Deutscher Journalisten-Verband Landesverband Nordrhein-Westfalen

Tarifverhandlungen im WDR

Aus den Verhandlungen

1. November 2020: Tarifvertrag zur Honorierung von non-linearen Leistungen für freie Mitarbeitende in Kraft

Beim WDR arbeiten viele von Euch Freien zunehmend für die so genannten non-linearen Ausspielwege und Plattformen, also das Internet. Social-Media-Formate wie Grafiktafeln, kurze Videos auf Instagram oder Live-Schalten auf Facebook sind auch aus Eurem Programm nicht mehr wegzudenken. Allerdings sind sie nur unzureichend in den bisherigen Honorarrahmen geregelt. Das hat in den vergangenen Jahren zu einem nicht hinnehmbaren Wildwuchs und zu Willkür bei der Bezahlung geführt.

Dem wollen wir – gemeinsam mit dem WDR – nun mit einem neuen, ergänzenden Tarifvertrag begegnen. Über diesen hatten wir Euch ja bereits ausführlich informiert. Der neue Tarifvertrag zur Honorierung von non-linearen Leistungen für freie Mitarbeitende ist zum November nun WDR-weit in die zweijährige Testphase gestartet.
Wichtig! Das neue Tarifmodell wird nur auf neu zu entwickelnde Formate angewandt. Alles was in einem der bestehenden Honorarrahmen geregelt ist (FS,HF, PBI) gilt auch weiterhin ohne Einschränkungen.

Sollten einzelne Redaktionsleiter auf die verwegene Idee kommen, bestehende Formate neu berechnen zu wollen, bitte umgehend an die Gewerkschaften / die Clearingstelle wenden.

Den gesamten Tarifvertrag zum Nachlesen findet Ihr hier.

Solltet Ihr Fragen haben oder Euch fällt auf, dass sich der Sender nicht an bestehende Regelungen hält, gebt uns gerne Bescheid. Ihr erreicht uns in der Geschäftsstelle unter 0211/23399-0 oder per E-Mail (volkmar.kah@djv-nrw.de). Wir helfen Euch gerne weiter.

 

Wichtige Eckpunkte zum neuen Tarifvertrag

Achtung: Das neue Modell gilt ausschließlich für alle bisher ungeregelten Produkte. Der Honorarrahmen Internet und alles darin Festgehaltene verliert dadurch nicht seine Gültigkeit. 

  1. Der Tarifvertrag gilt für die arbeitnehmerähnlichen Personen des WDR.
  2. Das für den WDR wichtige Prinzip, journalistische Leistungen werksbezogen zu beauftragen und zu honorieren, wird beibehalten. Der Tarifvertrag gilt also nicht für Tagesschichten (Online-Producer o.ä.), sondern für alle die Fälle, in denen ein konkretes Produkt honoriert wird, z.B. eine Instagram-Story oder ein Facebook-Live-Video.
  3. Sollten sich neue journalistische Leistungen/Formate bewähren, werden die Leistungen und deren übliche Aufwände (nicht die individuellen!) in einer mit den Gewerkschaften abgestimmten Liste, die regelmäßig aktualisiert werden kann, als verbindliche Richtbeispiele festgehalten. Auf diesem Weg entsteht eine Art lebender Honorarrahmen, der zwischen den Tarifparteien ständig und auch abteilungsbezogen angepasst werden kann. Dies ermöglicht einen flexiblen Umgang mit etwaigen zukünftigen Weiterentwicklungen im Bereich der non-linearen Formate. Auch können technische Innovationen adäquat berücksichtigt werden, weil in der Regel dadurch der Realisationsaufwand stark sinkt.
  4. Eine Abweichung von den Richtbeispielen ist ausdrücklich nur dann zulässig, sofern die Voraussetzungen für non-lineare Produkte objektiv und transparent nachvollziehbar von denen abweichen, die den Richtbeispielen erkennbar zugrunde liegen.Das soll aber nur in absoluten Ausnahmen gelten und muss im Zweifel auch den Gewerkschaften vorgelegt werden.
  5. Für die Ermittlung der Richthonorare der einzelnen Produkte ist der durchschnittliche zeitliche Aufwand (also nicht der individuelle zeitliche Aufwand), der aufgrund von Erfahrungswerten ermittelt wird, maßgeblich. Dabei wird ein Stundensatz von 40,- € zugrunde gelegt.
    Wichtig: Der fiktive Stundensatz dient lediglich Haus und Gewerkschaften zur Berechnung der dann einheitlich und verbindlich zu zahlenden Mindest-Richthonorare. Er ist nicht Basis für die Berechnung einzelner Honorare.
  6. Mit dem jeweiligen Honorar werden sämtliche Leistungen und Rechteeinräumungen für alle Ausspielwege abgegolten.
  7. Analog zum Honorierungsmodell Tischreporter*in wird eine paritätisch besetzte Clearingstelle (WDR-Vertreter*innen: Anne Schneider und Ingmar Cario, Gewerkschaften: Frank Stach für den DJV und Anja Arp für ver.di) zur Klärung etwaiger Meinungsverschiedenheiten über die jeweilige Honorarhöhe im Einzelfall eingerichtet.
  8. Es erfolgt eine regelmäßige Evaluierung der Honorierung nach dem neuen Modell durch den WDR und die Gewerkschaften.
  9. Die Laufzeit des Tarifvertrages wird zunächst auf zwei Jahre vom 1. November 2020 bis zum 1. Oktober 2022 befristet.
  10. Die besondere Neuerung an dem Tarifvertrag ist, dass es möglich ist, neue Formate aufzunehmen, ohne dass der Tarifvertrag geändert werden muss. Sofern von Ihrer Seite die Notwendigkeit zur Aufnahme neuer Formate gesehen wird, wenden Sie sich bitte an eine*n Vertreter*in der WDR-Verhandlungsgruppe.

Solltet Ihr Fragen haben oder Euch fällt auf, dass sich der Sender nicht an bestehende Regelungen hält, gebt uns gerne Bescheid. Ihr erreicht uns in der Geschäftsstelle unter 0211/23399-0 oder per E-Mail (volkmar.kah@djv-nrw.de). Wir helfen Euch gerne weiter.

Bild-Impressionen der WDR-Warnstreiks 2019

Von den Warnstreiks aus Köln erreichten uns Bilder von von Thomas Becker, Corinna Blümel, Andrea Groß, Peter Hild, Volkmar Kah, David Ohrndorf und Hubert von Venn.

Aus Aachen, Bielefeld, Bonn, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Köln, Münster, Siegen/Arnsberg und Wuppertal erreichten uns außerdem Bilder von den überregionalen Streiks von Hubert vom Venn, Jan-Ole Niermann, Frank Stach, Stephanie Hajdamowicz, Volkmar Kah, Daniela Junghans, Thomas Becker, Corinna Blümel. David Ohrndorf, Andrea Hansen, Anke Bösenberg, Rene Rabenschlag.

