Deutscher Journalisten-Verband Landesverband Nordrhein-Westfalen

FA Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mehr als 600 Mitglieder in der Fachgruppe Journalisten in Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Zur Fachgruppe Journalisten in Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gehören über 600 Mitglieder des DJV-NRW, darunter fast 60 Prozent Frauen. Als Leiter/innen oder Mitarbeiter/innen von Pressestellen in Wirtschaft und Verwaltung, Agenturen, Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Organisationen, als Leiter/innen oder Mitarbeiter/innen bei Behörden und Verbänden oder als Redakteur/innen für Mitarbeiter- und Kundenzeitschriften nehmen sie neben ihrer journalistischen Hauptaufgabe häufig vielfältige konzeptionelle, planerische und organisatorische Aufgaben wahr.

Der Fachausschuss (FA) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bildet dabei die Informationsplattform für alle Fragen in diesem Berufsfeld und für den kollegialen Erfahrungsaustausch auch mit den Redaktionen der Tages- und Fachpresse. Der FA berät bei der beruflichen Qualifizierung und Fortbildung, in tariflichen Fragen sowie bei den Themen Struktur und Aufgaben von Pressestellen.

Der FA trägt außerdem dazu bei, dass die anerkannten nationalen und internationalen Vereinbarungen über Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beachtet und weiterentwickelt werden. Hierzu gehören insbesondere der Pressekodex des Deutschen Presserats sowie der Kommunikationskodex des Deutschen Rates für PR (DRPR).

Der FA Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unterstützt die Initiative Qualität im Journalismus und setzt sich für eine transparente Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter in Pressestellen ein.

Für weitere Informationen über die Fachausschuss-Arbeit stehen der Vorsitzende Daniel Rustemeyer und die Geschäftsstelle des DJV-NRW zur Verfügung.

Sämtliche Fachausschüsse wurden turnusgemäß im Rahmen des Gewerkschaftstags 2022 im Mai neu gewählt. Nach der konstitierenden Sitzung haben die neuen und wiedergwählten Mitglieder die Arbeit aufgenommen:

Die Mitglieder im Fachausschuss

Vorsitzender
Daniel Rustemeyer

Daniel Rustemeyer ist als Pressesprecher bei der Stadt Marl angestellt. Er ist stellvertretender Leiter der Abteilung Kommunikation + Medien, in der er zuvor auch volontierte. Davor arbeitete der 42-Jährige als freier Journalist für die Ruhr Nachrichten. Er studierte Journalismus und Public Relations an der Westfälischen Hochschule. Im DJV-NRW ist er seit 2003 Mitglied und engagiert sich als Beisitzer im Journalistenkreis Emscher-Lippe. Als Vorsitzender des Fachausschusses Presse- und Öffentlichkeitsarbeit will er die Fachgruppe im Landesverband nachhaltig stärken.

stellv. Vorsitzender
Gunther Fessen

Gunther Fessen ist gelernter Bankkaufmann und seit rund 40 Jahren Journalist. Nach dem Volontariat bei der Westfälischen Rundschau sowie Redakteurstätigkeit beim Iserlohner Kreisanzeiger wechselte er "auf die andere Seite des Schreibtischs" und wurde Pressesprecher sowie Leiter der Unternehmenskommunikation verschiedener Konzerne der Immobilien- und Finanzwirtschaft. Im Jahre 2004 gründete Fessen seine Kommunikationsberatung PR-KONZEPT.COM. Schwerpunkte des Freiberuflers sind seitdem die Gestaltung von PR, Social Media und Krisenkommunkation für mittelständische Unternehmen, Kliniken und Parteien. Herausragende langjährige Mandate waren einerseits die Leitung der Unternehmenskommunikation der Funke Mediengruppe und sowie des Mediavermarkters Media Impact, einer Unit des Axel Springer Konzerns.

Karin Hendrysiak

Karin Hendrysiak arbeitet seit mittlerweile über drei Jahrzehnten als Pressesprecherin beim BKK-Landesverband NORDWEST in Essen. Die ausgebildete Nachrichtenredakteurin arbeitete zuvor bei der Nachrichtenagentur AP (Associated Press) in Düsseldorf im Ressort Landespolitik. Hendrysiak arbeitet zudem ehrenamtlich als stellvertretende Vorstandsvorsitzende in der KrebsStiftung NRW mit.

