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Der DJV im WDR

Tarifinfo 2 und Einladung zum Jour Fixe der Betriebsgruppe in Dortmund, 6.6.2019

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

hier zum Download gibt es den aktuellen Stand zu den Tarifverhandlungen im WDR (Tarifinfo2), die am Freitag begonnen haben.

Außerdem laden wir Euch herzlich zu unserem nächsten Treffen der Betriebsgruppe ein. Diesmal lassen wir Köln hinter uns und besuchen die Westfalen im Studio Dortmund am

Donnerstag, 6. Juni 2019, 17.30 Uhr
WDR Studio Dortmund, Mommsenweg 5, 44225 Dortmund (Raum 301)

Wir haben folgende Themen auf der Tagesordnung:

  • Aktuelle Tarifverhandlungen über Gehalt und Honorare
  • Tarifverhandlungen Freie (Crossmedialer Reporter)
  • Tarifverhandlungen: Arbeitszeitthemen
  • Krankentagegeld aktuelle Entwicklungen
  • Newsroom: Zusammenarbeit der Region mit Köln
  • Themenideen für eine nächste größere Veranstaltung

Die Einladung richtet sich an alle DJV-Mitglieder (und solche, die es werden wollen), WDR-Feste und -Freie.

Anmeldung unter martina.welcheringspamfilter@wdrspamfilter.de

Wir freuen uns auf Euer Kommen.

Herzliche Grüße

Frank Stach                       Martina Welchering
Vorsitzender                     Vorsitzende
DJV-NRW                          DJV-Betriebsgruppe im WDR


Tarifinfo 1: WDR-Geschäftsleitung legt kein Angebot vor

Freitag, 24. Mai 2019

WDR-Verhandlungsführerin Vernau versteckt sich hinter der KEF

In der ersten Runde der Vergütungstarifverhandlungen beim WDR am heutigen Freitag in Köln hat Verwaltungsdirektorin Katrin Vernau nicht nur kein Angebot vorgelegt, sondern auch einen Angriff auf die Gehalts-struktur angedroht. Die Verweigerung eines konkreten Angebotes begründete sie mit für uns nicht nachvollziehbaren KEF-Vorgaben. Damit stiehlt sich die WDR-Spitze aus der Verantwortung.

Der WDR verlangt:

 Stufensteigerung nur noch alle drei Jahre anstatt wie bisher alle zwei Jahre.
 Freie Mitarbeiter*innen erhalten weiterhin keine Erhöhung von Effektivhonoraren. Freie Kolleg*innen aus dem tagesaktuellen Bereich sollen Honorarerhöhungen für lange Formate durch Verzicht gegenfinanzieren.

Unsere Hauptforderungen:

 6% mehr für Feste und Freie
 Eine Tariferhöhung, die auch effektiv bei den Freien ankommt

Die Tarifverträge für Gehälter und Honorare wurden von den Gewerkschaften zum Quartalende gekündigt und müssen neu verhandelt werden. Am 24. Juni geht’s weiter.

Eure Gewerkschaften

DJV, ver.di und DOV

Hier gibt es die Mitteilung im Download.


WDR-Tarifverhandlungen starten heute, 24. Mai 2019

DJV fordert sechs Prozent mehr für Feste und Freie im WDR

„Gutes Programm braucht gute Journalistinnen und Journalisten. Wer gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter will, muss auch gut bezahlen.“ Zum Auftakt der Vergütungstarifverhandlungen im WDR fordert Verhandlungsführer Volkmar Kah für den Deutschen Journalisten-Verband NRW sechs Prozent mehr Geld für feste und freie Mitarbeiter*innen im WDR.

„Als Deutscher Journalisten-Verband sind wir überzeugt, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Zeiten sinkender Meinungsvielfalt im Bereich des Tageszeitungsjournalismus und einer auseinanderfallenden Gesellschaft auch in Deutschland eine herausragende Qualität produzieren muss. Das können nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tun, deren Bezahlung an die gesamtwirtschaftliche Entwicklung angepasst wird“, so der Landesvorsitzende Frank Stach. Besonderen Wert legt der DJV-NRW bei seinen Forderungen auf die Gleichbehandlung von festangestellten und freien Mitarbeiter*innen. „Freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine wichtige Säule bei der Produktion des WDR-Programms. Sie dürfen nicht schlechter als Festangestellte bezahlt werden“, betont Landesgeschäftsführer Volkmar Kah. Auch eine jährliche Einmalzahlung für Freie in Höhe von zwei Prozent des letzten Jahreseinkommens soll die freien Mitarbeiter*innen mit den Festangestellten gleichstellen.

Zudem sollen Freie an Schulungstagen künftig mit 200 Euro/Tag Ausfallentschädigung honoriert werden und Krankengeld ab dem ersten Tag erhalten. Der DJV möchte den Härtefallfonds für Freie verlängern und aufstocken. Festangestellte Mitarbeiter*innen sollen das Recht haben, die Erhöhung der Einkommen in zusätzliche freie Tage umzuwandeln.

