Deutscher Journalisten-Verband Landesverband Nordrhein-Westfalen

Tarifverhandlungen

Impressionen aus der aktiven Mittagspause vom 3. September 2020/Fotos: Hao Gui

17.11.2020: Neuer Tarifvertrag in Kraft/New DW collective bargaining agreement comes into force

***englisch below***

Ab heute ist der mühsam ausgehandelte Tarifvertrag 2020-2023 in Kraft! Für 2020 wurde eine Erhöhung der Gehälter und Honorare um 2,10% vereinbart, für 2021 ebenfalls 2,10% und für 2022 um 2,0%. Für das Jahr 2022 hat die DW ein Sonderkündigungsrecht.

Für die angestellten Mitarbeitenden bei der DW gibt es mit dem Dezembergehalt eine Nachzahlung für die Gehaltserhöhung ab dem ersten Januar 2020, für die arbeitnehmerähnlichen freien Mitarbeitenden gibt es eine Nachzahlung für die Monate Mai bis November 2020. Die Honorarsteigerungen der tatsächlich gezahlten Honorare folgt zum 1. Dezember 2020, die nächste Erhöhung folgt dann am 1. Januar 2021.

Ebenfalls ab dem 1. Januar 2021 bekommen alle arbeitnehmerähnlichen freien Mitarbeitende ab dem ersten attestierten Krankheitstag einen Zuschuss zum Krankentagegeld - eine Verbesserung für die wir als DJV seit Jahren kämpfen und die wir nun endlich im neuen Tarifvertrag festschreiben konnten.

Die neue Gehaltstabelle stellen wir Euch hier zum Download zur Verfügung - und freuen uns, dass es nach langen, zähen Verhandlungen endlich so weit ist!

***

Today, after long and difficult negotiations, the collective bargaining agreement for the period from 2020 to 2023 came into force! This includes an increase in salaries and freelancer' fees of 2.1% for 2020, another 2.1% for 2021 and 2% for 2022. DW has secured an extraordinary right of termination for 2022.

In December, in addition to their regular salaries, staffers will receive a back payment reflecting the salary increase retroactive to January 1, 2020. Freelancers with "employee-like" status will receive a back payment for the months of May to November 2020. The actual salary and fee increases come into effect on December 1, 2020. The next increase will follow on January 1, 2021.

Also as of January 1, 2021, all "employee-like" freelancers will receive a daily sickness benefit allowance from the first day of illness as certified by a doctor. We at the DJV have been fighting for this improvement (from the current eighth day of illness) for years, and we are pleased to have finally succeeded in getting it enshrined in the new collective wage agreement.

Download the new salary scale here. We are delighted that these long and difficult negotiations have finally reached a successful conclusion.

Downloadbereich:

7. Oktober 2020: Tarifabschluss bringt 6,2 Prozent!

Nach mehrstündigen Tarifverhandlungen am heutigen Mittwoch haben sich der Deutsche Journalisten-Verband, ver.di, VRFF und die Geschäftsleitung der Deutschen Welle auf Einkommenserhöhungen der Beschäftigten von insgesamt 6,2 Prozent bis Ende 2022 geeinigt.

Für 2020 werden Gehälter und Honorare der Journalistinnen und Journalisten um 2,1 Prozent angehoben. Weitere 2,1 Prozent werden für das kommende Jahr fällig. Das dritte Laufzeitjahr des Tarifvertrags sieht nochmals 2,0 Prozent vor. Für das letzte Jahr hat sich die Deutsche Welle allerdings ein Sonderkündigungsrecht vorbehalten. „Mit diesem Ergebnis bewegen wir uns sehr nah an dem Eckpunktepapier vom Februar“, sagt DJV-Verhandlungsführerin Hanna Möllers. „Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen, die sich an den Warnstreiks beteiligt haben, ohne die wir dieses Ergebnis sicher nicht erreicht hätten.“

Das Tarifergebnis, so Möllers, verhindere eine Abkopplung der DW-Beschäftigten von der allgemeinen Einkommensentwicklung in Deutschland: „Das war ein wichtiges Ziel.“ Die Journalisten der Deutschen Welle machten gerade in Corona-Zeiten einen Spitzenjob. Das erfordere Anerkennung.

Die Erklärungsfrist für den heutigen Abschluss läuft am 16. November aus. Der DJV-Gesamtvorstand als große Tarifkommission muss dem Ergebnis noch zustimmen.

DJV-Bundesverband, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Hendrik Zörner, zoe@djv.de

6. Oktober 2020: Tarifverhandlungen werden wieder aufgenommen

***english below***

Unsere Aktionen und Argumente haben Wirkung gezeigt: am Mittwoch (7.10.) kehren wir zum Verhandlungstisch zurück, um dann hoffentlich den überfälligen neuen Vergütungs-Tarifvertrag für die DW auszuhandeln.

Für uns ist die Grundlage das Eckpunktepapier, auf dem wir uns bereits Ende Januar verständigt hatten:

  • 6,2 Prozent lineare Steigerung der Honorare und Gehälter bis 30.9.2022 (33 Monate).
  • Jährlich eine Steigerung um 50 Euro für Volos und Azubis – insgesamt 150 Euro über 33 Monate.
  • Krankentagegeld für freie Mitarbeitende ab dem ersten Krankheitstag.
  • 8 zusätzliche bezahlte Tage für Partner*innen in den ersten 8 Wochen nach der Geburt eines Kindes
  • Alles rückwirkend zum 1. Januar 2020

Die Geschäftsleitung ist nun auch dank Eures Engagements bereit, zum Verhandlungstisch zurückzukehren – mit einem besseren Angebot als den bisher angebotenen 1% pro Jahr. Nach eigener Aussage orientiert sich die Geschäftsleistung erneut am Eckpunktepapier, nachdem der DW-Etat für 2021 feststeht. Wenn dem so ist sollte dem überfälligen Abschluss jetzt nichts mehr entgegenstehen.

