohne Rücksprache mit den Betroffenen und gegen ihr Votum durchgezogen.

Mit der Einrichtung des Newsrooms macht der WDR einen weiteren Schritt in Richtung Zentralisierung. Regionale Verankerung und Kompetenz - Kernstücke der WDR-Identität, die uns von anderen unterscheiden - werden zunehmend entwertet. Zugleich bekommen die Redakteure in den Studios im Social Media-Bereich immer mehr Aufgaben aufgebürdet - weil der Sender Angst hat, er könne irgendeinen Onlinetrend verpassen. (Und natürlich ist und bleibt es ein Unding, dass viele dieser Redakteure befristet beschäftigt sind und nicht wissen, wie es danach für sie weitergeht.)

Diese wachsende Arbeitsverdichtung kommt auch bei uns Freien an, gerade im aktuellen Bereich, wo häufig alle alles gleichzeitig von uns haben wollen, so schnell wie möglich, auf möglichst vielen „Ausspielwegen“. Zugleich versucht der WDR, bei den Freien durch die Einführung von Tischreportern und Pauschalhonoraren zu sparen - und zwar mehr, als er uns durch eine Tariferhöhung zurückgibt.

All das sind Gründe, warum wir gestreikt haben - und nicht die Forderung nach mehr Geld! Es wäre schön, wenn der DJV das aufnimmt.

Natürlich ist die Motivation zum Streiken nicht bei allen gleich. Aber es deckt sich schon vieles. Hier eine Zusammenfassung dessen, was KollegInnen aus Essen dazu geschrieben haben:

Ich habe gestreikt, weil...

„… der WDR dazu neigt, in vielen Bereichen nur noch Mindesthonorare zu zahlen, Autorentexte ohne zusätzliche Honorierung fürs Internet zu verwenden oder einseitig Pauschal-Honorare einzuführen. Ich brauche also nicht unbedingt 6 Prozent mehr, aber wenn überall versucht wird zu kürzen, sind es bald 6 Prozent weniger. Und das sollten wir verhindern.“

„... ich als Freie mehr wertgeschätzt werden möchte und nicht immer das Gefühl haben möchte, dass die Verwaltung (nicht die Redaktionen!!) alles tut, um uns mehr Arbeit bei weniger oder gleichen Honoraren aufzubürden. Zum Beispiel, indem immer mehr pauschal vergütete Dienste eingeführt werden.“

„... ich auch in Zukunft eine Arbeitsatmosphäre erwarte, die uns gerne diesen Job ausüben lässt. Das heißt:

- Redakteure, die nicht 20 Dinge zugleich auf dem Schirm haben müssen
- Redakteure, die wissen, dass sie auch in einem Jahr noch angestellt sein werden
- Redakteure, die journalistisch Luft zum Atmen haben
- Freie, denen Zeit zum Recherchieren gegeben wird
- Freie, die Honorare bekommen, die ihnen Existenzängste nehmen
- Freie, die nicht pauschal bezahlt werden

Mir liegt die Atmosphäre im Studio am Herzen. Sollte die Arbeitsverdichtung weiter zunehmen, sehe ich diese Atmosphäre in Gefahr.

Ich werde mich an einem weiteren Warnstreik beteiligen. Allerdings wünsche ich mir Eines von meiner Gewerkschaft: Weg von Betonforderungen, die sich nur um Prozente drehen. Es geht im Moment um mehr als nur um Geld.“

Mehr als 600 WDR-Mitarbeiter*innen im Streik!

Mehr als 600 Kolleginnen und Kollegen des Westdeutschen Rundfunks sind heute dem Streikaufruf des DJV-NRW und der Partnergewerkschaften VRFF und ver.di gefolgt. An allen elf Standorten des WDR in Nordrhein-Westfalen haben angestellte und freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeit niedergelegt.

„Damit haben wir die schon hervorragende Streikbeteiligung vom Dienstag nochmals steigern können. Das ist ein unübersehbares Signal an die WDR-Geschäftsleitung, endlich den berechtigten Interessen der Beschäftigten gerecht zu werden“, so DJV-Verhandlungsführer Volkmar Kah.

Schwerpunkt der heutigen Aktionen waren die Landes- und Regionalstudios: Am Landesstudio Düsseldorf trafen sich bereits am frühen Morgen mehr als 50 Kolleginnen und Kollegen. Die dort angesiedelte ARD-Sendung „Live nach Neun“ musste ausfallen, stattdessen ging ein Best-Of über den Sender. Ebenfalls komplett ausgefallen ist heute die Sendung „Westblick“. Zu erheblichen Störungen kam es bei den Hörfunknachrichten sowie WDR-Aktuell. Die in Essen produzierte Lokalzeit Ruhr im WDR-Fernsehen soll komplett entfallen, bei vielen weiteren Lokalzeiten wird es erhebliche Einschränkungen geben.

In der Kölner Innenstadt protestierten fast 100 angestellte und freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, am Standort Bocklemünd traten rund 300 Beschäftigte von WDR und ARD-Beitragsservice in den Ausstand. In vielen Regionalstudios war nahezu die gesamte Belegschaft im Ausstand. „Ob im Ruhrgebiet, dem Sauer-, Sieger- oder Rheinland, Ostwestfalen oder dem Münsterland – die Kolleginnen und Kollegen haben von der Verweigerungshaltung der WDR-Geschäftsleitung die Nase voll. Und das haben sie heute zum wiederholten Mal deutlich gemacht“, so Kah weiter.

Der Sender hat bislang nicht nur ein völlig unzureichendes Angebot vorgelegt, sondern fordert seinerseits sogar Eingriffe in die Vergütungsstruktur, die erhebliche Verschlechterungen bedeuten. Für den DJV-NRW ist der aktuelle Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) weiterhin die Orientierungsmarke. Die von der WDR-Geschäftsleitung geplante Abkopplung der Einkommen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird den Leistungen und dem Engagement der Beschäftigten nicht gerecht. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des WDR dürfen von der allgemeinen Entwicklung nicht abgekoppelt werden“, so der DJV-Verhandlungsführer weiter. „Ich bin gespannt, ob der WDR dieses Signal verstanden hat.“ Am morgigen Freitag findet in Köln die vierte Verhandlungsrunde statt.

 

Aufruf zum Warnstreik an allen WDR-Standorten in NRW: Jetzt Druck machen!

Der DJV-NRW ruft heute, Donnerstag, den 22. August 2019, von 6 bis 24 Uhr, zur Durchsetzung seiner Forderungen zu einem Warnstreik auf! Aufgerufen sind alle festangestellten und freien Journalistinnen und Journalisten des WDR. Aufgerufen sind neben Redakteur*innen, Volontär*innen auch alle Kolleginnen und Kollegen in technischen Berufen, wie Kameraleute oder Cutterinnen und Cutter.

Bitte zeigt gemeinsam Flagge bei unseren Forderungen nach gerechter und angemessener Bezahlung. Gehalts- und Honorarausfälle werden den Mitgliedern entsprechend der Arbeitskampf-Unterstützungsordnung erstattet.

Gestreikt wird an folgenden Standorten: Aachen, Bielefeld, Bonn, Duisburg,  Düsseldorf, Dortmund, Essen, Köln, Münster, Siegen, Wuppertal.

