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Faire Bezahlung?

Faire Bezahlung?

Komma inne Pötte, Funke!

Streik wirkt!

15. Juli 2024

Was für ein großartiger Streikauftakt am 3. Juli! Toll, wie viele von Euch sich an diesem Tag für Eure berechtigten Forderung nach einem angemessenen Haustarif stark gemacht haben. Da ist immer noch Luft nach oben, wenn wir die Geschäftsführung dazu bewegen wollen, Euch endlich ein angemessenes Angebot zu machen. Zu schlecht ist das, was man Euch für Eure unverzichtbare Arbeit zukünftig zahlen will.

Aber das war ein großartiger Start, danke dafür! Nichts kann der Tarifkommission in den Tarifverhandlungen mehr den Rücken stärken. Anhand des großen Medienechos und des Ärgers, den die Funke-Geschäftsführung auch öffentlich nicht zurückhalten konnte, seht Ihr, wie sehr Streik wirkt. Er ist und bleibt das letzte Mittel. Aber in Eurer jetzigen Situation ist es genau das Richtige!

Auch in Hamburg und Braunschweig haben die Kolleg:innen ihrem Ärger heute Luft gemacht! Die Redakteur:innen sowie Verlagsangestellte des Hamburger Abendblatts, der Bergedorfer Zeitung, der Funke-Programmzeitschriften sowie anderer Funke-Gesellschaften haben heute für tarifliche Gehälter und gerechte Arbeitsbedingungen demonstriert.

Am 25. Juli findet bei Euch die nächste Verhandlungsrunde statt. Das Funke NRW-Management hat seine Vorstellungen von einer künftigen tariflichen Ordnung nun in zwei Verhandlungsrunden dargestellt. Das Angebot ist alarmierend und bleibt sogar hinter dem zurück, was der Verlag neuen Redakteur:innen aktuell zahlt. Zudem steht es ganz klar im Widerspruch zum Versprechen des Arbeitgebers, mit der neuen Vergütungsstruktur kein Sparmodell auflegen zu wollen.

Für ein besseres Angebot und zur Unterstützung der Tarifkommission brauchen wir jetzt ganz klare Signale aus der Belegschaft. Wir stehen dabei an Eurer Seite und unterstützen Euch mit allem, was in unserer Macht steht.

Funke möchte in einem Haustarifvertrag Arbeitsbedingungen festschreiben, die weit hinter dem zurückbleiben, was in den Tarifverträgen vorgesehen ist. Das ist eine ganz klare Abwertung Eurer Arbeit und des Redakteur:innen-Berufes. Das können wir nicht hinnehmen!

Das will Funke konkret:

  • Ein Einstiegsgehalt von 3.500 Euro. Dieses Einstiegsgehalt steigt in vier Berufsjahr-Schritten um insgesamt 18 Prozent auf 4.130 €. Zum Vergleich: Das tarifliche Einstiegsgehalt von 3.591 € steigt in vier Schritten um über 44 Prozent auf 5.178 €.
  • Wer fachliche Verantwortung trägt, kann sein Gehalt maximal um weitere 12 Prozent steigern. Bei denjenigen, die zusätzlich noch personelle Verantwortung haben, können noch einmal bis zu 12 Prozent dazukommen. Beispiel: Eine stellvertretende Chefredakteurin oder ein stellvertretender Chefredakteur käme damit in der letzten Berufsjahrstufe auf 4.970 €.
  • Kein Weihnachts- und Urlaubsgeld, sondern nur zwölf Gehälter. Zum Vergleich: Der Gehaltstarifvertrag sieht ein Weihnachtsgeld in Höhe von 82,5 Prozent eines Gehaltes vor. Als Urlaubsgeld werden 67,5 Prozent eines Gehaltes gezahlt – zusammen also 1,5 Gehälter.
  • Die Arbeitszeit soll 40 Stunden betragen. Zum Vergleich: Tariflich sind es 36,5 Stunden. Damit sinkt schon beim Einstiegshalt der Stundensatz um 6,50 €.

Tarifverhandlungen bei Funke: Das schlechteste Angebot aller Zeiten?!