Denn wir stehen zu unserem Wort: Wir sind mehr wert als 1%!

***

Collective bargaining process resumes on wednesday

Our protests and arguments have had an effect: on Wednesday (7.10.) we are returning to the negotiating table to hopefully negotiate the long-overdue new DW agreement on salaries and freelance fees.

The basis of our negotiations is the benchmark paper that we had already agreed on in late January:

• A 6.2% linear increase to freelance fees and salaries by 30.9.2022 (33 months).
• An annual increase of 50 euros for trainees and apprentices – a total of 150 euros over 33 months.
• Sick pay for freelancers from the first day of illness.
• 8 additional paid days for partners within the first 8 weeks of the birth of their child
• All points to be applied retroactively from January 1, 2020

Thanks to your dedication, management is now willing to return to the negotiating table – with a better offer than the previous offer of a 1%-increase per year. According to their own statement, management is orienting itself again on the benchmark paper, since DW's budget for 2021 has been established. If that is indeed the case, nothing should stand in the way of completing the long-overdue agreement.

After all, we are true to our word: We are worth more than 1%!

22. September 2020: 9 Facts & Fakes über die Tarifverhandlungen

Die Geschäftsleitung (GL) der DW hat am 10. September in einer Teams-Veranstaltung für alle Mitarbeitenden ihre Sichtweise der gescheiterten Tarifverhandlungen dargestellt. Dabei ging es ihr vor allem darum, zu erläutern, warum die DW derzeit nicht mehr als Tarifsteigerungen von 3x 1% anbietet.

Wir haben die Fakten aus dieser Teams-Veranstaltung (http://intranet.dw.com/aktuelles-lesen/nachrichten/newseinzelansicht/video-mitschnitt-gl-infoveranstaltung-zutarifen-und-finanzen.html) kritisch überprüft.
Hier unsere Gegenüberstellung:

1. GL DW-Behauptung: In Corona-Zeiten ist kein Geld für die Tarifforderungen der Gewerkschaften da.

FAKT: Das Geld ist da!

Intendant Peter Limbourg hat es in einem Interview mit der FAZ am 12. September bestätigt: Er habe „überhaupt keine Befürchtung, dass der Bund in diesem und im nächsten Jahr unser Budget (z. Zt. 365 Mio. Euro) kürzt“. Er wisse nur nicht, wie die Situation nach 2022 aussieht. Deshalb verweigert uns die GL zu Unrecht die Auszahlung der vereinbarten Erhöhung von Honoraren und Gehältern in einem Volumen von 6,2% bis zum September 2022. Und noch einmal: Für den Fall einer unerwarteten Etatkürzung haben wir ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt. Es gibt keinen sachlichen Grund, sich nicht mehr an das Eckpunktepapier zu halten. Die Corona Pandemie, die andere (aber nicht die DW) hart getroffen hat, wird als Sparmaßnahmen zu euren Lasten missbraucht.

2. GL DW-Behauptung: Die GL DWbekennt sich zu vereinbarten Eckpunkten, legt aber wegen großer finanzieller Risiken aufgrund der Corona-Krise ein angepasstes, stufenweises Angebot mit Fokus auf Solidarität und Beschäftigungssicherung vor. (VD Massing in Teams)

FAKT: Besonders freie Beschäftigungen sind nicht sicher.

In der deutschen Nachrichtenredaktion Online wurden die Nachtschichten zu Jahresbeginn – bis auf eine – gestrichen! Die freien Mitarbeitenden, die bisher im ukrainischen Programm in Bonn arbeiteten, sollen nun in ihr Herkunftsland zurückgeschickt werden, um für weniger Geld vor Ort im  ogenannten  Kiev Hub zu arbeiten. Am englischen Newsdesk und im chinesischen Programm sind die teuren Nachtschichten bereits nach New Delhi bzw. nach Taipeh ausgelagert worden. Spanisch Online hat schon seit Jahren die Nachtschichten in Bonn an freie Kolleg*innen in Mittel- und Südamerika abgegeben.

Alle freien Mitarbeitenden können pro Jahr um 20% gekürzt werden. Zudem drohen befristete Arbeitsverhältnisse auszulaufen, denn sie werden nicht verlängert. Sehen so sichere Arbeitsplätze aus?

3. GL DW-Behauptung: „Es bleibt dabei, dieses Ziel von 6,2%. Da stehen wir zu.“ (VD Massing im Teams)

FAKT: 6,2% vertraglich fest garantiert ist nicht dasselbe wie 3% plus eine vage Verhandlungsoption auf 6,2%.