Der DJV-NRW fordert:
⇒ 6% mehr für Feste und Freie!

⇒ Deutlich höhere Einmalzahlungen für Freie!

⇒ Keine Abkopplung vom öffentlichen Dienst!

⇒ NEIN zu Verschlechterungen bei Tarifverträgen!

Zur Pressemitteilung geht es hier.

 

Pressekontakt:

Volkmar Kah, Geschäftsführer
Bei Rückfragen: Tel. 0171/7466505

Kontakt in der Geschäftsstelle:

Marie Kirschstein, Referat für Kommunikation und Marketing
Bei Rückfragen: Tel. 0211 23399-200

 

Über 300 Beschäftigte folgen Streikaufruf am Standort Köln

Über 300 angestellte und freie Beschäftigte des WDR sind heute, am 20. August 2019, nach Köln gekommen, um zu zeigen, was sie von der Verweigerungshaltung der Geschäftsführung in den derzeit laufenden Tarifverhandlungen halten. 

Die zeitlich befristeten Arbeitsniederlegungen stehen im Zusammenhang mit der vierten Runde der Tarifverhandlungen von DJV-NRW und dju mit dem WDR am Freitag, den 23. August 2019 in Köln. Der DJV-NRW ruft heute, Dienstag, den 20. August 2019 von 6 bis 24 Uhr zur Durchsetzung seiner Forderungen und zur Unterstützung der in Köln geplanten Aktionen zu einem Warnstreik auf. Aufgerufen sind alle am Standort Köln festangestellten und freien Journalistinnen und Journalisten des WDR. Aufgerufen sind neben Redakteurinnen und Redakteuren, Volontärinnen und Volontären auch alle Kolleginnen und Kollegen in technischen Berufen, wie Kameraleute oder Cutterinnen und Cutter.

„Heute zeigen die Kolleginnen und Kollegen des WDR in Köln zum Auftakt dieser Woche, was sie von der Verweigerungshaltung des Senders halten. Der Streik wirkt. Auswirkungen zeigen sich bereits zum jetzigen Zeitpunkt durch Programmverschiebungen unter anderem im Morgenmagazin, bei WDR3 und WDR5. Ich setze darauf, dass es uns im Laufe der Woche gelingt, den WDR davon zu überzeugen, ein angemessenes Tarifangebot für die angestellten und frei Beschäftigten des WDR vorzulegen“, sagte DJV-Verhandlungsführer Volkmar Kah. Der Sender legte bislang nicht nur ein völlig unzureichendes Angebot vor, sondern fordert seinerseits sogar Eingriffe in die Vergütungsstruktur, die erhebliche Verschlechterungen bedeuten. Für den DJV-NRW ist der aktuelle Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) weiterhin die anzustrebende Orientierungsmarke. Die von der WDR-Geschäftsführung geplante Abkopplung der Einkommen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird den Leistungen und dem Engagement der Beschäftigten nicht gerecht. „Die Tarifsteigerungen im WDR  haben sich in der Vergangenheit immer am öffentlichen Dienst orientiert. Es gibt keinen Grund das jetzt zu ändern“, sagt DJV-NRW Geschäftsführer Volkmar Kah. „Die Beschäftigten des WDR müssen von der guten Entwicklung im öffentlichen Dienst profitieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des WDR leisten jeden Tag mit Herzblut sehr gute Arbeit. Sie dürfen von der allgemeinen Entwicklung nicht abgekoppelt werden.“

Aufruf zum WDR-Warnstreik am Standort Köln

Liebe Kolleginnen,

liebe Kollegen,

der DJV-NRW ruft heute, Dienstag, den 20. August 2019, von 6 bis 24 Uhr, zur Durchsetzung seiner Forderungen und zur Unterstützung der in Köln geplanten Aktionen zu einem Warnstreik auf! Aufgerufen sind alle am Standort Köln festangestellten und freien Journalistinnen und Journalisten des WDR. Aufgerufen sind neben Redakteurinnen und Redakteuren, Volontärinnen und Volontären auch alle Kolleginnen und Kollegen in technischen Berufen, wie Kameraleute oder Cutterinnen und Cutter. Kommt mit! Macht mit!

Die Streikenden aus Köln treffen sich am 20. August 2019  ab 10 Uhr
vor dem Museum für Angewandte Kunst, An der Rechtschule 1, 50667 Köln.

Dort besteht den ganzen Tag über die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen und gemeinsam weitere kreative Aktionen vorzubereiten. Für das leibliche Wohl wird gesorgt. Bitte zeigt an diesem Tag mit uns gemeinsam Flagge bei unseren Forderungen nach gerechter und angemessener Bezahlung. Gehalts- und Honorarausfälle werden den Mitgliedern entsprechend der Arbeitskampf-Unterstützungsordnung erstattet.

 Der DJV fordert:

  • 6% mehr für Feste und Freie!
  • Deutlich höhere Einmalzahlungen für Freie!
  • Keine Abkopplung vom öffentlichen Dienst!
  • NEIN zu Verschlechterungen bei Tarifverträgen!

Es geht um faire Bezahlung für alle Festen und Freien. Bislang hat der Sender kein akzeptables Angebot vorgelegt. Im Gegenteil: Der WDR fordert seinerseits Eingriffe in die Steigerungsstufen, die erhebliche tarifliche Verschlechterungen bedeuten. Damit bleibt der WDR weit hinter der positiven Entwicklung im öffentlichen Dienst zurück.

DJV-NRW-Tarifverhandlungscheck mit David Ohrndorf

Tarifinfo 3 - WDR verweigert verbessertes Angebot. Wir machen weiter Druck - 11.7.2019

Arbeitgeber will weiter Abkopplung vom Öffentlichen Dienst ! Tarifinfo im Download

Die Geschäftsleitung des WDR hat auch in der dritten Runde der Vergütungstarifverhandlungen für festangestellte und freie Mitarbeiter*innen des WDR heute (Donnerstag) in Köln kein verbessertes Angebot vorgelegt.
 
Die gemeinsame Verhandlungskommission der Gewerkschaften DJV, DOV und ver.di betonte, dass die Gewerkschaften von den berechtigten Forderungen der Kolleginnen und Kollegen nicht abweichen werden. Insbesondere die vom Arbeitgeber weiterhin geforderte Abkopplung vom Öffentlichen Dienst ist für uns nicht verhandelbar.
 
Der Westdeutsche Rundfunk ist kein profitorientierter Wirtschaftsbetrieb. Der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk hat einen gesetzlich festgeschriebenen Kultur-, Bildungs- und Informationsauftrag. Dafür werden wir weiter streiten.
 
Das große Engagement und die Streikbereitschaft der Kolleginnen und Kollegen am Dienstag haben uns dabei in der Verhandlung den Rücken gestärkt. Genauso wie die zahlreichen Solidaritätsadressen aus anderen Sendern und Branchen.
 
Die Gewerkschaften fordern ein verbessertes Angebot bis zur nächsten Tarifverhandlung am 23. August vorzulegen.
 
Liebe Kollegin, lieber Kollege! Deine Unterstützung bleibt gefragt.
 