Durch den Klick auf ein Bild, gelangen Sie in die Galerie. Mit den Pfeiltasten gelangen Sie direkt von einem zum anderen Bild. 

NRW 22.08.19

Köln 18.09.19

Köln 19.07.19

Neuen Honorar-Rahmen zum 1. April

Die neuen aktualisierten Honorar-Rahmen, die zum ersten April 2020 gelten, sind da!

Im Honorarrahmen ist geregelt, wie viel mindestens für eine Leistung bezahlt werden muss. Die Mindestsätze sind bindend – so steht es im Tarifvertrag über Mindestvergütungen, den wir im vergangenen Jahr für Euch verhandelt haben.

Welche Positionsziffer des Honorarrahmens des WDR für die Leistung einer Freien angewendet wurde, ist auf den WDR-Verträgen aufgedruckt. Vergleicht bitte die abgedruckte Ziffer mit dem Honorarrahmen. Und hakt gegebenenfalls nach.

Bei Rückfragen oder Problemen, könnt Ihr Euch gerne telefonisch oder per E-Mail (information@djv-nrw.de) an uns wenden. Wendet Euch auch gerne direkt an unsere Justiziar*innen der Geschäftsstelle. Eine Übersicht über alle Kontaktdaten unserer Justiziar*innen Christian Weihe, Karoline Sieder und Dr. Constanze Berkenbrink findet Ihr hier.

Das Verhandlungsergebnis wirkt: Mehr Geld zum 1.2.2020!

Die Tarifverhandlungen des vergangenen Jahres waren langwierig und zäh. Auch dank Eures Einsatzes in zahlreichen Aktionen und Streiks haben wir dann aber doch einen guten Abschluss für die Kolleginnen und Kollegen erreichen können.

In den vergangenen Wochen haben die ersten freien 12A-Beschäftigten die Zahlung in Höhe von 900 Euro erhalten. Bei den Festen erfolgte die erste Zahlung bereits zum Jahreswechsel.

Zum 1.2.2020 kommt die erste Honorarerhöhung für die Freien. 
Die Gehälter der Festangestellten haben sich rückwirkend ab 1.4.2019 bereits zum ersten Mal um 2,25 Prozent erhöht. Bis zum 31.03.2022 (36 Kalendermonate) beläuft sich die Steigerung insgesamt auf 6,75 Prozent.
Nun werden auch die Honorare für die Freien um 6,75 Prozent erhöht. Zum 1.2.2020 steigt die Höhe der Honorare um 4,5 Prozent. Zum 1.4.2021 gibt es dann nochmal 2,25 Prozent obendrauf.

Für bestimmte Honorarkennziffern (längere Formate) werden jeweils weitere Erhöhungen von 1% zum 1.4.2020 und 1.4.2021 vorgenommen. Die Kennziffern lauten: 1.136, 1.185, 1.184, 1.186, 1.225, 1.2115, 6.142, 6.143, 6.212, 6.213, 6.43.1

Hier findest Du die Vergütungstabelle für die Festangestellten zum Download

Zum Download der Übersicht für die Freien geht es hier

Jetzt kommt die Einmalzahlung für die Freien!

Nachdem der WDR wegen der Umweltsau-Satire in den letzten Wochen vor allem von einer Welle der Empörung überrollt wurde, gibt es zumindest für die Beschäftigten jetzt gute Nachrichten. Die Festen haben sie bereits im Dezember erhalten. Und nun dürfen sich auch die Freien freuen: Die erste Einmalzahlung aus dem Tarifabschluss kommt.

Gestern haben die ersten freien 12A-Beschäftigten die Zahlung in Höhe von 900 Euro erhalten. Die nächste von insgesamt drei Zahlungen erfolgt dann im Juni (600) Euro. Die letzte (400 Euro) könnt Ihr im April 2021 erwarten.

Bei den Festen erfolgt die nächste und letzte Zahlung von 300 Euro im Juni diesen Jahres. Ausführliche Informationen zu den Einmalzahlungen haben wir Euch im Anhang und unter djv-nrw.de/wdr zusammengestellt. Auf unserer Webseite findet Ihr außerdem Laufend noch ausführlichere Hinweise zum gesamten Tarifabschluss.
 

Wir haben einen Tarifabschluss: Einmalzahlungen für Freie!

Was, wie viel, wann, wer?

Bestandteil des aktuellen Tarifabschlusses sind drei Einmalzahlungen:

⇒ 900 € Einmalzahlung (Überweisung im Januar 2020, Stichtag 1. Dezember 2019
⇒ 600 € Einmalzahlung (Überweisung Ende Juni 2020, Stichtag 1. Juni 2020)
⇒ 400 € Einmalzahlung (Überweisung Ende April 2021, Stichtag 1. April 2021)


Die Einmalzahlungen werden an alle Freien gezahlt, die im Vorjahr des jeweiligen  Stichtages einen berechtigten Urlaub beantragt haben und im Jahr des Stichtages mindestens einen Beschäftigungstag bis zum Stichtag gehabt haben. Urlaub zählt nicht als Beschäftigungstag.
Weniger streng sind die Voraussetzungen für  (Wieder-) Einsteiger, die zum ersten Mal einen Urlaubsantrag stellen. Für diese reicht ein berechtigter Urlaubsantrag im Jahr des Stichtages aus. Der Urlaubsantrag muss vor dem jeweiligen Stichtag beim WDR eingegangen sein.
Wer den Betrag wider Erwarten nicht erhält, sollte sich beim DJV-NRW melden.

Fragen zum Thema?
Melden Sie sich per E-Mail gern bei den Juristen der Geschäftsstelle des DJV-NRW.
 
Christian Weihe                                                      
E-Mail: christian.weihe@djv-nrw.de                            
Telefon: (0211) 233 99-0  

Karoline Sieder
E-Mail: karoline.sieder@djv-nrw.de
Telefon: (0211) 233 99-0
 

Wir haben ein Verhandlungsergebnis erzielt: Mehr Geld für Feste und Freie und höhere Einmalzahlungen!

Nach langwierigem und zähem Verhandlungsmarathon gibt es nun endlich einen Abschluss. Das Ergebnis wäre ohne Euren Einsatz in zahlreichen Aktionen und Streiks so nicht möglich gewesen. Danke dafür! 

Es ist spürbar, dass die Tarifverhandlungen beim WDR immer härter werden. Der Sender wollte  vor allem an den freien Kolleg*innen sparen. Eure tatkräftige und sichtbare Unterstützung hat erreicht, dass es am Ende doch ein vernünftiges Ergebnis gibt. 

Wir sind froh, dass wir einiges für die Kolleg*innen erreichen konnten.  Die von uns angestrebte Steigerung der Effektivhonorare konnten wir am Ende nicht durchsetzen. Damit bei Freien trotzdem effektiv mehr Honorar ankommt, haben wir diesmal drei Einmalzahlungen erstritten.  

