Deutscher Journalisten-verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

Werbung schadet der Glaubwürdigkeit!

Die Deutsche Welle hat ihre Werbefreiheit online aufgegeben und damit ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal geopfert. Die DJV-Betriebsgruppe fordert eine Rückkehr zur Werbefreiheit. Generiert werden die Werbeinhalte durch Algorithmen, die persönlich "maßgeschneiderte" Werbeangebote als Banner über die journalistischen DW-Seiten zu sehen sind. Viele Kolleg/innen sind irritiert über den aufdringlichen Charakter der Werbeflächen, die so gar nicht zum DW-Design und oft auch nicht zu den journalistischen Inhalten passen. Das mühsam erarbeitete Seiten-Layout wird von den Werbeflächen zerschlagen, der Seitenaufbau verzögert. Vorläufig sind "nur" die englischen Online-Seiten betroffen, doch weitere Sprachen sollen folgen. Deshalb hat die DJV-Betriebsgruppe der Geschäftsleitung aufgefordert künftig auf Online-Werbung zu verzichten und alle Seiten werbefrei zu halten. 

Weitere Infos zu unserem Flugblatt.

Ab 1. Juli mehr Geld

Der neue Tarifabschluss zwischen den Gewerkschaften und der Deutschen Welle tritt am 1. Juli 2018 in Kraft. Ab dann steigen die Honorare und Gehälter um 2 %.

Ab Januar 2019 folgt eine weitere Erhöhung von 2,5 % und eine Einmalzahlung für alle Mitarbeiter, wie in den Tarifverhandlungen am 6. März vereinbart. Insgesamt können die Mitarbeiter sich über Steigerungen freuen, die mit den Abschlüssen in anderen ARD-Anstalten vergleichbar sind.

Mehr zum Tarifabschluss in unserem Flugblatt.

Tarifabschluss in greifbare Nähe gerückt

In der zweiten Runde der Gehalts- und Honorar-Tarifverhandlungen am 15.2. haben sich die Gewerkschaften und die DW deutlich angenähert. Eine spürbare Anhebung der Honorare und Gehälter –vergleichbar mit den guten Abschlüssen in der ARD (durchschnittlich 4.55%) – erscheint möglich.

Mehr dazu in unserem Flugblatt.

Neuer Stand bei den Tarifverhandlungen

Die ersten Gespräche zur neuen Tarifrunde bei der Deutschen Welle haben noch kein Ergebnis gebracht. Die nächste Runde ist am 15. Februar.

Mehr dazu in unserem Flugblatt.

Mit einem neuen Flugblatt informiert die Betriebsgruppe des DJV die Beschäftigten über die anstehenden Tarifverhandlungen.

Die Deutsche Welle ist die einzige öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt, bei der die Tarifverhandlungen noch nicht abgeschlossen sind. Ende des Jahres ist der Vertrag ausgelaufen, am 24. Januar ist die erste Verhandlungsrunde. Die Gewerkschaften fordern, dass der Erfolg der DW bei allen Beschäftigten ankommt und der Abschluss zu spürbaren Gehaltssteigerungen führt.

Weitere Infos in unserem Flugblatt.

Umstufung von Selbständigkeit auf Lohnsteuer und Sozialversicherungspflicht bei der Deutschen Welle

Mit einem neuen Merkblatt informiert der DJV freie Journalistinnen und Journalisten über die Umstufung von Selbständigkeit auf Lohnsteuer und Sozialversicherungspflicht bei der Deutschen Welle. Achtung: Freie müssen bis 20. Dezember 2017 aktiv werden!

Die Deutsche Welle hat Freie angeschrieben, die einen Honorarrahmenvertrag mit Garantie haben und bislang als Selbständige eingestuft sind. Sie macht darauf aufmerksam, dass eine Prüfung der zuständigen Finanzbehörden die Selbständigkeit in Frage stellt. Ab 2018 ist demnach die Umstellung auf Lohnsteuer und wohl auch Sozialversicherungspflicht geplant.

Nur wer auf seine Honorargarantie verzichten will und daher einen neuen Vertrag verlangt, kann laut DW die Selbständigkeit behalten. Allerdings müssen sich Freie dazu bis zum 20. Dezember 2017 bei der DW zurückmelden.

Weitere Infos in unserem Merkblatt: https://www.djv.de/fileadmin/user_upload/Deutsche_Welle_Lohnsteuer_Sozialversicherungspflicht_14_12_17.pdf 

Frei in der Deutschen Welle: Meine Rechte, meine Möglichkeiten

Reges Interesse fand eine DJV-Infoveranstaltung für freie Mitarbeiter der Deutschen Welle am 30.8 und 1.9., bei  der  DJV-Experte Michael Hirschler über den neuen Tarifvertrag für Freie bei der DW informierte und wertvolle Praxis-Tipps für den Alltag gab.

Wie steht es um Urlaub für freie Mitarbeiter? Gibt es Erziehungsurlaub für Freie? Was ist, wenn ich als freie Mitarbeiter Angehörige pflegen muss? Die Veranstaltungen zeigten, dass es in diesen und anderen Fragen hohen  Informationsbedarf in der DW gibt, nicht nur mit Hinblick auf den neuen Leistungsartenkatalog für Freie, sondern auch generell zum Tarifvertrag und zu den allgemeinen Rechten der Freien bei der Deutschen Welle.

Kein Antrag, kein Geld

Dabei lohnt es sich für vor allem für arbeitnehmerähnliche Freie, sich über die eigene Rechte umfassend zu informieren. Denn je nach Beschäftigungsdauer und Vertragssituation gibt es ganz unterschiedliche Ansprüche, so dass es für die Honorarabteilung der Deutschen Welle kaum möglich ist, den freien Mitarbeitern in jedem  Einzelfall auf bestehende Leistungsansprüche aufmerksam zu machen.  Hirschlers  Rat: „Freie müssen sich über ihre Ansprüche informieren und selbst tätig werden. Wer kein Antrag stellt, bekommt auch keine Leistung“,  so der Referent für Freie im DJV.

Druckfrisches Handbuch

Wer die Veranstaltungen verpasst hat, kann sich über das neue, druckfrische DJV-Handbuch für Freie bei der Deutschen Welle (DJVWISSEN:17) informieren. Dort wird der neue Tarifvertrag erklärt und gleichzeitig viele allgemeine Fragen zum Freien-Status beantwortet. Die neuen Mindesthonorare für freie Mitarbeiter sind dort abgedruckt, ebenso wie die neuen Regelungen zur Reise- und Fortbildungspauschale für Freie.

Wer ein Exemplar des Handbuchs haben möchte, kann sich an die Betriebsgruppe wenden. Ansprechpartner bei der DW:

- in Bonn: Helle Jeppesen, -4215 (Betriebsgruppevorsitzende) und Daniel Scheschkewitz, -2061 (Stellv. Vorsitzender und ÖPR-Vorsitzender).
- in Berlin: Klaus Enderle , - 5581 (Betriebsgruppenvorsitzender und ÖPR-Vorsitzender) und Ute Walter, - 6401 (stellv. Vorsitzende)

Die Broschüre zum Download: https://www.djv.de/startseite/service/news-kalender/detail/article/neue-broschuere-auch-pdf-freie-journalisten-an-der-deutschen-welle.html

Geschafft: Bessere Bedingungen für freie MitarbeiterInnen

Nach mehrjährigen Verhandlungen haben sich Gewerkschaften und Deutsche Welle auf neue Tarifverträge für arbeitnehmerähnliche Personen geeinigt. Diese bringen zahlreiche Verbesserungen. Wichtigste Punkte: Durch die Einigung werden die Anspruchsvoraussetzungen neu geregelt, es gibt einen modernen Leistungsartenkatalog und Freie in der DW werden künftig gleich behandelt.


Ab 2018 werden mehr freie Mitarbeiter bei den Sozialleistungen der DW berücksichtigt. Jahrzehntelang war die Einkommensgrenze, bis zu der Freie unter den Tarifvertrag fallen, unverändert geblieben. Alle diejenigen, die mehr als 72.000 Euro pro Jahr verdienten, fielen aus dem Tarifvertrag. Diese „Bemessungsgrenze“ wird nun auf 88.000 Euro erhöht. Für das Urlaubsentgelt und andere soziale Leistungen steigt sie auf 65.000 Euro.

Unter den Tarifvertrag fallen erstmals auch nichtdeutsche Staatsangehörige, wenn sie nach einer Tätigkeit an einem der beiden Standorte der DW vorübergehend ins Ausland gehen, zum Beispiel als freie Korrespondenten.

