Deutscher Journalisten-verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

Wechsel an den Spitzen der NRW-Blätter

Das große Stühlerücken in NRW

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Was für ein Mai! Selten wurden wohl in ­einem Monat so viele wichtige Personalentscheidungen für ­Medienbetriebe in Nordrhein-Westfalen bekannt gegegeben – bzw. im Falle von WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz durchgestochen. Auffallend oft sind es (Fast-)Fünfzigjährige, die auf den Chefsesseln Platz nehmen.

Den Auftakt fürs allgemeine Stühlerücken in den Chefetagen nordrhein-westfälischer Verlage machte am 1. Mai Ulrich Tückmantel. Mit seinem wohl vorbereiteten Wechsel aus der ­Ressortleiter-Etage der Rheinischen Post (RP) in die Chefredaktion der nahezu entbeinten ­Westdeutschen Zeitung (WZ) folgt der 47-jährige Ratinger auf Martin Vogler (vgl. auch JOURNAL 2/14). Eine stilvolle „Trennung im besten Einvernehmen“, wie es von Vogler hieß. Bei der WZ soll Tückmantel nun mit der Hälfte der Redak­tions­mitarbeiter auskommen und zugleich in Wuppertal, Düsseldorf und Krefeld mit dem Blatt die Stellung halten. Über die Kondi­tionen des Ausstiegs von 50 Mitarbeitern wurde im Mai noch verhandelt.

Am 8. Mai verkündete die Verlagsgruppe Handelsblatt (VHB) einen Neuzugang. Die Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel, ­unter den früheren NRW-Ministerpräsidenten Wolfgang Clement und Peer Steinbrück Regierungssprecherin bzw. Staatssekretärin für Europa, Internationales und Medien, kommt zurück an den Rhein – als Chefredakteurin der Wirtschaftswoche. VHB-Chef Dieter von Holtzbrinck ließ wissen, man sei „glücklich und auch ein bisschen stolz“, Meckel gewonnen zu haben. Die 46-Jährige ist derzeit Direktorin des Instituts für Medien- und Kommunikations­management der Universität St. Gallen. Den Dienst in NRW soll sie zum 1. Oktober antreten.

Ihr 58-jähriger Vorgänger Roland Tichy wechselt dann als Geschäftsführer zur neugegründeten Firma DvH Ventures. Zudem bleibt Tichy „publizistisch für die Medien der Verlagsgruppe Handelsblatt tätig“ – eine Formulierung, die man von vielen mehr oder weniger stilvollen Trennungen kennt.

Austausch der Führungsgarnitur

Besonders viel Bewegung ist wieder bei der Funke-­Mediengruppe in Essen. Im April genehmigte das Bundeskartellamt den Deal mit Springer. Funke darf die Springer-Zeitungen und -Programmzeitschriften bis auf acht Programm-Titel übernehmen. Passend zum 1. Mai als Übergangsdatum wurde anschließend die Führungsgarnitur in Essen ausgetauscht.

Prominentester Abgang: WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz. Er muss Platz machen für ­Andreas Tyrock. Dem noch-50-jährigen Noch-Chefredakteur des Bonner General-Anzeigers eilen Lobreden voraus: Von Paul-Josef Raue, Chef der Thüringischen Allgemeinen, stammt die Aussage, bei Tyrocks Karriere sei „nach oben noch Luft. Mit 50 fängt das Chefredakteurs-­Leben erst richtig an.“

Die Beiden kennen sich gut – aus ihrer gemeinsamen Zeit bei der Braunschweiger Zeitung: Die hatte 2003 als eine der ersten in Deutschland ein Newsdesk-­Modell für die Redaktion eingeführt. Damals dabei: Chefredakteur Raue, sein damaliger Stellvertreter Stefan Hans Kläsener und ­Andreas Tyrock als Mantelchef und Mitglied der Chefredaktion.