Nach der letzten Online-Veranstaltung „Dialog Ruhr“ möchte sie sich im Fachausschuss stark machen für weitere Veranstaltungen um u.a. den Dialog zwischen PR und Journalismus sowie der Berufsgruppe der Pressesprecher:innen und Öffentlichkeitsarbeiter:innen zu stärken.

Stephan Conrad

Stephan Conrad ist seit 2005 Pressesprecher der RAG Montan Immobilien. Davor war der Gladbecker Chefredakteur bei Antenne Ruhr, Redakteur bei Hitradio Antenne und bei Antenne Unna. Conrad war als Betriebsrat aktiv und hat sich im NRW-Fachausschuss lokaler Rundfunk engagiert. Er ist Mitinitiator der Netzwerkveranstaltung Presse.Dialog.Ruhr und seit 2019 im Fachausschuss Presse und Öffentlichkeitsarbeit.

Kirsten Reinhardt

Die Diplom-Kauffrau kennt viele Seiten: Kirsten Reinhardt war 17 Jahre als Redaktionsleiterin für Handelsmarketing und in verschiedenen Führungspositionen bei Modeverbänden angestellt und war elf Jahre als Freie in PR und Fachjournalismus unterwegs. Seit 2021 leitet sie das Büro einer Kölner Bezirksbürgermeisterin. Im DJV ist sie seit 2009 Mitglied und wurde 2020 in den Fachausschuss PrÖ gewählt. 

Maren Kampling

Maren Kampling leitet die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten (IFK). Schon als Volontärin trat sie dem DJV bei und engagiert sich seitdem in unterschiedlichen Gremien. Sie ist Mitglied des Fachausschusses Junge Journalist*innen und des Fachausschusses Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Von 2014 bis 2019 gehörte sie dem Vorstand des Pressevereins Münster-Münsterland an. 

Mehr lesen:

Presse.Dialog.Ruhr mit Prof. Dr. Julia Frohne, Business Metropole Ruhr

Leicht ist die Aufgabe nicht gerade, die Prof. Dr. Julia Frohne schultern muss. Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Business Metropole Ruhr ist für ein Ruhrgebiet zuständig, das Pandemie, Klimakrise und Strukturwandel bewältigen muss. Welche Chancen und Möglichkeiten die Region aufbietet, darüber sprach die „oberste Wirtschaftsförderin“ jetzt auf Einladung des Deutschen-Journalisten Verbands, Landesverband NRW (DJV-NRW) beim Presse.Dialog.Ruhr. Durch den Abend, der als Online-Veranstaltung angeboten wurde, führten Stephan Conrad und Stefan Prott vom Fachausschuss Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im DJV-NRW, der auch für die Organisation zuständig zeichnet.

Sie ist seit August im Amt, aber sich jetzt schon sicher: „Die Arbeit wird uns so schnell nicht ausgehen.“ Prof. Dr. Julia Frohne will viel anpacken in den kommenden Jahren, um die Region nach vorne zu bringen. Und freut sich auf die interdisziplinäre Arbeit im Dialog mit vielen Projektpartnern, Unternehmen und der Politik. Als Schwerpunkte für die nahe Zukunft nennt Frohne das Thema Fach- und Führungskräfte, regenerative Energien mit Schwerpunkt Wasserstoff sowie die Entwicklung von Brachflächen, um neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Von regionaler in nationale und internationale Beachtung kommen

Konkret nach der Rolle der BMR beim Thema Wasserstoff gefragt, sieht Frohne die Stärke in der Verbindungs- und Verknüpfungsrolle: Es gebe eine Vielzahl an Initiativen, Netzwerken und in dem Gebiet tätiger Forschungseinrichtungen. „Wir müssen sehen, dass wir aus dieser punktuellen oder regionalen Betrachtung in eine nationale und internationale Beachtung kommen.“ Dabei werden auf internationalem Parkett bereits konkrete Schritte unternommen. Frohne verweist auf die „Innovation Bridges“, die die Beziehungen etwa nach China festigen.  Aktuell „gehen wir zwei weitere Märkte an, die USA und die Niederlande, weil wir dort vergleichbare Interessen sehen.“