Das Thema Effektivhonorare ist allerdings nicht vom Tisch. Auf unseren Nachdruck hin werden die Gewerkschaften  gemeinsam mit dem WDR eine Arbeitsgruppe bilden, die sich bis zu den nächsten Verhandlungen auch mit effektiven Honorarerhöhungen auseinandersetzen soll.
 
Was haben die Verhandlungen ergeben?
Im WDR haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf folgende Eckpunkte geeinigt:

Gehaltserhöhungen trotz zäher Verhandlungen um 6,75 Prozent

  • Für die Festen: Die Gehälter erhöhen sich rückwirkend ab 1.4.2019 jährlich um 2,25 Prozentpunkte. Bis zum 31.03.2022 (36 Kalendermonate) beläuft sich die Steigerung insgesamt auf 6,75 Prozent.
  • Für die Freien: Auch die Honorare werden insgesamt um 6,75 Prozent erhöht. Die Beschäftigten erhalten 4,5 Prozent mehr zum 1.2.20 und zusätzlich 2,25 obendrauf zum 1.4.21. Für bestimmte Honorarkennziffern (längere Formate) werden jeweils weitere Erhöhungen von 1% zum 1.4.2020 und 1.4.2021 vorgenommen. Die Kennziffern lauten: 1.136, 1.185, 1.184, 1.186, 1.225, 1.2115, 6.142, 6.143, 6.212, 6.213, 6.43. 
  • Für die Auszubildenden: Auszubildende erhalten rückwirkend zum 1. April 2019 monatlich 50 Euro mehr Geld. Weitere Erhöhungen um jeweils 50 Euro finden am 1.4.2020 und am 1.4.2021 statt.

Der besondere Steigerungsbetrag bleibt für bereits Beschäftigte erhalten. Für künftige Arbeitnehmer*innen wird er ab dem 1. Januar 2020 jedoch wegfallen. Der Bestandsschutz gilt übrigens für alle, die bislang einen Arbeitsvertrag mit dem WDR hatten. Die Stufenspreizung von zwei auf drei Jahre konnte abgewendet werden.  

Höhere Einmalzahlungen! 
In den Verhandlungen ist es uns als DJV-NRW  gelungen, erfreulich höhere Einmalzahlungen, vor allem für die Freien, zu erreichen.  

  • Die Festangestellten erhalten für 2019 eine Einmalzahlung von 900 Euro (Auszahlung Ende Dezember) und im nächsten Jahr von 300 Euro (Auszahlung im Juni 2020). Das sind 1200 Euro insgesamt.
  • Die Einmalzahlung  von  insgesamt 1900 Euro für Freie verteilt sich auf drei Tranchen: Im Januar 2020 sind es 900 Euro, im Juni 2020 600 Euro und im April 2021 400 Euro.
  • Volontäre, Auszubildenden und Trainees bekommen Ende Dezember eine Einmalzahlung von 360 Euro und im Juni 2020 von 120 Euro.

Es wurde wieder deutlich, dass die Geschäftsleitung immer noch der Meinung ist, dass gerade die Honorare der Freien beim WDR nach wie vor hoch genug sind. Deswegen liefen sämtliche Vorstöße, über die Erhöhung von Effektivhonoraren zu sprechen, vor die Wand. Deswegen muss es auch in der Zukunft insbesondere nochmal um die Interessen der mehr als 2000 Freien gehen, die der WDR wieder einmal schlechter behandeln möchte als die Festangestellten.
 
Steigerung der Mindesthonorare für die Freien
Die Mindesthonorare steigen im nächsten Jahr um 4,5 Prozentpunkte und in 2021 um weitere 2,25 Prozent.

Mehr selbst finanzierter Urlaub möglich
Als zusätzliche Komponente können die Arbeitnehmer des WDR fünf Tage selbst finanzierten Zusatzurlaub nehmen. Der WDR beteiligt sich daran mit 30 Prozent.
 
Mehr Geld im Härtefallfonds für Freie
Der Härtefallfonds wird bis zum 31.03.2022 fortgeführt und um 70.000 Euro aufgestockt auf 200.000 Euro.
 
Mehr Schulungsgeld für Freie
Das Schulungsgeld wird auf 60 Euro erhöht. 

Die Tarifinformation gibt es auch als PDF-Dokument zum Download

Verhandlungsergebnis erzielt!

Liebe Kollegen und Kolleginnen,

wir haben ein Verhandlungsergebnis!

Im WDR haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf folgende Eckpunkte geeinigt. Die Gehälter erhöhen sich rückwirkend ab 1.4.2019 jährlich um 2,25 Prozentpunkte. Die Mindesthonorare steigen im nächsten Jahr um 4,5 Prozentpunkte und in 2021 um weitere 2,25 Prozent.

Die Festangestellten erhalten für 2019 eine Einmalzahlung von 900 Euro und im nächsten Jahr von 300 Euro.

Die Einmalzahlung für Freie verteilt sich auf drei Tranchen. Am 2.1.2020 sind es 900 Euro, im Juni 2020 600 Euro und am 1. April 2021 400 Euro.

Volontäre, Auszubildenden und Trainees bekommen Ende Dezember eine Einmalzahlung von 360 Euro und im Juni 2020 sind es 120 Euro. Zusätzlich bekommen Auszubildende jeweils ab 1. April monatlich 50 Euro mehr Ausbildungsvergütung.

Als zusätzliche Komponente können die Arbeitnehmer des WDR fünf Tage selbstfinanzierten Zusatzurlaub nehmen. Der WDR beteiligt sich daran mit 30 Prozent

Der besondere Steigerungsbetrag bleibt für bereits Beschäftigte erhalten. Für künftige Arbeitnehmer/innen wird er ab dem 1. Januar 2020 jedoch wegfallen. Der Bestandsschutz gilt übrigens für alle, die bislang einen Arbeitsvertrag mit dem WDR hatten. Die Stufenspreizung von zwei auf drei Jahre konnte abgewendet werden.

Für Choristen und Choristinnen wurden jeweils zusätzlich 2,5 Prozent in 2020 und 2021 vereinbart. Das vermindert für diese Musiker die systematische Benachteiligung gegenüber den anderen Klangkörpern

Das Ergebnis wäre ohne euren Einsatz in zahlreichen Aktionen und Streiks so nicht möglich gewesen.

Es steht unter Vorbehalt der zuständigen Gremien beider Seiten.

Die Tarifinformation gibt es auch als PDF-Dokument zum Download

Wir lassen uns nicht abhängen. Auch nicht beim WDR.

In den laufenden Tarifverhandlungen für angemessene Gehälter und Honorare wollen sich BR, MDR, NDR, SR, SWR und WDR vom Abschluss für den öffentlichen Dienst der Länder verabschieden. Nicht nur beim WDR, sondern auch in den anderen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten laufen die Tarifverhandlungen deutlich anders als gewünscht. Anstatt für eine gute Bezahlung der festen und freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerade zu stehen, machen die Sender Zugeständnisse an die, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk klein und unbedeutend sparen wollen. "Künftig nur noch ungefährer Inflationsausgleich" ist die Devise.