Eine Option auf etwas, dessen Voraussetzungen nicht einmal definiert werden, ist natürlich weniger wert als ein vertraglich zugesicherter Betrag. Die Geschäftsleitung begeht hier Wortbruch. Das ist schlimm. Noch schlimmer ist aber, dass ihr so tun sollt, als ob das gar kein Wortbruch ist. Wir erinnern an dieser Stelle an Erich Kästner, der gesagt hat: „Was auch immer geschieht. Niemals dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.“

Versuchen Sie uns bitte nicht für dumm zu verkaufen, Frau Massing, Herr Limbourg. Die Deutsche Welle besteht aus klugen Mitarbeiter*innen, die nicht auf eine Milchmädchenrechnung reinfallen. Darauf können Sie stolz sein.

4. GL DW-Behauptung: Es gibt zu viele Coronabedingte Etat-Risiken

FAKT: Das sind alles Faktoren, die weder mit Corona noch mit Tariferhöhungen zu tun haben. Und die auch schon vor den vereinbarten Eckpunkten bekannt waren. Diese Kosten sind bereits eingepreist.

Aufgezählt wurden von Frau Massing über Teams die Kosten für die Abwicklung der ARD-Gemeinschaftsinstitution IRT, die Kompensationszahlungen für die Betriebsrentenkasse BBP oder die Umstellung auf 5G. Corona-bedingte IT-Kosten werden von der DW mit 2,1 Mio. Euro beziffert, Extrakosten für Content und Vertrieb mit 0,8 Mio. Euro und Home Office mit 0,5 Mio. Euro. Diese Kosten den Mitarbeitenden zu übertragen, indem die geplanten Tariferhöhungen einfach gestrichen werden, gibt dem Begriff „Bring-Your-Own-Device“ – BYOD – eine völlig neue Bedeutung.

5. GL DW-Behauptung: Extra Corona-Kosten?

FAKT: Unmittelbar nach dem Ausbruch der Krise hat die DW das TV-Programm heruntergefahren: Magazine wurden eingestellt, die Nachrichten auf ein Rumpfprogramm reduziert.

Die Reinigungskosten sind ohne Zweifel wegen Corona gestiegen. Mund-Nasen-Schutz, Desinfektionsmittel, Schutzhüllen für Mikros und Kopfhörer sind auch nicht umsonst. Als Folge wurden keine Beiträge mehr produziert oder angekauft. Drehs, Post- und Studioproduktionen fielen aus. Das Geld wurde größtenteils eingespart. Wie hoch die Summe ist – darüber schweigt Frau Massing beharrlich. Im Reisekostenetat der DW, DW Akademie und für Projekte waren für 2020 ursprünglich über 10 Mio. Euro eingeplant, für Bewirtungskosten rund 800.000 Euro. Im Fortbildungsetat von rund 1 Mio. Euro sind Gelder wegen abgesagter Präsenzveranstaltungen nicht abgeflossen.

6. DW-Behauptung: Krankentagegeld für Freie neuerdings ab dem ersten Tag

FAKT: Es ist schön, dass es Krankentagegeld für freie Kolleg*innen ab dem ersten Tag gibt. Doch im Eckpunktepapier war vom ersten Krankheitstag die Rede – und nicht wie jetzt vom ersten disponierten Tag im Dienstplan.

Auch sieht das Eckpunktepapier 75% des Durchschnittseinkommen vor – und nicht wie jetzt praktiziert: 50% Ausfallhonorar. Wenn wir endlich den TV abschließen, bekommt ihr das Krankengeld ab dem ersten Tag tariflich zugesichert (und nicht in Form einer freiwilligen Zahlung) und ihr bekommt mehr!

7. GL DW-Behauptung: Streiks sind „instinktlos“ und ein falsches politisches Signal

FAKT: Gerade in wirtschaftlich schweren Zeiten müssen die Mitarbeitenden Teuerungen bei Krankenkassen, Mieten, Nahverkehr, etc. verkraften und ausgleichen können.

Eine Tariferhöhung von 6,2% sei politisch nicht vertretbar und wäre das falsche Signal (VD Barbara Massing, Teams), Intendant Peter Limbourg sprach gar von einer „Instinktlosigkeit“ (Pressemitteilung vom 09. September 2020)

In anderen Branchen wird ebenfalls verhandelt (Öffentlicher Dienst, DB, Post). Alle ARD-Anstalten und das ZDF haben Tariferhöhungen von über 6% akzeptiert, obwohl die Gebührenerhöhung noch längst keine beschlossene Sache ist. Und auch die Bundesregierung würdigt die Leistungen der Arbeitnehmer*innen ganz besonders, indem Corona-Sonderzahlungen für Beschäftigte bis zu einem Betrag von 1.500 Euro im Jahr 2020 steuer- und sozialversicherungsfrei gestellt werden. „100- prozentigen Einsatz in dieser Zeit wollen wir 100-prozentig belohnen.“ (Bundesfinanzminister Olaf Scholz)
Die Gewerkschaften stehen so eng zusammen, wie seit langem nicht mehr. Der Streik einigt uns und dividiert uns nicht auseinander. Das ist wohl eher das, was die GL der DW gerne hätte. ;)

8. DW-Behauptung: Die Gewerkschaften wollen die Belegschaft auseinanderdividieren.

FAKT: Die ersten Warnstreiks haben im Gegenteil eine große Solidarität unter den Kolleg*innen gezeigt.

Über Teams wirft VD Barbara Massing den Gewerkschaften vor, sie würden mit ihren Streikaufrufen die Belegschaft auseinanderdividieren, zu Populismus aufrufen und die Situation zuspitzen. „Das finde ich total schade“. (Teams 10.9.2020). Zum ersten virtuellen Streik in Bonn haben trotz Home Office über 200 Kolleg*innen in den digitalen Streikraum in Teams teilgenommen. In Berlin sind 300 Kolleg*innen auf die Straße gegangen und noch mal 200 digital dazugekommen.