Die internationale Beachtung sei das eine, doch welche Impulse könne die BMR nach innen geben, wollte Moderator Stefan Prott mit Blick auf das „doch recht komplexe Gebilde“ aus mehr als 50 Gebietskörperschaften wissen.  „Wir haben und fördern strukturierte Netzwerke, auf die ich zurückgreifen kann“, erläuterte Frohne, „zum Beispiel durch Treffen der Wirtschaftsförderer, die dann in ihre Kommunen hineinwirken“.  Außerdem werde sie in ihrer alltäglichen Arbeit ständig von drei Gremien begleitet: dem Aufsichtsrat aus der Politik, dem Beirat aus Verbänden, IHKen und Hochschulen und dem Kuratorium aus Unternehmensvertretern. „Das sind alles Menschen, die Lust haben, die Region nach vorne zu bringen.“  Dieser Elan könne gut genutzt werden, um die „Kompetenzen, die wir im Ruhrgebiet haben, sichtbar zu machen.“

Neue Bilder in den Köpfen der Menschen verankern

Dazu gehört auch, allmählich andere Bilder in den Köpfen der Menschen zu verankern. „Unter anderem“, erklärt Frohne, „indem wir auch andere Landmarken verwenden als nur die Industriekultur“. Diese können man mitttransportieren, schließlich sei es das gemeinsame und vielleicht auch größte kulturelle Erbe. Aber man müsse noch stärker auch neue Bilder erzeugen. Mit moderner Architektur könne man zeigen, „dass ist richtig schick hier“. Dies habe man etwa bei der Expo Real schon sehr stark gemacht. Und gezeigt: Das Ruhrgebiet sei modern und genüge gehobenen Ansprüchen, auch internationaler Interessenten. Dann könne man auch mit den Stärken des Ruhrgebiets noch sichtbarer werden. Das reiche von der guten Erreichbarkeit zu Lande, auf der Schiene und im Wasser bis hin zu erfolgreichen Sparten wie der Ressourcen- und Kreislaufwirtschaft oder den kurzen Wegen ins Grüne als weicher Standortfaktor. Es gebe viel Kompetenz, Ideen und Möglichkeiten in dieser polyzentrischen Metropolregion, die sehr bereit sei für die „nächsten Goldenen 20er an der Ruhr“.

Rechtsberatung in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Dr. Constanze Berkenbrink, Justiziarin (Urheber- & Vertragsrecht), berät die Mitglieder im DJV-NRW

Was sind typische Fragen, die die Rechtsberatung aus dem Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit erreichen?

Dr. Constanze Berkenbrink: Da ich die selbstständigen Journalist:innen berate, dreht es sich in den Fragen, die mir gestellt werden, häufig um Verträge mit Auftraggebern, für die Freie nur für eine begrenzte Zeit arbeiten. Oft bekomme ich Verträge mit der Bitte geschickt, diese auf etwaige Fallstricke zu überprüfen. Ein weiterer typischer Bereich sind Fragen zur Verwendung von fremden Texten und Fotos. Bei Fotos spielt häufig der Umfang eingeräumter Nutzungsrechte eine Rolle.

Stichwort Verträge: Was genau wird geprüft?

Berkenbrink: Auch wenn es sich bei den Auftraggebern unserer Mitglieder um Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Bereichen, z.B. Mode oder IT, handelt, sind die problematischen Klauseln in den Verträgen meist die gleichen. Besonders kritisch sind die vertraglichen Regelungen, die die Haftung der Journalist:innen betreffen. Hier versuchen Unternehmen gerne, die Haftung für etwaige Rechtsverletzungen vollständig abzuwälzen. Dann sollen etwa im Fall einer Persönlichkeitsrechtsverletzung alle entstehenden Kosten getragen werden. Es ist zudem wichtig, dass der Vertrag klar regelt, welche Leistungen genau erbracht werden sollen. Enthält der Vertrag eine Wettbewerbsklausel, sollte feststehen, welche Unternehmen davon betroffen sind. Auch Vertraulichkeitsklauseln sind oft sehr vage formuliert. Bei einem Verstoß droht aber häufig die Zahlung einer Vertragsstrafe. Wir teilen unserem Mitglied zunächst mit, welche Klauseln wir für bedenklich halten. Dann kann häufig schon eine Änderung der problematischen Formulierung erreicht werden. Wenn erforderlich, sprechen wir auch direkt mit dem Auftraggeber. Manchmal entscheidet sich das Mitglied nach der Beratung auch, einen Vertrag nicht zu unterschreiben.

Gibt es noch ein weiteres großes Thema?