Am 25. Juli findet bei Euch die nächste Verhandlungsrunde statt. Das Funke NRW-Management hat seine Vorstellungen von einer künftigen tariflichen Ordnung nun in zwei Verhandlungsrunden dargestellt. Das Angebot ist alarmierend und bleibt sogar hinter dem zurück, was der Verlag neuen Redakteur:innen aktuell zahlt. Zudem steht es ganz klar im Widerspruch zum Versprechen des Arbeitgebers, mit der neuen Vergütungsstruktur kein Sparmodell auflegen zu wollen.

Funke möchte in einem Haustarifvertrag Arbeitsbedingungen festschreiben, die weit hinter dem zurückbleiben, was in den Tarifverträgen vorgesehen ist. Das ist eine ganz klare Abwertung Eurer Arbeit und des Redakteur:innen-Berufes. Das können wir nicht hinnehmen! Mal davon abgesehen, dass es so wohl richtig schwierig für Funke wird, künftig die besten Köpfe für das Unternehmen zu gewinnen.

Für ein besseres Angebot und zur Unterstützung der Tarifkommission brauchen wir deshalb jetzt ganz klare Signale aus der Belegschaft.

Das will Funke konkret:

  • Ein Einstiegsgehalt von 3.500 Euro. Dieses Einstiegsgehalt steigt in vier Berufsjahr-Schritten um insgesamt 18 Prozent auf 4130 €. Zum Vergleich: Das tarifliche Einstiegsgehalt von 3.591 € steigt in vier Schritten um über 44 Prozent auf 5.178 €.
  • Wer fachliche Verantwortung trägt, kann sein Gehalt maximal um weitere 12 Prozent steigern. Bei denjenigen, die zusätzlich noch personelle Verantwortung haben, können noch einmal bis zu 12 Prozent dazukommen. Beispiel: Eine stellvertretende Chefredakteurin oder ein stellvertretender Chefredakteur käme damit in der letzten Berufsjahrstufe auf 4.970 €.
  • Kein Weihnachts- und Urlaubsgeld, sondern nur zwölf Gehälter. Zum Vergleich: Der Gehaltstarifvertrag sieht ein Weihnachtsgeld in Höhe von 82,5 Prozent eines Gehaltes vor. Als Urlaubsgeld werden 67,5 Prozent eines Gehaltes gezahlt – zusammen also 1,5 Gehälter.
  • Die Arbeitszeit soll auf 40 Stunden betragen. Zum Vergleich: Tariflich sind es 36,5 Stunden. Damit sinkt schon beim Einstieghalt der Stundensatz um 6,50 €.

Auch in Zukunft faire und transparente Gehälter für alle bei Funke sind unser Ziel. Dies kann nur mit Eurer aktiven Unterstützung erzielt werden.  Ihr Kolleg:innen sorgt mit Eurer Arbeit und Eurem großen Engagement für den wirtschaftlichen Erfolg der Funke-Titel. Ihr erwartet dafür zu Recht angemessene Arbeitsbedingungen und Gehälter. Eure Arbeit ist mehr wert!

Unterstützung im Tarif-Dschungel: Tarifrechner 2024
Bei so vielen Zahlen ist es ganz schön kompliziert, den Durchblick zu behalten. Wir präsentieren Euch unser neues, exklusives Angebot für Tageszeitungsredakteur:innen. Berechnet Euren Zugewinn oder findet heraus, wie viel mit dem Tarifvertrag bei Euch persönlich mehr drin wäre!

Auf der Basis hinterlegter Entgelttabellen erhalten Beschäftigten an Tageszeitungen mit und ohne Tarifbindung auf djv-nrw.de/tarifrechner nach wenigen Klicks einen detailreichen Überblick über das eigene Einkommen.

Hinweis: Ihr könnt die Angaben jederzeit ändern und die Werte neu berechnen. Die Internetseite des Tarifrechners speichert keine Daten. Die von Euch gemachten Angaben werden nach der Berechnung sofort gelöscht.

Für Fragen und Anliegen stehen wir Euch gerne zur Verfügung
Ruft an unter 0211/233 99-40 oder schreibt uns eine E-Mail an information@misaificadjv-nrw.de.