Am 25. Oktober 2019 hat auf Initiative des ARD-Vorsitzenden Wilhelm ein Spitzengespräch auf ARD-Ebene zu den Tarifverhandlungen stattgefunden. Das ließ zunächst auf erfreulich konstruktiv weiterlaufende Verhandlungen hoffen.Nun gibt es aktuell die Rückmeldungen aus anderen Sendern, die bereits diese Woche weiterverhandelt haben. Die Kolleginnen und Kollegen haben wenig Erfreuliches zu berichten. Die Angebote der Sendergeschäftsführungen bleiben überall gleich zurückhaltend: In den anderen Senderanstalten bietet die ARD derzeit eine lineare Erhöhung im Volumen von 6,2 Prozent über 33 Monate an.

Am kommenden Dienstag, 19. November, gehen die Tarifverhandlungen auch beim WDR in die nächste Runde. Hier stehen als Angebot immer noch nur 3,6 Prozent Erhöhung verteilt auf 24 Monate im Raum. Und selbst die werden von den zahlreichen Gegenforderungen wieder aufgefressen.

Wir wollen, dass sich die Senderanstalten am Abschluss des öffentlichen Dienstes orientiert. Dieser liegt bei 7,8 Prozent bei einer Laufzeit von 33 Monaten.

Denn die Mitarbeiter*innen des WDR und auch bei allen andern ARD-Sendern leisten viel. Viele von Euch noch mehr als früher. Das muss honoriert werden.

Deswegen wollen wir in Zukunft bundesweit noch stärker für einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk einstehen und die Kolleginnen und Kollegen unterstützen – zu unseren Verhandlungen beim WDR am 19. November, aber auch bei Radio Bremen am 13., beim Deutschlandradio (DLR) am 18., beim Saarländischen Rundfunk (SR) am 20., beim NDR am 26. sowie beim Bayerischen Rundfunk (BR) und beim MDR am 27. November.

Über 500 WDR-Mitarbeiter*innen setzen in NRW starkes Signal bei deutschlandweitem Streiktag

Die Streikenden haben heute in ganz Deutschland und auch hier in NRW ein Zeichen gesetzt, dass die Sendergeschäftsleitungen nicht ignorieren können. Qualitätsjournalismus muss finanziell attraktiv bleiben, damit unsere Journalist*innen ihrer Aufgabe gerecht werden können, die Meinungsvielfalt zu erhalten und die Demokratie zu schützen. Für den DJV-NRW sind faire Arbeitsbedingungen und eine angemessene Honorierung Voraussetzung für einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Mehr als 3000 Beschäftigte im ganzen Bundesgebiet, 530 davon beim WDR, sind dem Aufruf des Deutschen Journalisten-Verbandes zu einem 24-stündigen gewerkschaftlichen Aktionstag mit Warnstreiks bei den ARD-Anstalten nachgekommen.

Die große Zahl der Streikteilnehmer*innen bringt die ARD in Schwierigkeiten. Auch der WDR ist von vielen Programmausfällen und Programmverschiebungen betroffen. So musste unter anderem bereits in den frühen Morgenstunden das vom WDR produzierte ARD-Morgenmagazin früher aufgenommen werden. Die Zuschauer*innen konnten aus diesem Grund die Sendung nicht wie gewohnt live verfolgen. Auch Live nach neun wurde aus der Konserve gesendet. In Köln und in den Außenstudios fehlt es an Moderator*innen, Redakteur*innen und Techniker*innen. Im Laufe des Nachmittags und Abends werden noch mehr Ausfälle und Verschiebungen erwartet. Die Sendergeschäftsführung bekommt es heute so richtig zu spüren: Ohne die Beschäftigten geht es nicht!

In NRW treffen sich die WDR-Mitarbeiter*innen aller Senderstandorte des Bundeslandes bereits seit heute Morgen auf dem Kölner L.-Fritz-Gruber-Platz und ziehen lautstark mit Trillerpfeifen, Transparenten und Schildern durch die WDR-Studios. Zahlreiche Streikende sind auch aus den Außenstudios des Senders angereist. Die Sonne scheint, die Stimmung ist kämpferisch. Die Streikenden sind sich sicher: Gemessen an den vielen Störungen im Programm, die auch der heutige Streik wieder verursacht hat, müssen die Geschäftsleitungen der ARD-Sender auf die  berechtigten Forderungen nach angemessenen Gehältern und Honoraren, guten Arbeitsbedingungen und mehr Wertschätzung eingehen. 

Keinen Schritt in unsere Richtung - weder beim WDR noch anderswo!

Nicht nur beim WDR, sondern auch in den anderen deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten laufen die Tarifverhandlungen deutlich anders als gewünscht. In den laufenden Verhandlungen für höhere Gehälter und Honorare wollen sich auch der BR, MDR, NDR, SR und SWR vom Abschluss für den Öffentlichen Dienst der Länder verabschieden.

Anstatt für eine gute Bezahlung für feste und freie Mitarbeiter*innen gerade zu stehen, stellen die Sender sogar Gegenforderungen auf. "Künftig nur noch ungefährer Inflationsausgleich" ist die Devise - dabei wissen die Intendanten natürlich, dass das Bundesverfassungsgericht mehrfach entschieden hat, dass die Pflicht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zur Grundversorgung nur erfüllt werden kann, wenn nicht nur Bestand, sondern auch künftige Entwicklung der Sender gesichert sind, in Hinblick auf Arbeitsbedingungen, Wertschätzung und Finanzen. Die Intendanten sollten sich für eine angemessene Finanzierung stark machen, statt bei den Mitarbeiter*innen und damit auch am Programm zu sparen.

Die Mitarbeiter*innen des WDR leistet viel – viele von Euch noch viel mehr als früher. Das muss honoriert werden. Deswegen wollen wir in Zukunft bundesweit noch stärker für einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk einstehen.

Warnstreik beim WDR in Essen – eine nachdenkliche Nachlese

Wofür lohnt es sich, auf die Straße zu gehen? Tom Becker, der als freier Journalist für das WDR-Studio Essen arbeitet, hat eine persönliche und nachdenkliche Nachlese zum Warnstreik am 22. August geschrieben und ein paar Stimmen von Kolleginnen und Kollegen eingeholt.

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Wir haben gestreikt, im WDR-Studio Essen. Ich reibe mir immer noch die Augen, aber es stimmt. Zum allerersten Mal ein Warnstreik. Nicht symbolisch, ein kleines bisschen, sondern richtig, einen Tag lang. Alle Freien, ausnahmslos, inklusive Moderator, keine/r von uns hat an diesem Tag das Studio zum Arbeiten betreten. Fast alle Redakteure sind draußen vor der Tür geblieben, mit einer Ausnahme: einer Kollegin, der die Angst im Nacken saß - am Ende ihres allerersten Zeitvertrags.