Eure Gewerkschaften

DJV, ver.di und DOV

DJV-NRW-Tarifverhandlungscheck mit Jochen Reinhardt

400 Streikende fordern: Jetzt ist der WDR am Zug!

Mehr als 400 Redakteur*innen, Volontär*innen, Kameramänner und –frauen und sogar Fridays for Future-Anhänger*innen demonstrierten heute Morgen im Rahmen der Warnstreiks beim WDR vor dem Vierscheibenhaus in Köln. Damit endlich Bewegung in die Tarifverhandlungen mit dem Westdeutschen Rundfunk kommt, wird seit sechs Uhr an allen Standorten des WDR gestreikt. Betroffen war auch das ARD-Morgenmagazin: Das Magazin konnte zwischen 7 und 8 Uhr nicht wie gewohnt live, sondern nur eine Wiederholung der vorherigen Stunde senden.

Auch aus den Regionalstudios hatten sich festangestellte und freie Kollegen auf den Weg gemacht. Solidarische Grüße gab es unter anderen von Schülerinnen und Schülern  der Fridays-for-Future-Bewegung. Bevor die Kolleg*innen mit Trillerpfeifen durch die Redaktionen zogen, fand eine sehr gut besuchte Kundgebung mit Reden und Musik statt. Der DJV-NRW Landesvorsitzende Frank Stach und der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall stimmten die Streikenden auf den Protest ein. Überall, selbst freier Journalist beim WDR, appellierte an den Sender:  „Jetzt sollen wir abgekoppelt werden? Gerade wir, die das Programm machen, und wir, die wir dafür sorgen, dass überhaupt etwas läuft, sollen jetzt weniger Wert sein? Lieber WDR, ihr braucht uns.“

Für ihren Protest haben die Streikenden gute Gründe: Zum einen hat der Sender bislang ein völlig unzureichendes Angebot vorgelegt. Und als wäre das nicht schon genug, will er auch die Vergütungsstruktur zu Lasten der Beschäftigten verändern.

Bereits zwei Verhandlungsrunden haben mit der Geschäftsleitung des WDR stattgefunden. Trotzdem weigert sich der Sender, ein angemessenes Angebot vorzulegen. Im Gegenteil: Man will durch Neustrukturierung der Gehaltsstruktur erhebliche Kürzungen durchsetzen

Am heutigen Tag sollte dann auch noch ein Maulkorberlass die Berichterstattung über den Streik unterbinden. In einer internen Rundmail wird dazu aufgefordert, dass "Moderator*innen ihre Position am Mikrofon nicht dazu benutzen, sich inhaltlich zum Thema zu äußern, sondern neutral zu verhalten. Nicht die Gewerkschaften, sondern einzig und allein der WDR hat die Programmverantwortung und entscheidet, inwieweit Streiks gegen den WDR zu Programminhalten werden. Der DJV-NRW sagt dazu: Nicht mit uns!

Den heutigen Warnstreik kann die Geschäftsführung nicht einfach ignorieren. Dafür sind die Auswirkungen allzu deutlich. Höchste Zeit also, dass sich in der nächsten Tarifrunde etwas bewegt! 

Kontakt: Volkmar Kah, Geschäftsführer, Tel.: 0211 233 9 9-210

Aufruf zum Warnstreik!

Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,

Der DJV-NRW ruft die festen und freien Redakteurinnen und Redakteuren, Volontärinnen und Volontären und die Kolleginnen und Kollegen in technischen Berufen des WDR in allen Betriebsteilen und an allen Standorten zur Unterstützung der Tarifverhandlungen am 9. Juli 2019 zu einem Warnstreik auf. 
Beginn der Streikkundgebung 10:15 Uhr, vor dem Vierscheibenhaus.
Während des Streiks ist auch für Ihr leibliches Wohl gesorgt: Ab 10:00 Uhr stehen Ihnen vor Ort Snacks und Getränke zur Verfügung.

Volkmar Kah 
Geschäftsführer DJV-NRW

Warnstreiks beim WDR

Der Deutsche Journalisten-Verband-Nordrhein-Westfalen ruft die Beschäftigten aller Standorte des WDR heute zum Warnstreik auf.

Die zeitlich befristeten Arbeitsniederlegungen stehen im Zusammenhang mit der dritten Runde der Tarifverhandlungen von DJV und dju mit dem WDR am Donnerstag, den 11. Juli 2019 in Köln. „Die Arbeitskampfmaßnahmen sollen der Geschäftsführung des WDR deutlich machen, dass nur konstruktive Verhandlungen zum Ziel zukunftsfähiger Tarifverträge führen“, sagte DJV-Verhandlungsführer Volkmar Kah. Bislang hat der Sender ein völlig unzureichendes Angebot vorgelegt. Als wäre das nicht schon genug, will er auch die Vergütungsstruktur zu Lasten der Beschäftigten verändern. „Die Tarifsteigerungen im WDR  haben sich in der Vergangenheit immer am öffentlichen Dienst orientiert. Es gibt keinen Grund das jetzt zu ändern“, sagt DJV-NRW-Geschäftsführer Volkmar Kah. „Die Beschäftigten des WDR müssen von der guten Entwicklung im öffentlichen Dienst profitieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des WDR leisten jeden Tag mit Herzblut sehr gute Arbeit. Sie dürfen von der allgemeinen Entwicklung nicht abgekoppelt werden.“ Der DJV-NRW ruft seine Mitglieder deshalb auf, sich heute an den Aktionen zu beteiligen.

DJV-NRW-Verhandlungscheck mit Frank Stach

Vergütungsrunden 2019: WDR provoziert Eskalation - jetzt Druck machen!

Die Verhandlungen gehen am Donnerstag, 11. Juli, weiter. Bislang hat der Sender ein völlig unzureichendes Angebot vorgelegt. Als wäre das nicht schon genug, will er auch die Vergütungsstruktur zu Lasten der Beschäftigten verändern.
 
„Die Tarifsteigerungen im WDR  haben sich in der Vergangenheit immer am öffentlichen Dienst orientiert. Es gibt keinen Grund das jetzt zu ändern“, sagt DJV-NRW-Geschäftsführer Volkmar Kah. „Die Beschäftigten des WDR müssen von der guten Entwicklung im öffentlichen Dienst profitieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des WDR leisten jeden Tag mit Herzblut sehr gute Arbeit. Sie dürfen von der allgemeinen Entwicklung nicht abgekoppelt werden.“

Die Verwaltungsdirektorin Frau Dr. Vernau legte bislang folgendes Angebot vor:

  • 1,7% mehr ab dem 01.04. 2019 und 1,9% mehr ab dem 01.04. 2020 bei einer Laufzeit von 24 Monaten.

Hintergrund: der Abschluss 2019 im öffentlichen Dienst sieht über 33 Monate folgende Steigerung vor: 3,01 % mehr ab dem 01.01. 2019, 3,12 % mehr ab dem 01.01. 2020 und 1,29 % mehr ab dem 01.01.2021.

  • Der besondere Steigerungsbetrag soll wegfallen. Alternativ soll der Zeitraum für den Aufstieg in die jeweils nächste Vergütungsstufe von zwei auf drei Jahre verlängert werden.

Hintergrund: Der besondere Steigerungsbetrag wird bislang gewährt, wenn man die höchste Gehaltsstufe erreicht hat. Redakteure sind zumeist in Gehaltsgruppe II (Redakteur mit besonderen Aufgaben) oder IV (normaler Redakteur) eingruppiert. Innerhalb der Gehaltsgruppe steigt man alle zwei Jahre eine Stufe auf. 