In diesem Jahr hat der DJV bereits weitere Verträge zugunsten der Mitarbeiter*innen im WDR erfolgreich verhandelt: Den Tarifvertrag für Tischreporter*innen in freier Mitarbeit im WDR. Geregelt ist darin die Honorierung von crossmedialen Tätigkeiten in den Redaktionen je nach Aufwand mit unterschiedlichen Tagespauschalen. Für Festangestellte laufen parallel Verhandlungen zur Modernisierung der Arbeitsbedingungen.

Die Hauptforderungen des DJV:

•          Prozentuale Erhöhung der Einkommen und Honorare im Volumen von 6 Prozent bezogen auf zwölf Monate.

•          Eine jährliche Einmalzahlung für freie Mitarbeiter in Höhe von 2 Prozent bezogen auf  das Jahreshonorar des Vorjahres.

 

Die Meldung wurde auch als Pressemitteilung verschickt. Zur Online Meldung.





Sehr geehrte Frau Weber, 

 

mit  großer Verwunderung hat der DJV-NRW Ihre Einlassungen zum Thema Ungerechtigkeiten bei unterschiedlichen Honorierungen von kurzen und längeren Beiträgen in der Radiopost vom 12. April zur Kenntnis genommen. Erlauben Sie mir, an dieser Stelle das Eine oder Andere richtigzustellen. 

 

Zunächst würden wir es selbstverständlich begrüßen, wenn der WDR nach teilweise mehr als zwanzig Jahren Stagnation die (Effektiv)-Honorare für längere Formate endlich merkbar anheben würde. 

 

Was die Gewerkschaften aber nicht hinnehmen konnten und wir als DJV in der Zukunft auch nicht hinnehmen werden, ist der Versuch, die Erhöhung im Bereich der Mindesthonorare abzuschmelzen und nicht zu garantieren, dass bei den Autoren längerer Formate effektiv etwas ankommt. 

 

Fakt ist, dass sich der WDR weigert, die Effektivhonorare anzupassen. Uns wurde bei den Tarifverhandlungen ein Modell angeboten, was sich bei den Langformaten erst nach Jahren in den Honoraren positiv ausgewirkt hätte. Im Gegenzug dafür hätten wir große Abstriche bei der Erhöhung der Mindesthonorare in Kauf nehmen müssen. So hätten alle Freien am Ende ein noch schlechteres Geschäft gemacht. Der DJV stand einer individuellen Erhöhung unterschiedlicher Formate nicht im Weg, nur haben wir die Milchmädchenrechnung der Geschäftsleitung infrage gestellt und daraufhin unsere Mitglieder abstimmen lassen. Das Ergebnis ist bekannt.

 

Wer über Jahrzehnte nur die Mindesthonorare anhebt und dadurch erst diese Ungerechtigkeit schafft, darf danach nicht diejenigen als "Zu-gut-Verdiener“ bezeichnen, die den rechtmäßigen Inflations- und ausgehandelten Lohnausgleich erhalten haben.

 

Unabhängig davon steht es jeder/jedem Verantwortlichen frei, den Honorarvorschlag entsprechend der vereinbarten Tariferhöhung anzupassen. Das ist ja im WDR nicht verboten. Dazu könnten die Redaktionen von den Direktor*Innen ermutigt werden, um das Gefühl der Ungleichbehandlung zu eliminieren. 

 

Wir haben bei den letzten Tarifverhandlungen der Geschäftsleitung angeboten, den uralten Honorarrahmen aus dem vergangenen Jahrhundert zu modernisieren. Auf dieses Angebot ist damals keiner eingestiegen. Schade eigentlich! 

 

Ich würde mich freuen, wenn Sie das bei Gelegenheit in der Radio-Post korrigieren. Ansonsten freue ich mich auf konstruktive Vergütungstarifrunden und spannende Vorschläge, wie von der anstehenden Erhöhung auch wirklich alle freien Mitarbeiter*innen profitieren.   

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Volkmar Kah

Geschäftsführer

 

12a-Freie- Berechnung des Urlaubsentgeltes bei Krankheit

Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,

etliche freie Mitarbeiter haben vom Sender die Nachricht bekommen, dass ihre Krankheit bei der Berechnung des Urlaubsentgeldes nicht berücksichtigt wird.

Arbeitnehmerähnlichen Mitarbeiter*innen steht laut Tarifvertrag Urlaubsentgelt zu. Im Tarifvertrag über den Sozial- und Bestandsschutz ist geregelt, unter welchen Voraussetzungen gezahlt wird und wie verfahren wird, wenn der/die Mitarbeiter/in krank wird. In diesem Zusammenhang gibt es derzeit eine unterschiedliche Auslegung des Tarifvertrages zwischen den Gewerkschaften (DJV und ver.di) und dem WDR.