9. DW-Behauptung: Unsere Mitarbeiter sind unser höchster Erfolg!

„Sie sind das Rückgrat der DW. Jede Form von Tarifsteigerungen haben sie absolut verdient, weil es einfach ein großartiger Laden ist. Und ich finde gerade in Zeiten von Corona hat sich gezeigt, mit wie viel Einsatz, Motivation und Leidenschaft sie sich da reingehangen haben. Und wir wollen das in vielen Formen honorieren und auch in Form von Tarifsteigerungen.“ (VD Barbara Massing, Teams)

In diesem Punkt stimmen wir der Verwaltungsdirektorin uneingeschränkt zu! Deshalb meinen wir auch, dass alle Kolleg*innen mehr als mickrige 1% verdient haben. Wir hoffen, Frau Massing und Herr Limbourg, dass dies nicht nur Lippenbekenntnisse sind. Oder um es mit Goethe zu sagen: „Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich endlich Taten sehen!“ Dem Applaus vom Balkon sollte eine Wertschätzung in Form einer Tariferhöhung folgen.

Kehren Sie zu den Eckpunkten jetzt zurück und laden Sie die Gewerkschaften zu neuen Verhandlungen ein. Für einen anständigen Tarifabschluss für die Mitarbeitenden der DW!

Zum Download: Tarifinformation, 22. September 2020

DW Bonn streikt am 11. September erstmals virtuell!

Der erste virtuelle Warnstreik am Bonner Standort der Deutschen Welle war ein voller Erfolg. Zwischen 10 und 12 Uhr versammelten sich mehr als 200 Mitarbeitende des Senders auf einer eigens eingerichteten digitalen Streikplattform. Dabei machten die Journalistinnen und Journalisten ihrer Empörung über das mickrige Einprozent-Angebot der Geschäftsleitung für eine Anhebung der Honorare und Gehälter Luft. Mit Unverständnis haben die Streikenden auch auf die Behauptung des
Intendanten der DW reagiert, wonach ein Warnstreik in Zeiten von Corona „instinktlos“ und „ein schwerer Fehler“ sei. Demgegenüber verwiesen Sprecher der Gewerkschaften auf die kontinuierliche
Anhebung des DW-Budgets in den letzten Jahren. Zahlreiche Mitarbeitende haben zudem in der Corona-Krise mit einer mangelhaften technischen Ausrüstung im Home Office zu kämpfen. Der Sendebetrieb musste zum Teil mit Privatgeräten aufrechterhalten werden.

Der DJV fordert die DW auf, nun mit einem substanziellen Angebot eine Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen zu ermöglichen. Andernfalls müssten weitere Arbeitskampfmaßnahmen folgen. Schon am Donnerstag hatten über 300 Beschäftigte am Standort Berlin den Aufruf der Gewerkschaften zum Warnstreik im deutschen Auslandsrundfunk befolgt.
Im digitalen Raum hatten weitere 200 Mitarbeiter die Arbeit vorübergehend niedergelegt.

Aktive Mittagspause am 3. September in Bonn: 1 % Prozent ist nicht genug!

Bei einer aktiven Mittagpause haben heute mehr als 60 Kolleginnen und Kollegen der DW am Bonner Standort ihrem Unmut über die gescheiterten Tarifverhandlungen Luft gemacht. Mit Trillerpfeifen artikulierten sie ihrer Unzufriedenheit über das mickrige Angebot der DW von Tarifsteigerungen von lediglich 1% für Gehälter und Honorare für das laufende und die beiden nächsten Jahre. DJV-Betriebsgruppenvorsitzende Helle Jeppesen: „Ich freue mich, dass so viele DW-Mitarbeitende dem Aufruf der Gewerkschaften gefolgt sind. Ich verstehe die Empörung der Kolleg*Innen, dass ihre erfolgreiche Arbeit unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie von der Deutschen Welle Geschäftsleitung so gering geschätzt wird. Das können und wollen wir uns nicht bieten lassen.“

In Redebeiträgen der Gewerkschaftsvertreter von DJV, ver.di und der VRFF wurden die Versammlungsteilnehmer auf weitere Arbeitskampfmaßnahmen vorbereitet.
Die DW hatte im Februar einem unterschriftsreifen Eckwertepapier über Tarifsteigerungen in einem Volumen von 6.2% für 33 Monate bereits ihre Zustimmung erteilt, diese Zusage dann aber wegen Corona wieder zurückgezogen. Ein von den Gewerkschaften angebotenes Sonderkündigungsrecht im Falle von Budgetsenkungen durch den Mittelgeber hatte die DW abgelehnt. Der DJV-Bundesvorstand hat Warnstreiks in der DW seine Zustimmung erteilt.

Active lunch break on Thursday, 3.09.2020, at 11:30 am!

DW's measly proposition of salary and fee increases at only 1% has outraged many colleagues. And rightly so! Because:

  • Corona is a disease and not a DW austerity program!
  • DW's budget has risen by 30% since 2014, because of our good work!
  • Germany's public sector - with which we should always compare ourselves.

concluded its last round of collective bargaining with a volume of 8%. And, for the next round, next year, the unions are demanding 4.8 percent.
We too deserve more!