Tretet auch gerne unserer Signalgruppe „Der DJV bei Funke“ bei. Dort informieren wir Euch ebenfalls über alle wichtigen Entwicklungen: https://signal.group/#CjQKIGxYu6lyozyoVtdSrLtMLunMN8JqCng_uJDBJmHlc5jLEhB9Z0DLvZw1_9Q5a_OptRP3


2. Verhandlungstermin am 21. Juni 2024: Viel mehr Arbeit, viel weniger Geld

Am Freitag, 21. Juni, haben sich Verlag und DJV in Essen zum zweiten Mal getroffen, um über die zukünftige Vergütung der Mitarbeiter:innen bei Funke in NRW zu verhandeln. Die Geschäftsführung von Funke NRW hat dabei das Angebot des Verlages vorgelegt.

Dieses beinhaltet

  • ein Einstiegsgehalt von 3.500 Euro für neu eingestellte Redakteur:innen.
  • Weihnachts- und Urlaubsgeld soll es nicht geben, sondern nur noch zwölf Gehälter
  • Die Arbeitszeit soll auf 40 Stunden steigen.
  • Statt der aktuellen Berufsjahres-Staffel soll es Punkte für Führungsverantwortung und für fachliche Verantwortung geben. Auch die Berufserfahrung soll in einem geringeren Umfang in die Gehaltsentwicklung einfließen:
  • Das Maximalgehalt bei Personalverantwortung und zwölf Berufsjahren soll 62.460 Euro im Jahr betragen.
  • Wer fachliche Verantwortung trägt, soll nach elf Berufsjahren maximal 57.300 Euro verdienen.
  • Normale Redakteur:innen sollen zwischen 42.000 Euro und maximal 52.038 Euro nach elf Jahren erhalten.


Damit bleibt der Vorschlag der Funke Manager weit hinter dem jetzigen Flächentarif zurück.

  • Derzeit steigt eine normale Redakteur:in mindestens bei 48.478 Euro ein und steigert sich auf maximal 69.903 Euro.
  • Damit bedeutet das Funke-Angebot Einschnitte von 25,5 Prozent. Das entspricht 17.865 Euro weniger pro Jahr.
  • Noch stärker wären die Einschnitte beim zukünftigen Führungspersonal.
  • Die Arbeitszeit soll um 3,5 Stunden je Woche steigen. Das sind ca. 10 Prozent mehr Arbeit für ein Viertel weniger Geld.

Zunächst sollen von dem Modell nur neue Mitarbeiter:innen betroffen sein. Die Praxis bei anderen Verlagen zeigt aber, dass der Arbeitgeber versuchen wird, das Modell auf möglichst viele Mitarbeiterinnen auszuweiten.

Die Verhandler:innen auf Arbeitnehmerseite haben sich entrüstet über die mangelnde Wertschätzung des Arbeitgebers gezeigt, die aus diesem so genannten Angebot deutlich wird.
Dieses steht zudem im Widerspruch zum Versprechen des Arbeitgebers, mit der neuen Vergütungsstruktur kein Sparmodell auflegen zu wollen.

Deutlich wird hier auch eine Abwertung des Redakteur:innen-Berufes. So wird es Funke schwerlich gelingen, künftig die besten Köpfe für das Unternehmen zu gewinnen.
Am 25. Juli findet die nächste Verhandlungsrunde statt. Für ein besseres Angebot wird es klare Signale aus der Belegschaft brauchen. Wir halten Euch auf dem Laufenden.


Tarifverhandlungen bei Funke: Zweite Verhandlungsrunde am 21. Juni 2024

In der vergangenen Woche (13. Juni) hat der DJV die Tarifverhandlungen mit Eurer Verlagsgeschäftsführung aufgenommen. Wir sind überzeugt: Verantwortungsbewusste Arbeitgeber erkennen die Flächentarifverträge an! Erwartungsgemäß sahen die Vertreter der Arbeitgeber dies erstmal anders. Deshalb lagen wir nach dem ersten Verhandlungstermin sehr weit auseinander.

Morgen (21. Juni) setzen wir uns erneut mit der Geschäftsführung der Funke Mediengruppe an einem Tisch. Diese hat zugesagt, ihre Ideen für einen Tarifvertrag in der morgigen Verhandlung zu konkretisieren. Wir fordern die Geschäftsführung dazu auf, nach ihrer Tarifflucht nun Verantwortung zu übernehmen und auf Eure berechtigten Forderungen einzugehen.