Leider haben wir auf dem Verhandlungswege über die Auslegung dieses Passus mit dem WDR keine Einigkeit erzielen können. Deswegen haben beide Parteien vereinbart, das nun vor Gericht klären zu lasse

Im Folgenden erklären wir wie es weiter geht, wie das Urlaubsentgelt bei Krankheit zu berechnen ist, wie man es richtig und rechtzeitig beantragt – und was bei Ablehnung der Verkürzung zu tun ist.

Worum genau geht es?

  • Es geht um bares Geld! In §8 Abs.6 Satz 3: „ Antrag wird der Bemessungszeitraum um die Zeit verkürzt, in welcher der /die Beschäftigte an einer Tätigkeit unverschuldet verhindert war. (z.B Erkrankung, Kur, Heilverfahren, Mutterschutzzeiten)“. Somit erhöht sich der Tagessatz für das Urlaubsentgelt bei Krankheiten. Pro Krankheitstag sind das ca. 0,3 %. Ist man zwei Mal über das Jahr verteilt 2 Wochen krank, sind das immerhin etwa acht Prozent des Urlaubsentgelts.
  • Der WDR ist nur bereit den Bemessungszeitraum zu verkürzen, wenn Mitarbeiter über einen Zeitraum von mindestens drei Wochen (21 Tage ohne Unterbrechung) erkrankt sind. Das teilte das Haus jüngst in einem Schreiben an freie Mitarbeiter mit.
  • Der DJV sieht das anders. Im Tarifvertrag steht nichts von einem „Mindestkrankheitszeitraum“.  Aus Sicht unserer Justiziare gilt die Regelung zur Verkürzung des Bemessungszeitraumes ab dem ersten Krankheitstag.


Wer ist betroffen?

Betroffen sind alle freien Mitarbeiter*innen, die Anspruch auf Urlaubsentgelt haben und in den vergangenen zwölf Monaten vor Antragstellung krank waren.

Praxistipp:

Die Verkürzung gilt nicht nur bei Krankheit sondern auch bei allen anderen Fällen unverschuldeter Arbeitsverhinderung wie z.b Mutterschutz, Kur oder ähnlichem.

Was ist zu tun?

o    Der Antrag auf Verkürzung sollte zusammen mit dem Urlaubsantrag gestellt werden, aber allerspätestens sechs Monate nach dem rechtzeitigen Urlaubsantrag. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der WDR den Antrag als verspätet ablehnt.

  • Wird euer Anspruch abgelehnt, legt bitte innerhalb von vier Monaten zur Wahrung tariflicher Ausschlussfristen Klage ein. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Anspruch nicht mehr durchgesetzt werden kann. Derzeit verhandeln wir hier auch über einen Verzicht auf die Ausschlussfrist für diese Fälle.

Meldet den Vorgang dem DJV-Landesverband unter natalie.rick@djv-nrw.de.

Wie geht es weiter?

  • Der DJV bereitet derzeit eine Klage nach §9 Tarifvertragsgesetz (TVG) vor. Damit können wir vor Gericht die Rechtswirksamkeit des Tarifvertrages durchsetzen und Unterschiede in der Auslegung des Anspruches klären ohne dass ein einzelnes Mitglied selbst klagen muss.
  • Nach Abschluss des Verfahrens werden alle vorliegenden (!) und abgelehnten Urlaubsanträge neu berechnet. Achtung! Es können nur die Ansprüche neu berechnet werden, die fristgemäß geltend gemacht wurden.

Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Beste Grüße

Frank Stach                                       Volkmar Kah
(Landesvorsitzender)                   (Geschäftsführer)


Leipziger Erklärung auf dem ARD-Freienkongress

ARD Freienkongress mit Partizipation des DJV.

200 Kolleginnen und Kollegen trafen sich am 5./6. April in Leipzig zum ARD/ZDF - Freienkongress. Zentrales Thema war: Freie in die Personalräte!

Die Leipziger Erklärung kann man nachlesen hier.


Dicke Bretter und hochgekrempelte Ärmel

Martina Welchering. Foto: Angelika Staub

Mit Personalrat und DJV-Betriebsgruppe beim WDR für Feste und Freie

Marina Welchering ist freigestellte Personalrätin beim WDR. Seit Sommer 2016 kämpft sie an vorderster Stelle für die Rechte von Festen und Freien. Unterstützt wird sie von den vier ordentlichen Mitgliedern im Personalrat Elke Thommessen, Frank Stach, Jochen Reinhardt und Stephanie Hajdamowicz sowie 16 Ersatzmitgliedern. Zugleich ist sie Vorsitzende der DJV-Betriebsgruppe im WDR.
Das JOURNAL hat ein Interview mit ihr geführt, im Journal 1/2019 sowie online nachzulesen auf journal-nrw.de


Tarifvertrag Crossmediale*r Tischreporter*innen im WDR ab 01.03.2019

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,


der WDR und die Gewerkschaften DJV und ver.di haben sich auf einen ersten Tarifvertrag über crossmediale Honorare geeinigt. Geregelt ist darin die Honorierung von crossmedialen Tätigkeiten in den Redaktionen: Eine „crossmediale Tischreporterin“/ein „crossmedialer Tischreporter“ wird künftig je nach Aufwand mit unterschiedlichen Tagespauschalen honoriert.

