Deutscher Journalisten-Verband Landesverband Nordrhein-Westfalen
Für Feste und Freie
Tarifverhandlungen im Deutschlandradio

Wir sind mehr als 2,25 % wert!

Honorar- und Gehaltsrunde 2022

Man könnte sich kaum einen unpassenderen Zeitpunkt vorstellen als jetzt. Auf eklatante Preissteigerungen und ständige Mehrarbeit antwortet das Deutschlandradio in den aktuell laufenden Tarifverhandlungen mit Erhöhungen, die so niedrig sind, dass sie für Euch angesichts der rasant steigenden Inflation de facto Einbußen bedeuten. Derzeit liegt die Inflation bei über 10 Prozent. Auch für das kommende Jahr werden über 9,3% mehr prognostiziert.

Anstatt sich als verantwortungsbewusster Arbeitgeber zu präsentieren, legte der Sender den Gewerkschaften ein inakzeptables Angebot vor. Gerade einmal 2,25 % mehr Gehalt und Honorar bei einer Laufzeit von 33 Monaten soll es für Euch geben. Somit ignoriert das Deutschlandradio die Inflation selbst in den kommenden drei Jahren vollkommen.

Übrigens ist das ein Angebot, das sich in die Linie anderer Rundfunkanstalten einreiht. Es ist an vielen Stellen sogar schlechter.

Am 2. Dezember werden die Gewerkschaften erneut mit den Verantwortlichen vom Deutschlandradio über die Anhebung der Vergütungen für Feste und Freie verhandeln. Wir fordern für alle Festen und Freien 6% mehr und einen Inflationszuschlag, der Euch angesichts steigender Nebenkosten wirklich entlastet.

Wir erwarten vom Deutschlandradio nun vor allem ein angemessenes Angebot. Alles andere werden wir nicht hinnehmen. Dabei setzen wir auf Eure tatkräftige Unterstützung. Denn ohne Euch geht es nicht. Tarifverträge machen die Zukunft für Euch durch Gehälter und Honorare sowie Rahmenbedingungen planbar. Außerdem schützen sie vor Ungleichbehandlung und Willkür. Deswegen müssen wir uns unbedingt für die besten Tarifvereinbarungen stark machen. Und je mehr wir sind, desto besser ist die Verhandlungsbasis. Macht also unbedingt mit und setzt Euch aktiv für Eure berufliche und finanzielle Zukunft ein!

Erste Sondierung mit der Geschäftsleitung

Honorar- und Gehaltsrunde 2022

Heute haben sich die Verhandlungskommissionen von ver.di und DJV mit der Geschäftsleitung von Deutschlandradio zu einem ersten Sondierungsgespräch getroffen. Die Diskussion war konstruktiv, auch wenn es noch kein belastbares Angebot von Deutschlandradio gab. Die Vorstellungen über eine angemessene Anpassung der Honorare und Gehälter bzw. eine Verbesserung der Beschäftigungssituation bei Festen und Freien liegen also noch weit auseinander.

Am 4. Juli soll es weitergehen – und zwar mit Verhandlungen. Bis dahin will Deutschlandradio konkrete Vorschläge unterbreiten. Wir werden Euch auf dem Laufenden halten.

Download: Tarifinfos


Tarifverhandlungen 2019

Einigung erzielt!

Bei den Tarifverhandlungen 2019 haben sich DJV und ver.di mit Deutschlandradio auf einen neuen Tarifvertrag verständigt. Die getroffenen Vereinbarungen sind nach Überzeugung der Gewerkschaften ein sehr guter Kompromiss, der Festen und Freien deutlich mehr Geld sowie außerdem vertretbare strukturelle Veränderungen bringe.

Der neue Tarifvertrag gilt für Feste und Freie, für Azubis und Praktikant*innen, für Volontär*innen und Trainees sowie für Versorgungsempfänger*innen.

Eine Umsetzung der Tarifvertragsanpassung wird bis Mitte März dieses Jahres angestrebt.

