Deutscher Journalisten-Verband Landesverband Nordrhein-Westfalen

Was bewegt Journalist:innen in NRW? Wie steht es aktuell um unsere Medienlandschaft? Und was macht eigentlich der Deutsche Journalisten-Verband NRW (DJV-NRW) gerade?
Podcast-Host Sascha Fobbe und wechselnde Gäste aus Journalismus, Politik und Wissenschaft wollen (nicht nur) Medienschaffenden in spannenden Hintergrundgesprächen darauf eine Antwort geben. Im Podcast erwarten die Hörer​​:innen aktuelle Infos und praktische Tipps zu Rundfunk, Print, dem Netz und der PR sowie Neues zum Engagement des DJV-NRW und dessen Einsatz in den Betrieben, Gremien und in der Forschung.

Sascha Fobbe engagiert sich seit 1997 im DJV-NRW. Die freie Journalistin begleitet die Hörer:innen acht Mal im Jahr durch den neuen Podcast „Ohne Block und Bleistift“.

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Folge 17: Das Ende der Westfälischen Rundschau: Zehn Jahre danach

Wer Anfang 2013 bei der Westfälischen Rundschau (WR) beschäftigt war, wird sich vermutlich heute noch an den 15. Januar 2013 erinnern. An diesem Tag verkündete die WAZ-Mediengruppe, dass sie die Redaktion der Westfälischen Rundschau in Dortmund zum Monatsende schließen werde. Für 120 festangestellte Redakteur:innen und Beschäftigte bedeutete diese Entscheidung die Entlassung, auch 180 Freie waren betroffen.

Wie blicken Betroffene heute auf die Westfälische Rundschau und Funke? Wie ist es ihnen ergangen und wie bewerten sie die aktuellen Entwicklungen in der Zeitungslandschaft? In der 17. Folge unseres DJV-NRW-Podcasts „Ohne Block und Bleistift“ spricht Host Sascha Fobbe mit drei Gästen, die die Schließung der Redaktion vor zehn Jahren miterlebt haben.

Barbara Merten-Kemper war Betriebsrätin bei der WAZ und ist in diesem Amt noch bis diesen Sommer freigestellt. Im Podcast kritisiert sie Funke scharf. Was Aufsichtsratschefin und Verlegerin Julia Becker plakativ nach außen trägt, werde nach innen nicht gelebt. Merten-Kemper fordert eine lokal stark aufgestellte und tiefgründige Zeitungslandschaft, die  nah an den Menschen ist und sie mit ihren Themen erreicht. Die lokale Tageszeitung dürfe kein Luxusgut sein für eine bestimmte Klientel.

Anna Mayr betont die gesellschaftliche Verantwortung der Verleger:innen. Sie startete ihre journalistische Karriere als Praktikantin und später Freie bei der WR, heute lebt sie in Berlin und ist Redakteurin bei der ZEIT. Gerade aufgrund des verstärkten Fokus auf die Wirtschaftlichkeit der Zeitungen wünscht sie sich Verleger:innen, die ihre Mitarbeitenden motiveren. In den Redaktionen und Medienhäusern müssten attraktive Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit junge und kompetente Kolleg:innen in den Journalismus finden.

Wie Anna Mayr hat auch Lars Reckermann inzwischen dem Ruhrgebiet den Rücken gekehrt. Der damalige stellvertretende Chefredakteur der WR leitet inzwischen die Redaktion der Schwäbischen Post und der Gmünder Tagespost. Er kritisiert das mangelnde Verständnis der Verlagsmanager:innen dafür, wie wichtig die Medien für die Gesellschaft sind. Es solle eine verlegerische Aufgabe sein, das hohe Gut Journalismus zu finanzieren. Reckermann sieht dennoch Verbesserungen im Lokaljournalismus, allerdings müsse dessen Vermarktung optimiert werden.

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