Dieser Regelung hat am Dienstag der Gesamtvorstand des DJV-NRW als Große Tarifkommission zugestimmt. Grundlage waren auch die Rückmeldungen, die uns auf unsere Mail an alle WDR-Freien im DJV aus dem Januar erreicht haben. Der WDR-Verwaltungsrat und die Tarifkommission von ver.di hatten dem Vertrag bereits zugestimmt. Damit kann der Tarifvertrag ab März 2019 in Kraft treten.

Diese Regelung ist der erste Schritt, um die vom WDR einseitig eingeführten und aus unserer Sicht inakzeptablen Regelungen zur crossmedialen Honorierung in den Leuchttürmen vom Tisch zu bekommen und deren vom Haus geplante Ausweitung auf den gesamten WDR zu verhindern.

Der Tarifvertrag ist auf drei Jahre befristet, also bis Anfang 2022. Während der Laufzeit soll der Einsatz von crossmedialen Tischreportern/-innen regelmäßig evaluiert und von einer paritätisch besetzten Clearingstelle begleitet werden.

Worum geht es in dem Tarifvertrag?

In den crossmedial arbeitenden Bereichen des WDR kann es künftig einen crossmedialen Tischreporter/eine crossmediale Tischreporterin geben. Der Tischreporter/die Tischreporterin soll ausschließlich im „Innendienst“ einer Redaktion vorwiegend für crossmediale Autorentätigkeiten eingesetzt werden. Das können eigene Beiträge für alle Ausspielwege sein, aber zum Beispiel auch Recherchen für andere Kolleginnen und Kollegen. Das Rausgehen/-fahren und Einholen von O-Tönen oder einer Umfrage auf der Straße etwa zählt nicht zu den Aufgaben des Tischreporters/der Tischreporterin. Den vollständigen Tarifvertrag finden Sie hier im Download.

Die wichtigsten Punkte in der Übersicht:

  • Es gibt eine klare Eingrenzung der Tätigkeiten und die Klarstellung, dass es sich beim „Tischreporter“ um einen reinen Innendienst handelt.
    Hierzu gibt es eine Anlage mit Leistungspaketen (Download) und eine Liste mit Tätigkeitsbeispielen (Download), die im Einvernehmen im Rahmen einer gemeinsamen Kommission weiterentwickelt werden kann.
  • Der WDR hebt die Tagessätze (330/430 €) an. Im „Paket 3“ werden künftig 550 € gezahlt, das „Paket 1“ wird mit 350, „Paket  2“ mit 450 € honoriert.
  • Freie Mitarbeiter, die in einem solchen Tischreporterdienst tätig sind, können auf den gleichen Prognosetag weitere werkbezogene Honorarpositionen abrechnen.
  • Die Zahl der Tischreporterdienste wird auf durchschnittlich einen je Redaktion und Werktag begrenzt – zunächst auf WDR-weit 30, nach Start des Newsrooms maximal 50.
  • Der WDR stellt den Gewerkschaften quartalsweise Auswertungen zur Verfügung, aus denen die tatsächliche Anzahl der Tischreporterdienste hervorgeht. Verdichtete Ergebnisse der Evaluation sollen auch der Betriebsöffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
  • Bei Fragen zur Eingruppierung entscheidet eine paritätisch besetzte Clearingstelle. Diese soll gerade in der Anfangsphase für Sicherheit auf beiden Seiten sorgen.

· 
Was wird aus dem/der bisherigen „crossmedialen Tagesreporter/-in?“ und dem „Stufenmodell“?

Der jetzt tarifierte „crossmediale Tischreporter“ ersetzt das bisherige crossmediale Tagesreporter/-in-Modell aus den Leichttürmen Wissenschaft/Wirtschaft/Verbraucher. Außerdem wird der WDR das sogenannte crossmediale Stufenmodell bis auf weiteres nicht mehr anwenden. Beide Honorierungsmodelle hatte der WDR Mitte 2017 einseitig für die Leuchttürme eingeführt.

Wie geht es weiter?

Gewerkschaften und der WDR prüfen derzeit verschiedene Ideen, die die Zusammenarbeit mit den freien Kolleginnen und Kollegen verbessern sollen: Dazu gehören ein regelmäßiges Perspektivgespräch, eine WDR-interne Beschäftigungsbörse und eine kurzfristigere Absicherung bei sozialen Härten. Verschiedene Arbeitsgruppen arbeiten hierzu bereits an Konzepten.

Was ist mit anderen crossmedialen Tätigkeiten?

Insbesondere im geplanten Newsroom, aber auch in anderen Bereichen des WDR gibt es crossmediale Tätigkeiten, die von dem jetzt vorliegenden Tarifvertrag nicht abgedeckt werden, zum Beispiel für originäre non-lineare Ausspielwege. Die Gewerkschaften und der WDR haben sich deshalb darauf verständigt, im 2. Quartal über weitere Honorierungsmodelle zu verhandeln. Wie das aussehen kann, werden wir in den nächsten Wochen mit den Vertreterinnen und Vertretern der Freien im WDR besprechen.