  • Eine Steigerung nur noch alle drei Jahre würde schon für einen Mitarbeiter in der Gruppe V ein Minus von 70.000 Euro bezogen auf ein ganzes Berufsleben bedeuten.
  • Freie im Tagesaktuellen sollen zugunsten der Kolleginnen und Kollegen, die längere Stücke herstellen, auf Erhöhungen verzichten.

Hintergrund: Schon in der Tarifrunde 2017 hatte der WDR eine „differenzierte Steigerung der Honorare“ verlangt. Dabei sollten die Honorare für längere künstlerisch-journalistische Werke überproportional angehoben werden. Bezahlen sollen das die Kolleginnen und Kollegen aus dem Tagesaktuellen. Dort soll eine unterproportionale Weitergabe der Tarifsteigerungsrate für die Lieferung kürzerer Stücke erfolgen. Hier wird aus Sicht des Senders überproportional gut verdient.

Der WDR hat in den ersten beiden Verhandlungsrunden  bewiesen, dass er trotz der positiven Entwicklung im öffentlichen Dienst nicht bereit ist, ein faires Angebot zu machen. Die verdiente, faire Lohnerhöhung wird die Geschäftsleitung ohne Druck nicht anbieten.

Der DJV-NRW ruft seine Mitglieder deshalb auf, sich in den kommenden Tagen an Aktionen zu beteiligen.Am 11. Juli wird weiter verhandelt.

Verdienen sich Journalist*innen beim WDR eine goldene Nase?

Wer derzeit der Geschäftsleitung des WDR zuhört, könnte fast auf die Idee kommen...


WDR-Tarifverhandlungen starten heute, 24. Mai 2019

DJV fordert sechs Prozent mehr für Feste und Freie im WDR

„Gutes Programm braucht gute Journalistinnen und Journalisten. Wer gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter will, muss auch gut bezahlen.“ Zum Auftakt der Vergütungstarifverhandlungen im WDR fordert Verhandlungsführer Volkmar Kah für den Deutschen Journalisten-Verband NRW sechs Prozent mehr Geld für feste und freie Mitarbeiter*innen im WDR.

„Als Deutscher Journalisten-Verband sind wir überzeugt, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Zeiten sinkender Meinungsvielfalt im Bereich des Tageszeitungsjournalismus und einer auseinanderfallenden Gesellschaft auch in Deutschland eine herausragende Qualität produzieren muss. Das können nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tun, deren Bezahlung an die gesamtwirtschaftliche Entwicklung angepasst wird“, so der Landesvorsitzende Frank Stach. Besonderen Wert legt der DJV-NRW bei seinen Forderungen auf die Gleichbehandlung von festangestellten und freien Mitarbeiter*innen. „Freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine wichtige Säule bei der Produktion des WDR-Programms. Sie dürfen nicht schlechter als Festangestellte bezahlt werden“, betont Landesgeschäftsführer Volkmar Kah. Auch eine jährliche Einmalzahlung für Freie in Höhe von zwei Prozent des letzten Jahreseinkommens soll die freien Mitarbeiter*innen mit den Festangestellten gleichstellen.

Zudem sollen Freie an Schulungstagen künftig mit 200 Euro/Tag Ausfallentschädigung honoriert werden und Krankengeld ab dem ersten Tag erhalten. Der DJV möchte den Härtefallfonds für Freie verlängern und aufstocken. Festangestellte Mitarbeiter*innen sollen das Recht haben, die Erhöhung der Einkommen in zusätzliche freie Tage umzuwandeln.

In diesem Jahr hat der DJV bereits weitere Verträge zugunsten der Mitarbeiter*innen im WDR erfolgreich verhandelt: Den Tarifvertrag für Tischreporter*innen in freier Mitarbeit im WDR. Geregelt ist darin die Honorierung von crossmedialen Tätigkeiten in den Redaktionen je nach Aufwand mit unterschiedlichen Tagespauschalen. Für Festangestellte laufen parallel Verhandlungen zur Modernisierung der Arbeitsbedingungen.

Die Hauptforderungen des DJV:

•          Prozentuale Erhöhung der Einkommen und Honorare im Volumen von 6 Prozent bezogen auf zwölf Monate.

•          Eine jährliche Einmalzahlung für freie Mitarbeiter in Höhe von 2 Prozent bezogen auf  das Jahreshonorar des Vorjahres.

 

Die Meldung wurde auch als Pressemitteilung verschickt. Zur Online Meldung.

Sehr geehrte Frau Weber, 

 

mit  großer Verwunderung hat der DJV-NRW Ihre Einlassungen zum Thema Ungerechtigkeiten bei unterschiedlichen Honorierungen von kurzen und längeren Beiträgen in der Radiopost vom 12. April zur Kenntnis genommen. Erlauben Sie mir, an dieser Stelle das Eine oder Andere richtigzustellen. 

 

Zunächst würden wir es selbstverständlich begrüßen, wenn der WDR nach teilweise mehr als zwanzig Jahren Stagnation die (Effektiv)-Honorare für längere Formate endlich merkbar anheben würde. 

 

Was die Gewerkschaften aber nicht hinnehmen konnten und wir als DJV in der Zukunft auch nicht hinnehmen werden, ist der Versuch, die Erhöhung im Bereich der Mindesthonorare abzuschmelzen und nicht zu garantieren, dass bei den Autoren längerer Formate effektiv etwas ankommt. 

 

Fakt ist, dass sich der WDR weigert, die Effektivhonorare anzupassen. Uns wurde bei den Tarifverhandlungen ein Modell angeboten, was sich bei den Langformaten erst nach Jahren in den Honoraren positiv ausgewirkt hätte. Im Gegenzug dafür hätten wir große Abstriche bei der Erhöhung der Mindesthonorare in Kauf nehmen müssen. So hätten alle Freien am Ende ein noch schlechteres Geschäft gemacht. Der DJV stand einer individuellen Erhöhung unterschiedlicher Formate nicht im Weg, nur haben wir die Milchmädchenrechnung der Geschäftsleitung infrage gestellt und daraufhin unsere Mitglieder abstimmen lassen. Das Ergebnis ist bekannt.

 

Wer über Jahrzehnte nur die Mindesthonorare anhebt und dadurch erst diese Ungerechtigkeit schafft, darf danach nicht diejenigen als "Zu-gut-Verdiener“ bezeichnen, die den rechtmäßigen Inflations- und ausgehandelten Lohnausgleich erhalten haben.

 

Unabhängig davon steht es jeder/jedem Verantwortlichen frei, den Honorarvorschlag entsprechend der vereinbarten Tariferhöhung anzupassen. Das ist ja im WDR nicht verboten. Dazu könnten die Redaktionen von den Direktor*Innen ermutigt werden, um das Gefühl der Ungleichbehandlung zu eliminieren. 

 

Wir haben bei den letzten Tarifverhandlungen der Geschäftsleitung angeboten, den uralten Honorarrahmen aus dem vergangenen Jahrhundert zu modernisieren. Auf dieses Angebot ist damals keiner eingestiegen. Schade eigentlich! 

 

Ich würde mich freuen, wenn Sie das bei Gelegenheit in der Radio-Post korrigieren. Ansonsten freue ich mich auf konstruktive Vergütungstarifrunden und spannende Vorschläge, wie von der anstehenden Erhöhung auch wirklich alle freien Mitarbeiter*innen profitieren.   