2007 übernahm die WAZ-Gruppe die Braunschweiger Zeitung und fand sie wohl vorbildlich: Als die Unternehmensberatung Schickler vor sechs Jahren 300 Redakteursstellen aus dem Stellenplan der damaligen WAZ-Gruppe herausrechnete, waren die Seitenkosten der Braunschweiger Zeitung die Grundlage, auf der gestrichen wurde.

Zurück in die Funke-Gegenwart: Anders als sein Vorgänger Reitz wird Andreas Tyrock in ­Essen nicht für den Content Desk zuständig sein. Diese Aufgabe geht an Thomas Kloß, 49 Jahre, seit vier Jahren ­Online-Chefredakteur in Essen.

Sinn für Stil ist Ulrich Reitz bei seinem Abgang nicht abzusprechen. Per Social Media bestätigte der Chefredakteur am Freitag, dem 9. Mai, um 15.19 Uhr die spektakuläre, zuvor schon geleakte Personalie: „Ich mach die neun Jahre WAZ voll und gehe dann Ende Juni im Guten“, twitterte der künftige Ex.

„Im Guten“ bedeutet für den 53-Jährigen wohl eine vorzeitige Vertragsauflösung. Das Mitleid  der Branche für Reitz hielt sich in Grenzen. Nicht nur wegen seiner notorischen „Sachstand“-Auftritte in der WAZ-Zentralredaktion, sondern auch weil eine der größten Entlassungswellen von Redakteuren mit seinem Namen verbunden bleiben wird.

„Wer irgendwie konnte, hat sich längst abgesetzt. Wer als Journalist im Westen tätig bleiben wollte, musste sich mit Ulrich Reitz ­arrangieren“, ­stichelte Bülend Ürük im Branchenportal newsroom.de über die zu Ende gehende Ära Reitz. Und erinnerte an das einstmals gepriesene WAZ-Modell: in dem unabhängige Redaktionen unter einem Verlagsdach journalistisch miteinander konkurrierten. „Heute sind die Redaktionen ausgeblutet, es fehlt an frischen Ideen – nicht, weil die Redakteure nicht wollten.“

Einen Wechsel verkündete die Funke-Gruppe auch für die Spitze der Westfalenpost in Hagen: Stefan Hans Kläsener, der ehemals Dritte aus der Braunschweiger Runde, wird im kommenden Jahr von Jost Lübben aus Bremerhaven abgelöst. Der 49-Jährige blickt auf 30 Jahre Nordsee-Zeitung zurück.

Kläsener wechselt als Chefredakteur zu den Zeitungen des renditestarken Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags SH:Z nach Flensburg. Kein unbekanntes Terrain für den fast 50-Jährigen – er hat in Lübeck volontiert. Als Legende tat Kläsener auf Nachfrage das Gerücht ab, sein Vertrag mit dem SH:Z sei schon im vergangenen Jahr aus­gehandelt worden. Kläsener: „Es war vielmehr in diesem Frühjahr.“

Den Sessel in Flensburg macht Helge Matthiesen frei, dort erst seit Anfang 2012 Chef­redakteur. Sein Zeil ist unbekannt. Zeitweise war er in den Medien als Nachfolger in Bremerhaven gehandelt worden. [Korrektur gegenüber der gedruckten Fassung im DJV-JOURNAL 3/14].

Kommunikatives Debakel

Peinlich und irgendwie typisch für die Essener Mediengruppe: Ihr geplantes Mega-Personal­karussell wurde durchgestochen. Vermutungen zufolge kam die Information aus Gesellschafterkreisen. Es war das zweite Mal, dass etwas verfrüht durchsickerte: Auch der Nienhaus-Abgang hatte die Öffentlichkeit ­erreicht, als er eigentlich noch geheim bleiben sollte.