Das sind die großen Drei unserer Forderungen für die Funke-Beschäftigten in NRW - bei der Westfalenpost, bei WAZ, NRZ und Funke Medien: 

1. Anerkennung der jeweils geltenden Flächentarifverträge in ihrem jeweils geltenden Rechtsstatus für alle Angestellten. Dies soll ausdrücklich auch für die Mitarbeiter gelten, die künftig neu eingestellt werden.

2. Faire und gerechte Behandlung von Teilzeitkräften: Teilzeitkräfte müssen bei freiwerdenden Stellen bevorzugt berücksichtigt werden, wenn sie aufstocken möchten. Es muss die Möglichkeit von Brückenteilzeit für fünf Jahre ohne Begrenzung auf Mitarbeiterstärke geben.

3. Recht auf Fortbildung für alle Mitarbeiter:innen: Das Recht zum Besuch einer vom Arbeitgeber finanzierten, beruflichen Fortbildung einmal im Jahr.

Wir halten Euch auf dem Laufenden über die Ergebnisse der morgigen Verhandlungen!

Alle aktuellen Informationen, Hintergründe und Ergebnisse unserer Tarifverhandlungen mit Funke könnt Ihr auf unserer Aktionsseite https://www.djv-nrw.de/aktuelles/tarifflucht/ nachlesen.

Tretet gerne auch gerne unserer Signalgruppe „Der DJV bei Funke“ ein. Dort informieren wir Euch ebenfalls über alle wichtigen Entwicklungen: https://signal.group/#CjQKIGxYu6lyozyoVtdSrLtMLunMN8JqCng_uJDBJmHlc5jLEhB9Z0DLvZw1_9Q5a_OptRP3

Für Rückfragen stehen wir Euch sehr gerne zur Verfügung. Schreibt dazu eine E-Mail an information@misaificadjv-nrw.de oder ruft an (0211/23399-200).


Der Auftakt ist gemacht - Tarifverhandlungen bei Funke haben begonnen

13. Juni 2024

Die Tarifverhandlungen haben heute begonnen. Unsere Delegation, bestehend aus hauptamtlichen Gewerkschaftsvertretern sowie Kolleg:innen aus den Betrieben, trafen sich in Essen mit Vertretern der Geschäftsführung der Funke Mediengruppe.

Zunächst haben wir noch einmal Eure Forderungen auf den Tisch gelegt – in erster Linie die Anerkennung der Flächentarifverträge. Der Arbeitgeber stellte seinerseits erste Ideen vor. Beim nächsten Treffen, das bereits für die kommende Woche terminiert ist, will er diese konkretisieren. Unser erster Eindruck: Wir liegen sehr weit auseinander. Am Freitag, 21. Juni, findet die nächste Verhandlungsrunde statt. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Kommt Funke am 13. Juni in die Pötte? Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften beginnen in Essen

12. Juni 2024

Jetzt geht's los: Am 13. Juni beginnt der DJV am Vormittag in Essen die Tarifverhandlungen mit der Funke Mediengruppe. Unser wichtigstes Ziel ist die Anerkennung der geltenden Flächentarifverträge für alle Funke-Angestellten in NRW.

Das sind die großen Drei unserer Forderungen für die Funke-Beschäftigten in NRW - bei der Westfalenpost, bei WAZ, NRZ und Funke Medien: 

1. Anerkennung der jeweils geltenden Flächentarifverträge in ihrem jeweils geltenden Rechtsstatus für alle Angestellten. Dies soll ausdrücklich auch für die Mitarbeiter gelten, die künftig neu eingestellt werden.

2. Faire und gerechte Behandlung von Teilzeitkräften: Teilzeitkräfte müssen bei freiwerdenden Stellen bevorzugt berücksichtigt werden, wenn diese aufstocken möchten. Es muss die Möglichkeit von Brückenteilzeit für fünf Jahre ohne Begrenzung auf Mitarbeiterstärke geben.

3. Recht auf Fortbildung für alle Mitarbeiter:innen: Das Recht zum Besuch einer vom Arbeitgeber finanzierten, beruflichen Fortbildung einmal im Jahr.

Diese Forderungen der gewählten Tarifkommission haben wir der Geschäftsführung bereits am 12. April schriftlich vorgelegt. Wir sind zuversichtlich, am 13. Juni den ersten konstruktiven Schritt auf dem Weg zu einer erneuten verlässlichen Tarifbindung bei Funke zu machen. Denn für uns ist klar: Ohne Tarif läuft alles schief. Das werden wir mit den Beschäftigten gemeinsam zu verhindern wissen! Denn als die, die den Laden am Laufen halten, verdienen sie die Sicherheit eines Tarifvertrags.

