Deutscher Journalisten-verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

Personalratswahl 2016

WDR-Personalratswahlen

DJV-Liste kommt auf fünf Sitze im neuen Gremium

Am 8. und 9. Juni wurde beim WDR ein neuer Personalrat gewählt. Für den DJV votierten 880 Mitarbeiter. Die Anzahl der DJV-Sitze liegt damit bei fünf. Einen Sitz musste die Betriebsgruppe an die VRFF (Vereinigung der Rundfunk-, Film- und Fernsehschaffenden) abgeben. Sie erhielt 540 Stimmen und kommt damit auf drei Sitze (vormals zwei). Stärkste Kraft im neuen Personalrat bliebt Ver.di mit insgesamt 1.984 Stimmen und somit wie in der Amtszeit zuvor 13 Sitzen. Die DOV [...]
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Vor der Personalratswahl: Mit einem Hamster gegen das Hamsterrad

Foto: Petra Hengholt

"Raus aus dem Hamsterrad" - in das sich immer mehr WDR-Kolleginnen und -Kollegen als Folge der zahlreichen Spar- und Stellenabbau-Maßnahmen gepresst fühlen - ist unser zentraler Slogan für den auf vollen Touren laufenden Personalratswahlkampf. Für den DJV haben die zunehmenden
Belastungen für die MitarbeiterInnen in Redaktion, Produktion und Verwaltung die Grenzen des Zumutbaren erreicht, in Einzelfällen auch überschritten. Im Hamsterrad lässt sich nicht stets und ständig ein tolles Programm entwickeln und produzieren. Im Hamsterrad wird der Laden mit hechelnder Zunge gerade so am Laufen gehalten - das ist oft zu wenig für die Programmqualität und immer schlecht für die Gesundheit der Mitarbeiter. Für Widerstand gegen das Hamsterrad wann immer es geht, steht der DJV auch im Personalrat. Am Mittwoch haben zahlreiche DJV-Mitglieder vor und in den Kölner WDR-Gebäuden nochmal auf diese Aussage aufmerksam gemacht. Auch an der Einfahrt zum Parkhaus hatte sich ein Hamster in Persona des DJV-Landesvorsitzenden und Personalrats Frank Stach postiert, unterstützt von Personalrats-Kandidatin Antje de Levie.  

DJV-Liste wählen: Gutes Programm für alle!

Elke Thommessen, Redakteurin, PG Show, Kabarett, Comedy FS

Elke Thommessen, 49

Im WDR

Seit 1991, angefangen als studentische Hilfskraft in der Chefredaktion Fernsehen, dann freie Autorin und Realisatorin für 1000 Hertz und Lollo Rosso, später Programmvolontariat, dann freie Autorin und Produzentin. Redakteurin seit 2003, zunächst in der Kultur, dann im Kabarett, zur Zeit in der PG Show, Kabarett und Comedy, verantwortlich für Ladies Night, RebellComedy, PussyTerror und Soloprogramme.


Vor dem WDR

Studium der Politologie und diverse Jobs in der Industrie von Leiterplattenbestückung bis hin zur Lagerverwaltung

 

Neben dem WDR

Mutter, Ehefrau, Leseratte und Standard- und Lateintänzerin

 

Für den WDR

Ich will mich im Personalrat dafür stark machen, dass gute Arbeit auch weiterhin gut honoriert, entlohnt und geschätzt wird. Nur so können wir die Existenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sichern.

Steffi Hajdamowicz
Freie, Duisburg
Stephanie Hajdamowicz

Stephanie Hajdamowicz

Im WDR

Seit 2007 im WDR, zurzeit Autorin und Reporterin für die Lokalzeit aus Duisburg, auch Einsätze für Hier und Heute und aktuelle Themen. Für investigative Recherchen brenne ich. Personalrätin seit vier Jahren.