Kommunikationstechnisch unglücklich, wenn die Pressestelle dann ein Dementi für etwas herausgeben muss, was Branchenmagazine längst detailliert berichteten. Um dann zwei Tage später doch alles zu bestätigen. Die derzeitigen Funke-Vorständler Manfred Braun und Thomas Ziegler entschuldigten sich dafür, dass Informationen bekannt geworden waren, ehe man mit  den betroffenen Kolleginnen und Kollegen gesprochen hatte: „So etwas darf nicht sein“, kritisierten sie die vorzeitige Veröffentlichung. „Wir werden uns mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass so etwas nicht mehr passiert.“

Während sich das Management mit der Steuerung in Sachen Kommunikation wohl wieder schwertut, soll die Richtung für die Funke-Zeitungen in NRW klar sein. So lobt die Funke-Pressemitteilung Tyrock und Lübben als „aus-
gewiesene Lokal­journalisten [...], die diesen Kurs ideenreich und beharrlich fortsetzen werden und ­dabei auch neue digitale Herausforderungen annehmen“. Thomas Kloß werde den Content Desk „mit der für ihn typischen ­Mischung aus Intellekt, Neugierde und Einfühlungsvermögen“ führen.

In einem Interview mit dem Focus erklärte Braun Anfang Mai: „Print bleibt für uns das Hauptprodukt.“ Zugleich stellt er klar, dass die Chefredakteure aller Titel in den nächsten sechs Monaten definieren werden, „welche Seiten sie künftig gemeinsam produzieren können. Vermutlich werden wir Ressourcen bündeln und dann festlegen, wo wir das tun. Es wird aber nicht so sein, dass eine unserer Zeitungen einen nationalen Mantel für alle macht.“ Berlin mit dem digitalen Entwicklungszentrum und den Kompetenzen in den Themenbereichen Politik und Kultur spiele eine besondere Rolle. „Es kann also durchaus sein, dass diese Themen künftig aus der Hauptstadt kommen.“ Angesichts der Konzern-Konkurrenz aus Berlin könnten sich erneut schwere Zeiten in Nordrhein-Westfalen und an anderen Funke-Standorten abzeichnen.

Vor Dienstantritt wieder weg

Ein andere entscheidende Funke-Personalie wurde vorab zurückgeholt. Rolf Bollmann, noch und vielleicht weiterhin Vorsitzender der Basler Zeitung Medien AG, sollte zum 1. August als Verlagsgeschäftsführer der vier NRW-Zeitungen zur Funke-Gruppe wechseln. Ende Mai ließ der „Aufräumer“ dann wissen, dass er „aus persön­lichen Gründen“ nicht nach Essen gehe.

Die Funke-Mediengruppe löste den Vertrag und schickte ihm „alle guten Wünsche“ hinterher. Von wem der Rückzieher nun wirklich ausging, wird sich kaum klären lassen. War den Essenern plötzlich klar geworden, welches politische Problem sie mit Bollmann haben könnten, dem eine Nähe zum Schweizer Rechtspopulisten Christoph Blocher zugeschrieben wird? Oder waren es die ­polarisierenden Vorab-Kampfansagen an die künftigen Mitarbeiter, die Gewerkschaften und Journalisten, die der Ex-Fußballprofi in einem ­Interview mit dem Schweizer Nachrichtendienst persönlich.com am 13. Mai in Richtung Ruhr­gebiet schickte?

Der nächste eisenharte Konflikt bei der Funke-Gruppe schien programmiert, spätestens als newsroom.de ein älteres Interview mit Bollmann ausgrub. Der brüstete sich darin, er habe schon viele Lebensläufe von Journalisten gesehen. Eine große ­Anzahl habe „außer einem abgebrochenen Studium nichts vorzuweisen. Selbst haben sie ihr Leben nicht im Griff, noch nie irgendwann, ­irgendwo für irgendetwas ­Verantwortung übernommen und erlauben sich, mit primitiven ­Artikeln über Menschen zu ­urteilen, die sie nicht kennen und mit denen sie nie gesprochen haben.“ Wenn die Leser wüssten, so Bollmann weiter, „welche zum Teil wider­lichen Figuren im Journalismus rumturnen und was für Taugenichtse solche Artikel schreiben, dann kämen bei ihnen einige Fragezeichen auf.“

Gegen dieses Gehetze wirkt sogar der bisherige Umgangston in Essen wie ein laues Lüftchen. Empfohlen wurde Bollmann übrigens von ­einem früheren Chef: Martin Kall, seit 2013 im Funke-Gesellschafterausschuss, kann­te ihn aus gemeinsamen Zeiten bei der Tamedia AG in ­Zürich.