Besser geregelt ist auch der Schutz von bereits bestehenden sozialen Ansprüchen, wenn Freie etwa wegen Elternzeit eine Auszeit nehmen oder zwischenzeitlich einen befristeten Arbeitsvertrag annehmen. Ihre Rechte werden „eingefroren“. Wenn sie nach dieser Auszeit wieder als freie Mitarbeiter tätig sind, gelten sie sofort wieder als arbeitnehmerähnliche Personen und haben alle sozialen Schutzrechte wie zuvor.

Der neue Leistungsartenkatalog enthält höhere Mindesthonorare und besser definierte Tätigkeitsbeschreibungen. Das soll zu mehr Klarheit führen, in welcher Höhe Mitarbeiter mindestens zu vergüten sind.

Es wird nicht mehr nach Fernsehen, Hörfunk und Online unterschieden. Etliche Honorarziffern sind weggefallen, ein paar wenige dazu gekommen. Das Ganze wird dadurch transparenter und alltagstauglicher.

Die Gewerkschaften konnten erstmals Zuschläge für Reporter durchsetzen. Diese werden künftig also nicht nur in den Redaktionen bezahlt, sondern auch, wenn sie unterwegs sind. Auch die Honorierung von dienstlich angeordneten Schulungen wird neu geregelt. Für die MitarbeiterInnen der DW-Akademie gibt es eine bessere Regelung für Ausfallhonorare, etwa wenn Seminare kurzfristig abgesagt werden.

Eine der wichtigsten Forderungen der Gewerkschaften DJV, ver.di und VRFF war die gerechte Honorierung der Freien. Die Gewerkschaften konnten endlich durchsetzen, dass die rund 3.000 freien MitarbeiterInnen der DW künftig gleich behandelt werden.

Für gleiche Tätigkeiten gibt es gleiche Bezahlung – egal in welchem Medium oder in welcher Sprache. Die Forderung nach gleicher Bezahlung hatten die Gewerkschaften schon vor vielen Jahren erhoben, konnten sich bislang aber nicht durchsetzen. Jetzt wird die Ungleichbehandlung im Sender abgeschafft.
 

Altersversorgung: DW gefährdet ARD-Einigung

Am 5. Juli 2017 haben die  Deutsche Welle und die Gewerkschaften ihre Verhandlungen zur Altersversorgung ergebnislos abgebrochen. Grund: Die DW besteht darauf, den auf ARD-Ebene gefundenen Kompromiss zur Dynamisierung der Betriebsrenten materiell zu verschlechtern.

 Barbara Massing erklärte für die DW unnachgiebig, dass es keine komplette „Wertgleichheit“ im Vergleich zu der Dynamisierung der Altersversorgung in der ARD geben werde. Der ARD-Kompromiss sieht vor:

  • eine Anpassung gegenüber den Gehältern um den Faktor x-1
  • bei einer Mindesterhöhung von einem Prozent
  • in allen Versorgungssystemen.

Das würde zum Beispiel bedeuten: Steigen die Gehälter um 2,5 Prozent, werden die Renten um 1,5 Prozent angehoben. Steigen die Gehälter dagegen um 1,5 Prozent, gäbe es eine Rentensteigerung um 1 Prozent. Selbst das ist der Deutschen Welle noch zu viel!

Sachliche Argumente für die Verschlechterung des ARD-Kompromisses konnte die Deutsche Welle nicht liefern. Vielmehr verweist sie auf ihre Sonderstellung bei der Finanzierung. Offensichtlich gibt es ein politisches Interesse, die Mitarbeiter bei der DW schlechter zu behandeln als die anderer ARD-Anstalten. Damit gefährdet die DW den nach 5 Jahren mühsamer Verhandlungen gefundenen Kompromiss. Dadurch gäbe es auch keine tarifliche Altersversorgung für künftige Mitarbeiter.

Wir fordern die Deutsche Welle auf, zur Vernunft zu kommen und ihre starre Haltung aufzugeben. Sichere Betriebsrenten für Alt und Jung!
 

Der neue Vorstand der Betriebsgruppe Bonn: (v.l.n.r.) Dr. Shahram Ahadi, Roselaine Wandscheer, Stefan Dege, Anke Rasper, Daniel Scheschkewitz und Helle Jeppesen. Es fehlt Steffen Heinze. Foto: Xiegong Fischer

DJV -Betriebsgruppe Bonn mit neuem Vorstand

Nach den für den DJV so erfolgreichen Personalratswahlen hat die Betriebsgruppe Bonn am Dienstag, 20. September 2016, einen neuen Vorstand gewählt. Helle Jeppesen wurde einstimmig zur neuen Vorsitzenden gewählt, Daniel Scheschkewitz zum stellvertretenden Vorsitzenden. Beide gehören auch dem örtlichen Personalrat an. Das Vorstandsteam wird ergänzt von den Beisitzern Anke Rasper, Stefan Dege, Roselaine Wandscheer und Dr. Shahram Ahadi. Kassierer bleibt Steffen Heinze.

Auf der gut besuchten Versammlung wurde Ian Johnson nach 13 Jahren als Betriebsgruppenvorsitzender mit einem großen Dankeschön und viel Applaus verabschiedet. Sein bisheriger Stellvertreter, Daniel Scheschkewitz, würdigte ihn mit den Worten: "Ian Johnson ist das personifizierte soziale Gewissen in der Deutschen Welle Bonn."

Künftig will die Betriebsgruppe ihre Aktivitäten in der Betriebsöffentlichkeit noch verstärken und vor allem unter jungen DW-Journalisten neue Mitglieder werben. Um den Kollegen eine Möglichkeit zum Austausch und zur beruflichen Vernetzung zu bieten, soll künftig regelmäßig eine DJV-Happy-Hour angeboten werden.||DS/HJ

DJV-Betriebsgruppe Bonn: Engagierte Köpfe für neuen Vorstand gesucht

Die Mitglieder der DJV-Betriebsgruppe im Bonner Funkhaus wählen im Herbst einen neuen Vorstand. Er setzt sich aus fünf Personen zusammen: einem Vorsitzenden, einem Stellverteter und drei Beisitzern.

 

Der jetzige Vorstand setzt auf frischen Wind - und möchte mit neuen engagierten Köpfen in die nächste Amtszeit gehen. Wahlberechtigt sind alle im Funkhaus vertretenen DJV-Mitglieder, unabhängig davon, ob sie festangestellt oder freiberuflich tätig sind. Wer dafür kandidieren will, kann sich ab sofort melden. Auch Vorschläge sind herzlich willkommen.

 

Interessenten wenden sich bis Freitag, 16. September, an Steffen Heinze oder Hans Spross - beide bilden die Wahlkommission. Die Vorstandswahlen sind dann kurz darauf und noch im September vorgesehen. Eine Einladung zur Mitgliederversammlung erfolgt zeitnah.

 

Nach den erfolgreichen Personalratswahlen im Mai 2016, die der DJV-Betriebsgruppe in Bonn einen zusätzlichen Platz im Örtlichen Personalrat beschert haben, will sich der Vorstand vor allem für die künftigen Herausforderungen bei der DW wappnen. Dabei stehen der Erhalt der Sprachenvielfalt, die Sicherung der Arbeitsplätze und der sozialen Standards im Vordergrund.

Deutsche Welle

DJV bei den Personalratswahlen deutlich gestärkt

Die Wahlauszählung. Foto: Daniel Scheschkewitz.
Deutlich gestärkt ist der DJV aus den Wahlen zu den Personalräten in der Deutschen Welle hervor gegangen. Die offene Liste "DJV & Friends" wurde mit 6 Mandaten zur stärksten Liste im Örtlichen Personalrat Bonn gewählt, vor Verdi mit 4 Mandaten und der VRFF mit 3 Mandaten. Spitzenkandidat Daniel Scheschkewitz zum Wahlerfolg: "Ich bin sehr zufrieden mit diesem Ergebnis, wir sind als Team der Vielfalt angetreten und das hat offenbar personell und [...]
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Wahlkampfendspurt II: Interaktive Kandidatenvorstellung

Anke Rasper, Bonner Spitzenkandidatin für den Gesamtpersonalrat, und Shahram Ahadi, Kandidat für den Örtlichen Personalrat, stellen sich vor. Foto: Roselaine Wandscheer

Mit einer interaktiven Kandidatenvorstellung hat die DJV-Betriebsgruppe den Wahlkampfendspurt in diesen Tagen noch einmal angezogen.

Die Kandidatinnen und Kandidaten der Liste DJV & Friends wurden zu ihren Zielen und Motiven für ihre Bewerbung befragt. Die Aktion stieß bei den Mitarbeitern, die am 3. und 4. Mai zur Wahl aufgerufen sind, auf lebhaftes Interesse. Gefragt wurde zum Beispiel, warum es sich heutzutage lohnen soll, in einer Gewerkschaft engagiert zu sein. Und ob der DJV nur die Interessen von Journalisten vertritt.