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Volkmar Kah

Geschäftsführer

 

12a-Freie- Berechnung des Urlaubsentgeltes bei Krankheit

Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,

etliche freie Mitarbeiter haben vom Sender die Nachricht bekommen, dass ihre Krankheit bei der Berechnung des Urlaubsentgeldes nicht berücksichtigt wird.

Arbeitnehmerähnlichen Mitarbeiter*innen steht laut Tarifvertrag Urlaubsentgelt zu. Im Tarifvertrag über den Sozial- und Bestandsschutz ist geregelt, unter welchen Voraussetzungen gezahlt wird und wie verfahren wird, wenn der/die Mitarbeiter/in krank wird. In diesem Zusammenhang gibt es derzeit eine unterschiedliche Auslegung des Tarifvertrages zwischen den Gewerkschaften (DJV und ver.di) und dem WDR.

Leider haben wir auf dem Verhandlungswege über die Auslegung dieses Passus mit dem WDR keine Einigkeit erzielen können. Deswegen haben beide Parteien vereinbart, das nun vor Gericht klären zu lasse

Im Folgenden erklären wir wie es weiter geht, wie das Urlaubsentgelt bei Krankheit zu berechnen ist, wie man es richtig und rechtzeitig beantragt – und was bei Ablehnung der Verkürzung zu tun ist.

Worum genau geht es?

  • Es geht um bares Geld! In §8 Abs.6 Satz 3: „ Antrag wird der Bemessungszeitraum um die Zeit verkürzt, in welcher der /die Beschäftigte an einer Tätigkeit unverschuldet verhindert war. (z.B Erkrankung, Kur, Heilverfahren, Mutterschutzzeiten)“. Somit erhöht sich der Tagessatz für das Urlaubsentgelt bei Krankheiten. Pro Krankheitstag sind das ca. 0,3 %. Ist man zwei Mal über das Jahr verteilt 2 Wochen krank, sind das immerhin etwa acht Prozent des Urlaubsentgelts.
  • Der WDR ist nur bereit den Bemessungszeitraum zu verkürzen, wenn Mitarbeiter über einen Zeitraum von mindestens drei Wochen (21 Tage ohne Unterbrechung) erkrankt sind. Das teilte das Haus jüngst in einem Schreiben an freie Mitarbeiter mit.
  • Der DJV sieht das anders. Im Tarifvertrag steht nichts von einem „Mindestkrankheitszeitraum“.  Aus Sicht unserer Justiziare gilt die Regelung zur Verkürzung des Bemessungszeitraumes ab dem ersten Krankheitstag.


Wer ist betroffen?

Betroffen sind alle freien Mitarbeiter*innen, die Anspruch auf Urlaubsentgelt haben und in den vergangenen zwölf Monaten vor Antragstellung krank waren.

Praxistipp:

Die Verkürzung gilt nicht nur bei Krankheit sondern auch bei allen anderen Fällen unverschuldeter Arbeitsverhinderung wie z.b Mutterschutz, Kur oder ähnlichem.

Was ist zu tun?

o    Der Antrag auf Verkürzung sollte zusammen mit dem Urlaubsantrag gestellt werden, aber allerspätestens sechs Monate nach dem rechtzeitigen Urlaubsantrag. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der WDR den Antrag als verspätet ablehnt.

  • Wird euer Anspruch abgelehnt, legt bitte innerhalb von vier Monaten zur Wahrung tariflicher Ausschlussfristen Klage ein. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Anspruch nicht mehr durchgesetzt werden kann. Derzeit verhandeln wir hier auch über einen Verzicht auf die Ausschlussfrist für diese Fälle.

Meldet den Vorgang dem DJV-Landesverband unter natalie.rick@djv-nrw.de.

Wie geht es weiter?

  • Der DJV bereitet derzeit eine Klage nach §9 Tarifvertragsgesetz (TVG) vor. Damit können wir vor Gericht die Rechtswirksamkeit des Tarifvertrages durchsetzen und Unterschiede in der Auslegung des Anspruches klären ohne dass ein einzelnes Mitglied selbst klagen muss.
  • Nach Abschluss des Verfahrens werden alle vorliegenden (!) und abgelehnten Urlaubsanträge neu berechnet. Achtung! Es können nur die Ansprüche neu berechnet werden, die fristgemäß geltend gemacht wurden.

Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Beste Grüße

Frank Stach                                       Volkmar Kah
(Landesvorsitzender)                   (Geschäftsführer)




Tarifvertrag Crossmediale*r Tischreporter*innen im WDR ab 01.03.2019

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,


der WDR und die Gewerkschaften DJV und ver.di haben sich auf einen ersten Tarifvertrag über crossmediale Honorare geeinigt. Geregelt ist darin die Honorierung von crossmedialen Tätigkeiten in den Redaktionen: Eine „crossmediale Tischreporterin“/ein „crossmedialer Tischreporter“ wird künftig je nach Aufwand mit unterschiedlichen Tagespauschalen honoriert.

Dieser Regelung hat am Dienstag der Gesamtvorstand des DJV-NRW als Große Tarifkommission zugestimmt. Grundlage waren auch die Rückmeldungen, die uns auf unsere Mail an alle WDR-Freien im DJV aus dem Januar erreicht haben. Der WDR-Verwaltungsrat und die Tarifkommission von ver.di hatten dem Vertrag bereits zugestimmt. Damit kann der Tarifvertrag ab März 2019 in Kraft treten.

Diese Regelung ist der erste Schritt, um die vom WDR einseitig eingeführten und aus unserer Sicht inakzeptablen Regelungen zur crossmedialen Honorierung in den Leuchttürmen vom Tisch zu bekommen und deren vom Haus geplante Ausweitung auf den gesamten WDR zu verhindern.

Der Tarifvertrag ist auf drei Jahre befristet, also bis Anfang 2022. Während der Laufzeit soll der Einsatz von crossmedialen Tischreportern/-innen regelmäßig evaluiert und von einer paritätisch besetzten Clearingstelle begleitet werden.

Worum geht es in dem Tarifvertrag?

In den crossmedial arbeitenden Bereichen des WDR kann es künftig einen crossmedialen Tischreporter/eine crossmediale Tischreporterin geben. Der Tischreporter/die Tischreporterin soll ausschließlich im „Innendienst“ einer Redaktion vorwiegend für crossmediale Autorentätigkeiten eingesetzt werden. Das können eigene Beiträge für alle Ausspielwege sein, aber zum Beispiel auch Recherchen für andere Kolleginnen und Kollegen. Das Rausgehen/-fahren und Einholen von O-Tönen oder einer Umfrage auf der Straße etwa zählt nicht zu den Aufgaben des Tischreporters/der Tischreporterin. Den vollständigen Tarifvertrag finden Sie hier im Download.