 

Vor dem WDR

Diplom-Studium mit Schwerpunkt Politikwissenschaften, Volontariat bei der Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung, viele Jahre als Tageszeitungsredakteurin im Einsatz zwischen Essen, Düsseldorf und Berlin, Aus- und Fortbildungsredakteurin für den WAZ-Konzern, Betriebsrätin bei der NRZ, Pressesprecherin des Landtags Nordrhein-Westfalen. Und davor freie Journalistin.

 

Neben dem WDR

Kino, Ballett, Theater, Kochen, Sprachen und vor allem Weltenbummlerin. Zurzeit viel unterwegs in China. Fasziniert von Yunnan und Tibet. Aber auch großer Fan von Latein- und Südamerika.

 

Für den WDR

Ich wünsche mir, dass Freie beim WDR stärker als bisher gehört werden. Ohne uns gäbe es kein Programm. Und ohne die Festen auch nicht. Daher bin ich für mehr Teamwork, für ein Miteinander von Festen und Freien. Von Jungen und Alten. Und für faire Honorare und ein hochwertiges Programm.

Antje de Levie, Redakteurin, PG Wirtschaft FS

Antje de Levie

Im WDR

Seit 2006 Redakteurin bei „markt“. Zuvor Chefin vom Dienst in der Redaktion des Politik-Talkformats „hartaberfair“ sowie Redakteurin und Reporterin beim ARD-Morgenmagazin. Begonnen als Redakteurin und Reporterin für WDR2 beim Morgen- und Mittagsmagazin und bei „Der Tag heute“.

 

Vor dem WDR

Abgeschlossenes Studium Publizistik, Germanistik, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften in Köln und Münster. Nach freier Tätigkeit neben dem Studium für NDR, WDR und RBB,  war ich zwischenzeitlich beim WDR als Redakteurin, dann als Chefin vom Dienst bei Stern TV.

 

Neben dem WDR

Das ist Privatsache und soll es auch bleiben.

 

Für den WDR

Für einen starken, kritischen Personalrat, der sich Zeit für die Probleme der Kollegen nimmt und auch dran bleibt. Für einen Personalrat, der junge und ältere Kollegen in ihrem Einsatz und ihrer Motivation für ihre Arbeit unterstützt. Für einen Personalrat, der sich auch mal unbeliebt macht und nervt, wenn etwas  hinterfragt werden sollte oder Klärung bedarf.

Barbara Brückner, Redakteurin, PG Kultur FS

Barbara Brückner, 52

Im WDR

Seit 1996 im Haus, Einstieg als Redakteurin in der Pressestelle, dann 2001 Wechsel in die Kultur, aktuell Fernsehen, „WestART Talk“, „WestART Magazin“ und „Deutscher Kamerapreis“. Zwischenzeitlich für anderthalb Jahre Mitgestalterin beim WDR 5 Kulturmagazin „Scala“.

 

Vor dem WDR

Magister in Germanistik, Politik und Romanistik, Volontariat bei der Presseagentur Deutscher Film- und Fernsehdienst. Dann Privatfernsehen. Bei RTL und SAT 1 unterschiedliche Talk-Formate betreut.

 

Neben dem WDR

Privat und beruflich verschlinge ich Bücher aller Genres. Gehe gerne wandern und ins Kino. Halte mich mit Yoga und Unkraut jäten im Schrebergarten fit. Reisen nach Berlin zur Familie und in die Berge.

 

Für den WDR

Gute Arbeitsstrukturen, gute Arbeitsatmosphäre und gute Bezahlung sind die Voraussetzungen für gute Ergebnisse. Dafür will ich mich stark machen.

Brigitte Simnacher, Redakteurin, Pol. u. Zeitg. HF

Brigitte Simnacher

Im WDR

Seit 1993, Redakteurin und Moderatorin bei den Echos auf WDR 5, vorher WDR 2, 3 und 4, Studio Köln.

 

Vor dem WDR

NDR Volontärin und Redakteurin

 

Neben dem WDR

Familie, Reisen, Sport, Briten-Fan

 

Für den WDR

Stellenabbau und Sparvorgaben dürfen nicht Kreativität und Qualität killen.