Spitzenkandidat Daniel Scheschkewitz dazu: „Der DJV ist eine Mediengewerkschaft. Unsere Personalräte vertreten selbstverständlich alle Mitarbeiter, egal welcher Berufsgruppe sie angehören. Arbeitsverdichtung und immer prekärere Beschäftigungsverhältnisse betreffen alle DW-Mitarbeiter, nicht nur Journalisten."

Die DJV-Kolleginnen und -Kollegen wollen sich im neuen Personalrat unter anderem für längere Vertragslaufzeiten, häufigere Entfristungen und faire Gehälter einsetzen. Lohndumping und tarifvertragswidrigen Einstufungen haben die DJV-Personalräte jedenfalls ihren Kampf angesagt.

Also: Am 3. Mai am besten die Liste 3 - DJV & Friends wählen!||DS

Wahlkampfendspurt I: Wahlvorschläge eingereicht

Listenvorschläge eingereicht: DJV-Spitzenkandidat Daniel Scheschkewitz (l.) und DJV-Kandidatin Helle Jeppesen (2.v.r.) mit VRFF-Spitzenkandidat Rolf Beauvisage und Anett Mateka vom DW-Wahlvorstand. Foto: Ursula Koll

In der DW haben die drei im Personalrat vertretenen Gewerkschaften am 8. April 2016 ihre Wahlvorschläge eingereicht. Der DJV geht mit einer offenen Liste von 29 Kandidatinnen und Kandidaten (15 für den Örtlichen Personalrat Bonn und 14 für den Gesamtpersonalrat) ins Rennen um die Mandate. Listenführer sind Daniel Scheschkewitz für die Bonner ÖPR-Liste und Jörg Harder aus Berlin für den Gesamtpersonalrat.

Inhaltlich wird der DJV mit seinem starken Engagement für den Erhalt der Sprachenvielfalt, für mehr unbefristete Vertragsverhältnisse und eine gerechte Altersversorgung ins Rennen gehen. Außerdem steht der Erhalt der deutschsprachigen Online- und Fernsehauftritte ganz oben auf dem Forderungskatalog der Journalistengewerkschaft.

Die DJV-Listen wurden übrigens als einzige Bewerberlisten vom Wahlvorstand im ersten Anlauf akzeptiert. Beide Konkurrenten, Verdi und die VRFF, mussten erst noch formale Mängel an ihren jeweiligen Listenvorschlägen korrigieren.

Unterdessen zeichnet sich zwischen der DW-Geschäftsleitung und den Personalräten ein Rechtsstreit über die anstehende Wahl am 3. und 4. Mai ab. Die Intendanz des Senders hat Zweifel angemeldet an der Kalkulation der regelmäßig Beschäftigten, die nach dem Bundespersonalvertretungsgesetz die Grundlage für die Wahlausschreibung bildet. Konkret strittig ist die Frage, ob bei der Beschäftigtenzahl auch Praktikanten und Ortskräfte mitzuzählen sind. Den im Bonner DW-Personalrat vertretenen Gewerkschaften ist dabei wichtig, dass der unabhängige Wahlvorstand der DW hierbei der Auffassung des ÖPR Bonn gefolgt war. Diese Rechtsposition hatten die Personalräte durch ein umfangreiches Rechtsgutachten gestützt.||DS

DJV-NRW-Veranstaltung: Was ist erlaubt in den Sozialen Medien?

Auf reges Interesse der Kolleginnen und Kollegen stieß am 24. Februar 2016 die Infoveranstaltung "Was ist erlaubt in den Sozialen Medien?" in der Deutschen Welle Bonn. Christian Weihe, Justiziar des DJV-NRW, informierte anhand interessanter Fälle aus der Praxis. Dabei ging es um den oft schmalen Grat zwischen eigentlich Erlaubtem und häufig Praktiziertem.

Diese Gratwanderung verlangt tagtäglich vielen Kollegen in den Redaktionen einiges ab - ohne dass sie dabei immer gut beraten oder ausreichend geschützt wären. Christian Weihe vermittelte den rund 30 Zuhörern ein gutes Gefühl für die rechtliche Relevanz ihrer journalistischen Aktivitäten. Dabei warnte er unter anderem davor, private Accounts für dienstliche Zwecke zu verwenden. "Private Meinungsäußerungen sollten auch im Netz so markiert sein, vor allem wenn sich die Person als Mitarbeiter der Deutschen Welle zu erkennen gibt", erklärte Weihe.

Die DJV-Betriebsgruppe am Standort Bonn möchte den Umgang mit den Sozialen Medien in der DW in einer Dienstvereinbarung regeln. Dies gehört zu den Wahlkampfforderungen für die im Frühjahr anstehenden Personalratswahlen im deutschen Auslandsrundfunk.||DS

Eine gute Idee hatte die DJV-Betriebsgruppe bei dieser Befragung: Die Abstimmung erfolgte per Nudel-Einwurf! Foto: Xiegong Fischer
Standen Ende Januar u.a. hinter der Aktion: Daniel Scheschkewitz, Helle-M. Jeppesen und Stefan Dege. Foto: Xiegong Fischer
Mehr Ruhe, mehr Bio, mehr Rücksicht: Vielen Beschäftigten der DW ist es in der Kantine zu laut und zu stressig. Foto: Xiegong Fischer

Kantinen-Aktion der DJV-Betriebsgruppe: Für stressfreies Essen

Eine Kantinen-Aktion der DJV-Betriebsgruppe hat im Bonner Funkhaus ein lebhaftes Echo gefunden. Vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, so das Ergebnis einer Befragung am Dienstag, 26. Januar, ist das Casino zu voll und zu laut, um eine stressfreie Mittagspause zu genießen. Viele Beschäftigte wünschen sich außerdem ein gesünderes Angebot.

Unter der Überschrift „Danke für Ihren täglichen Einsatz für unser leibliches Wohl“ hatte die Betriebsgruppe des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) die Mitarbeiter gebeten, Wünsche an das Kantinen-Team um Hermann Müller zu formulieren. Bei einer Abstimmung konnten die Teilnehmer zudem über die wichtigsten Aspekte eines zeitgemäßen Angebots entscheiden – und damit ihre Anregungen gegenüber der Geschäfts- und der Kantinenleitung zum Ausdruck bringen. In einem Gästebuch trugen sich die Kantinenbesucher mit Anregungen, Lob und Kritik ein. Vor allem das dichte Gedränge in der Mittagspause geht vielen zu weit. Sie wünschen sich deutlich weniger Lärm in der Kantine. Beim Angebot selbst befürworten die Befragten vor allem weniger Salz, halbe Portionen, knackiges Gemüse und frische Salat-Zutaten.

Bei einem Treffen mit dem Chef des Casinos, Hermann Müller, informierten Vertreter der DJV-Betriebsgruppe zwei Tage später über das Ergebnis der Umfrage und überreichten ihm das aufschlussreiche „Gästebuch“. Zudem diskutierten beide Seiten mögliche Verbesserungen.||Helle-M. Jeppesen und Daniel Scheschkewitz

Internationale Kompetenz im Team "DJV and Friends"

Das Team "DJV and Friends". Foto: Barbara Frommann

Mit zwei erfahrenen Spitzenkandidaten und viel internationaler Kompetenz tritt die Betriebsgruppe Bonn zu den Personalratswahlen Ende April in der Deutschen Welle an.

Daniel Scheschkewitz, derzeit für den örtlichen Personalrat (ÖPR) Bonn freigestellter Redakteur und ehemaliger Washington-Korrespondent, wird die Bewerberliste des "DJV and Friends" für den ÖPR anführen. Jörg Harder, TV-Kulturredakteur, ist Spitzenkandidat für den Gesamtpersonalrat (GPR). Harder engagiert sich seit über 20 Jahren erfolgreich in den Mitbestimmungsgremien. Von 2008 bis 2012 war er bereits Gesamtpersonalratsvorsitzender in der Deutschen Welle.

Auf der für Nichtmitglieder offenen Liste kandidieren Kollegen aus nahezu allen Fachbereichen. Mit ihrer Herkunft aus einem Dutzend verschiedener Nationen repräsentieren die Kandidaten des DJV die breite, internationale Kompetenz der Deutschen Welle und werden sicherstellen, dass möglichst viele Redaktionen und Bereiche des Hauses direkt vertreten sind. Die Mitglieder beider Standorte sprachen sich in ihrer Betriebsgruppenversammlung einstimmig für die beiden Listen aus. Spitzenkandidat Scheschkewitz kündigte einen engagierten Wahlkampf an, in dem der Erhalt der Sprachen- und Medienvielfalt in der DW im Zentrum stehen soll.  Außerdem wird sich der DJV für längerfristige Arbeitsverträge und den Erhalt guter Arbeitsbedingungen einsetzen.||DS

DJV-Appell in der DW zum Auftakt des Personalrats-Wahlkampf: Lasst Euch nicht veräppeln!