Bei Rückfragen einfach melden:  volkmar.kahspamfilter@djv-nrwspamfilter.de.

Beste Grüße
Volkmar Kah


Jetzt anmelden! ARD/ZDF-Freienkongress am 5. und 6. April 2019 in Leipzig

Rund 18.000 freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei ARD, ZDF und Deutsche Welle beschäftigt.
Sie sind eine fundamentale Stütze der Rundfunkanstalten und erschaffen einen Großteil des
Programms.

Der vierte ARD/ZDF-Freienkongress findet statt
am 5. und 6. April 2019 beim Mitteldeutschen Rundfunk (Kantstraße 71-73, 04275 Leipzig)

Das Motto des Kongresses lautet: "Öffentlich. Rechtlich. Frei." Veranstalter ist der ARD-Freienrat in
Zusammenarbeit mit dem MDR-Freienrat. Unterstützt wird der Kongress vom MDR sowie den
Gewerkschaften DJV und ver.di. Die Kongressteilnahme ist kostenlos. Zur Anmeldung geht es hier.

Jour Fixe: Nach der Personalversammlung - noch offene Fragen

Am Mittwoch, 13. Februar 2019 fand der Jour Fixe statt. Wir hatten u.a. folgende Fragestellungen auf der Tagesordnung:

Welche Fragen sind nach der Personalversammlung offen geblieben? Welche Schwerpunkte nehmen wir daraus für die Arbeit und die Positionierung unserer   Betriebsgruppe mit? „Tischreporter“ – die verbindliche Vereinbarung für Freie im WDR. DJV-Umfrage in der Deutschen Welle zur Situation der Freien – Passt das auch zu uns? Hier geht es zur Umfrage.(Zur „Untersuchung zur sozialen und beruflichen Situation von freien Mitarbeiter*innen bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten“ der Rosa Luxemburg Stiftung geht es hier)

Der nächste Jour Fixe findet am 06.03.2019 statt. Die Einladungen erhalten alle DJV-Mitglieder im WDR. Sie sind noch kein Mitglied und möchten gerne mit dabei sein. Dann schreiben sie eine kurze Mail an martina.welchering@wdr.de.


Heute: 5 Personalrätinnen des DJV in der Sitzung des WDR-Personalrats. 13.02.2019. V.l. Barbara Brückner, Martina Welchering, Stephanie Funk-Hajdamowicz, Antje de Levie und Karen Gesierich.

Talkrunde: Hauptsache schnell und smart

Birgit Gudjonsdottir, Stephanie Funk-Hajdamowicz, Björn Staschen (v.l.). Foto: Corinna Blümel

Journalistinnen und Journalisten müssen inzwischen alles können: drehen, schneiden und texten. Am besten sollen sie komplette Beiträge mit dem Smartphone produzieren, das längst zum Allrounder im Mediengeschäft geworden ist, auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Aber was heißt das für die Qualität? Was machen die Kameraleute in Zukunft, was die CutterInnen und was die AutorInnen? Treten sie gegeneinander an oder bilden sie neue Teams? Mit diesen Fragen hat sich die Betriebsgruppe des DJV im WDR bei einer Abendveranstaltung in Köln auseinandergesetzt. Auf dem Podium saßen Kamerafrau Birgit Gudjonsdottir und Reporter Björn Staschen, der in der crossmedialen Nachrichtenredaktion des NDR arbeitet. Unter Moderation von Stephanie Funk-Hajdamowicz beleuchteten sie das Thema aus verschiedenen Perspektiven.

Als Leiter des „NextNewsLab“ beim NDR hat sich Björn Staschen intensiv mit den Möglichkeiten und Grenzen mobilen Arbeitens beschäftigt. Nach seiner Überzeugung ist das Smartphone geeignet, um journalistische Möglichkeiten zu erweitern, viele Kanäle zu bedienen und auch Beiträge fürs Aktuelle zu liefern – inklusive Tagesschau.

Natürlich sei das Smartphone nicht für alles geeignet. Aber gerade im Aktuellen biete das „kleine Besteck“ oft Vorteile, erklärte Staschen. Dazu zählt die Schnelligkeit des Produzierens. Weil der komplette Workflow übers Handy erledigt werden kann, könnten ReporterInnen zudem oft länger vor Ort bleiben und bekämen einen genaueren Eindruck vom Geschehen. Auch ließe sich oft eine größere Nähe zu Menschen herstellen, wenn nicht ein Videoreporter mit Kamera auf der Schulter anrücke oder sogar ein ganzes Team.