Bei allem, was jetzt über Bollman berichtet wird,  bleibt die Frage, wie Gesellschafter und Geschäfts­führung auf die Idee kommen konnten, das sei eine gute Wahl. Und welchen ­Sanierer sie statt dessen demnächst präsentieren werden.

Der Sündenbock

Auch wenn er jetzt zum Sündenbock gemacht wird: Natürlich kann man nicht Reitz allein ­ankreiden, dass die einst mächtige WAZ-Zeitungsgruppe in NRW in knapp einem Jahrzehnt ein Drittel ihrer Leserschaft verlor. Dahinter stehen Entscheidungen von Gesellschaftern und Management. Aber an Reitz ist sichtbar, welchen Wandel der Job des Chefredakteurs durch­gemacht hat. Einst waren Chefs bei Redakteuren hochangesehen, weil sie ihnen den ­Rücken ­gegenüber dem Verleger freihielten. Heute verstehen sich Chefredakteure in ­vielen Häusern eher als Teil des Managements, sind zum Teil auch dort eingebunden. „Das hat zur Folge, dass das publizistische, das journalistische Denken immer weiter hinter geschäftlichen Erwägungen zurücksteht“, beobachtet Dr. Anja Zimmer, ­Geschäftsführerin des DJV-NRW.

Dass Reitz diesen Job gut gemacht hat, bescheinigt ihm das Fachblatt Werben & Verkaufen (wuv) zum Weggang: „Reitz hat exekuiert, was der Verlag wollte, und doch war er es, der wegen der dramatischen Auflagenverluste im Konzern zuletzt immer weiter unter Druck geriet.“ ­Zuletzt habe er offenbar „auch seine starke Unter­stützung bei den Gesellschaftern eingebüßt“, analysiert die wuv.

Exekutiert hat Reitz in seinen neun Jahren die zentrale Mantelredaktion für die ehemals eigenständigen NRW-Titel. Exekutiert hat er 2008/09 den Abbau von 300 Stellen und zuvor den Rückzug aus dem nördlichen Ruhr­gebiet. Letzter ­großer Sündenfall war die Westfälische Rundschau im vergangenen Jahr: Der Umbau zur Zombie-Zeitung, der gut 300 Redakteure und Freie Jobs und Aufträge kostete, ist zwar vor ­allem mit den Namen des damaligen Geschäftsführer-Duos Christian Nienhaus und Manfred Braun verbunden. Aber es wird eben auch im Gedächtnis bleiben, dass er in die Ära Reitz fiel.

Zwei weitere Abgänge verzeichnet die Funke-Mediengruppe. Einer davon der 57-jährige Personalchef ­Joachim Kopatzki: Dass er wirklich „auf eigenen Wunsch“ geht, wird verlagsintern von verschiedenen Stellen bestätigt – übrigens mit echtem Bedauern auch von den Mitarbeitern. Was das über sein Wirken aussagt, zeigt sich ­daran, dass es seit acht Jahren zu ­Kopatzkis Job gehörte, die diversen Entlassungswellen abzuwickeln. Sein Stellvertreter Thomas Birkner, 49, führt die Arbeit kommissarisch weiter.