Wir haben FUNKE zu Tarifverhandlungen aufgefordert!

Mai 13, 2024

Die von Euch gewählte Tarifkommission hat Forderungen aufgestellt, die der DJV-NRW mit Schreiben von 12. April 2024 an die Geschäftsführung geschickt hat. In dem Schreiben hatten wir fünf Termine angeboten, die mittlerweile alle verstrichen sind. Das Schreiben ist am 19. April bei Funke eingegangen. Leider haben wir immer noch keine Antwort erhalten. Mit Schreiben von heute haben wir die Geschäftsführung aufgefordert bis zum 20. Mai mitzuteilen, ob Funke zu Verhandlungen über Eure berechtigten Forderungen bereit ist oder nicht. Erhalten wir bis zum Montag den 20. Mai immer noch keine Antwort, müssen wir davon ausgehen, dass Funke in NRW nicht über Tarifverträge verhandeln will. Wir müssten dann eine angemessene Reaktion vorbereiten.

Wir fordern: 

1. Anerkennung der jeweils geltenden Flächentarifverträge in ihrem jeweils geltenden Rechtsstatus für alle Angestellten. Dies soll ausdrücklich auch für die Mitarbeiter gelten, die künftig neu eingestellt werden.

Das sind in ihrer jeweils aktuell geltenden Fassung:

Manteltarifvertrag für Redakteure und Redakteurinnen an Tageszeitungen mit folgender Änderung: 

  • Der Sonntagszuschlag beträgt 100 Euro.
  • Gehaltstarifvertrag für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen
  • Tarifvertrag über das Redaktionsvolontariat an Tageszeitungen mit folgender Änderung: Der Arbeitgeber übernimmt Mietkosten und Fahrtkosten für alle Volontäre, wenn diese aufgrund der Ausbildung erforderlich werden.
  • Tarifvertrag über die Altersversorgung für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen
  • Tarifvertrag zur Förderung der freiwilligen Altersversorgung für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen – Entgeltumwandlungstarifvertrag
  • Tarifvertrag über vermögenswirksame Leistungen für Redakteure und Redaktionsvolontäre an Tageszeitungen

2. Faire und gerechte Behandlung von Teilzeitkräften:

  • Teilzeitkräfte müssen bei freiwerdenden Stellen bevorzugt berücksichtigt werden, wenn diese aufstocken möchten.
  • Die Möglichkeit von Brückenteilzeit für fünf Jahre ohne Begrenzung auf Mitarbeiterstärke.

3. Recht auf Fortbildung für alle Mitarbeiterinnen:

  • Das Recht zum Besuch einer vom Arbeitgeber finanzierten, beruflichen Fortbildung einmal im Jahr.

 

 

Ergebnis der Versammlungen von WAZ, NRZ, WP und FUNKE Medien - Wie es jetzt weitergeht

Februar 5, 2024

DJV und ver.di haben von den Funke-Mitarbeiter:innen in NRW den klaren Auftrag erhalten, den Arbeitgeber zu Tarifverhandlungen aufzufordern. Am Dienstag (30.1.) hat sich über die Hälfte der Mitarbeiter:innen der Westfalen Post (50 Personen) auf Einladung der Gewerkschaften (vor allem DJV) versammelt, und einstimmig für einen Tarifvertrag bei Funke gestimmt. Am Donnerstag (1.2.) haben es ihnen die Kolleg:innen von WAZ, NRZ und Funke Medien in einer Versammlung, zu der rund 90 Kolleg:innen kamen, gleichgetan. Ich danke allen Kolleg:innen für ihre Teilnahme und die klare Entscheidung, mit der ein wichtiges Zeichen auch an den Arbeitgeber gesetzt wurde. Teilweise wurden sehr weite Anfahrten in Kauf genommen. Gefreut haben mich auch die zahlreichen E-Mails von denen, die nicht kommen konnten, aber Ihre Unterstützung übermittelt haben. Herzlichen Dank auch an alle, die sich auf den Versammlungen oder in den letzten Monaten entschieden haben, Gewerkschaftsmitglieder zu werden.