In konstruktiver Atmosphäre haben die Tarifparteien am vergangenen Freitag folgendes Ergebnis vereinbart:

Laufzeit:
36 Monate mit einem Sonderkündigungsrecht beider Tarifparteien zum 01.04.2021, auszuüben bis spätestens 15.01.2021, sofern der Rundfunkbeitrag niedriger als von der KEF empfohlen angepasst werden sollte.

Für angestellte Mitarbeiter*innen,
die dem Anwendungsbereich des eMTV unterliegen und sich am 1. April 2020 oder später in einem befristeten oder unbefristeten Arbeitsverhältnis mit Deutschlandradio befinden: 

⇒ Lineare Steigerung der Gehälter um insgesamt 6,75% (2,25% jeweils zum 01.04. der Jahre 2019 bis 2021, für 2019 rückwirkend).
 
⇒ Einmalig doppeltes Urlaubsgeld in 2020 als tarifliche Sonderleistung.
 
⇒ Dauerhaft voller Familienzuschlag auch für alle Teilzeitbeschäftigten.
 
⇒ Bis zu fünf zusätzliche freie Tage bei entsprechendem Gehaltsverzicht. Deutschlandradio beteiligt sich pro in Anspruch genommenem Tag mit 1/5 des Gehaltsabzuges.
 
⇒ Übernahme des gesamten Resturlaubs ohne Antrag in das Folgejahr, Abnahme bis zum 31.03. des Folgejahres. Für den Resturlaub 2019 gelten noch die alten Regelungen (Abnahme bis April 2020).
 
⇒ Verlängerung der Regelung zur sachgrundlosen Befristung, abgesenkt von 15 auf 12 Mitarbeiterkapazitäten.
 
⇒ Verlängerung der Regelung zur Vergütung für Aushilfskräfte nach der Tabelle für Festangestellte.
 
⇒ Überarbeitung der sog. Sendefahrer*innen-Zulage zugunsten einer einheitlichen Vertretungsregelung
 
⇒ Aufnahme von Verhandlungen über die tariflichen Berufsbezeichnungen

 
Volontär*innen, Trainees und Auszubildende
die sich am 1. April 2020 oder später in einem Vertragsverhältnis mit Deutschlandradio befinden: 

⇒ Lineare Steigerung der Gehälter um insgesamt 6,75% (2,25% jeweils zum 01.04. der Jahre 2019 bis 2021, für 2019 rückwirkend).

 
Versorgungsempfänger*innen,
die am 1. April 2020 oder später Versorgungsbezüge von Deutschlandradio beziehen

⇒ Anpassung gemäß dem Tarifvertrag zum Fortbestand und Weiterentwicklung der Versorgungssysteme auf Basis der für Angestellte vereinbarten Steigerungsbeträge.

 
Freie Mitarbeiter*innen / Honorarzeitverträge

Lineare Steigerung der Vergütungen des Vergütungstarifvertrages für freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inkl. Sonderhonorare um 4,5%, mindestens jedoch um 1 € zum 01.04.2020.

⇒ Weitere lineare Steigerung der o.g. Honorare um 2,25% zum 01.04.2021.
 
⇒ Pauschale Einmalzahlung i.H.v. 1.320 € im Laufe des Monats April 2020 als Ausgleich für entgangene Honorarerhöhungen im Wert von 2,25% des Honorarvolumens zum 01.04.2020. Voraussetzung: Urlaubsanspruch in 2019.
 
⇒ Pauschale, einmalige tarifliche Sonderzahlung im Wert von 2,0% des Honorarvolumens zum 01.02.2021. Die Zahlung i.H.v. 930 € erfolgt im Laufe des Monats Januar 2021. Voraussetzung: Urlaubsanspruch in 2020.
 
⇒ Erhöhung der Zahlung bei Schwangerschaft von 75% auf 92% von 1/365 ihrer Vorjahresbezüge bei Deutschlandradio (§2 des TV über Zahlung bei Schwangerschaft).
 
⇒ Kostenfreier Zugang zu den Angeboten des betriebsärztlichen Dienstes sowie der AWO mit Inkrafttreten des Tarifvertrages.
 
⇒ Fortbildungsprogramm „Digitalisierung" im Wert von 100.000 € p.a. für drei Jahre an den Standorten in Köln und Berlin bei Zahlung des Fortbildungshonorars.

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