Robert Franz
Freier, Internet, HF, FS

Robert Franz, 47

Im WDR

Autor und Reporter für Online, Fernsehen und Radio. Freie Mitarbeit im PBI, der PG Aktuelles und im Studio Wuppertal.

 

Vor dem WDR

Studium der Politikwissenschaft

 

Neben dem WDR

Viel ehrenamtliches Engagement, dazu Fitness im Freien mit dem Rad und Erholung bei der Arbeit im Garten.

 

Für den WDR

Im Personalrat will ich mich dafür einsetzen, dass Arbeitsbedingungen und finanzielle Ausstattung weiterhin einen relevanten und fundierten Journalismus ermöglichen.

Frank Stach
Freier, Dortmund

Frank Stach, 53

Im WDR

Seit 1992, freier Autor und im Hörfunk und Fernsehen, WDR Studio Dortmund

 

Vor dem WDR

Während des Studiums, Mitherausgeber, Drucker und Redakteur der Stadtzeitung „Holzwurm“, Studium der Philosophie, Geschichte und Germanistik, Volontariat Rundfunkredakteur in Baden-Württemberg

 

Neben dem WDR

DJV-Landesvorsitzender und Windsurfer, bis jüngst zum Kreuzbandriss Volleyballer

 

Für den WDR

Mein Thema ist der faire Wandel. Der WDR muss alle auf Augenhöhe in die neuen Zeiten mitnehmen. Hier verzweifele ich oft an den Zumutungen, denen gerade Freie ausgesetzt sind. Und nehme kopfschüttelnd wahr, wie wenig die festen Kolleginnen und Kollegen mitgenommen werden.

Karen Gesierich, Redakteurin, PB Internet

Karen Gesierich, 54

Im WDR

Seit 1992 (mit längerer Familienzeit), Redakteurin beim Videotext / PB Internet

 

Vor dem WDR

Volontariat bei den „Westfälischen Nachrichten“, während des Studiums (MA) verschiedene Tätigkeiten als Freie v.a. im Bereich Sport, danach wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Bundestagsverwaltung

 

Neben dem WDR

Familienmensch mit großem Freundeskreis und Vorliebe fürs Schwimmen (früher mal Paralympics-Teilnehmerin), Lesen, Fotografieren

 

Für den WDR

Über die Arbeit im Personalrat möchte ich dazu beitragen, dass in Zeiten extremer Arbeitsverdichtung Feste und Freie, Alte und Junge nicht auseinanderdividiert werden und gemeinsam zu fairen Bedingungen an guten journalistischen Produkten arbeiten können.

 

Nicolas Parman
Freier, Servicezeit FS

Nicolas Parman, 30

Im WDR

Seit 2013, freier Autor, vor allem bei der Servicezeit.

 

Vor dem WDR

Volontariat an der RTL Journalistenschule und während des Politik- und Wirtschaftsstudiums freier Autor bei der Rheinischen Post.

 

Neben dem WDR

Teilzeit-Online-Redakteur beim anderen Kölner Sender mit drei Buchstaben.

 

Für den WDR

Im Personalrat will ich mich für die Freien stark machen – denn wir sind es, die den Spardruck oft zuerst zu spüren bekommen.

Florian Peter, Redakteur, PG Nachrichten HF

Florian Peter, 35

Im WDR

Seit 2008, Redakteur in den Hörfunknachrichten in Köln, vorher im Studio Dortmund 

 

Vor dem WDR

Journalistik-Studium, freier Mitarbeiter bei Zeitungen, Hörfunk und Fernsehen, Trainer für gutes Texten, Präsentieren und Reden schreiben.

 

Neben dem WDR

Sport, Kino, Musik und Fotografie

 

Für den WDR

Ich will mich im Personalrat vor allem für die jungen Kollegen einsetzen, die sich oft von Zeitvertrag zu Zeitvertrag hangeln – und selten eine wirkliche Perspektive haben. Dabei sind sie die personelle Zukunft des Senders.