Wie geht es jetzt weiter? Die Gewerkschaften werden Ihre Mitglieder jetzt kurzfristig einladen, um Tarifkommissionen zu wählen. Dann werden Forderungen aufgestellt und dem Arbeitgeber übermittelt.

Wir sind für Euch da.

Anliegen zur Tarifflucht?
Dann schreibt uns oder ruft an!

Geschäftsführer

Passbild von Volkmar Kah

Volkmar Kah

Geschäftsführer DJV-NRW
+49211233990 Humboldtstraße 9, 40237 Düsseldorf

Justiziar

Portraitbild von Christian Weihe

Christian Weihe

stellvertretender Geschäftsführer & Justiziar DJV-NRW
+4921123399240 Humboldtstraße 9, 40237 Düsseldorf

FAQ: Tarifverträge – Die Basics

Was sind Tarifverträge

Tarifverträge regeln die wichtigsten Eckpunkte eines Arbeitsverhältnisses. Wie hoch ist mein Gehalt? Bekomme ich Weihnachts- und Urlaubsgeld? Wie lange muss ich arbeiten? Müssen Überstunden bezahlt werden? Wie viele Urlaubstage habe ich? Bekomme ich eine betriebliche Altersversorgung? Solche Fragen beantworten Tarifverträge. Von ihnen kann nicht zum Nachteil für Arbeitnehmer:innen abgewichen werden.

Welche Arten von Tarifverträgen gibt es?
  • Flächentarifverträge werden durch Arbeitgeberverbände für eine Vielzahl von Unternehmen mit den Gewerkschaften abgeschlossen.
  • Haustarifverträge werden von einem einzelnen Arbeitgeber mit den Gewerkschaften abgeschlossen.
  • Anerkennungstarifverträge sind Haustarifverträge, die auf den Inhalt eines Flächentarifvertrages Bezug nehmen.
  • Gehaltstarifverträge, wie der Name schon sagt, regeln die Vergütung. Ihre Laufzeit ist oft kürzer, damit regelmäßige Gehaltserhöhungen möglich sind.
  • Allgemeinverbindliche Tarifverträge gelten für alle Unternehmen einer Branche, egal, ob diese im Arbeitgeberverband sind oder nicht. Solche Tarifverträge gelten auch zwingend für Nicht-Gewerkschaftsmitglieder.
  • Die Allgemeinverbindlichkeitserklärung erfolgt durch das Bundesarbeitsministerium oder ein Landesarbeitsministerium.
Wer macht Tarifverträge?

Tarifverträge werden zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften abgeschlossen. Tarifverträge gelten nur für die Unternehmen, die Mitglied in dem Arbeitgeberve band sind, der den Tarifvertrag unterschrieben hat. Die Tarifverträge gelten für die Mitarbeitenden, die Mitglied in der vertragsschließenden Gewerkschaft sind. Auch Nicht-Gewerkschaftsmitglieder profitieren von den Tarifverträgen, da diese fast immer auf alle Arbeitnehmer:innen angewendet werden. Nur Gewerkschaftsmitglieder genießen allerdings 100-prozentigen Schutz durch die Tarifverträge. Bei allen anderen können die Bedingungen verschlechtert werden.

Wieso sind Tarifverträge so wichtig?

Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung zeigt, dass Tarifbeschäftigte 11 % mehr verdienen als Nicht-Tarifbeschäftigte. Die Erfahrung zeigt, dass bei Tageszeitungsverlagen die Gehaltsunterschiede zwischen tarifgebunden und nicht tarifgebunden Arbeitnehmer:innen oft deutlich mehr als 20 % betragen.

Obwohl Tarifbeschäftigte mehr verdienen, arbeiten sie oft kürzer. Bei Tageszeitungen sehen die Tarifverträge 36,5 Stunden pro Woche vor. Bei den kaufmännischen Angestellten sind es 35 Stunden pro Woche. Die Arbeitsverträge bei tariflosen Verlagen basieren häufig auf einer 40-Stundenwoche.