Intendant Limbourg mochte nicht zugreifen, die meisten anderen Mitarbeiter schon...

Mit mehreren hundert selbst etikettierten Äpfeln hat die DJV-Betriebsgruppe Bonn am 16. Dezember 2015 die Mitarbeiter auf die völlige Blockadehaltung der DW-Geschäftsleitung in den laufenden Tarifverhandlungen aufmerksam gemacht. Obwohl die DW finanziell deutlich besser dasteht als in den vergangenen Jahren, verweigert die Geschäftsleitung beharrlich eine Anpassung der Gehälter - mit der Begründung, dass die Gewerkschaften zuerst deutlichen Einschnitten bei den Renten zustimmen müssten. Diese Erpressung, die einen Bruch der geltenden Tarifverträge darstellt, kommt in der Belegschaft überhaupt nicht gut an! Viele Kollegen ermunterten uns, in dieser Frage hart zu bleiben.

 

Die Aktion war gleichzeitig Auftakt im Wahlkampf für die Personalratswahlen im kommenden Frühjahr. Die Überwachung der Tarifverträge und die Wahrung des Betriebsfriedens gehören zu den elementaren Aufgaben eines Personalrats. Die Kandidatinnen und Kandidaten des DJV, die aus mehr als einem Dutzend Ländern kommen, werden dafür sorgen, dass die Deutsche Welle vertragstreu bleibt. Demnächst ist in der DW mit weiteren Aktionen zu rechnen.||Daniel Scheschkewitz

 

>> Flugblatt "Wir lassen uns nicht veräppeln: faire Gehälter und faire Renten!"

Mehrere hundert Äpfel verteilten Mitglieder der DJV-Betriebsgruppe Bonn - natürlich mit der entsprechenden Botschaft. Foto: Xiegong Fischer
Die DJV-Personalräte Irene Quaile-Kersken und Daniel Scheschkewitz hatten neben Äpfeln auch Flugblätter und Kalender im Angebot. Foto: Xiegong Fischer

Mit voller Kraft in den Personalrats-Wahlkampf

Mit reger Beteiligung hat sich der Bonner Teil der DJV-Betriebsgruppe an dem Wochenende 14./15. November 2015 in einer zweitägigen Klausur im Siebengebirge auf den bevorstehenden Personalrats-Wahlkampf vorbereitet. In mehreren Brainstorming-Runden wurden sowohl inhaltliche wie organisatorische Akzente gesetzt. Silke Bender vom NRW-Landesverband stellte Best-Practice-Beispiele aus zurückliegenden DJV-Wahlkämpfen vor und gab den Kollegen damit wichtige Anregungen.

Inhaltlich soll der Wahlkampf vor allem den Erhalt der Sprachenvielfalt und Multimedialität in der Deutschen Welle in den Mittelpunkt stellen und damit an die vom DJV kraftvoll unterstützen Aktionen aus dem Frühjahr 2015 anknüpfen. Die immer kürzeren Vertragslaufzeiten von Journalisten in der DW und die zunehmend schwierigeren Arbeitsbedingungen sollen ein weiteres zentrales Wahlkampfthema bilden, so der Beschluss der Kolleginnen und Kollegen.

Als besonders erfreulich wertete Daniel Scheschkewitz, stellvertretender Betriebsgruppenvorsitzender in der DW, das Engagement vieler jüngerer Kolleginnen und Kollegen aus diversen Fremdsprachenredaktionen auf der Liste des DJV. „Sie werden unserem Wahlkampf neue Kraft und neue Impulse geben. Sie zeigen außerdem, dass Mitbestimmung auch von jüngeren Kollegen als Chance zur Gestaltung ihrer Zukunft begriffen wird.“ Formell beschlossen werden sollen die DJV-Kandidatenlisten für die Personalratswahlen 2016 auf einer Betriebsgruppen-Versammlung am 21. Januar 2016.||DS

Tagung in Königswinter: Zentrales Thema waren die Aktionen zur bevorstehenden Personalratswahl. Foto: sb
Gut besucht und gute Stimmung: So lässt sich die Klausurtagung der DJV-Betriebsgruppe zusammenfassen. Foto: sb

Information der DJV-Betriebsgruppe Bonn/Berlin

Ihre Rente ist bedroht!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wieder einmal geht es an Ihren Geldbeutel: Diesmal nicht bei den Gehältern, sondern bei Ihrer Rente. Geht es nach dem Willen von Intendant Peter Limbourg, sollen Sie als Rentner weniger bekommen, als man Ihnen bei Ihrer Einstellung versprochen hat: Im Schulterschluss mit den ARD-Intendanten will Herr Limbourg einen bis heute gültigen Vertragsgrundsatz abschaffen, nämlich, dass die Rentenbezüge genauso steigen wie die Gehälter der Aktiven. Als Begründung wird – das kennen wir ja schon – die allgemeine Finanzlage der Deutschen Welle angeführt.

 

Der Intendant der DW legte zu dem Schreiben der Intendanten der ARD nach und wies darauf hin, dass die DW künftig „mit Blick auf das im DW-Gesetz normierte „Besserstellungsverbot" im Vergleich zu den Beschäftigten des Bundes und wegen der Notwendigkeit, die Finanzen der DW zu stabilisieren, die „Rentenerhöhungen auf 1 % jährlich" – wie im öffentlichen Dienst – „zwingend festlegen will“. Das heißt: Sollten die Löhne, z.B. auf Grund der Inflationsrate, stark steigen, würden Sie als Rentner mit nur einem Prozent abgespeist werden.

 

Das wird der DJV nicht mitmachen, denn:

  • die geltenden Regelungen zur Dynamisierung der Betriebsrenten verstoßen nicht gegen das Besserstellungsverbot, wie Herr Limbourg behauptet,
  • die derzeitigen und zukünftigen Rentnerinnen und Rentner haben ihren Beitrag zur Stabilisierung der DW-Finanzen schon bisher mehr als einmal geleistet,
  • die Beschäftigten der DW können nicht jeden Managementfehler der Geschäftsleitung und jedes Versäumnis des Bundes durch immer weitere Verzichte ausgleichen und
  • Verträge sind einzuhalten, allemal solche, die für den Lebensstandard essentiell sind.

 

Lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen, sondern unterstützen Sie uns bei den Verhandlungen für gerechte Regelungen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DW, Aktive wie Ruheständler(innen), Freie wie Angestellte. Denken Sie daran: Es geht nicht um die Bezüge von Menschen, mit denen Sie nichts zu tun haben („Versorgungsempfänger“). Es geht um Ihr Einkommen, denn alle Beschäftigten gehen einmal in den Ruhestand.

DW-Mitarbeiter demonstrierten in Bonn

Für den Erhalt der Sprachvielfalt im Sender und ihrer Arbeitsplätze

Bunt ging es zu: Mit den Sprachen, die die Deutsche Welle spricht, plakatierten die DW-Mitarbeiter ihren Protest. Foto: Daniel Scheschkewitz
Rund 350 Mitarbeiter der Deutschen Welle (DW) haben heute in Bonn für eine ausreichende Finanzausstattung und den Erhalt der Sprachenvielfalt im deutschen Auslandsrundfunk demonstriert. Redner von Gewerkschaften und aus der Politik sicherten den Mitarbeitern des Auslandssenders während einer Kundgebung auf dem Bonner Münsterplatz ihre Unterstützung zu. Sie begrüßten die Ankündigung aus Kreisen der Bundesregierung, dem Sender bis 2017  jährlich 12 Millionen [...]
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Bilderstrecke vom Protest von Ian P. Johnson

Fotos: Ian Parker Johnson
 

Rede von Kajo Döhring (DJV) bei der DW-Demo am 23.2.2015 - Video von Ian P. Johnson

Jetzt erst recht: DW-Umbau mit Bedacht - Sprachenvielfalt nachhaltig sichern

Bonn, 23. Februar 2015. Die Mitarbeiter der Deutschen Welle können vorerst aufatmen: Seit gestern Abend wissen sie, dass die deutsche Politik den Auslandsrundfunk und seine Mitarbeiter nicht im Regen stehen lässt!

 

Ab 2016 soll der von der Bundesregierung finanzierte Sender mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 12 Millionen Euro jährlich ausgestattet werden. Die Horrorszenarien des DW-Intendanten Peter Limbourg sind damit vorerst vom Tisch. Dies ist auch und gerade ein Erfolg der Mitarbeiter, die sich zusammen mit den Gewerkschaften in zahlreichen Aktionen gegen den Personalabbau und die damit verbundenen Programmkürzungen zur Wehr gesetzt hatten.

 

Ohne die zusätzlichen Mittel hätten drei der vier TV-Programme der DW (Deutsch, Spanisch, Arabisch) und ein Drittel der insgesamt 30 Radio- und Online-Sprachen der Stimme Deutschlands in der Welt vor dem Aus gestanden.