Heide Rasche, Redakteurin, Duisburg FS

Heide Rasche, 56

Im WDR

Seit den 90ern, erst lange frei, dann als Redakteurin im Studio Siegen HF und FS, danach bei den WDR 2-Nachrichten, dann als HF-Korrespondentin im ARD-Studio Moskau und jetzt bei der Lokalzeit für Duisburg und den Niederrhein.

 

Vor dem WDR

Historikerin, Zeitungsredakteurin, Freie für Agenturen und ARD-Anstalten.

 

Neben dem WDR

Reisen, Reisen, Reisen… Lesen.

 

Für den WDR

Ich versuche, mich für ein respektvolles Miteinander von alten und jungen KollegInnen einzusetzen, ganz gleich ob Feste oder Freie, auch in turbulenten Zeiten.

Karikatur
Berndt A. Skott

Da geht nix mehr!

Reform jagt Reform, überall Hektik. Dabei sollen wir sauber recherchieren, alle Formate zuliefern, Software und Hardware meistern. Allmählich ist Schluss: Da geht nix mehr!

Martina Welchering, Redakteurin, WDR 2, HF

Martina Welchering, 53

Im WDR

Seit 1996. Zuerst freie Autorin bei der AKS, danach Redakteurin  im WDR 2 Morgen-, Sonntags-, Nachrichten- und Mittagsmagazin

 

Vor dem WDR

Studiert, in Tokio beim NHK gearbeitet und bei der Deutschen Welle volontiert, danach beim Deutsche Welle Funkjournal rund um die Uhr gesendet

 

Neben dem WDR

Unternehme ich viel mit der Familie, mit Freunden und bin politisch engagiert. Außerdem bin ich gerne im Grünen und lese viel.

 

Für den WDR

Nur motivierte MitarbeiterInnen machen gutes, niveauvolles Programm. Familienfreundliche Arbeitsstrukturen, ernsthaftes Diversity-Management und wertschätzendes Miteinander dürfen nicht Sparzwängen zum Opfer fallen, sondern müssen verbessert und weiterentwickelt werden. Raum-, Büro- und Umzugsplanung mit Augenmaß und langfristigen Konzepten - das spart Kosten und Nerven.

David Ohrndorf
Freier, PB Internet

David Ohrndorf, 40

Im WDR

Seit 2004, WDR Programmvolontär, Redakteur ARD Morgenmagazin, anschließend Freier für Fernsehen (PG Wirtschaft und Recht u.a.) und Internet, WDR Digit, Co-Erfinder des multimedialen Storytelling-Tools „Pageflow“, VR und 360°-Videos

 

Vor dem WDR

Lokalradio in Siegen, SWR DASDING, PC Praxis, BWL-Studium

 

Neben dem WDR

Fotografieren, Reisen, Nerd-Kram

 

Für den WDR

Ich bin extrem technikaffin und freue mich über die neue Crossmedialität im WDR – gleichzeitig ärgere ich mich darüber, wenn es heißt „das kann die Kollegin / der Kollege doch noch nebenbei mitmachen“. Wer neue Dinge machen möchte, muss dafür auch genügend Ressourcen haben – darauf achte ich im Personalrat.

Gisela Palmes, Redakteurin, ARD MoMa FS

Dr. Gisela Palmes, 60

Im WDR

Seit 1989 Redakteurin im WDR, nach verschiedenen Stationen im WDR nun im ARD Morgenmagazin, Ersatzmitglied im Personalrat.

 

Vor dem WDR

Abgeschlossenes Studium der Sozialarbeit, Hispanistik- und Soziologiestudium mit Promotion, freie Tätigkeit als Autorin/Realisatorin.

 

Neben dem WDR

Politisch und kulturell interessiert, sozial engagiert und gerne in der Welt auf Reisen.

 

Für den WDR

Ich hoffe, wir können im Personalrat trotz Sparmaßnahmen und Restriktionen noch mehr mitgestalten und uns weiterhin für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in allen Bereichen einsetzen.