Für Birgit Gudjonsdottir kommt das Drehen mit dem Smartphone dagegen aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. Sie hat die Kamera bei zahlreichen Dokumentar- , TV- und Kinofilme geführt und wurde im vergangenen Jahr für ihr Lebenswerk mit dem deutschen Kamera-Ehrenpreis ausgezeichnet. Mit dem Smartphone zu drehen würde bedeuten, dass sie ständig auf das Gerät schauen muss, statt wie bei einer Kamera alles blind bedienen zu können. Aus ihrer Sicht sind  die technischen Möglichkeiten eben doch noch beschränkt. Mindestens ebenso wichtig: Sie möchte – trotz ihrer großen Erfahrung – neben dem Drehen nicht auf weitere Faktoren achten müssen. Bei Imagefilmen, die sie schon mal als Einzelkämpferin dreht, stelle sie hinterher oft fest, dass irgendwas nicht optimal war.

Einig waren sich beide Gäste, dass gute Kameraleute und andere ProduktionsmitarbeiterInnen für viele Bereiche unersetzlich bleiben. Und dass die Herausforderungen nur im Team zu bewältigen sind. „So wie wir uns zutrauen, immer mehr technische Aufgaben zu übernehmen, müssen wir umgekehrt Kameraleute und andere ermuntern, auch inhaltlich zu arbeiten“, warb Staschen. Und auch Gudjonsdottir findet: „Wir müssen mehr miteinander reden und einander zuhören.“ ||

Ein längerer Bericht erscheint im JOURNAL 1/19.

Update zu den Verhandlungen "Crossmediale Honorierung"

Derzeit verhandeln DJV und ver.di mit dem WDR darüber, die vom WDR einseitig eingeführten und aus unserer Sicht inakzeptablen Regelungen zur crossmedialen Honorierung in den Leuchttürmen vom Tisch zu bekommen und deren vom Haus geplante Ausweitung auf den gesamten WDR zu verhindern.

Ziel war und ist es, den im tariflosen Raum entstehenden Wildwuchs an Honoraren zu stoppen, sowie transparente und akzeptable Konditionen zu schaffen. Zudem wollen wir Verbesserungen mit Blick auf Beschäftigungsperspektiven für Freie und die geltenden Bestandsschutzregeln erreichen.

Heute kann ich Ihnen und Euch mitteilen, dass wir hier aus Sicht der Verhandlungskommission erste Erfolge verbuchen können, die als Gesamtpaket zu sehen sind:

  1. Der WDR wird das von ihm einseitig eingeführte Stufenmodell ab März 2019 bis auf weiteres nicht mehr anzuwenden. Im Gegenzug haben wir uns bereiterklärt, dass bis zum Ende des 2. Quartals 2019 insgesamt neue Honorierungsmodelle gefunden werden, die jenseits von Tagespauschalen im crossmedialen Umfeld eingesetzt werden können, den besonderen non-linearen Anforderungen Rechnung tragen und auch im geplanten Interims-Newsroom angewendet werden können. Wie das aussehen kann, werden wir in den nächsten Wochen mit den Vertretern der Freien im WDR besprechen.
  2. Für den ebenfalls einseitig eingeführten „Tagesreporter“ haben wir erhebliche Verbesserungen erreicht, die im Rahmen eines befristeten Tarifvertrages für die Jahre 2019 bis 2021 vereinbart werden könnten. Die Entscheidung hierzu fällt unsererseits Ende Februar im zuständigen Gesamtvorstand nach Abschluss einer hoffentlich breiten Diskussion zu der diese Mail der Auftakt sein soll. Den Entwurf des Tarifvertrages finden Sie hier.

    Hier schon einmal die wichtigsten Verbesserungen zum Status quo:

    • Es gibt eine klare Eingrenzung der Tätigkeiten und die Klarstellung, dass es sich beim    „Tischreporter“ um einen reinen Innendienst handelt. Hierzu gibt es eine Anlage mit Leistungspaketen und eine Liste mit Tätigkeitsbeispielen, die im Einvernehmen im Rahmen einer gemeinsamen Kommission weiterentwickelt werden kann. Diese finden Sie hier.
    • Der WDR hebt die Tagessätze (330/430 €) an. Im „Paket 3“ werden künftig 550 € gezahlt, das „Paket 1“ wird mit 350, „Paket 2“ mit 450 € honoriert.
    • Freie Mitarbeiter, die in einem solchen Tagesdienst tätig sind, können auf den gleichen Prognosetag weitere werkbezogene Honorarpositionen abrechnen.
    • Die Zahl der Innendienste wird auf durchschnittlich einen je Redaktion und Werktag begrenzt – zunächst auf WDR-weit 30, nach Start des Newsrooms maximal 50.
    • Der WDR stellt den Gewerkschaften quartalsweise Auswertungen zur Verfügung, aus denen die tatsächliche Anzahl der Tagesdienste als Tischreporterin oder Tischreporter hervorgeht. Verdichtete Ergebnisse der Evaluation sollen auch der Betriebsöffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
    • Bei Unstimmigkeiten über die richtige Eingruppierung entscheidet eine paritätisch besetzte Clearingstelle.