DW maintains that this is not possible, ostensibly because of Corona. Why?
Remember: during the latest round of collective bargaining, all German public broadcasters (with the exception of DW) have already conceded to their employees significantly higher settlements. Here are a few examples:

  • BR 2.4% für 2020, 3.21% für 2021
  • Deutschlandradio: 2.25% for 2020, 2.25% for 2021
  • MDR: 2.3% for 2019, 2.2% for 2020
  • WDR: 2.25% for 2020, 2.25% for 2021
  • ZDF 4.0% for 2020, 2.75% for 2021

These are decent tariff increases – even though, economically, these stations are now having to adjust painfully to tightly calculated public broadcast fees.
At DW the money is there! Austerity plans by parliament, DW's funding body, are not
evident.

Let's show the DW our indignation...
during an active lunch break – Thursday from 11:30 am in front of the main entrance.

Come along, everybody! 

⇒ Download: Invitation active lunch break

Aktive Mittagspause am Donnerstag, 3.09.2020, um 11:30 Uhr vor dem Haupteingang!

Das mickrige Angebot der DW von einer Gehalts- und Honorarerhöhung von lediglich 1% hat viele Kolleg*innen empört. Zu Recht! Denn:

  • Corona ist eine Krankheit und kein DW-Sparprogramm!
  • Der DW-Etat ist seit 2014 um 30% gestiegen, wegen unserer guten Arbeit!
  • Der öffentliche Dienst - mit dem wir uns immer vergleichen sollen - hat die letzte Tarifrunde mit einem Volumen von 8% abgeschlossen. Aktuell haben die Gewerkschaften 4,8 Prozent für das nächste Jahr gefordert.

Auch wir haben mehr verdient!

In der DW soll das angeblich wegen der Corona-Pandemie nicht möglich sein. Wir fragen uns warum?! 

Zur Erinnerung: in der aktuellen Tarifrunde hatten sämtliche öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ihren Mitarbeitenden deutlich höhere Abschlüsse zugestanden. Hier einige Beispiele:

  • BR 2,4% für 2020, 3,21% für 2021
  • Deutschlandradio: 2,25% für 2020, 2,25% für 2021
  • MDR: 2,3% für 2019, 2,2% für 2020
  • WDR: 2,25% für 2020, 2,25% für 2021
  • ZDF 4,0% für 2020, 2,75% für 2021

Das sind ordentliche Tariferhöhungen - obwohl die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten aktuell unter einer eng bemessenen Gebührenerhöhung wirtschaftlich zu kämpfen haben.

Bei uns ist das Geld da! Es gibt keine aktuellen Sparpläne der Bundesregierung.

Zeigen wir der DW gemeinsam unsere Empörung…

in einer aktiven Mittagspause – Donnerstag ab 11:30 Uhr vor dem Haupteingang.

Kommt alle vorbei!

Übrigens:Wir sind auf Facebook! Informiert Euch und bleibt immer auf dem aktuellen Stand rund um den Tarifkonflikt:
https://www.facebook.com/DJVandFriends/

⇒ Gemeinsame Aufruf der Gewerkschaften zur Aktiven Mittagspause zum Download

DW begeht Wortbruch in Tarifverhandlungen

Am 17.8. 2020 mussten die Gewerkschaften die Tarifverhandlungen 2020 bis 2022 nach 7 Monaten für gescheitert erklären. Trotz weitestgehender Zugeständnisse von unserer Seite weigert sich die Deutsche Welle, zum jetzigen Zeitpunkt die Gehälter und Honorare um mehr als lediglich 1% im Jahr zu erhöhen. Dabei hatte die DW zu Beginn des Jahres einem Eckpunktepapier mit einer Erhöhung von 6,2% (Azubis und Volos plus 50 € monatlich)  über den gesamten Zeitraum bereits zugestimmt. Dieses Angebot hat sie jetzt einfach mal mehr als halbiert. Die Differenz zu 6,2% sollen nur noch gezahlt werden, wenn die Deutsche Welle es sich leisten kann. Die Bedingungen dafür wollte sie aber nicht festlegen.

Dies ist ein Affront, vor allem angesichts der aktuell guten finanziellen Lage der Deutschen Welle. Schließlich waren es die Beschäftigten, die unter enormen Anstrengungen die außerordentliche Erfolgsbilanz unseres Senders überhaupt erst ermöglicht haben.

Das „Angebot“ der DW bedeutet die völlige Abkopplung von ARD/ZDF und vom öffentlichen Dienst. Zum Vergleich: Dort konnten, teils nach Arbeitskampfmaßnahmen, langjährige Abschlüsse mit deutlich über 6,2% Gesamtvolumen erzielt werden. Beim öffentlichen Dienst waren es sogar 8 %.

Unter dem Eindruck der Corona-Krise versucht die DW, Honorare und Gehälter langfristig abzusenken.
Das Scheitern der Tarifverhandlungen wurde von der DW bewusst provoziert.  

Jetzt seid ihr dran! Vorschläge für Aktionen werden wir euch in den nächsten Tagen machen.

Zum Download: Tarifinformation vom 18.08.2020

1 % Prozent ist nicht genug!