Berkenbrink: Dazu gehört sicherlich die Verwendung von Fotos. Hier spielen zum einen das Urheberrecht des Fotografen und gegebenenfalls auch Urheberechte an fotografierten Objekten eine Rolle. Vorsicht ist bei der Verwendung von Stockfotos geboten. Hier sollte man die Lizenzbedingungen genau lesen. Anderenfalls hat man möglicherweise die erforderlichen Rechte nicht erworben und muss hohe Schadensersatzsummen zahlen. Zum anderen müssen die Persönlichkeitsrechte der fotografierten Personen beachtet werden. Hier gilt es die Ausnahmen zu kennen, wann eine Person auch ohne ihre Einwilligung abgebildet werden darf.

Kommunikation im Wandel - Gespräch mit Daniel Rustemeyer

Der Fachausschuss Presse- und Öffentlichkeitsarbeit versteht sich als Plattform für Information und Erfahrungsaustausch. Der Vorsitzende Daniel Rustemeyer über Kommunikation im Wandel, den Presse.Dialog.Ruhr und Behördenkommunikation:

Was ist das große Thema in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit?

Rustemeyer: Aktuell befindet sich die Kommunikation im Wandel, der nicht nur den Journalismus, sondern auch die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beeinflusst. Die Corona-Pandemie hat diesen Wandel weiter vorangetrieben. Homeoffice, Zoom-Konferenzen und noch mehr Fokus auf das Digitale.

Was bedeutet Kommunikation im Wandel?

Rustemeyer: Die PR muss Dinge weiter ausprobieren und sich selbst Fehler zugestehen. Dafür braucht es Know-how, Erfahrung und Geduld. Im FA gibt es hierzu einen fachlichen und vielfältigen Austausch. Daher zählt zu den Themen zum Beispiel auch das Urteil des OLG Hamm in der Sache Lensing-Wolff gegen die Stadt Dortmund. Das wird uns sicherlich nach der Sommerpause noch beschäftigen. Unser Fachausschuss will ja unter anderem genauer unter die Lupe nehmen, wo die Grenzen zwischen Journalismus und PR verlaufen. Unser Ziel ist es, eine Handlungsempfehlung etwa für die Behördenkommunikation auf den Weg zu bringen. Dazu planen wir, ein Streitgespräch auf die Beine zu stellen.  

Das klingt gut. Macht ihr häufiger Veranstaltungen?  

Rustemeyer: Ja, wir sind Ausrichter der Veranstaltungsreihe „Presse.Dialog.Ruhr“, dem Netzwerkevent für Pressesprecher:innen und Journalist:innen.  Impulsgeber war zuletzt Prof. Dr. Dr. h. c. Christoph M. Schmidt, Präsident des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung.  Da wir unsere Mitglieder aktiv einbinden möchten, sind Themenvorschläge für diese Veranstaltungen von PR-Kolleg:innen und aus dem Ortsvereinen des DJV-NRW absolut willkommen.

Wenn ich ein Thema vorschlagen oder mehr über eure Arbeit wissen möchte, wo kann ich mehr erfahren?

Rustemeyer: Wer mehr über unsere Arbeit wissen möchte, findet dazu erste Informationen über die Seite des Fachausschusses auf der DJV-NRW-Seite. Für den persönlichen Kontakt oder Themenvorschläge können sich Mitglieder gern per Mail melden.

DJV-NRW diskutiert die Zukunft des Ruhrgebiets nach der Pandemie

Wie trifft Corona unsere Wirtschaft? Dieser Frage ist der Online.Presse.Dialog.Ruhr am Montag, 26. April 2021, nachgegangen. Impulsgeber bei dem Netzwerkevent für Pressesprecher:innen und Journalist:innen war Prof. Dr. Dr. h. c. Christoph M. Schmidt, Präsident des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, der dem Ruhrgebiet zwar viele „gute Ideen“ attestierte, aber auch Wasser in den Wein gießen musste: Strukturprobleme, schwächelnde Konjunktur oder der demografische Wandel werden das Land noch herausfordern.

Es war zwar nicht das erste Netzwerkevent für Pressesprecher:innen und Journalist:innen des DJV-Fachausschusses Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unter diesem Namen. Es war aber der erste Dialog des Fachausschusses, der aus der Düsseldorfer Geschäftsstelle des DJV-NRW heraus via Zoom in die Wohnzimmer der zugeschalteten Verbandsmitglieder übertragen wurde. Und so wurde aus der Diskussionsveranstaltung, die sonst zum Beispiel in der Zeche Zollverein stattfindet, ein interaktives Online-Format mit dem Ziel, den Gedankenaustausch zwischen Medienvertreter:innen und wichtigen Entscheidungsträger:innen in der Region zu fördern.