 

In den vergangenen Monaten mussten aufgrund der chronischen Finanzknappheit des Senders nahezu 300 freie Mitarbeiter ihren Hut nehmen oder waren massiv in ihrer Beschäftigung gekürzt worden. Der Qualitätsverlust in allen Programmen war deutlich spürbar, die Moral der Mitarbeiter erschüttert. Die an sich sinnvolle Stärkung unserer Programme in der Weltsprache Englisch drohte an hektischen und mangelhaft finanzierten Umbau-Szenarien zu scheitern. Das journalistische Gesamtgefüge des Senders war ins Wanken geraten. Jetzt heißt es, die neue Luft zum Atmen sinnvoll nutzen!

 

Wir demonstrieren deshalb heute für eine nachhaltige Sicherung der Sprachenvielfalt der DW. Sie ist zusammen mit der Regionalkompetenz unserer Mitarbeiter aus 60 Nationen das Alleinstellungsmerkmal der Deutschen Welle.

 

Gerade in Zeiten zunehmender politischer, religiöser und kultureller Spannungen rund um den Globus braucht Deutschland eine starke  und vertrauenswürdige Stimme in der Welt. Die Welt spricht viele Sprachen! Die DW-Mitarbeiter auch! Nur wenn die DW auch in Zukunft in TV, Radio und Internet mit einer Stimme, aber in vielen Sprachen spricht, wird sie weiterhin Gehör finden.

 

Wir sagen heute Danke an die Mittelgeber aus Politik und Parlament!

Wir appellieren aber auch an den DW-Intendanten Peter Limbourg:

•    Nutzen Sie die Chance! Sichern Sie die multimediale und sprachliche Vielfalt unserer Angebote und damit wertvolle Arbeitsplätze!


•    Beenden Sie den hektischen Totalumbau der DW zu einem hauptsächlich englischen Nachrichtensender!


•    Sorgen Sie für eine angemessene finanzielle und personelle Ausstattung aller Redaktionen - inklusive der deutschen! Seriöser Journalismus kostet Zeit und Geld und die DW-Mitarbeiter müssen im begonnenen Reformprozess mitgenommen werden!

 

DJV, ver.di, VRFF

Die DW spricht viele Sprachen – damit die Welt uns versteht!

Protestaktion der DW Mitarbeiter/innen in Bonn am 23. Februar 2015

Die Deutsche Welle ist im Kern bedroht. Die massive Unterfinanzierung des Auslandssenders gefährdet Programm und Arbeitsplätze. Sollten die Sparpläne von Intendant Limbourg Realität werden, stehen zehn Sprachredaktionen am Standort Bonn vor der Schließung. In Berlin droht den linearen Fernsehprogrammen in Deutsch, Spanisch und Arabisch das Aus.

Um dies zu verhindern, fordern wir alle Mitarbeiter/innen zu einer

Protestveranstaltung am 23. Februar 2015 auf dem Münsterplatz in Bonn

auf. Mit dem Motto der Veranstaltung - „Die DW spricht viele Sprachen – damit die Welt uns versteht!“ - treten wir für den Erhalt der Sprachenvielfalt im Deutsche-Welle-Programm ein. Sie ist das Alleinstellungsmerkmal des deutschen Auslandsrundfunks. Ohne sie ist der gesetzliche Auftrag nicht zu erfüllen. In Zeiten zunehmender geopolitischer Spannungen ist der Dialog zwischen den Kulturen, Religionen und Nationen unverzichtbarer denn je.

Dafür braucht es die regionale Expertise der DW-Mitarbeiter/innen, besonders in Regionen, in denen Medienfreiheit und Meinungsvielfalt nicht selbstverständlich sind. Als Folge der chronischen Unterfinanzierung erleidet die Deutsche Welle jedoch seit Jahren einen personellen Aderlass. Dieser hat allein im vergangenen Jahr zur Beendigung bzw. Einschränkung von rund 300 freien Mitarbeitern geführt. Dieser Trend muss endlich gestoppt werden!

Wir demonstrieren:

  • für eine aufgabengerechte Finanzierung der DW und gegen weiteren Personalabbau
  • für den Erhalt der Sprachenvielfalt und der deutschsprachigen Angebote
  • für ein breites multimediales Angebot einschließlich linearer TV-Angebote in den Kernsprachen.

Wir versammeln uns auf dem Sammelplatz der DW am Haupteingang, Kurt-Schumacher-Straße 3, um 12 Uhr. Die zentrale Kundgebung findet dann ab 14 Uhr auf dem Bonner Münsterplatz statt.

Bonn, 19.1.2015
Gewerkschaftliches Aktionsbündnis DW/Bonn

Deutsche Welle

Neuer multimedialer Fremdsprachendienst mit dpa

Deutsche Welle und dpa starten ein multimediales Fremdsprachen-Angebot. Es wird vom Auswärtigen Amt gefördert und soll in den Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch und Arabisch produziert werden. Die internationale Berichterstattung über Deutschland im Ausland soll damit gestärkt und gefördert werden. "Tagesaktuelle Nachrichten und Hintergründe aus deutscher Perspektive" soll der neue Dienst liefern. "Im Mittelpunkt stehen dabei Nachrichten aus [...]
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Neuer Redakteursausschuss

Sieben Journalistinnen und Journalisten aus Bonn und Berlin bilden den neuen Redakteursausschuss der Deutschen Welle. An der Spitze des Ausschusses stehen Bettina Marx (Hauptstadtstudio) und Daniel Scheschkewitz (Personalrat Bonn), wie das Präsidium der Redakteursversammlung am 17. Dezember nach der Auszählung im Bonner Funkhaus mitteilte. Über 480 Beschäftigte des Senders hatten ihre Stimmzettel abgegeben. Das entspricht einer Beteiligung von 45,7 Prozent.

 

Den Redakteursausschuss bilden: Bettina Marx, Daniel Scheschkewitz, Matthias von Hein (Recherche und Analysen, Bonn), Volker Wagener (Nachrichten, Bonn), Stefan Dege (Kultur und Gesellschaft, Bonn), Hans Helmich (Nachrichten, Berlin) und Hasan Hussain (Arabisch-Redaktion, Bonn).

Deutsche Welle

600 Demonstranten für Erhalt des Senders

"Wir lassen uns nicht abschalten": Das war die klare Ansage bei der Demo in Berlin. Foto: Boris Geilert
Mit so vielen Teilnehmern hatten die Personalräte der Deutschen Welle (DW) in ihren kühnsten Träumen nicht gerechnet: 600 Demonstranten zogen am Montag, 15. Dezember 2014, durch Berlins Mitte zur Kundgebung am Brandenburger Tor. Dort ging es ebenfalls darum, deutlich zu zeigen, dass die Mitarbeiter des Senders die Pläne von DW-Intendant Peter Limbourg keineswegs teilen. Er will aus dem deutschen Auslandssender eine zweite BBC machen und bestehende Programmangebote abbauen. Davon wären auch die Journalisten an beiden Standorten des Senders massiv betroffen. Der Kölner Journalist Frank Überall aus dem DJV-Bundesvorstand hielt Limbourg entgegen: „Wir wollen keine BBC und kein CNN für Arme - wir wollen gute journalistische Arbeit, die eben auch gutes Geld kostet.“ Überall wies darauf hin, dass die Personaletats der Deutschen Welle seit 15 Jahren nicht angehoben wurden. Statt [...]
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Deutsche Welle

DJV unterstützt Demo gegen Abbaupläne beim Sender

Der DJV ruft zur Teilnahme an der Demonstration gegen die Abbaupläne bei der Deutschen Welle (DW) am 15. Dezember 2014 in Berlin auf. Mitarbeiter des deutschen Auslandssenders protestieren ab 13 Uhr unter dem Motto „Wir lassen uns nicht abschalten“ für eine ausreichende Finanzierung der DW. Vom drohenden Kahlschlag sind die Fernsehprogramme in Deutsch, Spanisch und Arabisch in Berlin ebenso betroffen wie journalistische Angebote in zehn Sprachen am Standort Bonn. In [...]
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Kundgebung gegen Kahlschlag

Protest der Mitarbeiter der Deutschen Welle gegen den Kahlschlag im Sender am 5. September 2014 vor der Sitzung des DW-Rundfunkrates. Foto: Ian Johnson
DJV-Mitglied Stefan Dege im Gespräch mit Rundfunkratsmitglied Michael Vesper. Foto: Ian Johnson
DW-Intendant Peter Limbourg und Rundfunkratsvorsitzender Prälat Jüsten. Foto: Ian Johnson
Das Flugblatt zur Kundgebung

Mehr als 100 Mitarbeiter der Deutschen Welle haben am Freitag, 5. September, ihre Empörung über den Personalabbau des Senders zum Ausdruck gebracht. Die von DJV und ver.di organisierte Kundgebung fand unmittelbar vor der Tagung des Rundfunkrats statt. Die Mitglieder des Aufsichtsgremiums wurden aufgefordert, dem Kahlschlag bei der DW Einhalt zu gebieten.