Angelina Konrad, Redakteurin, PB Internet

Angelina Konrad, 55

Im WDR

Seit 1981 – zuerst Tontechnikerin im Hörfunk, seit 20 Jahren Redakteurin, jetzt im PB Internet.

 

Vor dem WDR

Ausbildung zur Tontechnikerin

 

Neben dem WDR

… bin ich im Netz unterwegs, baue Wein an und mache Kunst.

 

Für den WDR

Crossmedialität ist gut, aber vor lauter Crossmedialität darf der Mensch nicht vergessen werden.

Thomas Schwarz
Freier, Dortmund HF

Thomas Schwarz, 50

Im WDR

Seit 1995, freier Journalist und Autor, zunächst für 1Live, dann WDR 2, später für das Studio Dortmund und alle Hörfunkwellen vorwiegend in den Themenbereichen Medizin und Landwirtschaft.

 

Vor dem WDR

Studium der Medizin und Approbation als Arzt. Während des Studiums Tätigkeit in der Krankenpflege auf einer Intensivstation. Zuvor Zivildienst in der Krankenpflege.

 

Neben dem WDR

Kongress- und Veranstaltungsmoderator, Landmaschinenführer, kirchlich engagiert u.a. als Küster und in der Jugendarbeit. Außerdem Jogger, Mountainbiker und Sammler von Landmaschinenmodellen eines bekannten Herstellers aus Lüdenscheid.

 

Für den WDR

Ein hochwertiges und niveauvolles Produkt für Hörerinnen und Hörer, Zuschauerinnen und Zuschauer, Nutzerinnen und Nutzer schaffen. Die Marke WDR muss für Qualitätsjournalismus stehen. Daran sollen feste wie freie, junge wie alte Mitarbeiter zu fairen Bedingungen arbeiten. Dazu zählen besonders ein wertschätzender und verständnisvoller Umgang miteinander, gute arbeitsmedizinische / gesundheitliche Rahmenbedingungen und eine faire Bezahlung / Honorierung.

Karikatur
Jan Tomaschoff

Ein starkes Team!

Ob fest oder frei, ob Redaktion oder Technik, ob vor oder hinter der Kamera: Im WDR stärken wir uns gegenseitig den Rücken. Der DJV im WDR: ein starkes Team!

Jochen Reinhardt, Redakteur, Münster FS

Jochen Reinhardt, 61

Im WDR

Seit 2004 Redakteur im Studio Münster, vorher im Studio Bielefeld und gelegentlicher Aushelfer an Rhein und Ruhr. Personalrat seit 2012.

 

Vor dem WDR

Tageszeitungs- und Zeitschriftenredakteur, Reiseleiter, Verlagskaufmann, Student, Freier Journalist und Öffentlichkeitsarbeiter

 

Neben dem WDR

Aktiver und passiver Sportler, Reisender und Konsument von Druckwerken aller Art und Größe. Ehrenamtliches Engagement für Transparency International und den VCD.

 

Für den WDR

Ich will mich im Personalrat und darüber hinaus im WDR dafür einsetzen, dass wir für relevanten und guten Journalismus weiterhin ausreichend Menschen, finanzielle Mittel und Zeit vorhalten. Und das in allen Bereichen und Gewerken!!

Imke Marggraf, Redakteurin, PG Politik u. Zeitgeschehen HF

Imke Marggraf, 48

Im WDR

Seit 1996 – per Programmvolontariat, danach erst frei und bimedial, später fest im Radio: WDR 3 (Zeitzeichen), WDR 5 (Neugier genügt, Funkhausgespräche, Politik und Zeitgeschehen), zwischendurch unterwegs in Düsseldorf (Westblick), Köln und Kleve

 

Vor dem WDR

Bücher verkauft, frei reportiert (für den HR), viel studiert (Theaterwissenschaften, Literatur, ein bisschen VWL) und einen Master aus UK mitgebracht

 

Neben dem WDR

„Huisje, boompje, beestje“: Mit meiner Familie wohne ich in den Niederlanden, zum Ausgleich brauchen wir in den Ferien Berge, Berge, Berge – zuhause auch Wasser (in Bahnen) und Noten (zum Singen)

 

Für den WDR

Ich will mich im Personalrat und darüber hinaus dafür einsetzen, dass wir vor lauter Bildschirmarbeit den unmittelbaren Kontakt zu Kollegen und Publikum nicht aus den Augen verlieren.