Im Lauf des Tages haben sich uns mehrere Techniker angeschlossen, aus Solidarität, obwohl die seltsame Gewerkschaft, die sich für sie zuständig erklärt, ihre Leute in unserem Studio weder informiert noch agitiert, noch zum Streik aufgerufen hat.

Wir standen kurz davor, die Lokalzeit Ruhr an diesem Tag platzen zu lassen. Am Ende hat der WDR sich soeben gerettet. Sie haben eine Redakteurin aus Düsseldorf geholt, einen Techniker aus Dortmund, der Studioleiter hat das Moderatorensacko angezogen, die Aushilfsredakteurin hat sich zerrissen, und so haben sie gerade noch eine Notsendung zusammenbekommen.

Aber wir haben ein Zeichen gesetzt, das nachhallt - bei uns, weil wir gesehen und gespürt haben, was für ein geiles, starkes Team wir sind und was wir zusammen schaffen können. Und beim WDR, weil er das auch gesehen hat.

Warum haben wir das gemacht? Was hat uns angetrieben, dem Streikaufruf des DJV zu folgen und das Studio, für das wir arbeiten - und meistens gerne arbeiten -, einen Tag lang lahm zu legen?

Das ist keine rhetorische Frage!

Denn es sind nicht in erster Linie die Tarifforderungen der Gewerkschaften, die uns vor die Studiotür getrieben haben. Ich glaube, diese Forderungen sind den meisten von uns nicht so wichtig, dass sie dafür gestreikt hätten. Ich persönlich finde zudem manche dieser Forderungen falsch und ärgerlich.

Wofür wir nicht gestreikt haben: Zweifelhafte Forderungen

Fangen wir ganz oben an: Für 6 Prozent mehr hat keiner von uns die Arbeit liegen lassen. Manch einem ist diese Forderung eher peinlich. Wir sind Journalisten. Wir berichten über Tarifauseinandersetzungen und Streiks in anderen Wirtschaftszweigen, etwa in der Metallbranche oder im öffentlichen Dienst. Da nehmen wir die 6 Prozent auf den Streikplakaten auch nicht ernst und fragen uns bisweilen, ob diese Schaukämpfe wirklich sein müssen. Und Journalisten bleiben wir auch dann, wenn es um uns selber geht. Deshalb können wir die Frage nicht ignorieren, was eine Tarifsteigerung bei einem gedeckelten Etat womöglich an Stellenstreichungen und Honorareinsparungen nach sich zieht.

Wir alle freuen uns über mehr Geld. Aber als aktuell arbeitende freie Mitarbeiter/innen in einem WDR-Regionalstudio wissen wir auch, dass wir gut bezahlt werden - wenn wir Arbeit haben. Besser als manche anderen freien Mitarbeiter im WDR. Und deshalb ist es für uns auch nicht entscheidend, ob am Ende eine 2 oder eine 3 vor dem Komma steht.

Freie Mitarbeiter/innen bekommen beim WDR eine jährliche Einmalzahlung. Deren Höhe ist auch Gegenstand der Tarifverhandlungen. In der Vergangenheit gab es einen Festbetrag, der für alle gleich hoch war, egal, was sie im Vorjahr verdient haben. Das bevorzugt die Geringverdiener, und das finde ich gut so. Diesmal fordert der DJV eine Einmalzahlung von 2 Prozent des letzten Bruttogehalts, also: Wer viel verdient, soll mehr bekommen. Wer kommt auf so eine Idee? Welche Diskussion liegt dem zugrunde?

Der WDR hat in den Verhandlungen eine „differenzierte Steigerung der Honorare“ vorgeschlagen. Er will die Honorare für längere künstlerisch-journalistische Werke überproportional anheben und dafür unsere tagesaktuellen Honorare geringer steigen lassen. Im Prinzip finde ich das richtig, auch wenn es in der Praxis sicher eine knifflige Angelegenheit ist, die genau durchdacht werden muss. Der Vorschlag kommt Journalisten zugute, die tendenziell weniger verdienen. Die Gewerkschaften lehnen diesen Vorschlag aber kategorisch ab. Teils sprechen sie sogar davon, dass hier ein Keil zwischen die Freien getrieben werden solle. Das sehe ich ganz anders.  

Für diese zweifelhaften Gewerkschaftspositionen habe ich nicht gestreikt.

Was uns auf den Nägeln brennt: Gegen die Entwertung unserer Arbeit

Wofür waren wir also dann auf der Straße? Wir haben uns am Warnstreik beteiligt, weil wir auch in Zukunft seriös und kompetent als Journalisten arbeiten wollen - mit einer klaren Verankerung in der Region. Wir machen gute Arbeit, aber die Sorge wächst, dass der WDR uns schleichend die Grundlagen dafür entzieht.

Wir erleben im Moment einen tiefgreifende Veränderungsprozess. Unter dem Schlagwort „Crossmedialität“ werden Studios komplett umgekrempelt, baulich genauso wie organisatorisch, Arbeitsbereiche für Redakteure und Freie werden neu zugeschnitten. Das alles wird zentral beschlossen, gesteuert und - z.B. was den Studioumbau betrifft - ohne Rücksprache mit den Betroffenen und gegen ihr Votum durchgezogen.

Mit der Einrichtung des Newsrooms macht der WDR einen weiteren Schritt in Richtung Zentralisierung. Regionale Verankerung und Kompetenz - Kernstücke der WDR-Identität, die uns von anderen unterscheiden - werden zunehmend entwertet. Zugleich bekommen die Redakteure in den Studios im Social Media-Bereich immer mehr Aufgaben aufgebürdet - weil der Sender Angst hat, er könne irgendeinen Onlinetrend verpassen. (Und natürlich ist und bleibt es ein Unding, dass viele dieser Redakteure befristet beschäftigt sind und nicht wissen, wie es danach für sie weitergeht.)

Diese wachsende Arbeitsverdichtung kommt auch bei uns Freien an, gerade im aktuellen Bereich, wo häufig alle alles gleichzeitig von uns haben wollen, so schnell wie möglich, auf möglichst vielen „Ausspielwegen“. Zugleich versucht der WDR, bei den Freien durch die Einführung von Tischreportern und Pauschalhonoraren zu sparen - und zwar mehr, als er uns durch eine Tariferhöhung zurückgibt.

All das sind Gründe, warum wir gestreikt haben - und nicht die Forderung nach mehr Geld! Es wäre schön, wenn der DJV das aufnimmt.

Natürlich ist die Motivation zum Streiken nicht bei allen gleich. Aber es deckt sich schon vieles. Hier eine Zusammenfassung dessen, was KollegInnen aus Essen dazu geschrieben haben:

Ich habe gestreikt, weil...