Auch David Schraven, profilierter Kopf des WAZ-Recherche-Pools und investigatives Aushängeschild, verlässt das Essener Medienhaus, wie Ende Mai bekannt wurde. Sein nächstes Ziel ist noch unbekannt – auch wenn Gerüchte ihn in Verbindung mit Initiativen des ehemaligen WAZ-Vorstands Bodo Hombach bringen. Nur belegt ist nichts. Wie auch in anderen Fällen, bei denen über weitere freigeräumte Chefsessel bei der Funke-Gruppe spekuliert wurde. Bislang aber ohne Substanz, wie Nachfragen bei der in diesem Monat stark geforderten Pressestelle in Essen und bei angeblich Betroffenen ­ergaben.

Alles offen in Bonn

Branchenmedien berichten, dass nicht nur ­Ulrich Reitz von der Essener Entscheidung überrascht wurde, sondern auch der Verlag des General-Anzeigers in Bonn. Bleibt die Frage, wer dort künftig als Chefredakteur die Geschicke lenkt und sich darum kümmert, die Interessen der Verleger und Anteilseigener durchzusetzen, darunter auch M. DuMont Schauberg aus Köln.

In seiner Zeit in Bonn hat Andreas Tyrock das System Braunschweig erneut umgesetzt. Hier gibt es heute einen Newsroom mit Mantel-Desk, Regio-Desk, Bonn-Desk sowie einem Servicedesk mit Terminexperten und Sekretärinnenpool. Der Manteldesk liefert die entsprechenden Seiten nicht nur für den Bonner GA, sondern seit 2010 auch für die Kölnische Rundschau.

Zum Ärger konservativer Bonner konnte Tyrock mit dem GA mit kritischer Berichterstattung Preise für gute journalistische Arbeit einsammeln: Lokaljournalistenpreis, Wächterpreis – und dritter Platz bei der Wahl zum Chefredakteur des Jahres. In den Auflagenzahlen spiegelt sich der Erfolg allerdings nicht. Die verkaufte GA-Auflage sank in den vergangenen zwei ­Jahren um 5,93 Prozent knapp unter 74 000 Exemplare. Auch sonst herrschte nicht nur Sonnenschein im südlichen Rheinland, wurde der GA von verschiedenen Seiten auch scharf kritisiert. Nicht zuletzt kämpfen DJV-NRW und Bonner Journalisten-Vereinigung an der Seite der GA-Freien um angemessene ­Honorare.

Der stellvertretende Chefredakteur kann hier nicht nachrücken: Bereits im Frühjahr war ­Tyrocks Stellvertreter und Deskchef Dr. Alexander Marinos nach gut drei Jahren beim General-Anzeiger als Chefredakteur zur Eßlinger Zeitung gegangen.

Was sonst geschah

Im Mai hat es auch Karin Hilbert erwischt. Die 47-jährige Geschäftsführerin der renditestarken WVW-ORA-Anzeigenblätter bei der Funke-Mediengruppe (seit 2009) und Leiterin der Vermarktung der NRW-Tageszeitungen (seit 2012) ist laut Branchendienst Horizont eine enge Vertraute von Ex-Funke-Geschäftsführer Christian Nienhaus. Sie verlässt das Unternehmen „auf eigenen Wunsch“. Die ­Geschäftsführung der Anzeigenblätter übernimmt Haldun Tuncay, 44.

Abgelöst wurde am 6. Mai in Münster auch der ehemalige Funke-Geschäftsführer Nienhaus als Vorsitzender des Zeitungsverlegerverbands NRW, dem er seit 2010 vorstand. Nun haben bei diesem Landesverband wieder die Verleger das Sagen. Neuer Vorsitzender ist Christian ­DuMont Schütte, 57, Heraus­geber von Kölner Stadt-Anzeiger, Mitteldeutscher Zeitung und Express und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Kölner Medienhauses M. DuMont Schauberg (MDS). Stellvertreter sind Lambert Lensing-Wolff (Ruhr Nachrichten, Dortmund), Helmut Heinen (Kölnische Rundschau/Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger) und Dirk Holterdorf (Die Glocke).

Übrigens: Bis auf den Oelder „Glöckner“ sind alle mindestens mit einem Teil ihrer Belegschaften tarifflüchtig.

Werner Hinse/Corinna Blümel