Tarifinformation vom 14. August 2020

Die Honorare und Gehälter sollen in den Jahren 2020-2022 jeweils um nur ein Prozent steigen. Damit ist die DW deutlich von den zu Jahresbeginn bereits ausverhandelten Eckwerten abgerückt.
Zur Erinnerung: Die Gewerkschaften und die DW hatten sich auf Gehalts- und Honoraranhebungen in einem Volumen von 6,2%, verteilt auf 33 Monate, geeinigt. Nun möchte die DW alle über 1% hinausgehenden Zahlungen von der positiven Entwicklung des DW-Budgets abhängig machen. Gibt es nicht mehr Geld, soll es bei einem Prozent bleiben. Das unternehmerische Risiko soll so auf die Beschäftigten abgewälzt werden. Dies widerspricht dem Geist und Sinn sozialpartnerschaftlich geführter Tarifverhandlungen.


Natürlich wissen auch wir um die Besonderheit der Pandemie-Situation. Deshalb sind wir bereit, der DW bei einer negativen Etatentwicklung oder ähnlichen Veränderungen ein Sonderkündigungsrecht für den neuen Gehaltstarifvertrag einzuräumen - ein in den ARD-Rundfunkanstalten bereits erprobtes Verfahren. Das Risiko für die DW wäre damit minimiert.
Entgegenkommen hat die DW bei einigen unserer strukturellen Forderungen signalisiert. Wichtigster Punkt: der Zuschuss der DW beim Krankengeld für Freie. Der soll künftig vom 1.Tag an gewährt werden.
Am 17.8.2020 soll weiterverhandelt werden.

Unsere Forderungen:

  • Die außergewöhnlichen Leistungen der DW-Beschäftigten müssen sich auszahlen! Die DW Mitarbeitenden haben mehr verdient als 1%!
  • Wir fordern alle Kolleginnen und Kollegen auf, die DW daran zu erinnern, dass gute Arbeit ihren Preis hat.

Tarifinformation vom 14. August 2020 zum Download

Die Verhandlungen gehen weiter: Tarifabschluss jetzt!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

zu Anfang des Jahres hatten wir den Tarifabschluss fast unter Dach und Fach. Wir haben uns mit der Geschäftsleitung im sogenannten „Eckpunktepapier“ auf die wichtigsten Ergebnisse der Tarifrunde geeinigt.

Die wichtigsten Punkte:
•Die Erhöhung der Realhonorare und Gehälter um insgesamt 6,2 Prozent
•Krankengeld für Freie ab dem ersten Tag
•Die Erhöhung der Vergütung für Auszubildende und Volontäre um insgesamt 150 €

Dann kam Corona und auf Wunsch der Geschäftsleitung haben wir die Verhandlungen vertagt.
Am 25. Juni werden wir wieder zusammenkommen und wir wollen endlich einen Abschluss, so wie ihn alle anderen ARD-Anstalten längst haben. Insbesondere nach Corona haben wir das mehr als verdient! Die Arbeit der Kolleg*innen bei der Deutschen Welle ist heute erfolgreicher denn je:

•März 2020: Rekordhoch bei den YouTube-Accounts DW News und DW Documental (Spanisch) und ein eindrucksvoller Zuwachs im türkischen Angebot.
•April 2020: Über 1,1 Milliarden digitale Zugriffe.
•Mai 2020: Erneut rund eine Milliarde Zugriffe auf digitale Angebote der DW.
•Juni 2020: Der Intendant teilt die Verdopplung der Deutschkurse der DW Akademie mit.

Während die Deutsche Welle Rekorde erzielt und dafür in Politik und Medien viel Anerkennung bekommt, müssen freie Mitarbeiter*innen und Festangestellte immer noch auf die vereinbarten Verbesserungen warten.

Beim nächsten Verhandlungstermin erwarten wir von der Deutschen Welle, dass sie die getroffenen Vereinbarungen mit den Gewerkschaften einhält. Damit können endlich die seit 1.Januar anstehenden und längst überfälligen tariflichen Erhöhungen und Verbesserungen für Freie, Festangestellte, Auszubildende und Volontär*innen umgesetzt werden.

Tarifverhandlungen: Wegen der Corona-Krise verschoben

Aufgrund der derzeitigen Coronavirus-Krisensituation sind die Tarifverhandlungen bei der Deutschen Welle bis auf weiteres verschoben. Wir erwarten in zwei Wochen eine Neubewertung der Lage und halten Euch auf dem Laufenden.

Information zum Stand der Tarifverhandlungen bei der Deutschen Welle

Von der DJV-Tarifkommission bei der Deutschen Welle erreichen uns die folgenden Informationen zur dritten Verhandlungsrunde der Vergütungstarifverhandlungen (am 18.02.2020 in Berlin), welche wir gerne zu Eurer/Ihrer Information weiterleiten:

Bei den Tarifverhandlungen am 18.2. in Berlin hat es keinerlei Fortschritte gegeben. Obwohl sich alle beteiligten Parteien bereits in der 2. Verhandlungsrunde Ende Januar auf ein gemeinsames Eckpunktepaper geeinigt hatten, wurde dies von der Gewerkschaft ver.di erneut in Frage gestellt. (Wir hatten darüber bereits in unserem Flugblatt am 31.1. informiert.)
 

Da sich die DW mit dem bisher erreichten Verhandlungsergebnis in einem Gesamtvolumen von ca. 6,5% verteilt auf 33 Monate am Ende ihrer Möglichkeiten sieht, sind die ständigen Nachforderungen von Seiten der Gewerkschaft ver.di eine ernste Gefahr für einen zeitnahen Tarifabschluss. Der nächste Verhandlungstermin ist erst für den 19. März vorgesehen, mit der absehbaren Folge, dass eine Auszahlung der linearen Tariferhöhungen frühestens in der zweiten Jahreshälfte für die Festen und für die Freien evtl. noch später erfolgen könnte.