„… der WDR dazu neigt, in vielen Bereichen nur noch Mindesthonorare zu zahlen, Autorentexte ohne zusätzliche Honorierung fürs Internet zu verwenden oder einseitig Pauschal-Honorare einzuführen. Ich brauche also nicht unbedingt 6 Prozent mehr, aber wenn überall versucht wird zu kürzen, sind es bald 6 Prozent weniger. Und das sollten wir verhindern.“

„... ich als Freie mehr wertgeschätzt werden möchte und nicht immer das Gefühl haben möchte, dass die Verwaltung (nicht die Redaktionen!!) alles tut, um uns mehr Arbeit bei weniger oder gleichen Honoraren aufzubürden. Zum Beispiel, indem immer mehr pauschal vergütete Dienste eingeführt werden.“

„... ich auch in Zukunft eine Arbeitsatmosphäre erwarte, die uns gerne diesen Job ausüben lässt. Das heißt:

- Redakteure, die nicht 20 Dinge zugleich auf dem Schirm haben müssen
- Redakteure, die wissen, dass sie auch in einem Jahr noch angestellt sein werden
- Redakteure, die journalistisch Luft zum Atmen haben
- Freie, denen Zeit zum Recherchieren gegeben wird
- Freie, die Honorare bekommen, die ihnen Existenzängste nehmen
- Freie, die nicht pauschal bezahlt werden

Mir liegt die Atmosphäre im Studio am Herzen. Sollte die Arbeitsverdichtung weiter zunehmen, sehe ich diese Atmosphäre in Gefahr.

Ich werde mich an einem weiteren Warnstreik beteiligen. Allerdings wünsche ich mir Eines von meiner Gewerkschaft: Weg von Betonforderungen, die sich nur um Prozente drehen. Es geht im Moment um mehr als nur um Geld.“

Mehr als 600 WDR-Mitarbeiter*innen im Streik!

Mehr als 600 Kolleginnen und Kollegen des Westdeutschen Rundfunks sind heute dem Streikaufruf des DJV-NRW und der Partnergewerkschaften VRFF und ver.di gefolgt. An allen elf Standorten des WDR in Nordrhein-Westfalen haben angestellte und freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeit niedergelegt.

„Damit haben wir die schon hervorragende Streikbeteiligung vom Dienstag nochmals steigern können. Das ist ein unübersehbares Signal an die WDR-Geschäftsleitung, endlich den berechtigten Interessen der Beschäftigten gerecht zu werden“, so DJV-Verhandlungsführer Volkmar Kah.

Schwerpunkt der heutigen Aktionen waren die Landes- und Regionalstudios: Am Landesstudio Düsseldorf trafen sich bereits am frühen Morgen mehr als 50 Kolleginnen und Kollegen. Die dort angesiedelte ARD-Sendung „Live nach Neun“ musste ausfallen, stattdessen ging ein Best-Of über den Sender. Ebenfalls komplett ausgefallen ist heute die Sendung „Westblick“. Zu erheblichen Störungen kam es bei den Hörfunknachrichten sowie WDR-Aktuell. Die in Essen produzierte Lokalzeit Ruhr im WDR-Fernsehen soll komplett entfallen, bei vielen weiteren Lokalzeiten wird es erhebliche Einschränkungen geben.

In der Kölner Innenstadt protestierten fast 100 angestellte und freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, am Standort Bocklemünd traten rund 300 Beschäftigte von WDR und ARD-Beitragsservice in den Ausstand. In vielen Regionalstudios war nahezu die gesamte Belegschaft im Ausstand. „Ob im Ruhrgebiet, dem Sauer-, Sieger- oder Rheinland, Ostwestfalen oder dem Münsterland – die Kolleginnen und Kollegen haben von der Verweigerungshaltung der WDR-Geschäftsleitung die Nase voll. Und das haben sie heute zum wiederholten Mal deutlich gemacht“, so Kah weiter.

Der Sender hat bislang nicht nur ein völlig unzureichendes Angebot vorgelegt, sondern fordert seinerseits sogar Eingriffe in die Vergütungsstruktur, die erhebliche Verschlechterungen bedeuten. Für den DJV-NRW ist der aktuelle Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) weiterhin die Orientierungsmarke. Die von der WDR-Geschäftsleitung geplante Abkopplung der Einkommen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird den Leistungen und dem Engagement der Beschäftigten nicht gerecht. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des WDR dürfen von der allgemeinen Entwicklung nicht abgekoppelt werden“, so der DJV-Verhandlungsführer weiter. „Ich bin gespannt, ob der WDR dieses Signal verstanden hat.“ Am morgigen Freitag findet in Köln die vierte Verhandlungsrunde statt.

Über 300 Beschäftigte folgen Streikaufruf am Standort Köln

Über 300 angestellte und freie Beschäftigte des WDR sind heute, am 20. August 2019, nach Köln gekommen, um zu zeigen, was sie von der Verweigerungshaltung der Geschäftsführung in den derzeit laufenden Tarifverhandlungen halten. 

Die zeitlich befristeten Arbeitsniederlegungen stehen im Zusammenhang mit der vierten Runde der Tarifverhandlungen von DJV-NRW und dju mit dem WDR am Freitag, den 23. August 2019 in Köln. Der DJV-NRW ruft heute, Dienstag, den 20. August 2019 von 6 bis 24 Uhr zur Durchsetzung seiner Forderungen und zur Unterstützung der in Köln geplanten Aktionen zu einem Warnstreik auf. Aufgerufen sind alle am Standort Köln festangestellten und freien Journalistinnen und Journalisten des WDR. Aufgerufen sind neben Redakteurinnen und Redakteuren, Volontärinnen und Volontären auch alle Kolleginnen und Kollegen in technischen Berufen, wie Kameraleute oder Cutterinnen und Cutter.

„Heute zeigen die Kolleginnen und Kollegen des WDR in Köln zum Auftakt dieser Woche, was sie von der Verweigerungshaltung des Senders halten. Der Streik wirkt. Auswirkungen zeigen sich bereits zum jetzigen Zeitpunkt durch Programmverschiebungen unter anderem im Morgenmagazin, bei WDR3 und WDR5. Ich setze darauf, dass es uns im Laufe der Woche gelingt, den WDR davon zu überzeugen, ein angemessenes Tarifangebot für die angestellten und frei Beschäftigten des WDR vorzulegen“, sagte DJV-Verhandlungsführer Volkmar Kah. Der Sender legte bislang nicht nur ein völlig unzureichendes Angebot vor, sondern fordert seinerseits sogar Eingriffe in die Vergütungsstruktur, die erhebliche Verschlechterungen bedeuten. Für den DJV-NRW ist der aktuelle Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) weiterhin die anzustrebende Orientierungsmarke. Die von der WDR-Geschäftsführung geplante Abkopplung der Einkommen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird den Leistungen und dem Engagement der Beschäftigten nicht gerecht. „Die Tarifsteigerungen im WDR  haben sich in der Vergangenheit immer am öffentlichen Dienst orientiert. Es gibt keinen Grund das jetzt zu ändern“, sagt DJV-NRW Geschäftsführer Volkmar Kah. „Die Beschäftigten des WDR müssen von der guten Entwicklung im öffentlichen Dienst profitieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des WDR leisten jeden Tag mit Herzblut sehr gute Arbeit. Sie dürfen von der allgemeinen Entwicklung nicht abgekoppelt werden.“

DJV-NRW-Tarifverhandlungscheck mit David Ohrndorf

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DJV-NRW-Tarifverhandlungscheck mit Jochen Reinhardt

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400 Streikende fordern: Jetzt ist der WDR am Zug!

