Deutscher Journalisten-verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

Fachausschuss Tageszeitungen

Der Fachausschuss Tageszeitungen tagt gemeinsam mit dem Fachausschuss Betriebsräte

Die gewählten Mitglieder der Fachausschüsse Tageszeitungen und Betriebs- und Personalräte. Foto (c) Klaus Daub

Mit der konstituierenden Sitzung am 13. Juni 2018 nehmen die Fachausschüsse Tageszeitungen (FA TZ) und Betriebs-/Personalräte (FA BR) ihre Arbeit auf. Beide Fachausschüsse tagen gemeinsam, als FA FRATZ. Gewählt wurden als Vorsitzende des FA TZ Inge Ansahl, als ihr Stellvertreter Kristian van Bentem. Vorsitzender des FA BR ist Jürgen Primus, Stellvertreter Klaus Daub.

Der Stimberg-Betriebsratsgipfel 2016

Mit mehr als zwanzig Teilnehmern war auch das zweite Seminar für Redaktionsbetriebsräte an Tageszeitungen in NRW ein voller Erfolg. Foto: Klaus Daub

Mit mehr als zwanzig Teilnehmern knüpfte das zweite Seminar, das der DJV-NRW für Redaktionsbetriebsräte an Tageszeitungen in Nordrhein-Westfalen im März 2016 veranstaltete, an den Erfolg aus dem Vorjahr an. Die Premiere des Stimberg-Betriebsratsgipfels hatte Anfang 2015 ebenfalls im Salvador-Allende-Haus in Oer-Erkenschwick stattgefunden.

Im Mittelpunkt des ersten Seminartages standen die Themen Arbeits- und Gesundheitsschutz. Als sachkundige Referentin hatte der DJV-NRW-Fachausschuss Betriebs- und Personalräte Diana Reiter von der Technologie Beratungsstelle (TBS) eingeladen. Sie gab hilfreiche Hinweise, welche rechtlichen Pflichten und Gestaltungsmöglichkeiten Betriebsräte konkret haben, wenn z.B. Newsdesks oder andere Redaktionsarbeitsplätze neu eingerichtet werden. Auch das Thema Gefährdungsbeurteilung und Arbeitsplatzgestaltung nach Ergonomie-Aspekten behandelt - inklusive der aktuellen Rechtsprechung zum Arbeits- und Gesundheitsschutz.

An Tag zwei hatten die Kolleginnen und Kollegen Gelegenheit, sich in vielen weiteren rechtlichen Betriebsratsfragen auf den aktuellen Stand bringen zu lassen. Rechtsanwalt Andreas Rüther referierte über die Rechtsprechung im vergangenen Jahr. Zusammen mit Landesverbands-Justiziar Christian Weihe beantwortete er zudem Fragen aus der täglichen Betriebsratspraxis.

Wichtig war an beiden Tagen der Erfahrungsaustausch. Dabei ging es zum Beispiel um Fragen wie diese: "Wie macht ihr das mit der Betriebsvereinbarung Social Media?" Oder: "Wie habt ihr das Lärmproblem im Großraumbüro in den Griff bekommen?" Alle Beteiligten profitierten im Gespräch von den Erfahrungen der Betriebsräte in anderen Häusern.

Dieser Austausch soll unbedingt weitergehen: DJV-NRW-Geschäftsführer Karlheinz Stannies kündigte an, dass es auch im kommenden Jahr wieder einen Stimberg-Betriebsratsgipfel geben soll.||Uwe Tonscheidt

Bilder vom Stimberg-Gipfel 2016 von Klaus Daub

Gelungene Premiere: Redaktions-Betriebsräte-Seminar auf dem Stimberg

Foto: Klaus Daub

Der einhellige Tenor der Teilnehmer des ersten Redaktions-Betriebsräte-Seminars des DJV-NRW am 2. und 3. März lautete: "Das muss auf jeden Fall nächstes Jahr wieder stattfinden." Aus ganz NRW waren die über 20 Betriebsratsmitglieder angereist - und zwar zum Salvador-Allende-Haus, eine Bildungsstätte nahe des Stimbergs in Oer-Erkenschwick.

Aktuelle Rechtsprechung
Zum Auftakt gab Rechtsanwalt Andreas Rüther ein juristisches Update und berichtete, was sich bei der betrieblichen Mitbestimmung an jüngster Rechtsprechung getan hat. Für ergänzende Berichte aus der Praxis sorgte DJV-NRW-Justiziar Christian Weihe. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Betriebsräte-Fachausschuss-Vorsitzenden Uwe Tonscheidt hatte er die Organisation des Seminars übernommen.

Hauptthema Arbeitszeit
Ausufernde Arbeitszeiten und das formale Verschweigen der tatsächlich geleisteten Überstunden sind in vielen Redaktionen ein Problem. Wie Betriebsräte erfolgreich Regelungen zur Arbeitszeiterfassung und zur Erfüllung ihres gesetzlichen Auftrags erreichen und umsetzen können, war am zweiten Tag Schwerpunkt des Seminars. Gerda Theile vom Bundesverband hatte praktische Beispiele aus dem gesamten Bundesgebiet mitgebracht.