Thomas Becker
Freier, Essen

Thomas Becker, 58

Im WDR

Seit 1992, seitdem freier Hörfunk- und Fernsehautor im Studio Essen, Schwerpunkt: Kriminalität, Justiz, Prozesse.

 

Vor dem WDR

Studium Deutsch und Geschichte, Taxifahrer, Rock- und Straßenmusiker, Verlagslektor bei Rowohlt.

 

Neben dem WDR

Immer noch Musik, und Fußball, Familie, Fahrrad, Feierabend.

 

Für den WDR

Ich setze mich im DJV und im WDR dafür ein, dass Freie fair behandelt werden. Das würde ich auch im Personalrat tun.

Miltiadis Oulios
Freier, FH Europa

Miltiadis Oulios, 43

Im WDR

Seit 2001, freier Autor und Moderator im Hörfunk, vor allem im Funkhaus Europa und in WDR 5.

 

Vor dem WDR

Volontariat bei der IT-Fachzeitschrift „iConomy“ und während des Geschichts- und Soziologie-Studiums in Köln freier Lokalautor für die Kölnische Rundschau.

 

Neben dem WDR

Buchautor, Vortragsredner und Veranstaltungsmoderator und in der Freizeit Musiker und Karateka.

 

Für den WDR

Ich will mich im Personalrat dafür einsetzen, dass auch in Zeiten des Sparens die soziale Verantwortung eines öffentlich-rechtlichen Senders gegenüber seinen festen wie freien Mitarbeitern ernst genommen wird.

Petra Hengholt, Redakteurin, daheim + unterwegs, FS

Petra Hengholt, 61

Im WDR

Seit 1987, zur Zeit Redakteurin bei daheim + unterwegs, davor in den Studios Köln und Bonn und im ARD-Morgenmagazin, freigestellte Personalrätin als Teilzeitkraft seit vielen Jahren.

 

Vor dem WDR

Abgeschlossenes Germanistikstudium, freie Tätigkeit für ARD-Anstalten, kurz Redakteurin in einer Nachrichtenagentur.

 

Neben dem WDR

Kino, Kunst- und Literaturkonsumentin, Rennbahnbesucherin, Reisende.

 

Für den WDR

Ich hoffe, wir können im Personalrat den KollegInnen helfen, in diesen harten Zeiten ihre tarifvertraglichen Rechte durchzusetzen, und neue Technologien und Arbeitsplätze mitarbeiterfreundlich gestalten.

Karikatur
Heiko Sakurai

DJV-Betriebsgruppe

Telefon

0221 / 220 - 6221

 

Zimmer

VSH 437

 

www.djv-im-wdr.de

 

Herwig Knips: "Gesundheitsmanagement kann Fehlverhalten aufdecken"

Herwig Knips

Im Juni wird der neue Personalrat gewählt. In loser Folge berichten an dieser Stelle DJV-Personalrats-Mitglieder über ihre Erfahrungen in dem Gremium.

Heute: Herwig Knips, Radio-Redakteur in vielen WDR-Redaktionen, war zuletzt freigestelltes Personalratsmitglied. Ende des Jahres geht er in den Ruhestand und kandidiert deshalb nicht erneut für die Mitarbeitervertretung.

In den rund 12 Jahren im Personalrat mit unterschiedlichen Aufgaben habe ich sowohl Erfreuliches und auch Ärgerliches erlebt.
Zu den schönen Erfahrungen gehört zum Beispiel die konkrete Hilfe für einen Kollegen, der nach einem Betriebsunfall nicht mehr im alten Beruf arbeiten konnte und in der Privatwirtschaft wohl seinen Job verloren hätte. Zum Glück konnte zusammen mit der Personalabteilung und natürlich mit dem Biss des Kollegen eine Weiterbildung erfolgreich eingefädelt und abgeschlossen werden. Nach zwei harten Jahren und einer neuen Ausbildung konnte der Kollege höher qualifiziert eingesetzt werden und verdient inzwischen mehr als ursprünglich. So ein Erfolg macht froh.