"Journalistische Vielfalt statt Monokultur" war die zentrale Forderung der DJV-Mitglieder und Sympathisanten, die ihre Solidarität mit den vom Kahlschlag Betroffenen auf Plakaten und Stellwänden zum Ausdruck brachten. Intendant Peter Limbourg möchte den deutschen Auslandsrundfunk zu einem hauptsächlich englischsprachigen Nachrichtenkanal im TV umbauen.

Angesichts der bisher über 230 ausgesprochenen Beendigungen und wesentlichen Einschränkungen von festen Freien sorgen sich inzwischen auch viele Festangestellte um ihren Arbeitsplatz. Limbourg hat betriebsbedingte Kündigungen nur bis zum kommenden Jahr ausgeschlossen.

Unter den Teilnehmern der Aktion war auch die chinesische Kollegin Su Yutong, von der sich die DW im August getrennt hatte. Su hatte einen Beitrag des DW-Kolumnisten Frank Sieren zum 25. Jahrestag der Niederschlagung der Demokratiebewegung als verharmlosend kritisiert. Die Geschäftsleitung wirft ihr vor, aus betriebsinternen Versammlungen die Öffentlichkeit informiert zu haben./DS

Personalkonzept jetzt!

ÖPR Bonn, Gesamtpersonalrat und ÖPR Berlin informieren:

 

"Programmdirektorin Meuer hat in Berlin und Bonn Details zur Umstrukturierung bekannt gegeben. Dabei hat sie mitgeteilt, welche Programmangebote wegfallen werden. Was an deren Stelle treten soll, hat sie aber nur in Umrissen skizziert. Welcher Personalbedarf mit der neuen Programmausrichtung entstehen wird, hat sie nicht erläutert. Die personelle Umsetzung ist nicht ausgearbeitet, detaillierte Personalplanungen liegen nicht vor. Stattdessen hat sie mitgeteilt, in großem Stil Veränderungs- und Beendigungsmitteilungen an freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verschicken.

 

Wir halten das für falsch und fordern ein Personalkonzept! Denn es ist weiterhin unklar, wie viel Personal in Zukunft erforderlich ist und nach welchen Kriterien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgewählt werden. Diese Fragen muss die Geschäftsleitung umgehend beantworten! Nur mit einem transparenten und strukturierten Personalkonzept haben die Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit, sich neu zu orientieren. Das von der Geschäftsleitung favorisierte 'Personalportal' ist kein Ersatz dafür.

 

Beschäftigte sind keine Verschiebemasse! Daher darf das Personalkonzept nicht ein reines Zahlenspiel sein, sondern muss die Qualifikationen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - freier wie festangestellter - berücksichtigen.

Das Konzept muss jetzt auf den Tisch und nicht erst, wenn es zu spät ist und viele ihre Arbeit verloren haben!"

Juni 2014

Beratung für Freie wird fortgesetzt

Welche Rechte haben Freie, wenn sie auf Grund der aktuellen Umbaumaßnahmen an der Deutschen Welle eine so genannte Einschränkungs- oder Beendigungsmitteilung bekommen?

 

Der DJV setzt das Beratungsangebot der letzten Monate für freie Journalistinnen und Journalisten an der Deutschen Welle jetzt fort.

 

Nächste Termine in der DW Bonn (Haus 8.E2.128), jeweils von 14 bis 16.30 Uhr:

5.6.

12.6.

26.6.

 

DJV-Mitglieder können sich selbstverständlich auch außerhalb dieser Zeiten an ihre Gewerkschaft wenden.

 

Anmeldung

- bei der DJV-Betriebsgruppe an der Deutschen Welle

E-Mail: djv-beratungspamfilter@dwspamfilter.de

 

- oder beim DJV-Referat Freie Journalisten

Telefon: 0228 - 2 01 72 18

E-Mail: hirspamfilter@djvspamfilter.de

 

Information des Personalrats vom 19. Mai 2014

Intendant Limbourg: Keine betriebsbedingten Kündigungen während der Umstrukturierung

Auf einer Klausurtagung zur Aufgabenplanung 2014 bis 2017 hat DW-Intendant Peter Limbourg betriebsbedingte Kündigungen für fest angestellte Mitarbeiter des Senders im laufenden und kommenden Jahr 2015 ausgeschlossen. Was die freien Mitarbeiter anbelangt, wurde auf Drängen von Personalrat und Gewerkschaften zumindest zugesagt, möglichst viele halten zu wollen.

 

Alle Details zu den Ergebnisse in der Personalrat-Information vom 19. Mai 2014 (PDF)

Beratung für Freie an der DW

Foto: DJV / hir

Über 30 freie Mitarbeiter der Deutschen Welle (DW) nahmen am 11. März an einer Informationsveranstaltung des DJV in Bonn teil. Anlass war der geplante Abbau von Sprachen, Programmen und Formaten der DW. Die Teilnehmer wurden über ihre tarifvertraglichen Rechte informiert, über Ansprüche auf Arbeitslosengeld, den Umgang mit Ausländerbehörden bis hin zum Asylrecht.

Zusammen mit den Mitgliedern der DJV-Betriebsgruppe Ian Johnson und Daniel Scheschkewitz diskutierte der DJV-Referent für Freie, Michael Hirschler, dabei auch über Strategien gegenüber der Geschäftsführung der DW. Der Appell an die Freien: den DJV und die Betriebsgruppe über alle Maßnahmen informieren, von denen Mitarbeiter betroffen sind.

Wer durch die Umstrukturierung von besonderen sozialen Härten betroffen ist, wenn bespielsweise die Abschiebung drohen könnte, sollte sich umgehend melden, sobald Mitteilungen über die Beendigung der Mitarbeit vorliegen. Der DJV ist der Meinung, dass solche Fälle offensiv mit der DW-Geschäftsleitung diskutiert werden müssen. Auch eine Ausweitung des Tarifvertrags Rationalisierungsschutz auf langjährige fest-freie Mitarbeiter könnte hierbei helfen. Bisher, so wurde allerdings deutlich, hatte keiner der Teilnehmer eine Beendigungsmitteilung erhalten.

Der DJV berät Mitglieder an der Deutschen Welle ständig - sowohl auf Ebene des Landesverbandes als auch der Bundesgeschäftsstelle. Derzeit ist in der DW eine Reihe von Beratungsterminen vorgesehen: am 13.3., 17.3., 20.3. und 8.4. Darüber hinaus ist eine Beratung auf Einzelanfrage an Michael Hirschler möglich.

Welche Rechte haben Freie beim DW-Umbau?

Einen radikalen Umbau der DW führt Intendant Peter Limbourg durch. Zahlreiche TV-Formate, Radio- und Multimedia-Angebote werden abgeschafft.

Viele freie Mitarbeiter machen sich daher Sorgen, wie es um ihre Zukunft steht. Vor allem die Frage nach rechtlichen Mitteln gegen die Einschränkung oder Beendigung der Mitarbeit wird gestellt.

Die aktuellen Freien-Tipps des DJV listen die wichtigsten Punkte für Freie an der DW auf.

Links zur Deutschen Welle

 

 

DJV-Beratung für freie Mitarbeiter der DW

Welche Rechte haben freie Mitarbeiter der Deutschen Welle angesichts der Einsparung von Sprachen, Programmen und Formaten?

 

Diese Frage steht im Mittelpunkt einer Serie von Beratungsterminen, die Freienreferent Michael Hirschler ab heute am Standort Bonn der DW anbietet. Los geht es von 16.30 bis 18 Uhr (Raum Nauen).

 

Die nächsten Möglichkeiten, sich beraten zu lassen, gibt es dann an folgenden Tagen:

13. März, 17. März, 27. März und 8. April - jeweils ab 14.30 Uhr.



Die Terminbuchung und Absprache erfolgt per E-Mail über das DJV-Referat Freie Journalisten.

Information des ÖPR Bonn: More Questions than Answers

Intendant Peter Limbourg hat die strategische Neuausrichtung der DW beschlossen und die Mitarbeiter der Programmdirektion am 24. und 25. Februar 2014 an beiden Standorten (Berlin und Bonn) über die organisatorischen Veränderungen im Sender informiert. Dennoch sind für die Mitarbeiter zahlreiche Fragen offen geblieben.

