Deutscher Journalisten-Verband Landesverband Nordrhein-Westfalen

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DJV-NRW setzt Schwerpunkte für erste Tarifrunde

02.07.2013

In den Verhandlungen mit dem Verband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) über die Tarifverträge für ca. 14.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen geht es dem DJV nicht nur um Gehaltszuwachs. Die Journalisten-Gewerkschaft kämpft auch für die breite Anwendung des Regelwerks in der Fläche und um dessen Anpassung an heutige Anforderungen. Der Gesamtvorstand des DJV-NRW sprach sich in seiner gestrigen Sitzung in Hagen ausdrücklich gegen ein weiteres Zerfasern der Arbeitsbedingungen in der Branche aus.

 

"Die Forderungen der Verleger im Vorfeld der ersten Verhandlungsrunde sind für uns entlarvend“, erklärte der Landesvorsitzende des DJV-NRW, Frank Stach. Den Geschäftsführern der nach wie vor gut verdienenden Medienkonzerne fehle es an zukunftsfähigen Geschäftsideen. Deshalb verlangten sie wieder Spar-Opfer von den Redakteuren, die auf Urlaub oder Berufsjahrstufen verzichten sollen. „Das muss sich ändern“, sagte der Hörfunk- und Fernsehjournalist. „In den Gesprächen muss sich die Einsicht durchsetzen, dass nur ausreichend gut besetzte Redaktionen mit angemessen bezahlten Kolleginnen und Kollegen die Zukunft sichern können.“

 

Intensiv diskutierte der NRW-Gesamtvorstand gestern im Journalistenzentrum Haus Busch darüber, was Tagezeitungsjournalismus aktuell braucht, welche Forderungen daraus resultieren, wie und mit welchen Mitteln sie umzusetzen sind. Eine zentrale Forderung des DJV in der Tarifauseinandersetzung ist die Einbindung von Online-Redakteuren in das Tarifwerk. Warum sollte die gleiche journalistische Arbeit anders bewertet werden?

 

Die erste Tarifrunde zwischen Vertretern des BDZV und der Gewerkschaften DJV und dju in ver.di findet am 19. Juli in Frankfurt statt. Aus dem DJV-NRW sind Geschäftsführerin Dr. Anja Zimmer und Vorstandsmitglied Jürgen Primus in der Tarifkommission. „Wir werden die Belange unserer Mitglieder mit Nachdruck vertreten“, so Primus, „und erwarten, dass auch die Verleger zu konstruktiven Lösungen bereit sind.“

 

Siehe dazu auch die Meldung des Bundesverbands vom 2.7.2013 "DJV fordert Renditezahlen"

 

 

Kontakt: Silke Bender, Pressereferentin DJV-NRW 

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