Ganz anders die Erfahrung mit einer sogenannten „Führungsperson“. Nach einem verheerenden Sturm, der die halbe Republik über Tage lahmlegte, konnte eine Kollegin aus Duisburg weder per Bahn noch per Auto Köln erreichen. Ihr Angebot, die versäumte Arbeitszeit nachzuholen, wurde ihr verwehrt mit der Begründung, in der Verwaltung sei das Nacharbeiten nicht möglich. Sie wurde gezwungen, einen Urlaubstag zu nehmen. Der Ärger über eine solche Schikane hat dann offenbar zu einer Erkrankung der Kollegin geführt.

Vernünftige Lösungen für alle

Die unsinnige Entscheidung hat unter dem Strich also dem WDR mehr geschadet als genutzt. Solche Führungsfiguren schaden dem Unternehmen, auch wenn sie rein fachlich hochqualifiziert sein mögen. Gegen solchen Unsinn vorzugehen, ist zwar nervig und dauert lange, gehört aber zur Arbeit im Personalrat dazu, und überwiegend gibt es vernünftige Lösungen für alle

Antje de Levie: „Gute Arbeitsbedingungen stehen manchmal nur auf dem Papier“

Antje de Levie

Im Juni wird der neue Personalrat gewählt. In loser Folge berichten an dieser Stelle DJV-Personalrats-Mitglieder über ihre Erfahrungen in dem Gremium.

Heute: Antje de Levie, Redakteurin bei markt, dem Wirtschafts- und Verbrauchermagazin des WDR und Stellvertretendes Personalratsmitglied.

Mit dem Jahr 2016 und den Folgejahren wird sich im WDR vieles ändern und fortsetzen, was bereits allerorts im Haus spürbar ist. Da ist Aufbruch, Lust auf Neues, aber da ist auch Frust und Sorge. Ich meine nicht die Veränderungen im Programmschema, in Arbeitsabläufen, bei einzelnen Sendungen, dem Design oder die großen Architekturpläne. Klar, es soll ein jüngerer und modernerer WDR entstehen. Gleichzeitig muss gespart werden. An Personal und an Finanzmitteln. Die Novellierung des WDR-Gesetzes erhöht den Spardruck noch durch die Beschneidung der Werbezeiten. Gleichzeitig soll an „großen Rädern“ gedreht werden.

Was heißt das für die Mitarbeiter: Sowohl für die Freien wie die Festen, die aus dem Programm und aus der Verwaltung? Was bedeutet das für die tägliche Arbeit? Es geht um Vieles: Auch um die Gewissheit, ich werde noch gebraucht, ich habe einen guten Arbeitgeber und ich stehe zu meiner Arbeit. Die einen machen sich ernste Gedanken um das finanzielle Auskommen. Es geht aber auch um verdichtete Arbeitsstrukturen. Kommen da alle mit? In Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen, die sich gerne an ihrem Arbeitsplatz engagieren und die „Lust auf WDR" haben, kann man auch hören, dass die Motivation und die Kraft verloren geht, wenn Arbeitsstrukturen und Arbeitsbedingungen zwar auf dem Papier wunderbar sind, in der Realität aber an simplen Dingen scheitern können. Ich will eine Arbeitswelt, die zeitgemäß ist, aber die Menschen mitnimmt.

Elke Thommessen: „Personalrat hat viele Gestaltungsmöglichkeiten genutzt“

Im Juni wird der neue Personalrat gewählt. In loser Folge berichten an dieser Stelle DJV-Personalrats-Mitglieder über ihre Erfahrungen in dem Gremium.