Erfolgreiches Konzept
Der Plan, ein kompaktes Seminar anzubieten, das inhaltlich und konzeptionell möglichst vielen Betriebsräten die Teilnahme ermöglicht, ist zur Freude des DJV-NRW aufgegangen. Bis zu einer möglichen Fortsetzung wollen die Teilnehmer nun in Kontakt bleiben, um sich bei ihrer BR-Arbeit zu unterstützen. Als wünschenswert stufte DJV-NRW-Schatzmeister Karlheinz Stannies die dauerhafte Einrichtung eines BR-Seminars ein. Und Inge Ansahl, Vorsitzende des Fachausschusses Tageszeitungen, lieferte schon den passenden Namen: "Stimberger Betriebsräte-Gipfel".

Bilder vom BR-Seminar von Klaus Daub und Uwe Tonscheidt

Mit Schwung ins neue Sitzungsjahr

Die Mitglieder der beiden Fachausschüsse Tageszeitungen und Betriebs- und Personalräte in Pyramidenform: an der Spitze Andreas Drees, gefolgt von (v.l.) Werner Lindemann, Jörg Wendland, Gerhard Klinkhardt und Klaus-Peter Kühn in der mittleren Reihe. In der unteren Reihe haben dann gut lachen Karlheinz Stannies, Barbara Merten-Kemper, Uwe Tonscheidt, Inge Ansahl und Jost Wolf. Foto: DJV-NRW/sb

Kreativ und konstruktiv verlief die erste Sitzung der im DJV-NRW engagierten Tageszeitungsredakteure und Betriebs- und Personalräte im neuen Jahr. Die beiden Fachausschüsse tagten am 11. Februar in der Geschäftsstelle des Landesverbandes - und sie tun dies immer zusammen, da sich viele gemeinsame Schnittstellen und Themen ergeben.

So auch dieses Mal: Es wurde über neue Strukturen in den Fachausschüssen diskutiert, die bessere Einbindung von Sportjournalisten und das kommende Betriebsräte-Seminar des DJV-NRW Anfang März in Oer-Erkenschwick. Ein Austausch fand zudem über die für dieses Jahr geplanten Aktionen statt, zum Beispiel am Gewerkschaftstag im April oder am Journalistentag im November. Fazit der Fachausschuss-Mitglieder: Von der ersten Sitzung 2015 ging viel Schwung für die nächsten Monate aus./sb

Der Fratz: Fachausschuss Redakteure an Tageszeitungen

Der Fachausschuss (FA) Tageszeitungen wird auch liebevoll "Fratz" genannt. Dann steht das Akronym für Fachausschuss Redakteure an Tageszeitungen. Ob FA oder "Fratz" - die Ausschussmitglieder sind zur Stelle, wenn es um die Herausforderungen an Tageszeitungen geht, also um den Erhalt und die Verbesserung von Tarifverträgen, um Outsourcing, Scheinselbständigkeit oder Urheberrechtsverletzungen, um die Demontage des journalistischen Berufs, um gerechte Arbeitszeiten, neue Techniken, Multimedia und Online.

 

Nicht zuletzt die Qualitätsdiskussion, die Arbeitsbedingungen oder die immer wieder diskutierte Altersteilzeit sind Themenfelder für den "Fratz". Und weil es gerade im Print-Bereich und vor allem bei den Tageszeitungen vor Herausforderungen nur so wimmelt, werden Mitstreiterinnen und Mitstreiter immer gesucht. Erfahrungen und Tipps, Input und Verbesserungsvorschläge - davon kann man nie genug bekommen.

 

Zu jedem Dialog bereit ist insofern die Vorsitzende des FA, Inge Ansahl. Sie steht natürlich auch für Auskünfte und Beratung zur Verfügung. Fragen können ebenfalls an die Geschäftsstelle des DJV-NRW gerichtet werden.

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Tarif- und Musterverträge für Freie

Faire Zeitungshonorare

Tageszeitungen brauchen engagierte freie Journalisten, die vor Ort recherchieren und berichten. Im Februar 2010 traten die gemeinsamen Vergütungsregeln an Tageszeitungen in Kraft, die eigentlich im Einvernehmen mit den Verlegern beschlossen wurden. Leider halten nach wie vor viele Verlage die Regeln nicht ein - und wurden dafür zum Beispiel im Jahr 2013 von mehreren Gerichten zu empfindlichen Nachzahlungen verurteilt. Die Vergütungsregeln gelten seit 2013 auch für Bildhonorare an Tageszeitungen.

 

Auf der Aktions-Webseite Faire Zeitungshonorare sammelt der DJV gemeinsam mit der dju in ver.di Informationen rund um die Anwendung der Honorar- und Vertragsregeln.

Mitglieder im Fachausschuss

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Inge Ansahl (Vorsitzende)
Kristian van Bentem (stellv. Vorsitzender)
Andreas Drees
Nina Estermann
Klaus Peter Kühn
Martin Pyplatz

InfoPlus

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