Deutscher Journalisten-Verband Landesverband Nordrhein-Westfalen

Personalratswahl in der Deutschen Welle: DJV stärkste Kraft!

DJV stärkste Kraft in der Deutschen Welle

Die Wähler*innen haben entschieden. Die Liste von DJV & Friends ist in allen drei Personalräten der Deutschen Welle (DW) stärkste Kraft geworden.

„Das ist ein eindrucksvoller Vertrauensbeweis und eine Bestätigung für die hervorragende Arbeit, die die Kolleginnen und Kollegen in der Vergangenheit im Personalrat geleistet haben“, freut sich der DJV-Bundesvorsitzende Prof. Frank Überall.
 
Die DJV-Liste wurde mit fünf Mandaten zur stärksten Liste im Örtlichen Personalrat Bonn gewählt, vor ver.di mit drei Mandaten, der VRFF mit drei Mandaten und der Bunten Liste mit zwei Mandaten. Betriebsgruppenvorsitzende Helle Jeppesen zum Wahlerfolg: „Viele haben sich mit unseren Themen im Wahlkampf identifizieren können, und nicht zuletzt ist unsere Liste so divers aufgestellt, dass wir in fast allen Redaktionen und Abteilungen präsent sind. Die Zeiten, wo ein Personalrat ausschließlich männlich, weiß und deutsch war, sind in der DW endgültig vorbei.“
 
Im Gesamtpersonalrat konnte die DJV-Liste die meistens Stimmen auf sich vereinigen und liegt in der Zahl der Mandate mit ver.di weiterhin gleichauf (jeweils fünf Mandate). Die VRFF kam auf drei Mandate.
 
Trotz widriger Umstände in der Corona-Krise war die Beteiligung an der als Briefwahl durchgeführten Wahl erfreulich rege: Mit knapp 60 Prozent lag sie ungefähr so hoch wie vor vier Jahren.

„Der Wahlkampf in einem wie leergefegten Sender hat uns vor die eine oder andere Herausforderung gestellt. Mehrfach stand die Durchführung der Wahlen insgesamt in Frage. Umso mehr freuen wir uns, dass wir die Wähler*innen auch mit unserem Online-Wahlkampf so überzeugen konnten“, so Spitzenkandidat Daniel Scheschkewitz in einer ersten Bewertung nach der Wahl.
 
Das Ergebnis zeigt: Die Beschäftigten der DW wünschen sich weiterhin einen starken Personalrat. Weiterhin führt damit am Team um die beiden Spitzenkandidat*innen Daniel Scheschkewitz und Helle Jeppesen in der Deutschen Welle kein Weg vorbei. 
                                      
Der DJV hat sich im Wahlkampf unter anderem für den Erhalt der 30 Sprachen der Deutschen Welle und gegen die Auslagerungen von Jobs in die neuen Auslandsbüros der DW stark gemacht. Ein weiteres wichtiges Thema, das für viele Beschäftigte der DW Priorität genießt, war zudem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Einführung von Sabbatzeiten für die DW-Angestellten.

Liste 2 DJV&Friends

Die Kandidat*innenenliste der DJV-Betriebsgruppe bei der Deutschen Welle in Bonn verspricht einen starken Auftritt bei den kommenden Personalratswahlen, die am 6.- 7. Mai 2020 stattfinden.
 
Die DJV-Betriebsgruppe in Bonn hat ihre 16 Kandidat*innen für die DW-Personalratswahlen im Mai aufgestellt. Viele neue Gesichter sind dabei – und viel Engagement.

Die Betriebsgruppe ist ein starkes und vielfältiges Team, mit erfahrenen und neuen Kandidat*innen auf der Liste. Wir haben gleich viele Frauen und Männer aufgestellt, sie kommen aus vielen Sprach- und Fachredaktionen und aus den unterschiedlichsten Abteilungen. Kurzum: Wir sind gut aufgestellt!

Je stärker wir als „DJV & Freunde“ aus den Wahlen hervorgehen, umso besser können wir euch dabei vertreten. Wählt den DJV auf Listenplatz 1 in den Gesamtpersonalrat und auf Listenplatz 2 in den örtlichen Personalrat Bonn. 

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Was wir erreichen wollen

Liste 2 DJV&Friends: Alle Kandidat*innen im Überblick

Sie haben eine Frage an die Kandidat*innen?

Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an information@djv-nrw.de. Wir leiten Ihre Nachricht gerne direkt an die Ansprechpartner*innen der Betriebsgruppe weiter.Sie werden sich dann bei Ihnen bezüglich Ihres Anliegens melden.

FAQ

Bin ich wahlberechtigt?

Wahlberechtigt sind alle Kolleg*innen, die am Tag der Wahl das 18. Lebensjahr vollendet haben. Dazu gehören auch Teilzeitkräfte, Aushilfen, geringfügig Beschäftigte und Auszubildende. Die Dauer der Betriebszugehörigkeit spielt für die Wahlberechtigung keine Rolle.