Mehr als 400 Redakteur*innen, Volontär*innen, Kameramänner und –frauen und sogar Fridays for Future-Anhänger*innen demonstrierten heute Morgen im Rahmen der Warnstreiks beim WDR vor dem Vierscheibenhaus in Köln. Damit endlich Bewegung in die Tarifverhandlungen mit dem Westdeutschen Rundfunk kommt, wird seit sechs Uhr an allen Standorten des WDR gestreikt. Betroffen war auch das ARD-Morgenmagazin: Das Magazin konnte zwischen 7 und 8 Uhr nicht wie gewohnt live, sondern nur eine Wiederholung der vorherigen Stunde senden.

Auch aus den Regionalstudios hatten sich festangestellte und freie Kollegen auf den Weg gemacht. Solidarische Grüße gab es unter anderen von Schülerinnen und Schülern  der Fridays-for-Future-Bewegung. Bevor die Kolleg*innen mit Trillerpfeifen durch die Redaktionen zogen, fand eine sehr gut besuchte Kundgebung mit Reden und Musik statt. Der DJV-NRW Landesvorsitzende Frank Stach und der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall stimmten die Streikenden auf den Protest ein. Überall, selbst freier Journalist beim WDR, appellierte an den Sender:  „Jetzt sollen wir abgekoppelt werden? Gerade wir, die das Programm machen, und wir, die wir dafür sorgen, dass überhaupt etwas läuft, sollen jetzt weniger Wert sein? Lieber WDR, ihr braucht uns.“

Für ihren Protest haben die Streikenden gute Gründe: Zum einen hat der Sender bislang ein völlig unzureichendes Angebot vorgelegt. Und als wäre das nicht schon genug, will er auch die Vergütungsstruktur zu Lasten der Beschäftigten verändern.

Bereits zwei Verhandlungsrunden haben mit der Geschäftsleitung des WDR stattgefunden. Trotzdem weigert sich der Sender, ein angemessenes Angebot vorzulegen. Im Gegenteil: Man will durch Neustrukturierung der Gehaltsstruktur erhebliche Kürzungen durchsetzen

Am heutigen Tag sollte dann auch noch ein Maulkorberlass die Berichterstattung über den Streik unterbinden. In einer internen Rundmail wird dazu aufgefordert, dass "Moderator*innen ihre Position am Mikrofon nicht dazu benutzen, sich inhaltlich zum Thema zu äußern, sondern neutral zu verhalten. Nicht die Gewerkschaften, sondern einzig und allein der WDR hat die Programmverantwortung und entscheidet, inwieweit Streiks gegen den WDR zu Programminhalten werden. Der DJV-NRW sagt dazu: Nicht mit uns!

Den heutigen Warnstreik kann die Geschäftsführung nicht einfach ignorieren. Dafür sind die Auswirkungen allzu deutlich. Höchste Zeit also, dass sich in der nächsten Tarifrunde etwas bewegt! 

Kontakt: Volkmar Kah, Geschäftsführer, Tel.: 0211 233 9 9-210

Warnstreiks beim WDR

Der Deutsche Journalisten-Verband-Nordrhein-Westfalen ruft die Beschäftigten aller Standorte des WDR heute zum Warnstreik auf.

Die zeitlich befristeten Arbeitsniederlegungen stehen im Zusammenhang mit der dritten Runde der Tarifverhandlungen von DJV und dju mit dem WDR am Donnerstag, den 11. Juli 2019 in Köln. „Die Arbeitskampfmaßnahmen sollen der Geschäftsführung des WDR deutlich machen, dass nur konstruktive Verhandlungen zum Ziel zukunftsfähiger Tarifverträge führen“, sagte DJV-Verhandlungsführer Volkmar Kah. Bislang hat der Sender ein völlig unzureichendes Angebot vorgelegt. Als wäre das nicht schon genug, will er auch die Vergütungsstruktur zu Lasten der Beschäftigten verändern. „Die Tarifsteigerungen im WDR  haben sich in der Vergangenheit immer am öffentlichen Dienst orientiert. Es gibt keinen Grund das jetzt zu ändern“, sagt DJV-NRW-Geschäftsführer Volkmar Kah. „Die Beschäftigten des WDR müssen von der guten Entwicklung im öffentlichen Dienst profitieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des WDR leisten jeden Tag mit Herzblut sehr gute Arbeit. Sie dürfen von der allgemeinen Entwicklung nicht abgekoppelt werden.“ Der DJV-NRW ruft seine Mitglieder deshalb auf, sich heute an den Aktionen zu beteiligen.

DJV-NRW-Verhandlungscheck mit Frank Stach

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Verdienen sich Journalist*innen beim WDR eine goldene Nase?

Wer derzeit der Geschäftsleitung des WDR zuhört, könnte fast auf die Idee kommen...

WDR-Tarifverhandlungen starten heute, 24. Mai 2019

DJV fordert sechs Prozent mehr für Feste und Freie im WDR

„Gutes Programm braucht gute Journalistinnen und Journalisten. Wer gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter will, muss auch gut bezahlen.“ Zum Auftakt der Vergütungstarifverhandlungen im WDR fordert Verhandlungsführer Volkmar Kah für den Deutschen Journalisten-Verband NRW sechs Prozent mehr Geld für feste und freie Mitarbeiter*innen im WDR.

„Als Deutscher Journalisten-Verband sind wir überzeugt, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Zeiten sinkender Meinungsvielfalt im Bereich des Tageszeitungsjournalismus und einer auseinanderfallenden Gesellschaft auch in Deutschland eine herausragende Qualität produzieren muss. Das können nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tun, deren Bezahlung an die gesamtwirtschaftliche Entwicklung angepasst wird“, so der Landesvorsitzende Frank Stach. Besonderen Wert legt der DJV-NRW bei seinen Forderungen auf die Gleichbehandlung von festangestellten und freien Mitarbeiter*innen. „Freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine wichtige Säule bei der Produktion des WDR-Programms. Sie dürfen nicht schlechter als Festangestellte bezahlt werden“, betont Landesgeschäftsführer Volkmar Kah. Auch eine jährliche Einmalzahlung für Freie in Höhe von zwei Prozent des letzten Jahreseinkommens soll die freien Mitarbeiter*innen mit den Festangestellten gleichstellen.