Welche Vorteile haben Tarifverträge?
  • Stärkere Verhandlungsposition: Gewerkschaften haben eine bessere Verhandlungsposition als einzelne Arbeitnehmer:innen. Wenn viele Mitarbeitende gemeinsam unterstützt und organisiert durch Gewerkschaften Regeln durchsetzen, haben sie bessere Erfolgsaussichten als einzelne Arbeitnehmer:innen.
  • Regelmäßige Gehaltssteigerung: Die Gehälter von tarifgebundenen Arbeitnehmer:innen steigen automatisch. Das liegt nicht nur daran, dass Gewerkschaften regelmäßig Gehaltssteigerungen verhandeln. Tarifverträge sehen zudem  auch dann regelmäßige Steigerungen vor, wenn man eine gewisse Zeit im Unternehmen beschäftigt ist. Ohne Tarifbindung gibt es solche automatische Steigerungen nicht.
  • Transparenz: Tarifverträge schaffen Transparenz und Gleichbehandlung. Tarifgehälter orientieren sich an objektiven Maßstäben wie Betriebszugehörigkeit. Gutsherrenart und intransparente Kriterien bleiben außen vor.
  • Bessere Stimmung: Wer seine Arbeitsbedingungen durch Tarifverträge selbst mitgestalten kann, ist motivierter und damit auch produktiver.
Welche Tarifverträge gelten bei Funke in NRW?

Tarifgebunden sind die Arbeitnehmer:innen von WAZ, NRZ und Westfalenpost. Es gibt jeweils getrennte Tarifverträge für die kaufmännischen Angestellten, das heißt die Assistent:innen und die Redakteur:innen. Für beide Bereiche gelten jeweils ein Mantel- und ein Gehaltstarifvertrag. Für die Redakteur:innen gilt zudem der Tarifvertrag für die Altersversorgung, der das Presse-Versorgungswerk regelt.

Was bedeutet Tarifflucht bei Funke in NRW?

Funke ist zum 31. Dezember 2022 aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten. Damit endet die Tarifbindung der NRW Titel aber nicht zum 31. Dezember 2022. Sie endet erst, wenn der jeweilige Tarifvertrag gekündigt wird. Die Flächentarifverträge für Redakteur:innen und kaufmännische Angestellte können nur vom Verlegerverband BDZV oder von den Gewerkschaften DJV und ver.di gekündigt werden. Die Gehaltstarifverträge können nicht vor dem 30.04.2024 gekündigt werden. Die Manteltarifverträge haben keine Mindestlaufzeit mehr. Der Tarifvertrag für die Altersversorgung von Redakteur:innen an Tageszeitungen ist für allgemein verbindlich erklärt worden. Auf diesen hat die Tarifflucht keine Auswirkungen.

Wie kann die Tarifflucht rückgängig gemacht werden?

Am einfachsten wäre es, Funke geht zurück in den Arbeitgeberverband. Leider ist davon im Moment nicht auszugehen. Ein realistisches Ziel wäre ein Anerkennungstarifvertrag zwischen Funke, NRW und den Gewerkschaften, der auf die Inhalte der Flächentarifverträge verweisen würde. Ein solcher Tarifvertrag kann nicht allein durch Verhandlungen erzielt werden. Viele Mitarbeitende müssen zum Streik bereit sein.

Wie viel Zeit bleibt den Arbeitnehmer:innen noch?

Auch wenn der Gehaltstarifvertrag noch bis ins Jahr 2024 läuft, sollte auf keinen Fall gewartet werden bis der Tarifvertrag endet, ansonsten droht eine tariflose Zeit. Deshalb sollte schon früher mit Verhandlungen begonnen werden.

Werden sich die Arbeitsbedingungen ohne Tarifverträge verschlechtern?

Die Geschäftsführung hat erklärt, dass sich für den jetzigen Mitarbeiterstamm die Arbeitsbedingungen nicht verschlechtern werden. Die Erfahrung bei anderen Verlagen zeigt, dass Arbeitgeber solche Versprechungen sehr oft nicht lange durchhalten. Die durch die Tarifflucht gewonnene Flexibilität wird letztendlich auch genutzt werden. Dies gilt nicht nur für Neueinstellungen, sondern oft auch für viele Alt-Beschäftigte. Auf jeden Fall würde es bald verschiedene Gruppen im Unternehmen geben, die unterschiedlich lange arbeiten und stark abweichende Gehälter bekommen. Dies würde auf jeden Fall Neid und Unzufriedenheit schüren.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Fragen habe?

Christian Weihe, Justiziar DJV-NRW
christian.weihe@misaificadjv-nrw.de,
Telefon: 0211 23 399-34