Warum brauchen wir Personalräte?

Das Arbeitsleben ist voll von Vorgängen und Veränderungen, die eine direkte Auswirkung auf die Kolleg*innen haben: Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle, Umstrukturierungen, neue Technologien, Auslagerung von Tätigkeitsbereichen, Versetzung und Umgruppierung, Beförderungen und vieles mehr. Damit Arbeitnehmer*innen nicht allein vor diesen Auswirkungen stehen, ist es wichtig, einen Personalrat zu wählen. Dieser kann auf Basis des Personalvertretungsgesetzes die Interessen der Kolleg*innen gegenüber den Arbeitgeber*innen vertreten und rechtlich ggf. durchsetzen.

Was für Aufgaben und Mitbestimmungsrechte haben Personalräte?

Der Personalrat hat das Recht in vielen Angelegenheiten mitzureden und mitzubestimmen. Zum Beispiel, wenn es um betriebliche Arbeitszeit und Überstunden, um die Fort- und Weiterbildung oder um die Vergütung geht. Er achtet darauf, dass die Kolleg*innen nicht diskriminiert werden. Eine Kündigung ist ohne Anhörung des Personalrates nicht wirksam. Der Personalrat entscheidet gleichberechtigt mit den Arbeitgeber*innen, wenn es um die Erstellung eines Dienstplanes, die Anordnung von Überstunden oder um Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes geht. Wenn die der Betrieb umstrukturiert oder Personal abgebaut werden soll, handelt der Personalrat einen Sozialplan (u.a. mit Abfindungen) aus, um Nachteile für die Betroffenen auszugleichen. 

Ganz allgemein wacht der Personalrat darüber, dass Tarifverträge und Gesetze, zum Beispiel das Arbeitsschutzgesetz, auch eingehalten werden. Natürlich stärkt er auch einzelnen Beschäftigten in Konflikten mit Vorgesetzten den Rücken. Ein Personalrat hat im Personalvertretungsgesetz genau definierte Rechte, die er notfalls auch vor Gericht durchsetzen kann. 

Aus dem Wahlkampf

Was Wählerinnen und Wählern wichig ist - Erbsenvoting zum Wahlprogramm

Mit einer partizipativen Aktion hat die DJV-Betriebsgruppe der DW am 27.02. in der Mittagspause ihr Programm für die Personalratswahlen am 6.und 7. Mai vorgestellt und zugleich den Wahlkampf eingeläutet. Im Gespräch mit den DJV&Friends - Kandidaten konnten sich die Mitarbeitenden nicht nur über die Kernpunkte des Wahlkampfprogramms informieren. Sie durften auch gleich Feedback geben. Mit jeweils drei Kichererbsen votierten sie für die aus ihrer Sicht wichtigsten Wahlkampfthemen. Für die wahlkämpfende Truppe des DJV war dies gleichzeitig eine wichtige Rückmeldung.

Ganz oben an stand bei den Kolleginnen und Kollegen der Wunsch nach langfristigen Perspektiven und Vertragsverhältnissen.  Unter dem DJV Vorsitz war der Bonner Personalrat in der zu Ende gehenden Amtszeit an über 200 Entfristungen von DW-Angestellten beteiligt. Geht es nach dem Willen der DJV-Personalräte soll dieser Trend auch in den nächsten vier Jahren fortgesetzt werden.

Ganz wichtig war den votierenden Kollegen auch das Konfliktmanagement in der DW. Angesichts der jüngsten Meldungen über Missbrauchsfälle und grenzüberschreitendes Verhalten in der DW steht die Ausarbeitung einer Dienstvereinbarung über ein transparentes und faires Konfliktmanagement in der DW für den DJV ganz oben auf der Prioritätenliste. Die Verbesserung der Work-Life Balance und die menschengerechte Ausgestaltung von Arbeitsplätzen sowie die Einführung eines aktiven und passiven Wahlrechts auch für Freie waren weitere Themen, die den Mitarbeitenden offenbar sehr am Herzen liegen.  Zu allen Punkten hat die DJV-Betriebsgruppe konkrete Forderungen erhoben. So ist der Bundesvorstand des DJV derzeit sehr aktiv, um unter den Abgeordneten des Bundestags für eine Novellierung des Bundespersonalvertretungsgesetzes zu werben und damit die Voraussetzung für eine Vertretung von freien Mitarbeitenden im Personalrat zu schaffen.  Mit der Einführung eines Sabbaticals hat der DJV mitgeholfen, ein attraktives Instrument für eine verbesserte Work-Life Balance zu schaffen, indem nun auch DW-Angestellte eine finanzierte Auszeit nehmen können.

Daniel Scheschkewitz

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