Die wichtigsten Punkte in der Übersicht:

  • Es gibt eine klare Eingrenzung der Tätigkeiten und die Klarstellung, dass es sich beim „Tischreporter“ um einen reinen Innendienst handelt.
    Hierzu gibt es eine Anlage mit Leistungspaketen (Download) und eine Liste mit Tätigkeitsbeispielen (Download), die im Einvernehmen im Rahmen einer gemeinsamen Kommission weiterentwickelt werden kann.
  • Der WDR hebt die Tagessätze (330/430 €) an. Im „Paket 3“ werden künftig 550 € gezahlt, das „Paket 1“ wird mit 350, „Paket  2“ mit 450 € honoriert.
  • Freie Mitarbeiter, die in einem solchen Tischreporterdienst tätig sind, können auf den gleichen Prognosetag weitere werkbezogene Honorarpositionen abrechnen.
  • Die Zahl der Tischreporterdienste wird auf durchschnittlich einen je Redaktion und Werktag begrenzt – zunächst auf WDR-weit 30, nach Start des Newsrooms maximal 50.
  • Der WDR stellt den Gewerkschaften quartalsweise Auswertungen zur Verfügung, aus denen die tatsächliche Anzahl der Tischreporterdienste hervorgeht. Verdichtete Ergebnisse der Evaluation sollen auch der Betriebsöffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
  • Bei Fragen zur Eingruppierung entscheidet eine paritätisch besetzte Clearingstelle. Diese soll gerade in der Anfangsphase für Sicherheit auf beiden Seiten sorgen.

· 
Was wird aus dem/der bisherigen „crossmedialen Tagesreporter/-in?“ und dem „Stufenmodell“?

Der jetzt tarifierte „crossmediale Tischreporter“ ersetzt das bisherige crossmediale Tagesreporter/-in-Modell aus den Leichttürmen Wissenschaft/Wirtschaft/Verbraucher. Außerdem wird der WDR das sogenannte crossmediale Stufenmodell bis auf weiteres nicht mehr anwenden. Beide Honorierungsmodelle hatte der WDR Mitte 2017 einseitig für die Leuchttürme eingeführt.

Wie geht es weiter?

Gewerkschaften und der WDR prüfen derzeit verschiedene Ideen, die die Zusammenarbeit mit den freien Kolleginnen und Kollegen verbessern sollen: Dazu gehören ein regelmäßiges Perspektivgespräch, eine WDR-interne Beschäftigungsbörse und eine kurzfristigere Absicherung bei sozialen Härten. Verschiedene Arbeitsgruppen arbeiten hierzu bereits an Konzepten.

Was ist mit anderen crossmedialen Tätigkeiten?

Insbesondere im geplanten Newsroom, aber auch in anderen Bereichen des WDR gibt es crossmediale Tätigkeiten, die von dem jetzt vorliegenden Tarifvertrag nicht abgedeckt werden, zum Beispiel für originäre non-lineare Ausspielwege. Die Gewerkschaften und der WDR haben sich deshalb darauf verständigt, im 2. Quartal über weitere Honorierungsmodelle zu verhandeln. Wie das aussehen kann, werden wir in den nächsten Wochen mit den Vertreterinnen und Vertretern der Freien im WDR besprechen.

Bei Rückfragen einfach melden:  volkmar.kahspamfilter@djv-nrwspamfilter.de.

Beste Grüße
Volkmar Kah


Jetzt anmelden! ARD/ZDF-Freienkongress am 5. und 6. April 2019 in Leipzig

Rund 18.000 freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei ARD, ZDF und Deutsche Welle beschäftigt.
Sie sind eine fundamentale Stütze der Rundfunkanstalten und erschaffen einen Großteil des
Programms.

Der vierte ARD/ZDF-Freienkongress findet statt
am 5. und 6. April 2019 beim Mitteldeutschen Rundfunk (Kantstraße 71-73, 04275 Leipzig)

Das Motto des Kongresses lautet: "Öffentlich. Rechtlich. Frei." Veranstalter ist der ARD-Freienrat in
Zusammenarbeit mit dem MDR-Freienrat. Unterstützt wird der Kongress vom MDR sowie den
Gewerkschaften DJV und ver.di. Die Kongressteilnahme ist kostenlos. Zur Anmeldung geht es hier.

Jour Fixe: Nach der Personalversammlung - noch offene Fragen

Am Mittwoch, 13. Februar 2019 fand der Jour Fixe statt. Wir hatten u.a. folgende Fragestellungen auf der Tagesordnung:

Welche Fragen sind nach der Personalversammlung offen geblieben? Welche Schwerpunkte nehmen wir daraus für die Arbeit und die Positionierung unserer   Betriebsgruppe mit? „Tischreporter“ – die verbindliche Vereinbarung für Freie im WDR. DJV-Umfrage in der Deutschen Welle zur Situation der Freien – Passt das auch zu uns? Hier geht es zur Umfrage.(Zur „Untersuchung zur sozialen und beruflichen Situation von freien Mitarbeiter*innen bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten“ der Rosa Luxemburg Stiftung geht es hier)

Der nächste Jour Fixe findet am 06.03.2019 statt. Die Einladungen erhalten alle DJV-Mitglieder im WDR. Sie sind noch kein Mitglied und möchten gerne mit dabei sein. Dann schreiben sie eine kurze Mail an martina.welchering@wdr.de.


Talkrunde: Hauptsache schnell und smart

Journalistinnen und Journalisten müssen inzwischen alles können: drehen, schneiden und texten. Am besten sollen sie komplette Beiträge mit dem Smartphone produzieren, das längst zum Allrounder im Mediengeschäft geworden ist, auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Aber was heißt das für die Qualität? Was machen die Kameraleute in Zukunft, was die CutterInnen und was die AutorInnen? Treten sie gegeneinander an oder bilden sie neue Teams? Mit diesen Fragen hat sich die Betriebsgruppe des DJV im WDR bei einer Abendveranstaltung in Köln auseinandergesetzt. Auf dem Podium saßen Kamerafrau Birgit Gudjonsdottir und Reporter Björn Staschen, der in der crossmedialen Nachrichtenredaktion des NDR arbeitet. Unter Moderation von Stephanie Funk-Hajdamowicz beleuchteten sie das Thema aus verschiedenen Perspektiven.

Als Leiter des „NextNewsLab“ beim NDR hat sich Björn Staschen intensiv mit den Möglichkeiten und Grenzen mobilen Arbeitens beschäftigt. Nach seiner Überzeugung ist das Smartphone geeignet, um journalistische Möglichkeiten zu erweitern, viele Kanäle zu bedienen und auch Beiträge fürs Aktuelle zu liefern – inklusive Tagesschau.

Natürlich sei das Smartphone nicht für alles geeignet. Aber gerade im Aktuellen biete das „kleine Besteck“ oft Vorteile, erklärte Staschen. Dazu zählt die Schnelligkeit des Produzierens. Weil der komplette Workflow übers Handy erledigt werden kann, könnten ReporterInnen zudem oft länger vor Ort bleiben und bekämen einen genaueren Eindruck vom Geschehen. Auch ließe sich oft eine größere Nähe zu Menschen herstellen, wenn nicht ein Videoreporter mit Kamera auf der Schulter anrücke oder sogar ein ganzes Team.