Heute: Elke Thommessen, Redakteurin in der PG Show, Kabarett, Comedy und im Personalrat Stellvertretendes Mitglied.

Als erstes Ersatzmitglied war ich zwar häufig, aber nicht regelmäßig in den wöchentlichen Sitzungen des Personalrates. Besonders interessant finde ich, wie viel der Personalrat bei der Installierung neuer Projekte oder bei Umstrukturierungen beeinflussen kann, die der Zustimmung des Personalrates bedürfen. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass der Personalrat seine Gestaltungsmöglichkeiten noch mehr ausschöpft.

Eins dieser Projekte war der Versuch, mit Hilfe von Arbeitszeitkonten flexiblere Arbeitsphasen bis hin zu einem vorzeitigen Ausscheiden aus dem aktiven Erwerbsleben zu ermöglichen. Ohne die kritische Begleitung des Personalrates wäre ein Deal zustande gekommen, bei dem in erster Linie die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das Modell finanziert hätten. Die Belegschaft wurde aufgrund des Vetos nicht unter Wert verkauft, was am Ende zur Folge hatte, dass das Projekt scheiterte. Immer noch finde ich das sehr schade, aber unter den gegebenen Voraussetzungen war das „Nein“ aus meiner Sicht alternativlos.

„Der Druck auf jeden einzelnen wird größer“

Rückblickend finde ich es sehr schade, dass am Ende nun noch einmal einigen wenigen das vorzeitige Ausscheiden aus dem WDR versüßt wurde. Der WDR hat damals die Chance verpasst, das Unternehmen zu verjüngen und gerade denjenigen die Chance verbaut, früher gehen zu können, die nun bis 67 arbeiten müssen.

Das Klima wird rauer und der Druck auf den einzelnen wird aufgrund der vielen Sparmaßnahmen größer. Diese Tendenz war sehr deutlich im Laufe der letzten vier Jahre zu spüren. Zeugin dieser Entwicklung gewesen zu sein, stimmt mich einerseits traurig, andererseits aber auch kämpferisch. Eine gute Erfahrung bei der Arbeit im Personalrat war zu erleben, dass man noch lange nicht jede Kröte schlucken muss.

Gisela Palmes: „Personalratsarbeit wichtiger als jemals zuvor“

Gisela Palmes
Gisela Palmes

Im Juni wird der neue Personalrat gewählt. In loser Folge berichten an dieser Stelle DJV-Personalrats-Mitglieder über ihre Erfahrungen in dem Gremium.

Heute: Gisela Palmes, WDR-Redakteurin im ARD-Morgenmagazin, im Personalrat Stellvertretendes Mitglied.

Die Arbeit des Personalrats hat seit den letzten Wahlen eine neue Qualität bekommen. Sie ist umfangreicher und komplexer geworden und aufgrund der quantitativen und qualitativen Veränderungen im Sender auch bedeutender und wichtiger denn je. Denn wann hat es so viel Wandel gegeben wie in den letzten Jahren? Die medialen Anforderungen haben sich verändert und alles steht auf dem Prüfstand. Die Sparankündigungen und -maßnahmen haben im WDR zu großer Verunsicherung geführt und das betrifft vor allem die freien Kolleginnen und Kollegen, die um ihre Arbeit und oft um ihre Existenz bangen müssen.

Deshalb ist es ein Glück, dass sie seit den letzten Wahlen an der Personalratsarbeit beteiligt sind und der Personalrat sich nun auch für ihre Belange einsetzen kann. Finanzielle Kürzungen bedeuten schwierige Zeiten für den Journalismus. Umso wichtiger ist es, dass die Stimmen der freien Kolleginnen und Kollegen den DJV gestärkt haben, denn nun sitzen wir mit sechs Mitgliedern und damit auch mit sechs Stimmen im Personalrat.

Ein wichtiger Erfolg bei der Arbeit des Personalrats ist für mich, dass langjährige Aushilfen nun zum Kreis der sogenannten internen Bewerber zählen und sich somit auf interne Stellenausschreibungen bewerben können.