 

  • Müssen sich angestellte Mitarbeiter demnächst auf neue Stellen bewerben?
  • Was wird aus den redaktionellen Mitarbeitern, die nicht fließend Englisch sprechen und über keine TV-Erfahrung verfügen?
  • Wie und in welchen Abteilungen werden die am Standort Bonn gegenwärtig erstellten Inhalte künftig produziert?
  • Wie soll der Online Auftritt in den zentralen Sprachen Englisch und Deutsch künftig gestaltet werden?
  • Wie wird die bilinguale Zusammenarbeit in den Fachressorts organisiert?

 

Der ÖPR Bonn erwartet jetzt von der Geschäftsführung einen strukturierten und transparenten Prozess zur Umsetzung der anvisierten Neuausrichtung. Der damit möglicherweise verbundene Personalabbau muss in jedem Falle sozialverträglich gestaltet werden. Dabei werden wir als Ihre Personalräte auf die Einhaltung der gesetzlichen Mitbestimmungsrechte und der einschlägigen Tarifverträge aufmerksam achten. Dies gilt in besonderem Maße auch für die von Einstellungen und drastischen Reduzierungen betroffenen Bereiche in den Hauptabteilungen Afrika, MSOE-Sprachen und im Bereich Südasien.

 

Darüber hinaus empfehlen wir den betroffenen Kollegen – insbesondere den Freien - die Beratungsangebote der Gewerkschaften wahrzunehmen.

 

Ihr Örtlicher Personalrat Bonn, 26. Februar 2014

Neuausrichtung der Deutschen Welle

DJV fordert: Bedenken der Mitarbeiter ernst nehmen

Das auf einer Mitarbeiterversammlung am Montag (20.1.14) vorgestellte Konzept für eine strategische Neuausrichtung der Deutschen Welle konnte die Mitarbeiter nicht komplett überzeugen. Aus Sicht der Betriebsgruppe des DJV am Standort Bonn werfen die Pläne der Geschäftsleitung eine Reihe von Fragen auf.

 

Erfolgskriterien definieren, Zahlen transparent machen

Für die angekündigte Einstellung der Angebote in Bengali und Portugiesisch für Afrika und die Reduzierung zahlreicher weiterer Sprachangebote fehlen bisher nachvollziehbare Begründungen, wenn der Erfolg in den Zielmärkten das Hauptkriterium sein soll. Auch die beschlossene drastische Kürzung des Französischen Angebots verwundert angesichts der aktuellen Diskussion um eine deutsche Beteiligung an Militäreinsätzen in der Zentralafrikanischen Republik und Mali. Viele Mitarbeiter fragen sich angesichts dessen, wie der Erfolg ihrer Arbeit und künftiger Angebote gemessen werden sollen.

 

Unternehmerische Risiken für Strategie abwägen

Intendant Limbourg hat angekündigt, Mitarbeiter und Ressourcen aus den reduzierten Sprachprogrammen zur Verstärkung eines globalen englischsprachigen TV-Nachrichtenkanals einzusetzen. Dabei fragen sich viele Kollegen, ob dieses Konzept aufgehen kann. Angesichts der starken Konkurrenz von BBC, CNN, Al Jazeera oder Russia Today erscheint das Ziel, unter die Top 3 der weltweiten TV-Anbieter zu kommen, äußerst ambitioniert. Zumal der DW ein vergleichbares Korrespondentennetz fehlt. 

Selbst mit maximalen Umschichtungen aller vorhandenen Ressourcen wird die DW vermutlich kaum ein der Konkurrenz vergleichbares Etatniveau erreichen.

 

Einbettung des TV-Konzepts in standortübergreifende Multimedia-Strategie

Die Deutsche Welle hat in den vergangenen Jahren an beiden Standorten große Fortschritte in Richtung einer zukunftsweisenden Multimediastrategie gemacht. Bisher ist für viele Kollegen nicht erkennbar, wie dieser Prozess weitergeführt werden soll. Wir begrüßen die Ausweitung der Social Media-Aktivitäten. Dazu gehören aber auch multimediale Erzählformen und Formate, die über das bloße Einstellen von Videos hinausgehen.

 

Kommentare ohne Information sind Mogelpackung

Wir begrüßen, dass mit der verstärkten Nutzung von Kommentaren die Regionalkompetenz und die Arbeitsplätze von Redakteuren erhalten bleiben sollen. Dennoch bedürfen Kommentare einer Einbettung in einen informativen Kontext. Die angekündigte Reduzierung auf ein personalisiertes Blogformat erscheint uns noch nicht ausgereift. DW-Formate sollten dem Informationsbedürfnis unseres Zielpublikums und der Meinungsvielfalt Rechnung tragen. Um das über Jahrzehnte gewonnene Vertrauen in die journalistische Kompetenz der DW in den Zielmärkten nicht zu verspielen, braucht es mehr als eine Kommentarfunktion auf Facebook.

 

Der DJV fordert Intendant Limbourg auf, die angekündigten Kürzungen - wie versprochen - zu überprüfen. Die regionale Expertise der Mitarbeiter sollte bei der Neuausrichtung stärker berücksichtigt werden.
DJV-Betriebsgruppe am Bonner Standort der DW, 21. Januar 2014 

 

DJV und VRFF erzielen Tarifabschluss bei der Deutschen Welle

Knapp 5,7 Prozent mehr für Feste und Freie

Nach harten Verhandlungen ist es den Gewerkschaften gelungen, bei der Deutschen Welle (DW) einen Tarifabschluss auf ARD-Niveau durchzusetzen. Erstmals seit Bestehen der DW gelten die linearen Tariferhöhungen für die Gehälter der Festangestellten und auch für die vereinbarten Honorare für freie Mitarbeiter. So umfasst der Tarifabschluss ein Volumen von knapp 5,7 Prozent und hat eine Laufzeit von zwei Jahren. Die Regelungen im Einzelnen: - Erhöhung der Honorare und [...]
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Die Gewerkschaften informieren

17. Dezember 2013

Flugblatt der Gewerkschaften DJV, ver.di und VRFF zu den Tarifverhandlungen bei der DW, die immer noch keinen Abschluss gefunden haben.

Der DJV im Örtlichen Personalrat (ÖPR) Bonn stellt sich vor

Aya Bach, Hauptabteilung Kultur

Aya Bach - Foto: DJV / Per Henriksen

Ich bin im Personalrat:
- weil ich mich für eine DW engagiere, in der KollegInnen ihre Vorstellungen einbringen,
- weil bei allen Umstrukturierungen der Blick für die Menschen nicht verloren gehen darf,
- weil ich mich für die Sprachenvielfalt der DW einsetzen will,
- weil ich für eine Unternehmenskultur streiten möchte, die den Namen verdient,
- weil ich mich dafür einsetze, dass Junge und Ältere Chancen in der DW erhalten,
- weil guter Journalismus am besten mit motivierten MitarbeiterInnen gelingt.

Mein Hintergrund:
Redakteurin bei der DW seit 1994, zunächst bei Kultur aktuell im Hörfunk. Später beim Fernsehen in Köln und Berlin, danach für Online und Radio tätig. Derzeit in der Redaktion Hintergrund Kultur in Bonn, demnächst bei Kultur aktuell in Berlin.

Mein Leben vor der DW:
Studium der Musik und Germanistik. Redakteurin im Musikverlag, Freie Mitarbeit bei Zeitungen und öffentlich-rechtlichen Sendern, Volontariat und Zeitvertrag als Redakteurin beim Deutschlandfunk.

Helle Jeppesen, Redaktion Hintergrund Deutschland / Globalisierung & Entwicklung

Helle Mejdahl Jeppesen - Foto: DJV / Per Henriksen

Ich engagiere mich im Personalrat:
- weil auch die letzten Umstrukturierungen nicht das letzte Wort sein können,
- weil nur durch Beteiligung der Beschäftigten gute Lösungen entstehen können,
- weil nur durch Mitbestimmung die Gesundheit der Mitarbeiter erhalten werden kann,
- weil nur durch Mitsprache der Mitarbeiter gemeinsame Ziele entstehen können,
- weil Nachhaltigkeit für mich am Arbeitsplatz beginnt.

Mein Hintergrund:
Seit 1993 bei der DW, zunächst in der vom DLF übernommenen Dänemark-Redaktion, dann in der Zentralen Programm-Redaktion, ab 1. Januar bei Hintergrund Deutschland. Diplomjournalistin, Dänische Journalistenhochschule in Aarhus, DK Management-Diplom, Universität Leicester, UK.

Charles Penfold, News Desk, Multimediadirektion GLOBAL/Englisch Bonn

Charles Penford - Foto: DJV / Per Henriksen

Ich bin im Personalrat:
- weil ich mich für die Rechte meiner Kollegen einsetzen möchte,
- weil ich mich dafür stark machen will, dass die Verjüngung unseres Senders nicht auf Kosten der älteren Mitarbeiter geht,
- weil ich mich für praktische Lösungen im Sinne von meinen Kollegen einsetzen möchte,
- weil ich dazu beitragen will, dass auch unsere ausländischen Kollegen ihre Rechte kennen und die Mitbestimmung in ihrem Sinne nutzen können.