Für Birgit Gudjonsdottir kommt das Drehen mit dem Smartphone dagegen aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. Sie hat die Kamera bei zahlreichen Dokumentar- , TV- und Kinofilme geführt und wurde im vergangenen Jahr für ihr Lebenswerk mit dem deutschen Kamera-Ehrenpreis ausgezeichnet. Mit dem Smartphone zu drehen würde bedeuten, dass sie ständig auf das Gerät schauen muss, statt wie bei einer Kamera alles blind bedienen zu können. Aus ihrer Sicht sind  die technischen Möglichkeiten eben doch noch beschränkt. Mindestens ebenso wichtig: Sie möchte – trotz ihrer großen Erfahrung – neben dem Drehen nicht auf weitere Faktoren achten müssen. Bei Imagefilmen, die sie schon mal als Einzelkämpferin dreht, stelle sie hinterher oft fest, dass irgendwas nicht optimal war.

Einig waren sich beide Gäste, dass gute Kameraleute und andere ProduktionsmitarbeiterInnen für viele Bereiche unersetzlich bleiben. Und dass die Herausforderungen nur im Team zu bewältigen sind. „So wie wir uns zutrauen, immer mehr technische Aufgaben zu übernehmen, müssen wir umgekehrt Kameraleute und andere ermuntern, auch inhaltlich zu arbeiten“, warb Staschen. Und auch Gudjonsdottir findet: „Wir müssen mehr miteinander reden und einander zuhören.“ ||

Ein längerer Bericht erscheint im JOURNAL 1/19.

Update zu den Verhandlungen "Crossmediale Honorierung"

Derzeit verhandeln DJV und ver.di mit dem WDR darüber, die vom WDR einseitig eingeführten und aus unserer Sicht inakzeptablen Regelungen zur crossmedialen Honorierung in den Leuchttürmen vom Tisch zu bekommen und deren vom Haus geplante Ausweitung auf den gesamten WDR zu verhindern.

Ziel war und ist es, den im tariflosen Raum entstehenden Wildwuchs an Honoraren zu stoppen, sowie transparente und akzeptable Konditionen zu schaffen. Zudem wollen wir Verbesserungen mit Blick auf Beschäftigungsperspektiven für Freie und die geltenden Bestandsschutzregeln erreichen.

Heute kann ich Ihnen und Euch mitteilen, dass wir hier aus Sicht der Verhandlungskommission erste Erfolge verbuchen können, die als Gesamtpaket zu sehen sind:

  1. Der WDR wird das von ihm einseitig eingeführte Stufenmodell ab März 2019 bis auf weiteres nicht mehr anzuwenden. Im Gegenzug haben wir uns bereiterklärt, dass bis zum Ende des 2. Quartals 2019 insgesamt neue Honorierungsmodelle gefunden werden, die jenseits von Tagespauschalen im crossmedialen Umfeld eingesetzt werden können, den besonderen non-linearen Anforderungen Rechnung tragen und auch im geplanten Interims-Newsroom angewendet werden können. Wie das aussehen kann, werden wir in den nächsten Wochen mit den Vertretern der Freien im WDR besprechen.
  2. Für den ebenfalls einseitig eingeführten „Tagesreporter“ haben wir erhebliche Verbesserungen erreicht, die im Rahmen eines befristeten Tarifvertrages für die Jahre 2019 bis 2021 vereinbart werden könnten. Die Entscheidung hierzu fällt unsererseits Ende Februar im zuständigen Gesamtvorstand nach Abschluss einer hoffentlich breiten Diskussion zu der diese Mail der Auftakt sein soll. Den Entwurf des Tarifvertrages finden Sie hier.

    Hier schon einmal die wichtigsten Verbesserungen zum Status quo:

    • Es gibt eine klare Eingrenzung der Tätigkeiten und die Klarstellung, dass es sich beim    „Tischreporter“ um einen reinen Innendienst handelt. Hierzu gibt es eine Anlage mit Leistungspaketen und eine Liste mit Tätigkeitsbeispielen, die im Einvernehmen im Rahmen einer gemeinsamen Kommission weiterentwickelt werden kann. Diese finden Sie hier.
    • Der WDR hebt die Tagessätze (330/430 €) an. Im „Paket 3“ werden künftig 550 € gezahlt, das „Paket 1“ wird mit 350, „Paket 2“ mit 450 € honoriert.
    • Freie Mitarbeiter, die in einem solchen Tagesdienst tätig sind, können auf den gleichen Prognosetag weitere werkbezogene Honorarpositionen abrechnen.
    • Die Zahl der Innendienste wird auf durchschnittlich einen je Redaktion und Werktag begrenzt – zunächst auf WDR-weit 30, nach Start des Newsrooms maximal 50.
    • Der WDR stellt den Gewerkschaften quartalsweise Auswertungen zur Verfügung, aus denen die tatsächliche Anzahl der Tagesdienste als Tischreporterin oder Tischreporter hervorgeht. Verdichtete Ergebnisse der Evaluation sollen auch der Betriebsöffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
    • Bei Unstimmigkeiten über die richtige Eingruppierung entscheidet eine paritätisch besetzte Clearingstelle.

  3. Parallel dazu wurden Arbeitsgruppen eingerichtet, die Instrumente erarbeiten sollen, mit denen für die freien Mitarbeitenden eine größere Transparenz mit Ausrichtung auf Kommunikation und Beschäftigungsperspektiven aufgezeigt werden kann. Im Einzelnen sind das:

    • Perspektivgespräch Konzeption eines Perspektivgesprächs für freie Mitarbeitende (Definition von    Inhalt, Anlass und Ziel) nicht nur bei Veränderungen.
    • Kurzfristigere Absicherung bei sozialen Härten Wie lässt sich mehr Sicherheit schaffen – durch schnelleres Greifen von Unterstützungsleistungen? Ermittlung von Härten bei der Anwendung des Sozial- und Bestandsschutztarifvertrages (SubSchTV).
    • Beschäftigungsbörse für freie Mitarbeitende Welche Möglichkeiten können für Redaktionen und freie Mitarbeitende geschaffen werden, sich gegenseitig über Beschäftigungsmöglichkeiten zu informieren (Beschäftigungsbörse für freie Mitarbeitende)? Damit soll auf der einen Seite die Suche nach geeigneten und interessierten freien Autoren für die Programmbereiche und auf der anderen Seite freien Mitarbeitern die Suche nach Beschäftigungsmöglichkeiten erleichtert werden.

Dieser Zwischenstand wird festgehalten in einem „Letter of Intent“.

Die Verhandlungskommission des DJV freut sich auf Ihr und Euer Feedback sowie Fragen an volkmar.kahspamfilter@djv-nrwspamfilter.de. Dies wird auch Grundlage der Entscheidung des Gesamtvorstandes Ende Februar sein.

Für die Verhandlungskommission

Volkmar Kah

Jour Fixe der Betriebsgruppe im WDR, 7.11.2018 in Köln

Einladung:  Neustrukturierung – Eure Meinung

Es ist viel Unruhe im WDR: der kritische Bericht von Monika Wulf-Mathies zu Machtmissbrauch und Missmanagement, die Neuaufteilung der Direktionen, der geplante Interimsnewsroom, der geplante „Kulturwandel“ – was bedeutet das für die Arbeit als Redakteur*in, als Freie/r, was bedeutet das fürs Programm.

Wir wollten dazu Eure Meinung hören und wissen, wo ihr den meisten Handlungsbedarf seht, welche Arbeitsaufträge ihr uns mitgeben könnt. Wir – das sind die freigestellten, ordentlichen und Reserve-Mitglieder des Personalrats des DJV – treffen uns jeden 1. Mittwoch im Monat zum Jour Fixe. Wegen der Brisanz der Themen hatten wir alle DJV-Mitglieder im WDR eingeladen.