Ver.di fordert nun erneut einen Festbetrag für alle Gehaltsgruppen als soziale Komponente und begründet damit ihre Blockadehaltung. Eine solche Umverteilung im Gehaltsgitter führt auf lange Sicht aber zu weiterem Outsourcing (siehe Empfangsdienst). Wir sehen in der im Eckpunktepapier vorgesehenen Auszahlung des Krankentagegeldes ab dem 1. Krankheitstag künftig auch für Freie eine große soziale Errungenschaft. Dies gehörte auch zu den Forderungen von ver.di, die nun durch den negativen Verlauf der Verhandlungen gefährdet ist.

Die Tarifgemeinschaft der Gewerkschaften in der DW, ver.di, DJV und VRRF hat uns in der Vergangenheit immer stark gemacht. Die fehlende Kompromissfähigkeit einer der Gewerkschaften gefährdet gegenwärtig dieses gemeinsame Vorgehen.

DJV-Betriebsgruppe in der DW: Unsere Forderungen für die bevorstehenden Tarifverhandlungen, September 2019

DJV-Betriebsgruppe in der DW: Unsere Forderungen für die bevorstehenden Tarifverhandlungen, September 2019

Ab 1. Juli mehr Geld

Der neue Tarifabschluss zwischen den Gewerkschaften und der Deutschen Welle tritt am 1. Juli 2018 in Kraft. Ab dann steigen die Honorare und Gehälter um 2 %.

Ab Januar 2019 folgt eine weitere Erhöhung von 2,5 % und eine Einmalzahlung für alle Mitarbeiter, wie in den Tarifverhandlungen am 6. März vereinbart. Insgesamt können die Mitarbeiter sich über Steigerungen freuen, die mit den Abschlüssen in anderen ARD-Anstalten vergleichbar sind.

Mehr zum Tarifabschluss in unserem Flugblatt.

Tarifabschluss in greifbare Nähe gerückt

In der zweiten Runde der Gehalts- und Honorar-Tarifverhandlungen am 15.2. haben sich die Gewerkschaften und die DW deutlich angenähert. Eine spürbare Anhebung der Honorare und Gehälter –vergleichbar mit den guten Abschlüssen in der ARD (durchschnittlich 4.55%) – erscheint möglich.

Mehr dazu in unserem Flugblatt.

Neuer Stand bei den Tarifverhandlungen

Die ersten Gespräche zur neuen Tarifrunde bei der Deutschen Welle haben noch kein Ergebnis gebracht. Die nächste Runde ist am 15. Februar.

Mehr dazu in unserem Flugblatt.

Geschafft: Bessere Bedingungen für freie MitarbeiterInnen

Nach mehrjährigen Verhandlungen haben sich Gewerkschaften und Deutsche Welle auf neue Tarifverträge für arbeitnehmerähnliche Personen geeinigt. Diese bringen zahlreiche Verbesserungen. Wichtigste Punkte: Durch die Einigung werden die Anspruchsvoraussetzungen neu geregelt, es gibt einen modernen Leistungsartenkatalog und Freie in der DW werden künftig gleich behandelt.


Ab 2018 werden mehr freie Mitarbeiter bei den Sozialleistungen der DW berücksichtigt. Jahrzehntelang war die Einkommensgrenze, bis zu der Freie unter den Tarifvertrag fallen, unverändert geblieben. Alle diejenigen, die mehr als 72.000 Euro pro Jahr verdienten, fielen aus dem Tarifvertrag. Diese „Bemessungsgrenze“ wird nun auf 88.000 Euro erhöht. Für das Urlaubsentgelt und andere soziale Leistungen steigt sie auf 65.000 Euro.

Unter den Tarifvertrag fallen erstmals auch nichtdeutsche Staatsangehörige, wenn sie nach einer Tätigkeit an einem der beiden Standorte der DW vorübergehend ins Ausland gehen, zum Beispiel als freie Korrespondenten.

Besser geregelt ist auch der Schutz von bereits bestehenden sozialen Ansprüchen, wenn Freie etwa wegen Elternzeit eine Auszeit nehmen oder zwischenzeitlich einen befristeten Arbeitsvertrag annehmen. Ihre Rechte werden „eingefroren“. Wenn sie nach dieser Auszeit wieder als freie Mitarbeiter tätig sind, gelten sie sofort wieder als arbeitnehmerähnliche Personen und haben alle sozialen Schutzrechte wie zuvor.

Der neue Leistungsartenkatalog enthält höhere Mindesthonorare und besser definierte Tätigkeitsbeschreibungen. Das soll zu mehr Klarheit führen, in welcher Höhe Mitarbeiter mindestens zu vergüten sind.

Es wird nicht mehr nach Fernsehen, Hörfunk und Online unterschieden. Etliche Honorarziffern sind weggefallen, ein paar wenige dazu gekommen. Das Ganze wird dadurch transparenter und alltagstauglicher.

Die Gewerkschaften konnten erstmals Zuschläge für Reporter durchsetzen. Diese werden künftig also nicht nur in den Redaktionen bezahlt, sondern auch, wenn sie unterwegs sind. Auch die Honorierung von dienstlich angeordneten Schulungen wird neu geregelt. Für die MitarbeiterInnen der DW-Akademie gibt es eine bessere Regelung für Ausfallhonorare, etwa wenn Seminare kurzfristig abgesagt werden.