  3. Parallel dazu wurden Arbeitsgruppen eingerichtet, die Instrumente erarbeiten sollen, mit denen für die freien Mitarbeitenden eine größere Transparenz mit Ausrichtung auf Kommunikation und Beschäftigungsperspektiven aufgezeigt werden kann. Im Einzelnen sind das:

    • Perspektivgespräch Konzeption eines Perspektivgesprächs für freie Mitarbeitende (Definition von    Inhalt, Anlass und Ziel) nicht nur bei Veränderungen.
    • Kurzfristigere Absicherung bei sozialen Härten Wie lässt sich mehr Sicherheit schaffen – durch schnelleres Greifen von Unterstützungsleistungen? Ermittlung von Härten bei der Anwendung des Sozial- und Bestandsschutztarifvertrages (SubSchTV).
    • Beschäftigungsbörse für freie Mitarbeitende Welche Möglichkeiten können für Redaktionen und freie Mitarbeitende geschaffen werden, sich gegenseitig über Beschäftigungsmöglichkeiten zu informieren (Beschäftigungsbörse für freie Mitarbeitende)? Damit soll auf der einen Seite die Suche nach geeigneten und interessierten freien Autoren für die Programmbereiche und auf der anderen Seite freien Mitarbeitern die Suche nach Beschäftigungsmöglichkeiten erleichtert werden.

Dieser Zwischenstand wird festgehalten in einem „Letter of Intent“.

Die Verhandlungskommission des DJV freut sich auf Ihr und Euer Feedback sowie Fragen an volkmar.kahspamfilter@djv-nrwspamfilter.de. Dies wird auch Grundlage der Entscheidung des Gesamtvorstandes Ende Februar sein.

Für die Verhandlungskommission

Volkmar Kah

Jour Fixe der Betriebsgruppe im WDR, 7.11.2018 in Köln

Einladung:  Neustrukturierung – Eure Meinung

Es ist viel Unruhe im WDR: der kritische Bericht von Monika Wulf-Mathies zu Machtmissbrauch und Missmanagement, die Neuaufteilung der Direktionen, der geplante Interimsnewsroom, der geplante „Kulturwandel“ – was bedeutet das für die Arbeit als Redakteur*in, als Freie/r, was bedeutet das fürs Programm.

Wir wollten dazu Eure Meinung hören und wissen, wo ihr den meisten Handlungsbedarf seht, welche Arbeitsaufträge ihr uns mitgeben könnt. Wir – das sind die freigestellten, ordentlichen und Reserve-Mitglieder des Personalrats des DJV – treffen uns jeden 1. Mittwoch im Monat zum Jour Fixe. Wegen der Brisanz der Themen hatten wir alle DJV-Mitglieder im WDR eingeladen.

Das Protokoll gibt es hier im Download

Urheber*innen unter Druck! - DJV-Justiziar Benno Pöppelmann zu Gast in Köln

Linkes Foto: Benno Pöppelmann, Justiziar DJV, Martina Welchering, Vorsitzende DJV-Betriebsgruppe im WDR, Christian Weihe, Justiziar DJV-NRW (v.l.n.r.) und rechtes Foto: die Teilnehmer der Veranstaltung im Vierscheibenhaus in Köln. Fotos: Stephanie Hajdamowicz

Köln 26.09.2018. Immer häufiger arbeitet auch der WDR Beiträge von freien Mitarbeitern um und verwendet sie ganz oder in Ausschnitten in anderen Medien. Und immer häufiger passiert dies, ohne dass der Autor eingebunden ist. Betroffen sind nicht nur die Beiträge selbst, sondern manchmal auch nicht verwendete Materialien.

Immer wieder überschreitet der WDR dabei die Grenze des rechtlich zulässigen. Das ist das Ergebnis einer Veranstaltung der DJV-Betriebsgruppe zum Thema Urheberrecht. Benno Pöppelmann, DJV-Justiziar,  stand im Mittelpunkt des Gesprächs und beantwortete die vielen Fragen rund ums Urheberrecht.

Dabei wurde auch deutlich: Es gibt einen Dissens zwischen WDR und DJV zum Thema „Zentrale Ausspielplattform“. Viel zu leicht gibt es hier die Zugänge auf das Material, das unter anderem Autoren mit oder ohne Team dort einstellen. Die WDR-Position, dem WDR gehöre alles Selbstgedrehte, teilt Pöppelmann nicht.

Aber das war nicht der einzige Kritikpunkt an diesem spannenden Abend im Vierscheibenhaus: So reduziert der WDR die Zahl der Verträge mit einer W-Kennzeichnung, so jedenfalls der Eindruck der Urheber. Ebenfalls ist die uneinheitliche Linie im WDR kritisiert worden: Einige Redaktionen bezahlen beispielsweise die Veröffentlichung von Bildern und kurzen Videos auf Facebook, andere nicht.

Benno Pöppelmann betonte, dass freie Journalist*innen auf die Einhaltung ihrer tarifvertraglichen Rechte bestehen sollten. Auch das Erstellen von Werken für soziale Medien sei beispielsweise tarifiert. Dies gelte auch dann, wenn der Auftrag nicht vom Programmbereich Internet käme.