Mein Hintergrund:
Seit 2002 Redakteur bei der DW, zunächst als Nachrichtenredakteur am Mikrofon. Derzeit Nachrichtenredakteur für das englische Startseitenangebot.

Mein Leben vor der DW:
Redakteur für die englische Ausgabe der FAZ, freie Mitarbeit bei der Canadian Broadcasting Corporation, Redakteur am Mikrofon bei United Nations Radio in Sarajewo.

Dr. Irene Quaile-Kersken, Redaktion Hintergrund Deutschland / Umwelt und Klimawandel

Dr. Irene Quaile-Kersken - Foto: DJV / Per Henriksen

Ich engagiere mich im Personalrat:
- weil die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Veränderungsprozesse einbezogen werden müssen,
- weil ich die Zukunft des Senders im Sinne der Kolleginnen und Kollegen mitgestalten möchte,
- weil gerade in schwierigen Zeiten eine starke Personalvertretung nötig ist,
- weil sich journalistische Qualität nur durch motivierte Mitarbeiter herstellen lässt,
- weil ich meine langjährigen Erfahrungen, auch auf der Leitungsebene, in den Personalrat einbringen möchte.

Mein Hintergrund:
Seit 1993 bei der DW, vorher freie Mitarbeiterin bei mehreren Sendern. Viele Jahre im Englischen Programm tätig. Seit 2009 Umwelt- und Klimakorrespondentin,  zunächst in der Zentralen Programm-Redaktion, seit  Januar 2013 bei Hintergrund Deutschland. Studium in Schottland, Erlangen und Köln. Magister und Dissertation an der Universität St. Andrews, Schottland.

Daniel Scheschkewitz, stellvertretender Vorsitzender im ÖPR

Daniel Scheschkewitz - Foto: DJV / Per Henriksen

Ich engagiere mich im Personalrat:
- weil Umstrukturierungen nicht über die Köpfe der Mitarbeiter hinweg entschieden werden dürfen,
- weil ein journalistischer Betrieb auch mutige Journalisten in seiner Interessensvertretung braucht,
- weil ich für eine humane Unternehmenskultur und Arbeitswelt bin,
- weil eine funktionierende Mitbestimmung zum Fundament eines gesunden Unternehmens gehört.

Mein Hintergrund:
Studium der Anglistik, Geschichte und Politik in Göttingen; Producer und Senior Producer beim BBC World Service. Seit 1993 bei der DW zunächst als Moderator und Redakteur im Zeitfunk, später als USA-Korrespondent in Washington. Seit 2012 stellvertretender Vorsitzender im Örtlichen Personalrat Bonn.

Hans Spross, Hauptabteilung Asien

Hans Spross - Foto: DJV / Per Henriksen

Ich bin im ÖPR:
- weil ich meine, dass der DJV im Personalrat vertreten sein muss,
- weil ich Ansprechpartner für meine Kolleg(Inn)en in Sachen Arbeitnehmerrechte sein will,
- weil die Mitbestimmung gerade in Zeiten rasanter Medienentwicklung nicht unter die Räder kommen sollte.
 
Mein Hintergrund:
Seit 1989 bei der DW als Redakteur mit den Stationen Monitor-Dienst, Zentralredaktion (ZR), Asien-Desk mit Schwerpunkt Politik und Wirtschaft.

Zur aktuellen Tarifverhandlung bei der DW

Eine Information des Personalrats an die Mitarbeiter

 

Bei der Tarifverhandlung am 15.10.2013 hat die Deutsche Welle weder für die Vergütung der fest angestellten Mitarbeiter noch für die Honorare der Freien ein Angebot vorgelegt. Daher wurde ein neuer Termin für den 17.12.2013 vereinbart.

 

Wir haben der Deutschen Welle allerdings deutlich zu verstehen gegeben, dass wir keine Leermonate akzeptieren werden, d.h.: Wir gehen davon aus, dass ein Abschluss in jedem Fall rückwirkend zum 1.12.2013 in Kraft tritt, wenn der aktuell gültige Vergütungstarifvertrag ausläuft.

 

Bei einem anderen Thema haben wir jedoch eine Einigung erzielt. Die Deutsche Welle wird auch 2013 an fest Angestellte nachgewiesene Kinderbetreuungskosten in Höhe von bis zu maximal 1.000 Euro pro Kind auszahlen. Diese Regelung entspricht der des vergangenen Jahres.

 

Des Weiteren wurden konkrete Überlegungen vereinbart, künftig auch freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nachgewiesene Kinderbetreuungskosten zu erstatten. Ob, wann und in welcher Höhe dies möglich sein wird, ist von weiteren Verhandlungen und einer entsprechenden „Bestandsaufnahme“ bei den Freien abhängig.

ÄLTERE MELDUNGEN

Tarif-News vom 3.7.2012: Einigung im Tarifstreit beí der DW

Nach monatelangen Verhandlungen konnte bei der Deutschen Welle (DW) der Tarifstreit am 29. Juni 2012 beendet werden. Unter Verhandlungsführung des DJV wurden die letzten Stolpersteine der Tarifrunde ausgeräumt. Gewerkschaften und Deutsche Welle einigten sich auf einen Tarifvertrag auf ARD-Niveau.

 

Für festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Gehaltsstufen gibt es einen Sockelbetrag von 15 Euro und darauf aufsetzend eine lineare Steigerung der Gehälter um 2,0 Prozent rückwirkend ab 1. Dezember 2011 sowie eine weitere lineare Erhöhung der Gehälter um 2,0 Prozent zum 1. Dezember 2012. In der Vergütungsgruppe 5 wird das Urlaubgeld auf 350 Euro abgehoben.

 

Diese Regelung gilt auch für Auszubildende, Volontäre und Versorgungsempfänger, die Sockelerhöhung wird linear umgerechnet. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrages beträgt 24 Monate, er endet damit am 30. November 2013.

 

Zum Januar 2012 hatte die DW die Gehälter bereits einseitig um 2,0 Prozent erhöht. Die fehlenden Gelder werden nachträglich ausbezahlt.

 

Auch die Altersversorgung - die eine Einigung beim Gehalt bislang verzögerte - wurde teilweise neu geregelt. Die Regelarbeitszeit bei der DW beträgt nun entsprechend der gesetzlichen Regelung 67 Jahre. Bei Inanspruchnahme einer vorzeitigen Rente beträgt der Abschlag auf die Betriebsrente maximal 12,5 Prozent. Die Voraussetzungen für die Versorgung der ehemaligen RIAS-Mitarbeiter, des Presseversorgungswerks und der Witwenrente wurden verbessert.

 

Auch für die Freien gibt es einen neuen Tarifvertrag: Danach werden die Mindesthonorare rückwirkend zum 1.2.2012 um 2,2 Prozent angehoben. Zum 1. Oktober 2012 steigen die Mindesthonorare erneut um 2,1 Prozent. Wie in der Vergangenheit war die Deutsche Welle nicht bereit, die tatsächlich
gezahlten Honorare oberhalb der Mindesthonorare anzuheben. Zum Ausgleich wurde die Einmalzahlung in Höhe von 1,5 Prozent des Jahreseinkommens von 2011 vereinbart - maximal 400 Euro pro Person. Die Einmalzahlung wird im Oktober 2012 ausbezahlt.

 

Damit Freie von dieser Regelung profitieren, müssen sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Es muss ein arbeitnehmerähnlicher Status vorliegen (Honorarrahmenvertrag).
  • Im Jahr 2011 müssen sie mindestens 72 Tage gearbeitet haben.
  • Bis zum Stichtag 1. Oktober 2012 müssen sie 42 Tage gearbeitet haben.

 

Für Rückfragen stehen die DJV-Kolleginnen und Kollegen in der DW in Bonn und Berlin unter djv[at]dw-world.de gerne zur Verfügung.

DAS ERGEBNIS DER PERSONALRATSWAHL

Deutsche Welle

DJV gewinnt Personalratssitz hinzu

Die Ergebnisse der Personalratswahlen bei der Deutschen Welle liegen vor: Der DJV hat in Bonn deutlich zugelegt und ist vor ver.di knapp die stärkste Kraft geworden. Die Sitze im örtlichen Personalrat (ÖPR) Bonn verteilen sich nun wie folgt:
DJV: 223 Stimmen, 5 Sitze (vormals 4)
ver.di: 214 Stimmen, ebenfalls 5 Sitze (vormals 6)
VRFF (Vereinigung der Rundfunk-, Film- und Fernsehschaffenden): 119 Stimmen, 3 Sitze. Auch bei den Wahlen zum [...]
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ZUR PERSONALRATSWAHL IM APRIL 2012

Die Kandidatenliste