Eine der wichtigsten Forderungen der Gewerkschaften DJV, ver.di und VRFF war die gerechte Honorierung der Freien. Die Gewerkschaften konnten endlich durchsetzen, dass die rund 3.000 freien MitarbeiterInnen der DW künftig gleich behandelt werden.

Für gleiche Tätigkeiten gibt es gleiche Bezahlung – egal in welchem Medium oder in welcher Sprache. Die Forderung nach gleicher Bezahlung hatten die Gewerkschaften schon vor vielen Jahren erhoben, konnten sich bislang aber nicht durchsetzen. Jetzt wird die Ungleichbehandlung im Sender abgeschafft.
 

Bilderstrecke vom Protest von Ian P. Johnson

Rede von Kajo Döhring (DJV) bei der DW-Demo am 23.2.2015 - Video von Ian P. Johnson

Die DW spricht viele Sprachen – damit die Welt uns versteht!

Protestaktion der DW Mitarbeiter/innen in Bonn am 23. Februar 2015

Die Deutsche Welle ist im Kern bedroht. Die massive Unterfinanzierung des Auslandssenders gefährdet Programm und Arbeitsplätze. Sollten die Sparpläne von Intendant Limbourg Realität werden, stehen zehn Sprachredaktionen am Standort Bonn vor der Schließung. In Berlin droht den linearen Fernsehprogrammen in Deutsch, Spanisch und Arabisch das Aus.

Um dies zu verhindern, fordern wir alle Mitarbeiter/innen zu einer

Protestveranstaltung am 23. Februar 2015 auf dem Münsterplatz in Bonn

auf. Mit dem Motto der Veranstaltung - „Die DW spricht viele Sprachen – damit die Welt uns versteht!“ - treten wir für den Erhalt der Sprachenvielfalt im Deutsche-Welle-Programm ein. Sie ist das Alleinstellungsmerkmal des deutschen Auslandsrundfunks. Ohne sie ist der gesetzliche Auftrag nicht zu erfüllen. In Zeiten zunehmender geopolitischer Spannungen ist der Dialog zwischen den Kulturen, Religionen und Nationen unverzichtbarer denn je.

Dafür braucht es die regionale Expertise der DW-Mitarbeiter/innen, besonders in Regionen, in denen Medienfreiheit und Meinungsvielfalt nicht selbstverständlich sind. Als Folge der chronischen Unterfinanzierung erleidet die Deutsche Welle jedoch seit Jahren einen personellen Aderlass. Dieser hat allein im vergangenen Jahr zur Beendigung bzw. Einschränkung von rund 300 freien Mitarbeitern geführt. Dieser Trend muss endlich gestoppt werden!

Wir demonstrieren:

  • für eine aufgabengerechte Finanzierung der DW und gegen weiteren Personalabbau
  • für den Erhalt der Sprachenvielfalt und der deutschsprachigen Angebote
  • für ein breites multimediales Angebot einschließlich linearer TV-Angebote in den Kernsprachen.

Wir versammeln uns auf dem Sammelplatz der DW am Haupteingang, Kurt-Schumacher-Straße 3, um 12 Uhr. Die zentrale Kundgebung findet dann ab 14 Uhr auf dem Bonner Münsterplatz statt.

Bonn, 19.1.2015
Gewerkschaftliches Aktionsbündnis DW/Bonn

Kundgebung gegen Kahlschlag

Mehr als 100 Mitarbeiter der Deutschen Welle haben am Freitag, 5. September, ihre Empörung über den Personalabbau des Senders zum Ausdruck gebracht. Die von DJV und ver.di organisierte Kundgebung fand unmittelbar vor der Tagung des Rundfunkrats statt. Die Mitglieder des Aufsichtsgremiums wurden aufgefordert, dem Kahlschlag bei der DW Einhalt zu gebieten.

"Journalistische Vielfalt statt Monokultur" war die zentrale Forderung der DJV-Mitglieder und Sympathisanten, die ihre Solidarität mit den vom Kahlschlag Betroffenen auf Plakaten und Stellwänden zum Ausdruck brachten. Intendant Peter Limbourg möchte den deutschen Auslandsrundfunk zu einem hauptsächlich englischsprachigen Nachrichtenkanal im TV umbauen.

Angesichts der bisher über 230 ausgesprochenen Beendigungen und wesentlichen Einschränkungen von festen Freien sorgen sich inzwischen auch viele Festangestellte um ihren Arbeitsplatz. Limbourg hat betriebsbedingte Kündigungen nur bis zum kommenden Jahr ausgeschlossen.

Unter den Teilnehmern der Aktion war auch die chinesische Kollegin Su Yutong, von der sich die DW im August getrennt hatte. Su hatteeinen Beitrag des DW-Kolumnisten Frank Sieren zum 25. Jahrestag der Niederschlagung der Demokratiebewegung als verharmlosend kritisiert. Die Geschäftsleitung wirft ihr vor, aus betriebsinternen Versammlungen die Öffentlichkeit informiert zu haben./DS

Die Gewerkschaften informieren

17. Dezember 2013

Flugblatt der Gewerkschaften DJV, ver.di und VRFF zu den Tarifverhandlungen bei der DW, die immer noch keinen Abschluss gefunden haben.

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