Zudem sollen Freie an Schulungstagen künftig mit 200 Euro/Tag Ausfallentschädigung honoriert werden und Krankengeld ab dem ersten Tag erhalten. Der DJV möchte den Härtefallfonds für Freie verlängern und aufstocken. Festangestellte Mitarbeiter*innen sollen das Recht haben, die Erhöhung der Einkommen in zusätzliche freie Tage umzuwandeln.

In diesem Jahr hat der DJV bereits weitere Verträge zugunsten der Mitarbeiter*innen im WDR erfolgreich verhandelt: Den Tarifvertrag für Tischreporter*innen in freier Mitarbeit im WDR. Geregelt ist darin die Honorierung von crossmedialen Tätigkeiten in den Redaktionen je nach Aufwand mit unterschiedlichen Tagespauschalen. Für Festangestellte laufen parallel Verhandlungen zur Modernisierung der Arbeitsbedingungen.

Die Hauptforderungen des DJV:

•          Prozentuale Erhöhung der Einkommen und Honorare im Volumen von 6 Prozent bezogen auf zwölf Monate.

•          Eine jährliche Einmalzahlung für freie Mitarbeiter in Höhe von 2 Prozent bezogen auf  das Jahreshonorar des Vorjahres.

Die Meldung wurde auch als Pressemitteilung verschickt. Zur Online Meldung.

Tarifvertrag Crossmediale*r Tischreporter*innen im WDR ab 01.03.2019

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

der WDR und die Gewerkschaften DJV und ver.di haben sich auf einen ersten Tarifvertrag über crossmediale Honorare geeinigt. Geregelt ist darin die Honorierung von crossmedialen Tätigkeiten in den Redaktionen: Eine „crossmediale Tischreporterin“/ein „crossmedialer Tischreporter“ wird künftig je nach Aufwand mit unterschiedlichen Tagespauschalen honoriert.

Dieser Regelung hat am Dienstag der Gesamtvorstand des DJV-NRW als Große Tarifkommission zugestimmt. Grundlage waren auch die Rückmeldungen, die uns auf unsere Mail an alle WDR-Freien im DJV aus dem Januar erreicht haben. Der WDR-Verwaltungsrat und die Tarifkommission von ver.di hatten dem Vertrag bereits zugestimmt. Damit kann der Tarifvertrag ab März 2019 in Kraft treten.

Diese Regelung ist der erste Schritt, um die vom WDR einseitig eingeführten und aus unserer Sicht inakzeptablen Regelungen zur crossmedialen Honorierung in den Leuchttürmen vom Tisch zu bekommen und deren vom Haus geplante Ausweitung auf den gesamten WDR zu verhindern.

Der Tarifvertrag ist auf drei Jahre befristet, also bis Anfang 2022. Während der Laufzeit soll der Einsatz von crossmedialen Tischreportern/-innen regelmäßig evaluiert und von einer paritätisch besetzten Clearingstelle begleitet werden.

Worum geht es in dem Tarifvertrag?

In den crossmedial arbeitenden Bereichen des WDR kann es künftig einen crossmedialen Tischreporter/eine crossmediale Tischreporterin geben. Der Tischreporter/die Tischreporterin soll ausschließlich im „Innendienst“ einer Redaktion vorwiegend für crossmediale Autorentätigkeiten eingesetzt werden. Das können eigene Beiträge für alle Ausspielwege sein, aber zum Beispiel auch Recherchen für andere Kolleginnen und Kollegen. Das Rausgehen/-fahren und Einholen von O-Tönen oder einer Umfrage auf der Straße etwa zählt nicht zu den Aufgaben des Tischreporters/der Tischreporterin. Den vollständigen Tarifvertrag finden Sie hier im Download.

Die wichtigsten Punkte in der Übersicht:

  • Es gibt eine klare Eingrenzung der Tätigkeiten und die Klarstellung, dass es sich beim „Tischreporter“ um einen reinen Innendienst handelt.
    Hierzu gibt es eine Anlage mit Leistungspaketen (Download) und eine Liste mit Tätigkeitsbeispielen (Download), die im Einvernehmen im Rahmen einer gemeinsamen Kommission weiterentwickelt werden kann.
  • Der WDR hebt die Tagessätze (330/430 €) an. Im „Paket 3“ werden künftig 550 € gezahlt, das „Paket 1“ wird mit 350, „Paket  2“ mit 450 € honoriert.
  • Freie Mitarbeiter, die in einem solchen Tischreporterdienst tätig sind, können auf den gleichen Prognosetag weitere werkbezogene Honorarpositionen abrechnen.
  • Die Zahl der Tischreporterdienste wird auf durchschnittlich einen je Redaktion und Werktag begrenzt – zunächst auf WDR-weit 30, nach Start des Newsrooms maximal 50.
  • Der WDR stellt den Gewerkschaften quartalsweise Auswertungen zur Verfügung, aus denen die tatsächliche Anzahl der Tischreporterdienste hervorgeht. Verdichtete Ergebnisse der Evaluation sollen auch der Betriebsöffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
  • Bei Fragen zur Eingruppierung entscheidet eine paritätisch besetzte Clearingstelle. Diese soll gerade in der Anfangsphase für Sicherheit auf beiden Seiten sorgen.

Was wird aus dem/der bisherigen „crossmedialen Tagesreporter/-in?“ und dem „Stufenmodell“?

Der jetzt tarifierte „crossmediale Tischreporter“ ersetzt das bisherige crossmediale Tagesreporter/-in-Modell aus den Leichttürmen Wissenschaft/Wirtschaft/Verbraucher. Außerdem wird der WDR das sogenannte crossmediale Stufenmodell bis auf weiteres nicht mehr anwenden. Beide Honorierungsmodelle hatte der WDR Mitte 2017 einseitig für die Leuchttürme eingeführt.

Wie geht es weiter?

Gewerkschaften und der WDR prüfen derzeit verschiedene Ideen, die die Zusammenarbeit mit den freien Kolleginnen und Kollegen verbessern sollen: Dazu gehören ein regelmäßiges Perspektivgespräch, eine WDR-interne Beschäftigungsbörse und eine kurzfristigere Absicherung bei sozialen Härten. Verschiedene Arbeitsgruppen arbeiten hierzu bereits an Konzepten.

Was ist mit anderen crossmedialen Tätigkeiten?

Insbesondere im geplanten Newsroom, aber auch in anderen Bereichen des WDR gibt es crossmediale Tätigkeiten, die von dem jetzt vorliegenden Tarifvertrag nicht abgedeckt werden, zum Beispiel für originäre non-lineare Ausspielwege. Die Gewerkschaften und der WDR haben sich deshalb darauf verständigt, im 2. Quartal über weitere Honorierungsmodelle zu verhandeln. Wie das aussehen kann, werden wir in den nächsten Wochen mit den Vertreterinnen und Vertretern der Freien im WDR besprechen.

Bei Rückfragen einfach melden:  volkmar.kah@djv-nrw.de.

Beste Grüße
Volkmar Kah

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