Für alle Fragen zum Urheberrecht stehen die Anwälte des DJV-NRW für Rechtsberatungen zur Verfügung.

Tel. 0211 – 2 33 99-0, zentalespamfilter@djv-nrwspamfilter.de

Erfolgsregisseur Uwe Janson war Gast des DJV-NRW: Wir müssen Mut zu neuen Inhalten haben!

Uwe Janson diskutierte lebhaft mit den Teilnehmern im Vierscheibenhaus. Foto: Beate Krämer

Von den Besten lernen: Uwe Janson macht seit Jahren vor, wie gute (Fernseh-) Filme gemacht werden, darunter „Tatort“ und „Himmel und Hölle“. Der DJV-NRW hatte deshalb auf Initiative der Betriebsgruppe des WDR in Köln den bekannten Regisseur unter dem Motto „Wir müssen endlich über Inhalte streiten“ eingeladen. Fernsehredakteurin Barbara Brückner moderierte den Abend.

Janson hatte viel zu erzählen aus seinen langen Berufsjahren, seinen Erfolgen und seinem Scheitern. Seine Erfahrungen mit anderen Kulturen waren für ihn besonders prägend. Er schätzt das „miteinander umgehen“ gemischter Teams, die Nähe und Austausch zulassen. „Respekt, Verantwortung und Mut“ sind die Begriffe, die für ihn für den Erfolg im Leben und beim Filmemachen stehen. Respekt, des Redakteurs gegenüber dem Regisseur, des Regisseurs gegenüber seinem Team. Nur durch das Zulassen kreativer Freiräume und Vertrauen könne etwas Gutes entstehen. Unzulänglichkeiten zuzugeben und den Mut zu haben, sich zu öffnen seien der Garant dafür, dass ungewöhnliche Themen und Geschichten zu guten Filmen werden. Nicht alleine die Zuschauerquoten sollten für Intendanz und Redaktion entscheidend sein, sondern vielmehr „das Herzstück einer Idee“, das zum richtigen Autor eines Films führt.

Janson ermunterte die Teilnehmer, die am gestrigen Abend immer wieder angesprochenen Hindernisse des Arbeitsalltags anzugehen und zu überwinden. Aufgabenverteilung und Aufgabenhoheit müssten klar definiert werden und dürften ruhig in Frage gestellt werden. In der Arbeitsbeziehung seien Mut, Respekt und Vertrauen sowie flache Hierarchien wichtig, nicht aber das Controlling. Der Redakteur müsse als guter Fragesteller den Regisseur führen, aber keine Grenzen setzen. Den Redakteur (und die Intendanz) sieht er als Schlüssel zum Erfolg, um das deutsche Fernsehen zu retten und den Streaming-Diensten etwas entgegenzusetzen. Die Deutschen hätten das Potential, aber es müssten Freiräume für kreative Projekte geschaffen werden, die das eine oder andere Highlight entstehen lassen. „Man braucht ein Spielfeld, um spielen zu können, dann machen wir denen Konkurrenz“, ist Janson überzeugt.

Stephanie Hajdamowicz in den Vorstand des ARD Freienrates gewählt

Stephanie Hajdamowicz. Foto: Thomas Schwarz
Stephanie Hajdamowicz.       Foto: T. Schwarz

Stephanie Hajdamowicz, Fernseh- und Hörfunkjournalistin beim WDR und Vorsitzende des DJV-NRW-Fachausschusses Rundfunk ist in den Vorstand des ARD Freienrates gewählt worden.

Neben Hajdamowicz gehören dem Vorstand Christoph Reinhardt (RBB), Christina Fee Moebus (Radio Bremen) und Stefan Tiyavorabun (SWR) an. Auf seiner konstituierenden Sitzung in Berlin haben die Delegierten der öffentlich-rechtlichen Sender beschlossen, 2018 einen Freienkongress in Bremen auszurichten. Am 20. und 21. April 2018 soll es um Qualität, Arbeitsbedingungen und Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehen. Die Gewerkschaften DJV und ver.di werden die Kolleginnen und Kollegen dabei unterstützen.

Bei ARD und ZDF sind derzeit mehr als 18.000 arbeitnehmerähnliche „feste Freie“ beschäftigt. „Wir Freie sind diejenigen, die das Programm wesentlich gestalten. Aber trotzdem werden wir als Beschäftigte zweiter Klasse behandelt“, sagte Christoph Reinhardt.

Der ARD-Freienrat, im April 2017 gegründet, bündelt die Interessenvertretungen für Freie der ARD-Sender (Personalräte, offizielle Freienvertretungen und basis-organisierte Vertretungen). Die jeweiligen Interessenvertretungen der Sender entsenden jeweils zwei Delegierte in den Freienrat. Damit ist eine Sicherstellung der Kommunikation zwischen den Interessenvertretungen gewährleistet; zudem ist der ARD-Freienrat auch Ansprechpartner nach außen

Mehr Informationen dazu hier.