Zugeschaltet haben sich am Montag, 26. April, dann auch Medienakteur:innen aus dem gesamten Ruhrgebiet, um mit Prof. Dr. Dr. h. c. Christoph M. Schmidt in den Austausch zu treten und Fragen zu diskutieren.  Schmidt ist seit 2002 Präsident des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen und zugleich unter anderem Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik und Angewandte Ökonometrie an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. Von März 2009 bis Februar 2020 war er Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (der sog.  „Wirtschaftsweisen“), von März 2013 bis Februar 2020 dessen Vorsitzender. Außerdem zählt er seit 2020 zu den Mitgliedern des Expertenrats Corona des NRW-Ministerpräsidenten.

Stephan Conrad, Pressesprecher der RAG Montan Immobilien, und Daniel Rustemeyer, Pressesprecher der Stadt Marl, vom DJV-NRW-Fachausschuss Presse- und Öffentlichkeitsarbeit moderierten den Abend. Gemeinsam mit ihrem Gast blickten sie  auf die zukünftige wirtschaftliche Situation unseres Landes und gaben dem Ökonomen auch die Gelegenheit aus dem Corona-Expertenrat zu berichten. Die Moderator:innen und die zugeschalteten Gäste interessierte: Welche Folgen erwarten uns aus wirtschaftlicher Sicht angesichts der Corona-Pandemie? Was bewirken die hohen staatlichen Unterstützungszahlungen? Und wie trifft das den Strukturwandel in der Region?

Bis die Probleme in Arbeit und Wirtschaft im Ruhrgebiet gelöst sind, so Schmidt, werde es noch lange dauern. Nicht nur, dass die Konjunktur in der Pandemie in vielen Branchen schwächelt, so stehe ganz Deutschland auch unmittelbar vor prägenden strukturellen Veränderungen wie dem demografischen Wandel, der Digitalisierung und dem Klimawandel. Darauf, wie diese Veränderungen erfolgreich überstanden werden können, müsse auch die Wirtschaft, die Politik und die Bevölkerung im Ruhrgebiet dringend eine Antwort finden, sind sich die Teilnehmenden des Diskussionsabends einig. „Aber es ist ja nicht alles schlecht“ war es dem Referenten wichtig zu betonen. Er begrüßt das große Engagement vieler Unternehmer:innen – auch im Ruhrgebiet: „Viele Unternehmer:innen haben sich wahnsinnig schnell auf die Pandemie eingestellt.  Da wurde unverzüglich gehandelt, um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Ort zu schützen, indem Schichten entzerrt und Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden. Aber auch die Kunden wurden nicht außen vorgelassen. Man schützte sie vor direktem Kontakt und stellte in kürzester Zeit auf Lieferservice um. Das zeigt mir, dass die Betriebe viele gute Ideen haben, um mit der aktuellen Situation umzugehen.“ 

Nach dem gelungenen Auftakt 2019 mit Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes NRW, und dem 2020 aufgrund von Corona abgesagten Gedankenaustausch mit Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft und des Lippeverbandes, zeigen sich die Organisator:innen des Fachausschusses weiterhin überzeugt: „Die Teilnahme der Kolleg:innen an unserem Online.Dialog.Ruhr zeigt, dass dieses Netzwerkformat Akzeptanz findet und erfolgreich fortgesetzt werden sollte. Auch die zukünftigen Hintergrundgespräche stehen dafür, den Dialog zwischen Medienvertretern und Politikern zu fördern. Wir sind davon überzeugt, dass solch eine Online-Veranstaltung auch in Zukunft eine spannende neue Form des Austausches sein kann“, zeigt sich Daniel Rustemeyer im Anschluss an die Veranstaltung zufrieden. Presse.Dialog-Organisator und Moderator Stephan Conrad ergänzt, dass für weitere Veranstaltungen in der Reihe auch gerne auf Referentenvorschläge aus dem Kreis der DJV-Kollegen*ginnen zurückgegriffen werden könnte. Vorschläge werden gerne von Ihm per E-Mail entgegengenommen. (einfach an: stepconrad@aol.com)

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