Das Protokoll gibt es hier im Download

Urheber*innen unter Druck! - DJV-Justiziar Benno Pöppelmann zu Gast in Köln

Linkes Foto: Benno Pöppelmann, Justiziar DJV, Martina Welchering, Vorsitzende DJV-Betriebsgruppe im WDR, Christian Weihe, Justiziar DJV-NRW (v.l.n.r.) und rechtes Foto: die Teilnehmer der Veranstaltung im Vierscheibenhaus in Köln. Fotos: Stephanie Hajdamowicz

Köln 26.09.2018. Immer häufiger arbeitet auch der WDR Beiträge von freien Mitarbeitern um und verwendet sie ganz oder in Ausschnitten in anderen Medien. Und immer häufiger passiert dies, ohne dass der Autor eingebunden ist. Betroffen sind nicht nur die Beiträge selbst, sondern manchmal auch nicht verwendete Materialien.

Immer wieder überschreitet der WDR dabei die Grenze des rechtlich zulässigen. Das ist das Ergebnis einer Veranstaltung der DJV-Betriebsgruppe zum Thema Urheberrecht. Benno Pöppelmann, DJV-Justiziar,  stand im Mittelpunkt des Gesprächs und beantwortete die vielen Fragen rund ums Urheberrecht.

Dabei wurde auch deutlich: Es gibt einen Dissens zwischen WDR und DJV zum Thema „Zentrale Ausspielplattform“. Viel zu leicht gibt es hier die Zugänge auf das Material, das unter anderem Autoren mit oder ohne Team dort einstellen. Die WDR-Position, dem WDR gehöre alles Selbstgedrehte, teilt Pöppelmann nicht.

Aber das war nicht der einzige Kritikpunkt an diesem spannenden Abend im Vierscheibenhaus: So reduziert der WDR die Zahl der Verträge mit einer W-Kennzeichnung, so jedenfalls der Eindruck der Urheber. Ebenfalls ist die uneinheitliche Linie im WDR kritisiert worden: Einige Redaktionen bezahlen beispielsweise die Veröffentlichung von Bildern und kurzen Videos auf Facebook, andere nicht.

Benno Pöppelmann betonte, dass freie Journalist*innen auf die Einhaltung ihrer tarifvertraglichen Rechte bestehen sollten. Auch das Erstellen von Werken für soziale Medien sei beispielsweise tarifiert. Dies gelte auch dann, wenn der Auftrag nicht vom Programmbereich Internet käme.

Für alle Fragen zum Urheberrecht stehen die Anwälte des DJV-NRW für Rechtsberatungen zur Verfügung.

Tel. 0211 – 2 33 99-0, zentalespamfilter@djv-nrwspamfilter.de

Erfolgsregisseur Uwe Janson war Gast des DJV-NRW: Wir müssen Mut zu neuen Inhalten haben!

Uwe Janson diskutierte lebhaft mit den Teilnehmern im Vierscheibenhaus. Foto: Beate Krämer

Von den Besten lernen: Uwe Janson macht seit Jahren vor, wie gute (Fernseh-) Filme gemacht werden, darunter „Tatort“ und „Himmel und Hölle“. Der DJV-NRW hatte deshalb auf Initiative der Betriebsgruppe des WDR in Köln den bekannten Regisseur unter dem Motto „Wir müssen endlich über Inhalte streiten“ eingeladen. Fernsehredakteurin Barbara Brückner moderierte den Abend.

Janson hatte viel zu erzählen aus seinen langen Berufsjahren, seinen Erfolgen und seinem Scheitern. Seine Erfahrungen mit anderen Kulturen waren für ihn besonders prägend. Er schätzt das „miteinander umgehen“ gemischter Teams, die Nähe und Austausch zulassen. „Respekt, Verantwortung und Mut“ sind die Begriffe, die für ihn für den Erfolg im Leben und beim Filmemachen stehen. Respekt, des Redakteurs gegenüber dem Regisseur, des Regisseurs gegenüber seinem Team. Nur durch das Zulassen kreativer Freiräume und Vertrauen könne etwas Gutes entstehen. Unzulänglichkeiten zuzugeben und den Mut zu haben, sich zu öffnen seien der Garant dafür, dass ungewöhnliche Themen und Geschichten zu guten Filmen werden. Nicht alleine die Zuschauerquoten sollten für Intendanz und Redaktion entscheidend sein, sondern vielmehr „das Herzstück einer Idee“, das zum richtigen Autor eines Films führt.

Janson ermunterte die Teilnehmer, die am gestrigen Abend immer wieder angesprochenen Hindernisse des Arbeitsalltags anzugehen und zu überwinden. Aufgabenverteilung und Aufgabenhoheit müssten klar definiert werden und dürften ruhig in Frage gestellt werden. In der Arbeitsbeziehung seien Mut, Respekt und Vertrauen sowie flache Hierarchien wichtig, nicht aber das Controlling. Der Redakteur müsse als guter Fragesteller den Regisseur führen, aber keine Grenzen setzen. Den Redakteur (und die Intendanz) sieht er als Schlüssel zum Erfolg, um das deutsche Fernsehen zu retten und den Streaming-Diensten etwas entgegenzusetzen. Die Deutschen hätten das Potential, aber es müssten Freiräume für kreative Projekte geschaffen werden, die das eine oder andere Highlight entstehen lassen. „Man braucht ein Spielfeld, um spielen zu können, dann machen wir denen Konkurrenz“, ist Janson überzeugt.

Stephanie Hajdamowicz in den Vorstand des ARD Freienrates gewählt

Stephanie Hajdamowicz.       Foto: T. Schwarz

Stephanie Hajdamowicz, Fernseh- und Hörfunkjournalistin beim WDR und Vorsitzende des DJV-NRW-Fachausschusses Rundfunk ist in den Vorstand des ARD Freienrates gewählt worden.

Neben Hajdamowicz gehören dem Vorstand Christoph Reinhardt (RBB), Christina Fee Moebus (Radio Bremen) und Stefan Tiyavorabun (SWR) an. Auf seiner konstituierenden Sitzung in Berlin haben die Delegierten der öffentlich-rechtlichen Sender beschlossen, 2018 einen Freienkongress in Bremen auszurichten. Am 20. und 21. April 2018 soll es um Qualität, Arbeitsbedingungen und Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehen. Die Gewerkschaften DJV und ver.di werden die Kolleginnen und Kollegen dabei unterstützen.

Bei ARD und ZDF sind derzeit mehr als 18.000 arbeitnehmerähnliche „feste Freie“ beschäftigt. „Wir Freie sind diejenigen, die das Programm wesentlich gestalten. Aber trotzdem werden wir als Beschäftigte zweiter Klasse behandelt“, sagte Christoph Reinhardt.

Der ARD-Freienrat, im April 2017 gegründet, bündelt die Interessenvertretungen für Freie der ARD-Sender (Personalräte, offizielle Freienvertretungen und basis-organisierte Vertretungen). Die jeweiligen Interessenvertretungen der Sender entsenden jeweils zwei Delegierte in den Freienrat. Damit ist eine Sicherstellung der Kommunikation zwischen den Interessenvertretungen gewährleistet; zudem ist der ARD-Freienrat auch Ansprechpartner nach außen

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